Zu viel ist zu viel ….

Zwei Tage bin ich einfach abgetaucht.

Alles war mir viel zu viel.
Zu viel, was ich schreiben wollte.
Zu viel Zeit, die ich dazu brauchen würde.

Zu viel, was ich lesen wollte.
Zu viel, was fotografieren wollte.
Zu viel Bilder, die ich noch zeigen wollte.

Zu viel, wohin ich noch gehen wollte.
Zu viel, was ich hier zu Hause noch machen wollte.
Zu viel, was ich gefühlt habe.

Alles war viel zu viel.
Nichts ging mehr.

Nach zwei Tagen absoluter Ruhe geht es wieder und mein Kopf ist wieder frei für die Dinge, die mir wichtig sind.
Und dazu gehört dieser Blog.

*     *     *     *      *

11 Gedanken zu “Zu viel ist zu viel ….

  1. Das kenne ich – sollte auch einmal abtauchen und einfach nichts tun – ausgebrannt und leer ist der kleine Teddybär – aber dann kommt immer das schlechte Gewissen und ich mache einfach weiter ………

  2. Das schlechte Gewissen kenne ich auch.
    Aber ich bin der komfortablen Situation, dass ich eben mal abtauchen konnte. Außer mit meinen Hundis die Gassi-Runden drehen, habe ich keine „Verpflichtungen“. Kein Mann, kein Kind, kein gar nix. Und der Staub läuft auch nicht davon …

  3. Das irgendwie alles zu viel wird kenne ich auch. Teilweise leidet da auch mein Blog darunter…
    Ich finde sehr toll, wie du darüber schreibst. Der Text hat fast schon etwas Gedichthaftes!
    Liebe Grüße,
    Sarah

  4. Schlechtes Gewissen gewöhne ich mir ab. Und wenn es sich meldet mit seinem ewigen:“ Du musst noch, du sollst, du darfst nicht….“, frage ich: „Wer sagt das?“ Dann ist es ganz schnell still und verkrümelt sich. Abtauchen ab und zu ist sehr heilsam! Gut gemacht!

  5. Warum setzt du dich so unter Druck? Genau das ist es ja, was uns krank macht, dieses ewige ICH MUSS… .
    Seitdem ich ICH MUSS durch ICH WILL ausgetauscht habe, geht mir vieles besser von der Hand… 🙂 .

  6. Am liebsten würde ich Dich beglückwünschen zu Deiner Selbstfürsorge, zu Deinem Mut, zu Deiner Handlungsfähigkeit: Einfach zwei Tage untertauchen — ich kann das eher nicht. Andererseits fühlt sich dieses Gratulieren nicht ganz richtig an, wegen der dazugehörigen Überlastung usw.

    • Doch, doch, beglückwünschen kannst du mich schon, weil die Überforderung aus mir selbst heraus kommt. Zu dem Blog-Schreiben zwingt mich ja keiner, auch nicht zur Selbsthilfegruppe, auch nicht zum Freitragsputz usw. Muss nun überlegen, was von den ganzen Dingen, die ich die Woche über mache, wirklich wichtig für mich sind. Alles geht halt nicht, das habe ich jetzt verstanden. Für diese Erkenntnis habe ich den Glückwunsch verdient und sage brav: Dankeschön 😀

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