See the bigger picture J37

See the bigger picture“ ist ein Kartenspiel mit Lernaufgaben für das Fotografieren.
Pro Karte gibt es eine Aufgabe, was und wie man fotografieren soll.
Die Aufgaben sind aber mehr an die gerichtet, die schon mit dem Fotoapparat in der Wiege lagen.
Also meilenweit von mir und meiner Knipserei entfernt.
Aber ich habe entdeckt, dass es dieses Spiel auch für Kinder gibt.
Ich habe es mir gekauft und ziehe nun jede Woche eine Karte.
Und ja, es macht mir Spaß und bin jede Woche total neugierig auf das neue „Wochenprogramm“
Gestartet bin ich hier.

Die Aufgabe der letzten Woche war:
Fotografiere ein Objekt oder Motiv, das nicht ein Teil einer Gruppe ist.
Die Gruppe sollte ebenfalls Teil der Aufnahme sein.
TIPP:  Es reichen bereits 3 (2+1) Objekte zum Lösen dieser Aufgabe.

Und das ist mein Foto dazu:

 

Und ja, die Aufnahme entstand letzten Samstag im Tierpark.
Auch wenn „man“ jetzt denkt, dass es im Tierpark ein leichtes ist, eine Aufnahme 2+1 zu finden … So einfach war es gar nicht.
Es sollte ja der Abstand von 2 und 1 doch deutlich sein.
Musste dann doch ziemlich weit weg vom Motiv sein, dann sind die Tiere doch sehr klein oder es passt nicht beides aufs Foto.
Okay, ich weiß, es ist mein „Luxus-Problem“.
Aber Freude hat es doch gemacht.
Und das ist mir derzeit das Wichtigste, Freude an etwas zu empfinden.
Letzteres habe ich dann doch definitiv erfüllt.

Und nun die neue Aufgabe:

 

Ja denn, nächste Woche  am Donnerstag gibt es das zu sehen, was mir eingefallen ist.
Eine Idee habe ich noch nicht.

 

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Blitzlicht #5

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Und weiter geht es mit der nächsten Therapiestunde …
Heute haben wir den Deckel, der über einem sehr großen psychischen Druck liegt, etwas angehoben, damit Herr M. darunter schauen kann, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.
Meine Angst, dass ich mit geöffneten Deckel nach Hause gehe und kopflos über die nächste Suizid-Lösung nachdenke, hat sich zerstreut.
Nix mit Suizid.
Im Gegenteil.
Ich bin nach Hause gegangen mit dem Gefühl, dass wir das geregelt bekommen, dass es Lösungsansätze gibt.
Ja, das ist ein verdammt gutes Gefühl.
Auch wenn Herr M. hier nicht mitliest … ein großes dickes Dankeschön!
Irgendwie ist das doch auch sein Job, oder?

 

Die Geschichte zum Mittwoch

pixabay.de

Die Schildkröte im Schlamm

Der Kaiser von China hörte von der Weisheit eines Eremiten, der in den Bergen im Norden lebte.
Er schickte Boten zu ihm, die ihm das Amt des Premierministers in seinem Reich antragen sollten.
Die kaiserlichen Gesandten waren tagelang unterwegs, ehe sie die Eremitenklause erreichten.
Den Eremiten fanden sie halbnackt auf einen Felsen sitzen beim Fischen.
Zuerst bezweifelten sie, dass das der Mann sein sollte, von dem der Kaiser so große Stücke hielt, aber Erkundigungen im nächsten Dorf ergaben, dass er es tatsächlich war.
So riefen sie ihn vom Ufer aus höflich an.

Der Eremit watete ans Ufer, nahm die reichen Geschenke der Gesandten entgegen und vernahm ihr seltsames Begehren.
Als ihm schließlich klar wurde, dass der Kaiser ihn, den Eremiten, zum Premierminister des Reiches machen wollte, warf er den Kopf zurück und brüllte vor Lachen.
Als er sich schließlich beruhigt hatte, sagte er zu den bestürzten Gesandten: „Seht ihr diese Schildkröte hier, wie sie im Schmutz mit ihren Schwanz wippt?“

„Ja, geehrter Herr“, sagten die Abgesandten.

„Nun sagt mir, stimmt es, dass sich der kaiserliche Haushalt jeden Tag in der Palastkapelle versammelt und eine ausgestopfte Schildkröte verehrt, die sich in einem Schrein über den Hauptaltar befindet, eine göttliche Schildkröte, deren Rückenschild mit Diamanten, Rubinen und anderen Edelsteinen inkrustiert ist?“

„So ist es in der Tat, geehrter Herr“, sagten  die Abgesagten.

„Glaubt ihr wohl, dass dieser kleine Bursche hier, der im Schmutz mit seinem Schwanz wackelt, den Platz mit der göttlichen Schildkröte tauschen würde?“

„Nein, verehrter Herr“, sagten die Gesandten.

„Dann geht und sagt dem Kaiser, dass auch ich das nicht will.
Ich möchte lieber lebendig in diesen Bergen als tot in seinem Palast sein.
Niemand kann in einem Palast wohnen und lebendig bleiben.“

(Quelle: 365 Geschichten, die gut tun von Anthony de Mello)

 

                                  

 

PS: Heißt das jetzt: Lieber Hartz IV als den Job von Frau Merkel?

 

 

Das Doofe vom Tag

Heute ist nix mit große Gassi-Runden drehen, nicht mal mit meinem Hundemädel.
Ich möchte zu Hause bleiben.
Mein Hunde-Opi macht mir wieder Sorgen.

 

Als ich heute Morgen aufstand habe ich eine braune Pfütze entdeckt.
Mein Hunde-Opi hat Durchfall.
Mist.

Nach der Gassi-Runde, bei der jede Menge Dünnes hinten herauskam, hat er sich wieder auf sein Kissen geschmissen, ziemlich erschöpft.
Ich bin ins Bad, das dauert bei mir gewöhnlich eine halbe Stunde.
Ich kam raus, wieder eine braune Pfütze, dieses Mal direkt auf sein Kissen.

Er versuchte es mit seiner Schnauze zu verbuddeln, er kam nicht auf die Idee, dass das Kissen ein Kissen ist und kein Sand.
Also Kissen in die Waschmaschine.
Ich mache mir Frühstück … und dann sehe ich es: eine neue braune Pfütze….
Sie kam aber aus seiner Schnauze !!!!
Mein Hunde-Opi erbrach ein braunes, flüssiges Etwas!

Das habe ich bei Hunden überhaupt noch  nicht gesehen.
Und ich habe seit 1993 durchgängig Hunde.
Ich habe Null-Ahnung, was das ist.
Das Futter kann es nicht sein, denn beide Hunde haben aus der gleichen Dose bekomme und das Hundemädel geht es prächtig.

Ich werde heute noch abwarten wie es sich entwickelt.
Nachdem das 2. Kissen auch mit dieser brauen Suppe in der Waschmaschine landete, ist nichts mehr rausgekommen.
Nichts hinten und nicht vorn.
Vielleicht hat er doch unbemerkt von mir etwas doofes gefressen.
Dann müsste es jetzt gut sein.

Gleich zum Tierarzt möchte ich nicht, weil auch das ein Riesenstress für den Hund ist,.
Man kann ihm ja nichts erklären.
Er merkt nur, dass da eine fremde Tante Sachen mit ihm macht, die doof sind.

Ich werde sehen.
Mein Hunde-Opi ist so ein richtige Kummerbrot.

 

                              

 

Haltestellen-Romantik #3

Warten auf die S-Bahn …

 

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Das Beste der Nacht

Letzte Nacht habe ich die Hälfte der Zeit auf dem Klo zugebracht.
Durchfall.
Böser Durchfall, trotz 2 Kapseln Loperamid.

Das kann doch nur der Käsekuchen vom Tierpark sein, der so komisch nach Zwiebel schmeckte.
Mein Hundemädchen mag Kuchen, überhaupt alles Süße.
Und so bekommt sie oft den letzten Happs Kuchen von mir, wenn ich welchen esse.
Mein Hunde-Opi mag eher eine Scheibe Salami, statt so ein Mädchen-Kram.

Und nun fiel mir auch ein, dass sie im Tierpark angewidert den Kopf zur Seite drehte, als ich ihr zum Schluss den Käsekuchen vor die Nase hielt.
Ich habe ihn natürlich komplett gegessen.
Schließlich habe ich ihn ja bezahlt, da wirft man so schnell nicht weg.
Das Stück hatte 3€ gekostet, da landet es höchstens in der Tonne, wenn es grünes Fell hat.

Aber dem Bienchen schien es nichts auszumachen.
Ob sie es überlebt hat?
Sie ist doch so klein und hat nix zuzusetzen, würde meine Oma sagen.

Und was ist jetzt nun das Beste der Nacht?
Na, dass ich den Käsekuchen wieder los habe.

 

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Das Beste von gestern und heute 19. August 2017

Wer hier fleißig mitliest, weiß, dass ich gestern Nachmittag eine Verabredung hatte.
Hatte es vergangenen Montag erwähnt und was das für mich bedeutet.

Nunja, meine Euphorie ist inzwischen etwas gedämpft.
Ja, es hat geklappt.
Ja, es hat nicht geregnet.
Ja, wir hatten  Kaffee und leckeren Kuchen im Grünen.

Aber das Gespräch lief schleppend, mit Kunstpausen drin.
N. fühlte sich nicht wohl, war sehr erkältet und hatte eine dicke Strickmütze auf dem Kopf, mitten im August.
So sah man uns unseren Dachschaden schon äußerlich an und ließ mich innerlich schmunzeln.
Nach einer Stunde haben wir uns wieder getrennt mit den völlig unverbindlichen Worten: Man sieht sich wieder im Offenen Treff…

Naja, vielleicht bin ich wirklich so ein Ekelpaket, mit dem keiner etwas zu tun haben möchte.
Es war ein Versuch.

Da es mir seit Dienstag sowieso nicht so gut geht, hat mich das weiter nach unten gezogen.
Heute Vormittag war es sogar soweit, dass die ersten Suizidgedanken wieder auftauchten, dieses „Was-soll-das-alles-hier-Gefühl“.
Nein, das  will ich nicht…
Ich will einfach nicht, dass es mir wieder so sehr schlecht geht und habe überlegt, wo ich denn hinfahren könnte, heute Nachmittag, was mir gut tut.
Denn das habe ich inzwischen begriffen, dass man bewusst gegen steuern kann.

Und ich habe mir mein Hundemädchen  gegriffen und bin mit ihr wieder in den Tierpark gefahren.
Und, und, und:
Es tat mir sooo gut!
Es war genau richtig.
Im Tierpark war heute Schlossfest.

Normalerweise meide ich Menschenaufläufe.
Heute verlief sich das irgendwie und es waren überall Menschen in „Schlosskostümen“ zu sehen, die tanzten und musizierten.
Insgesamt eine Atmosphäre, die einfach nur gut tat.
Fotos habe ich davon nicht gemacht, sie hätten bei weitem nicht diese Atmosphäre einfangen können, auch weiß ich nicht, inwieweit ich sie urheberrechtlich in meinen Blog setzen kann.

Nur einen Wermutstropfen gab es: Das Stück Käsekuchen schmeckte fürchterlich, irgendwie nach Zwiebel.

Dem Bienchen hat es aber dann doch geschmeckt.

Ja, Tiere gab es dann auch noch im Tierpark zu sehen, so nebenbei 😉

 

 

Und nun, nun geht es mir wieder besser.

Deshalb ein dickes Dankeschön an:

  • N., für das schöne Kaffeetrinken im Park trotz Erkältung.
  • den, der dafür gesorgt hat, dass es gestern trotz großen Ankündigungen durch alle Wetterprognosen genau in dieser Zeit nicht geregnet hat und wir unter einem Baum im Grünen sitzen konnten.
  • den Organisatoren des Schlossfestes im Tierpark für diese ganz tolle Atmosphäre
  • allen Tierpflegern, die sich um die Tiere kümmern
  • an den Architekten des Tierparks, dass dieser sich nach der Wende so wunderbar entwickelt hat.
  • an den ehemaligen Tierparkchef, auf den es zurückzuführen ist, dass man Hunde mit in den Park nehmen darf, im Zoologischen Garten (Berlin-West) darf man das nämlich nicht.
  • und wieder an dem, der für das tolle Wetter verantwortlich ist, super 22 Grad mit Sonne und ein paar Wolken.
  • an die BVG, die mich und mein Hundemädchen wieder gesund nach Hause gebracht hat.
  • an meine Tochter, die mir endlich meinen Akkuschrauber wieder gebracht hat.
  • an Katrin.  Sie hat mir heute in den Kommentar vom Blitzlicht Nr. 4 geschrieben, dass es ihr ähnlich mit den Beginn von Therapiestunden ging und mir somit das Gefühl gab, dass ich doch nicht ganz unnormal bin.
  • und letztendlich an meinen Schöpfer, der wohl bei allem seine Finger mit im Spiel hatte.

DANKE

 

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Haltestellen-Romantik #2

 

Warten auf den Bus …

 

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See the bigger picture J31

See the bigger picture“ ist ein Kartenspiel mit Lernaufgaben für das Fotografieren.
Pro Karte gibt es eine Aufgabe, was und wie man fotografieren soll.
Die Aufgaben sind aber mehr an die gerichtet, die schon mit dem Fotoapparat in der Wiege lagen.
Also meilenweit von mir und meiner Knipserei entfernt.
Aber ich habe entdeckt, dass es dieses Spiel auch für Kinder gibt.
Ich habe es mir gekauft und ziehe nun jede Woche eine Karte.
Und ja, es macht mir Spaß und bin jede Woche total neugierig auf das neue „Wochenprogramm“
Gestartet bin ich hier.

Die Aufgabe für diese Woche war:

Fotografiere durch eine Öffnung oder eine Röhre, damit sich die Ränder deines Fotos gleichmäßig abdunkeln. Die Öffnung sollte mittig und recht nah am Objektiv sein.
Tipp: Nutze als Vignette z.Bsp. gerolltes Stück Papier oder fotografiere durch die Finger deiner Hand.

Ja, das war sie, die Aufgabe.
Und ich muss sagen, ich habe es nicht hinbekommen.
Zum einen  habe ich kein Motiv entdeckt, dass passen könnte und zum anderen war es doch sehr schwierig, die Kamera mit einer Hand zu halten, mit der anderen eine Rolle vor das Objektiv.
Und irgendwie muss man noch auf den Auslöser drücken.

Als Rolle habe ich die Pappe vom Klopapier genommen.
Mit abgedunkelten Rändern war da gar nix, sie waren weiß.

Durch die Finger … rund ging nicht und abdunkeln auch nicht.

 

Hier sind zwar die Ränder dunkel, aber das Bild ziemlich weit weg.
Schneide ich die Pappe kürzer sieht es so aus:

Durch die Finger war es noch verrückter:

 

Vom Foto her gefällt mir das 3. am besten, aber es ist nicht die Erfüllung der Aufgabe.
Okay, besser ging’s nicht, abhaken und neue Woche mit neuer Aufgabe:

Na, dann mal sehen, was mir vor die Kamera läuft…

 

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Die Geschichte zum Mittwoch – Der Hühneradler

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Ein Mann fand ein Adlerei und legte es in das Nest einer gewöhnlicher Henne. Der kleine Adler schlüpfte mit den Küken aus und wuchs zusammen mit ihnen auf.

Sein ganzes Leben benahm sich der Adler wie die Küken, weil er dachte, er sei ein Küken aus dem Hinterhof. Er kratzte in der Erde nach Würmern und Insekten. Er gluckte und gackerte. Und ab und zu hob er seine Flügel und flog ein Stück, genau wie die Küken. Schließlich hat ein Küken  so zu fliegen, stimmt’s?

Jahre vergingen, und der Adler wurde sehr alt. Eines Tages sah er einen Vogel hoch über sich im wolkenlosen Himmel. Hoheitsvoll schwebte er durch die heftigen Windströmungen, fast ohne  mit seinen kräftigen Flügeln zu schlagen. Der alte Adler blickte ehrfürchtig empor: „Wer ist das?“, fragte er seinen Nachbarn.

„Das ist der Adler, der König der Vögel“, sagte der Nachbar. „Aber reg dich nicht auf. Du und ich sind von anderer Art.“

Also dachte der Adler nicht weiter an diesen Vogel. Er starb in dem Glauben, ein Küken im Hinterhof  zu sein.

 

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