Das Foto von heute 8. August 2017

Nachdem ich gestern so einen lausigen Tag hatte, mache ich heute mit „Freu- und Dankesübungen“ weiter.

Und was ist da heute morgen besser geeignet als die gelben Rosen auf meinem Tisch?
Wer mich kennt, weiß, dass ich gelbe Blumen liebe.
Diese Rosen hier habe ich am Freitag bei Aldi gekauft.
Heute ist Tag 5 und sie sehen noch total gut aus.
Ohne Chemiezeugs in der Vase.

Bei diesen Billig-Rosen in den Supermärkten für 1,99€ habe ich immer schlechte Erfahrungen gemacht.
Meist hängen sie schon am nächsten Tag die Köpfe.
Anders bei Aldi.
Nun schon zum 2. Mal, dass ich sie dort gekauft habe und es einfach tolle Qualität war.

Da sage ich jetzt mal Danke an Aldi (Nord), an die Produzenten („Gärtner“ wäre besser, aber ich mache mir keine Illusionen, dass dieses hier glücklichen Rosen sind, die liebevoll in einem wunderschönen kleinen Garten wie bei Maddin heranwuchsen, sondern in einem riesigen Produktionsbetrieb) …

Ach nein, das will ich nicht schreiben, dann müsste auch noch das Dankeschön an die Transporteure gehen.

Dazu fallen mir dann riesige Transportfahrzeuge auf den Autobahnen ein, naja ihr wisst schon, die Sache mit dem Diesel, die ganzen Konzerne, deren Bosse sich dickes Geld verdient haben und nun die gesamte Dieselauto-fahrende-Menschheit ins Unsichere katapultiert haben.

Also bleibe ich bei meinen Rosen auf dem Tisch und dem Dankeschön an meinen himmlischen Vater, der sich ja erst dieses ausgedacht hat (von Dieselfahrzeugen und Konzernbossen steht nix im Garten Eden)

 

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Blitzlicht #3

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Das letzte Mal hatte mir Herr M. vier Fragebögen zum Ausfüllen mitgegeben.
Drei davon sind Kreuzchen-Mach-Bögen und einer, in dem man selbst die Fragen formuliert.
Letzter war mehr die Biografie, die drei anderen der gegenwärtige Zustand.
Alles in allem sehr umfangreich, ich habe bestimmt 4 Stunden daran gesessen.

Heute die Auswertung.
Lauter Zahlen, Diagramme, Punkte.
Alles erklärt, erläutert, nachgefragt.

Wichtigste Aussage war, dass ich anhand der ganzen Pünktchen, eine SCHWERE Depression habe. (Alles, was oberhalb von 27 liegt, ist „schwer“, ich habe 33)

Das hat mich erschreckt.
Ich dachte, da bin ich durch, ich habe die schlimmen Tage hinter mir…
Das ist die Erkenntnis, die ich heute aus der Stunde mitnehme.
Nicht viel, ich weiß, aber ich sehe auch ein, dass ich für den Therapeuten ein fremdes Menschlein bin und er sich einen Überblick verschaffen muss, worauf er sich einlässt.

Drei Punkte waren es, die behandlungsbedürftig seien:
die Depression, die Sozialkontakte und (Ganz, ganz, ganz neu für mich und nicht für mich erkenntbar), ZWANGSSTÖRUNG.
Huch, was ist denn das?
Nun ja,nachdem das alles besprochen und bepunktet wurde, geht es das nächste Mal hoffentlich ans Arbeiten.

Eigentlich wollte ich bei dem „Blitzlicht“ nur 1,2 oder 3 Sätze schreiben, eben wie ein Blitz.
Dann hieße der Blitz:

Auswertung Fragebögen, Ergebnis: schwere Depression, sozial gestört und unter Zwangshandlungen leidend.

Klingt das nicht furchtbar?
Das soll ich sein?
Wer will denn mit so einem Menschen etwas zu tun haben wollen?
So kurz auf den Punkt gebracht, zieht es mich noch mehr runter.
Hm.

Ich dachte: die schwere Phase der Depression ist vorbei, ich gehe in die Selbsthilfegruppe, ab und zu zum Offenen Treff und in die Frauengruppe (gut persönliche Kontakte haben sich da bisher noch nicht entwickelt) und Zwangstörungen? Ich gehe mich doch nicht 3x täglich duschen oder knabbere an meinen Fingernägeln? Ich habe auch keinen Putz- und Ordnungsfimmel.

Aber gut, ich werde sehen, wie es weitergeht.

 

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Das Beste von heute 6. August 2017

Um es heute mal kurz zu machen, bin ein bissel fisselig: der Fernseher ist kaputt.
Nun bin ich keine Viel-Fernseherin, abends manchmal, Tagesschau und so.
Ich könnte auch ganz gut ohne leben, aber es macht mich eben fisselig, wenn dieses Gerät da steht, ich die Tagesschau sehen wollte und nix geht.

Ja, ich weiß, es gibt Internet und wer guckt heutzutage schon die Sendungen, wenn sie gerade laufen.
Kann man alles in der Mediathek angucken oder youtube oder streamen oder weiß der Geier, was es sonst noch so alles gibt.
Weiß ich.
Aber das Ding steht nun  mal da und hat gefälligst zu laufen, wenn ich es will.
Sonst bräuchte es ja nicht dort zu stehen.
Soll heißen, ich bin etwas übel gelaunt und deshalb nur kurz:

Gemeinde-Kaffee war gut

Gemeinde-Kuchen auch

Der neue Gemeinde-Prediger auch (besser als der Alte)

Alles ein dicker Grund dafür zu danken:

DANKE

Und spätestens morgen früh kann ich auch dafür danken, dass der Fernseher kaputt ist.
Aber heute, heute  maule ich rum.
Punkt.

 

                               

 

Das Beste von heute 5. August 2017

Das Beste von  heute war: Ich habe NICHTS gemacht.
Und das tat gut …
Für heute Nachmittag war Kaffee und Kuchen im Garten geplant.
Aber …

So sah meine Fensterscheibe aus….

Nun habe ich mich auf mein Sofa gesetzt eine Inga-Lindström-Schnulze angeschaut und stundenlang mit meiner Kamera herumgespielt, um dahinter zu kommen, was welche  Einstellungen bewirken.
Mit dem Ergebnis, dass ich es immer noch nicht weiß.

Diss ist eine Aldi-Rose, die bei mir auf dem Tisch steht und Testobjekt Nr. 1 heute war.
Gerade eben erklärte mir Gerhard, dass der manchmal entstandene verschwommene Hintergrund von der größeren Brennweite beim Heranzoomen kommt.
Gut, ich versuche es jetzt noch ein letztes Mal:

Dieses Igelkind sitzt nur unweit meines Sofas und habe es herangezoomt.
Und? Und? Und? Kein verschwommener Hintergrund.
Was heißt das jetzt?
Ich mache weiter wie bisher.
Ohne perfekt sein zu können (müssen), knipse ich weiter bunt durch die Welt und freue mich, wenn ein paar Fotos ganz zufällig gut werden und ich sie hier in den Blog stellen kann.

Und genau das bekommt heute mein Dankeschön.

  • Danke, dass ich mit der Kamera heute nicht weiter gekommen bin. Wahrscheinlich käme dann mein Perfektionismus durch und ich hätte nur noch supersupersuper tolle Fotos machen wollen. So nehme ich es wie es kommt und behalte meine Freude.
  • Danke, dass es heute geregnet hat und ich einfach mal einen Sofa-Tag machen konnte. Es hat mir gut getan. Morgen Nachmittag gehe ich wieder raus. In der Gemeinde fängt ein neuer Prediger an, diesen möchte ich mir sehr gern anhören.
  • Danke auch für meine Tochter, die heute Vormittag die Klo-Brille wieder festgeschraubt hat, nachdem ich gefühlte Stunden davor gehockt habe und es mir NICHT gelungen ist, diese doofe Plastikschraube festgedreht zu bekommen. Meine Tochter hatte seinerzeits die Erstinstallation vorgenommen und kannte wohl das Prinzip. Oder sie hat die Brille hypnotisiert, dass sie vor Schreck erstarrt ist.
  • Danke auch an meine Waschmaschine bzw. dessen Erfinder, der Herr Miele, sie hat heute meine Wochenwäsche gewaschen und getrocknet, während ich faul auf meinem grünen Sofa saß. Nur das Aufhängen müsste sie noch üben.
  • Danke auch an den Kreml. Denn ohne ihn hätte ich heute Nachmittag nicht 500ml Moskauer Eis futtern können. Eigentlich wollte ich ja Eis von jetzt ab nur noch selbst herstellen (auch damit in meinem Kühlschrank kein Eis gebunkert ist, das ich dann wieder sofort vernichten muss). Die Hürde zum Selbstmachen ist dann höher als Kühlschranktür auf. Aber ich konnte gestern bei Netto nicht an der Eistruhe vorbei, ohne so eine Eispackung mitzunehmen. Ich liebe Moskauer Eis oder Softeis oder Schokoeis mit Eierlikör oder das Eis von McDoof oder, oder, oder …

Und nun verbringe ich den letzten Rest des Tages … ja, wo denn? … auf meinem grünen Sofa!

 

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Das Foto von heute 4. August 2017

Heute ist Freitag und das heißt in meiner Wochenstruktur: Kaffee-und-Kuchen-im-Botanischen-Volkspark-mit-Natur-genießen-am-Nachmittag

Und das ist mein schönstes Foto dabei:

Und meinen Lieblings-Tümpel habe ich auch besucht:

Am 9. Juli sah er so aus:

Und am 24.06. so:

 

Ich dachte erst, man kann die veränderte Vegetation hier zeigen.
Nüscht ist, der Lichteinfall ist jedes mal anders und lässt den Tümpel anders erscheinen.
Bei dem heutigen Bild habe ich nur eine andere Kameraeinstellung
Muss ich mir mal aufschreiben, damit der Vergleich besser ist.
Wie er wohl im Winter aussehen mag?

 

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Blitzlicht #2

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Termin war heute 9.00 Uhr. War auch pünktlich da. Der Herr M. empfing mich ziemlich aufgeregt, bei seinem Auto ließe sich das Fenster nicht mehr schließen und es stände also offen auf dem Parkplatz. Er hat kein gutes Gefühl und müsse dringend in die Werkstatt. Ob wir denn den Termin nicht verschieben könnten …

Klar doch. Ich habe für so ziemlich alles Verständnis. So habe ich ihm die 4 Fragebögen, die er mir das letzte Mal mitgegeben hat, ausgefüllt in die Hand gedrückt, einen neuen Termin bekommen (Montag 9 Uhr) und hatte dann noch gemütlich Zeit, meinen Wocheneinkauf zu machen.

 

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See the bigger picture J09

Vor zwei Wochen hatte ich ja mein Projekt „See the bigger picture“ ins Leben gerufen.

In der zweiten Woche war die Aufgabe, etwas sich Bewegendes zu fotografieren, was ins Bild hinein oder heraus kommt.

Auch deshalb war ich am vergangenen Freitag im Tierpark.
Tiere laufen ja oft ins Bild oder aus dessen heraus. Logisch.
Es war echt schwierig für mich, weil sie immer viel schneller waren als ich mit meiner Kamera.
Die fixeste war ich eh nie.
Und nun im richtigen Moment auf den Auslöser drücken …
Es hat mir viel Spaß gemacht und jede Menge „Schrott-Aufnahmen“.
Nein, „Spaß“ ist nicht der richtige Ausdruck.
Freude, ja, Freude hat es mir gemacht.

Mit dem Ergebnis bin ich als Anfänger doch ganz schön zufrieden:

 

 

 

Mir gefällt am Besten Bild Nr. 1  

Und nun habe ich die nächste Karte gezogen. J31 !

 

Auch das wird wieder spannend.
Nun wurde der Tipp mit Markierungen auf Parkplätzen gegeben.
Und genau das mag ich jetzt nicht mehr fotografieren.
Ich werde versuchen, etwas anderes zu finden.
Mal sehen, ob es mir gelingt.
Die Straßenmarkierungen kann ich immer noch knipsen, dass dürfe in der Hauptstadt kein Problem sein.
Eine ganz tolle Achtsamkeits-Übung!
Auf geht’s

 

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Das Foto von heute 2. August 2017

Heute Nachmittag bin ich einfach losgelaufen.
Ich hatte das dringende Bedürfnis zu laufen, trotz der Wärme.
Wenn ich zurückblicke … laufen tat mir auch schon vor einem halben Jahr gut.
Nur, damals habe ich dabei geheult.
Jeder Gedanke tat weh, die ganze Hoffnungslosigkeit.
Mir war es egal, was die Leute dachten, denen ich begegnet bin.
Ich habe geheult und geheult und geheult, ich wollte, dass der ganze Schmerz, der ganze Druck, einfach nicht mehr zu können, diese Kraftlosigkeit, die Verzweiflung einfach nur aufhört.

Und heute.
Weit weg von Tränen.
Mit der Kamera in der Tasche sauge ich das Grün der Natur auf.
Möchte stehen bleiben, innehalten und das auf mich Wirken lassen, was um mich herum alles steht, krabbelt und fliegt.
Die ganz kleinen Dinge entdecken, an denen ich früher vorbei gehastet bin, aber auch der (begrenzte) Weite nachspüren.
Oft laufe ich auch verschlampte Trammelpfade (wie beim nächsten Bild), um die Ruhe, die auch die Großstadt an manchen Ecken hat, zu empfinden.

Tja, wer hätte das vor einem halben Jahr gedacht?

Der Durchbruch kam für mich (ich weiß, dass das jetzt  nicht glaubhaft klingt, aber doch so ist) als ich meinen Blog zerschossen und ich einen neuen gebastelt habe.

Dieser neue sollte kein „Jammerblog“ mehr sein und ich begann mit „Dankesagen“ für alles, was mir einfiel, auch wenn es sich manchmal doch sehr weit her geholt angehört hat. Es ist, als ob ich ins Universum lauter positive Energie sende und diese dann zurück kommt. Ich verstehe, dass so mancher das für Quatsch hält oder für Zufall oder für Einbildung oder für sonstwas. Ich bin davon jedenfalls jetzt überzeugt. Vielleicht ist es Gott, vielleicht einfach nur Energie … es ist da.

Und ja, manchmal ist es  mir selbst unheimlich und warte darauf das der große Knall kommt und ich wieder auf der Nase liege… Jemand April, April ruft … Oder es einfach nur das Ergebnis von glüklichmachenden Psychopillen ist …

Mal sehen, was ich am Ende des Jahres schreibe … Man darf gespannt sein …

Aber nun zu den Bildern von heute:

 

 

 

 

Das war es für heute, morgen ist Donnerstag und für mich der „See-the-bigger-picture-day“, das Ergebnis der letzten Woche und die neue Aufgabe.

Bis dahin

 

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Die Geschichte zum Mittwoch

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Die drei Söhne

Drei Frauen standen am Brunnen, um Wasser zu holen. Nicht weit davon entfernt saß ein Greis und hörte, wie sie ihre Söhne lobten.

„Mein Sohn“, sagte die erste, „ist ein geschickter und wendiger Junge.Er übertrifft an Behendigkeit alle Knaben im Dorf.“

„Mein Sohn“, meinte die zweite, „hat die Stimme einer Nachtigall. Wenn er singt, schweigen alle Leute und bewundern ihn. Er wird einmal ein großer Sänger werden.“

Die dritte Frau schwieg.

„Warum sagst du denn gar nichts?“ fragten die anderen.

„Ich wüsste nichts, womit ich ihn loben könnte“, entgegnete diese. „Mein Sohn ist ein gewöhnlicher Junge und hat nichts Besonderes an sich. Aber ich hoffe, er wird einmal im Leben seinen Mann stehen.“

Die Frauen füllten ihre Eimer und machten sich auf den Heimweg.

Der Greis ging langsam hinter ihnen her.

Er sah, wie hart es sie ankam, die schweren Gefäße zu tragen, und wunderte sich nicht darüber, dass sie nach einer Weile ihre Last absetzten, um ein wenig zu verschnaufen.

Da kamen ihnen drei Knaben entgegen.

Der erste stellte sich auf die Hände und schlug Rad um Rad.

„Welch ein geschickter Junge!“ riefen die Frauen.

Der zweite stimmte ein Lied an, und die Frauen lauschten ihm mit Tränen in den Augen.

Der dritte Junge lief zu seiner Mutter, ergriff wortlos die beiden Eimer und trugen sie heim.

Die Frauen wandten sich an den Greis und fragten: „Was sagst du zu unseren Söhnen?“

„Eure Söhne?“ entgegnete der Greis verwundert, „ich habe nur einen einzigen Sohn gesehen!“

(Leo N. Tolstoi)

Quelle: Axel Kühner „Überlebensgeschichten“, S. 175

 

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Perfekt – Das Beste von heute 1. August 2017

Perfekt … für mich, meinen Mini-Balkon und meinen Geldbeutel

 

Ich freue mich … (bitte auch meine Zauberglöckchen beachten!)

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