Postkasten #15

Der Frosch-Kasten …

Das ist doch mal netter Einfall, gell?

 

*     *     *     *     *

 

Das Beste von vorgestern und gestern

Ich kriege es einfach nicht hin. Immer wieder nehme ich mir vor, nicht in der Sofaecke mit dem Spiele-Tablet  und Fernseher zu landen.

Immer wieder nehme ich mir vor.

Dann kommt eine WhatsApp-Nachricht, ein Anruf, eine Bemerkung von irgendjemand, eine Sendung im Fernsehen – alles kann ein Trigger sein, um wieder alle guten Vorsätze zu vergessen.

Seit meine Tochter weggezogen ist, ist das gaanz schlimm geworden.

Und ich wünsche mir nichts mehr, als wieder stabiler zu werden.

Vorgestern war also wieder so ein Tag, an dem ich mir vorgenommen habe, ab heute lässt du dich nicht mehr unterkriegen.

Und … Fernseher bleibt aus, tablet weggepackt.

Dafür Fotos vom Tag, was ich alles geschafft und gemacht habe.

Und ich habe ganz viel geschafft. Die Fotos sind als solches nicht wirklich der Hingucker, sondern eher für mich: Schau mal, wie es gehen kann.

  • Meine kleinen Hornveilchen habe ich in die Töpfe gepflanzt. Ja, sie sehen sehr mickrig aus und ich habe keine Ahnung, ob sie es schaffen. Aber ich hatte ja 10 Stück für 49ct gekauft, also 4,9ct pro Stück. Und dafür haben sie eine Chance verdient.

Traurig, nicht wahr? Aber heute am Montag sehen sie ein kleines bissel besser aus.

  • An der Klinke meiner Badtür sind die Manschetten abgegangen. Schon oft habe ich sie angeklebt, was nur ganz kurz geholfen hat. Nun habe ich gesehen, dass sich die Schrauben etwas herausgedreht haben und die Manschetten gar nicht halten konnten. Also wieder fest geschraubt und die Manschetten wieder angeklebt. (Ich weiß, dass das Kleben nicht richtig ist, weiß aber keine andere Lösung, also Kleben)

 

  • Standspiegel reparieren. Bei Bettaufbau hat J. die Schlafzimmer so sehr aufgedrückt, dass bei dem dahinter stehenden Standspiegel eine Schraube heraus gebrochen ist. Also wieder kleben und die Schraube wieder herein. Alles zusammen mit Gummis zusammen gedrückt. Mal sehen,ob es hält.

  1. Dann ging es ans Putzen. Ich habe die ganze Wohnung gesaugt, Staub gewischt und das Bad geputzt. Für die Küche hat meine Kraft nicht mehr gereicht.

  • Nebenbau noch meine beiden neuen Blusen kurz mit dem 15-Minuten-Programm durchgewaschen.

  • Am Nachmittag bin ich noch zu Netto gefahren, weil sich T. für Sonntag angesagt hat und beim letzten Mal augenzwinkernd gesagt hat, ein Handwerker braucht auch eine Flasche Bier. Alsohabe ich 2 Flaschen Bier gekauft (zwei verschiedene zur Auswahl), Kuchen und Eis.
  • Wieder zu Hause habe ich Kaffee gekocht, das Stück Kuchen,was ich mir mitgebracht hatte, genossen und natürlich musste ich auch das Eis testen.

  • Tja, und dann kam auch noch der Lieferservice von Real und hat mir die schweren Sachen vom Wochen kauf geliefert. Ich habe zum ersten Mal den Lieferservice von Real genutzt. Das gibt es hier erst seit Kurzem und ich wollte testen. Nein, das mache ich nicht wieder. Es kamen zwei nicht deutschsprechende junge Männer, die nicht wussten, was ich den bestellt hatte. Durch die mangelnden Sprachkenntnisse war das etwas doof. Gut mache ich halt nicht wieder.

So, das war mein Samstag. Zwischendrin kam auch noch meine Tochter für 15 Minuten vorbei, weil ich für sie noch Briefe hatte, die die Post eben nicht nachgesandt hatte. Und sie hat mir erzählt, dass ihr Auto kaputt ist. Es ist erst 5 Jahre und der Kredit dafür läuft noch. Die Reparatur soll ca. 2500€ (!) kosten. Nun  wird es sicher wieder ein neues werden. Vielleicht. Das wäre dann Kredit Nr. 8. Sie haben durch ihr Hausbau 4 Kredite, 2 Autokredite und einen Konsumentenkredit für Möbel, die sie schon gar nicht mehr hat. Es ist unglaublich. Ein paar Mal habe ich versucht, ihr klar zumachen, wie risikohaft das ist. Sie hat es trotzdem gemacht. Ja, sie sind beide Beamte und haben einen sicheren Arbeitsplatz, aber das Leben stellt auch noch andere Fallen. Ich hoffe sehr, dass alles bei den beiden glatt läuft ….#

Am Samstagabend wollte ich dann alles in meinen Blog packen, aber ich war einfach zu müde, aber ich habe mich gut gefühlt, bei all dem, was ich geschafft hatte. Ohne Fernsehen und tablet.

Gestern nun, am Sonntagnachmittag, kam T. und wir haben zusammen eine Seitenmarkise für meinen Balkon aufgebaut, damit sich meine Wohnung im Sommer so stark aufheizt. Geplant war eine halbe Stunde … Aber die Aufbauanleitung war wieder sowas von unverständlich, dass wir ganz viel probieren mussten …aber wir haben es geschafft und hoffen, dass auch ein potentieller Sturm mir das Teil nicht vom Balkon pustet.

Es sieht ziemlich schief aus, ist es aber nicht …

Und heute? Mache ich weiter mit „ohne Fernsehen und ohne tablet“ …
Ich weiß, dass das alles kein Mensch interessiert, aber es ist wichtig für MICH.
Und als nächstes poste ich wider einen Postkasten.

Jetzt bin ich so unsagbar müde, es ist gerade mal 10 Uhr.  Ich drücke jetzt einfach auf den „veröffentlichen“ Knopf, wer Fehler hier entdeckt, möge darüber hinwegsehen. Achwas, bis hierher hat es eh keiner gelesen… Es ist mein Blog, eine Dokumentation wie ich durch die Zeit der Depression komme und heute war dieser komische Post dran.

Punkt.

*     *     *     *     *

 

 

 

Postkasten #14

Der früher einmal grün gestrichene …

 

*      *      *      *      *

 

Die Geschichte zum Mittwoch #28

Nein, mir geht es nicht gut.
Und ich ärgere ich wahnsinnig darüber.
Immer wieder ziehen mich unbedachte, nebenbei gesagte, unbedeutende Halbsätze andere mich derart nach unten, dass ich wieder in meiner grünen Safaecke sitze und mir wünsche, es täte sich ein großes Loch vor mir auf, in das ich graues Mäuslein mich verflüchtigen könnte.

Das große Loch ist nicht da, nicht in meinem Wohnzimmer, und so flüchte ich mich mit meinem Gedankenkarussell in die „Geschichte zum Mittwoch“.

Das Pferd und der Esel

Ein Bauer trieb ein Pferd und einen Esel zu Markte. Beide waren mit der gleichen Last beladen.

Als sie schon eine gute Strecke vorwärts gegangen waren, merkte der Esel, wie seine Kräfte nachließen.

„Ach“, bat  er das Pferd kläglich, „du bist viel größer und stärker als ich, und doch hast du nicht schwerer zu tragen, nimm mir einen Teil meiner Last ab, sonst erliege ich.“

Hartherzig schlug ihm das Pferd seine Bitte jedoch ab: „Ich habe selbst meinen Teil und daran genug zu tragen.“

Der Esel schleppte sich weiter, bis er endlich erschöpft zusammenstürzte.

Vergeblich schlug der Bauer auf ihn ein, der Esel war tot. Es blieb nun nichts weiter übrig, als die ganze Last des Esels dem Pferde aufzupacken, und um doch etwas von dem Esel zu retten, zog ihm der Besitzer das Fell ab und legte auch dieses noch dem Pferd oben auf.

Zu spät bereute das Pferd seine Hartherzigkeit.

„Mit leichter Mühe“, so klagte es, „hätte ich dem Esel einen kleinen Teil seiner Last abnehmen und ihm vor dem Tod retten können. Jetzt muss ich seine ganze Last und dazu noch seine Haut tragen.“

Aesop

*     *     *     *     *

Wo ist mein Pferd?

*     *     *     *     *

Postkasten #13

Der Blumige …

 

*    *    *     *     *

Postkasten #12

Der mit dem rostigen Dach …

 

*     *      *      *       *

 

Hornveilchen für 49ct …

Vergangenem Dienstag hatte ich wieder eine Therapiestunde.
Auf dem Weg dahin komme ich immer bei Aldi vorbei.
Am Dienstag gab es dort Hornveilchen … für 0,49€, 10 Stück.
Sie guckten schon bisschen traurig, aber für 49ct?

Ja, ich wusste, dass wieder Frost kommen würde.
Ja, ich weiß, dass ihnen so ein ganz kleines bisschen Frost nichts ausmacht, aber weit unter 0°?

Ich habe sie gekauft und auf meinen Balkon gestellt.
In den letzten Tagen habe ich in einer Ratgebersendung gehört, dass man die Pflanzen bei drohenden Frost mit Wasser besprühen soll.
Weil Frost schützt vor Erfrieren.
Klingt paradox.
Ich habe sie besprüht und gestern Abend vergessen, sie vom Balkon reinzunehmen.
Heute früh waren die Blätter gefroren und sahen sehr traurig aus.
Ich habe sie nun erstmal ins Wohnzimmer gestellt und siehe da, nach ein paar Stunden haben sie sich etwas erholt, meine Hornveilchen für 49ct.

 

Die nächsten Tage wird der Frost bleiben, auf jeden Fall nachts.
Ich werde sie noch nicht in die Balkonkästen setzen, sondern fleißig einsprühen und nachts hereinnehmen.
Ich bin echt gespannt, ob sie es schaffen.

Und nun können sich alle Hobbygärtner scheckig lachen…
Stört mich gar nicht.

*     *     *     *     *      *

 

Postkasten #11

Der Grüne …

 

*      *     *      *     *

 

Das Beste von heute 16.03.2018

Das Beste von heute ist wirklich, dass ich diesen Blog weiterschreiben kann. Er ist inzwischen ein Stückchen von mir geworden, zeichnet mein Weg des letzten 3/4 Jahres. Vielleicht werde ich in ein paar Jahren (?) staunend hier lesen, was mich alles belastet und gefreut hat und verwundert meine Augen reiben, ist das wirklich alles passiert? Vielleicht.

Heute war echt ekliges Wetter draußen, ein eisiger Wind machte es so richtig ungemütlich.
Ganz weit weg von Frühling.

Dennoch musste ich einkaufen fahren, ohne Auto ntürlich.
Soetwas habe ich nicht, also mit der Straßenbahn.
Oder Tram, wie das jetzt heißt.

Vor dem REWE-Markt stand wieder die ganz nette und freundliche Frau mit der Obdachlosen-Zeitschrift in der Hand.
Sie sieht gar nicht so typisch wie die Obdachtlosen aus.
Sauber und ordentlich, ja auch irgendwie gepflegt und immer ein freundliches Lachen im Gesicht.
So steht sie oft Stunden.

In Anbetracht meiner vollen Einkaufstasche habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, wenn sie denn da steht, ihr irgendeine Kleinigkeit mitzubringen.
Ein paar Kekse, einen Schokoriegel oder soetwas.

Und heute hatte ich vergessen, etwas in meinen Einkaufskorb zu erlegen.
Kurz vor der Ausgangstür fiel es mir ein, dreht noch einmal um und kaufte einen Pfannkuchen oder wie die Berliner sagen: einen Berliner.

Als ich endlich rauskam, war sie nicht mehr da.
Vielleicht hat sie sich irgendwo aufgewärmt, vielleicht auch nicht.
Nun hatte ich diesen Pfannkuchen in meiner Tasche.

Als ich dann ziemlich durchgefroren wieder zu Hause ankam, habe ich es mir mit einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht und diesen Pfannkuchen einfach genossen, den ich ohne diese Frau vor dem REWE-Markt nicht gekauft hätte.

Danke an wem auch immer.

 

*     *     *    *    *

 

 

Postkasten #10

Der Hellblaue von gestern

 

*      *     *     *      *

 

%d Bloggern gefällt das: