Die Müllsammlerin

So ein bisschen neidisch habe ich in einigen Blogs die ersten Frühblüher sehen können.
In meiner Gegend Null, nur an einzelnen Zweigen mal eine Knospe.
Bis heute.

Sooo schön…

Aber auch das hier „blüht“ zwischen den Büschen:

Müll.
Seit im Herbst die Blätter von den Büschen fielen, ist er sichtbar.
Ich gehe jeden Tag mindestens 2x dran vorbei, weil der Weg auf meiner Gassi-Runde liegt.
Den ganzen Winter ärgere ich mich darüber, warum manche Menschen ihren Müll ins Gebüsch werfen.
Kann man das nicht wenigstens bis zum nächsten öffentlichen Papierkorb tragen (hier vielleicht 100m)
Dann würde es wenigstens entsorgt werden, wenn man schon die eigenen Abfallkosten nicht belasten will.
Nein, eben einfach rein in die Büsche, im Sommer fällt es ja nicht auf.
Das macht mich richtig wütend.

Aber vorhin als ich dieses Foto macht, kam mir die Blitz-Idee, bei der nächsten Runde einfach eine Mülltüte und Handschuhe mitnehmen und die Flaschen (es sind nur leere Flaschen) einsammeln.
Wäre mir nur die Idee gleich gekommen, dann hätte ich mir 10 Wochen Wütendsein gespart.
Ja, man kann warten bis professionelle Müllsammler kommen, die machen das für Geld, aber ist es nicht viel einfacher, wenn alle ein bisschen mitdenken?
Also werde ich nachher zur ehrenamtlichen Müllsammlerin mutieren, solange es nur leere Flaschen sind, hält sich der Ekelfaktor auch in Grenzen.

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Mein Seelenfutter 11.02.2019

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Schleiermacher war als junger Theologe Hauslehrer bei einem reichen, aber knausrigen Gutsbesitzer in Ostpreußen
Zu seinem Aufgaben gehörten auch die Gottesdienste in der kleinen Dorfkirche
Eines Tages suchte ihn die Gutsherrin auf, um mit ihm den bevorstehenden Erntedankfestgottesdienst zu besprechen. Auf dem Tischchen, an dem sie saßen, stand eine kleine Schale mit allerlei Münzen und einem großen Knopf.
Die Gräfin schaute immer wieder auf die Schale und meinte schließlich: „Der wertvolle Knopf sieht genauso aus wie der Knopf, den mein Mann von seinem Lodenmantel verloren hat und den ich seit einigen Tagen vermisse.“
Schleiermacher antwortete höflich: „Sie können ihn gern mitnehmen, mit gehört er nicht. Er lag am vergangenen Sonntag in der Kollekte!“

Ein guter Ruf ist köstlicher als
großer Reichtum und anziehendes Wesen besser
als Silber und Gold.
(Sprüche 22:1)

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

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Jammern geht auch …

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Gut geht es mit nicht.
Sonntags ist ja meine „Altbausanierung“, da wird nix gearbeitet, kein Haushalt oder sonstiges, sondern da kümmere ich mich nur um mich.
Purer Luxus, ich weiß.
Da wird gebadet, gecremt, gefönt, gefeilt etc. und alles mit ganz viel Zeit.
Schönmachen.
Ich mag das, also einen festen Tag dafür in Woche.
Ich mag das sehr.
Wirklich sehr.
Aber selbst das ist mir zu viel und ich muss mich dazu so sehr zwingen, es kostet soviel Kraft.
Ich habe keine L.ust dazu.
Es ist mir egal.
Ich will gar nix.
Ich sitze da und gucke Löcher in die Luft.
Alles ist wie tot.
Einen Trigger gab es nicht.
Es kommt einfach so.
Ohne Ursache.
Es geht auch wieder.
Ohne Ursache.
Irgendwann.

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Mein Seelenfutter 10.02.2019

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Morgens klopft ein Vater an die Tür seines Sohnes und ruft: „Jim steh bitte auf. Es ist höchste Zeit für die Schule!“
Jim dreht sich im Bett herum und ruft zurück: „Ich will nicht aufstehen, Papa!“
Der Papa klopft fester und ruft lauter: „Steh jetzt endlich auf, du musst doch in die Schule!“ –
„Ich will nicht in die Schule gehen!“ –
„Warum denn nicht?“ –
„Aus drei Gründen“, ruft Jim.
„Erstens ist es so langweilig, zweitens ärgern mich die Kinder und drittens kann ich die Schule nicht mehr ausstehen!“

„Dann will ich dir mal drei Gründe nennen, aus denen du unbedingt in die Schule musst“, antwortet der Vater.
„Erstens ist es dein Beruf, zweitens bist du 45 Jahre alt und drittens bist du der Klassenlehrer!“

Wie lange liegst du, Fauler!
Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?

Sprüche 6:9

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

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Mein Seelenfutter 09.02.2019

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Voller Freude läuft der Vater in das Kinderzimmer.
„Mein Junge“, ruft er mit strahlendem Gesicht, ein Engelchen ist hier gewesen und hat ein wunderschönes Baby in Muttis Bett gelegt.
Willst du dir das süße Baby einmal ansehen?“

Der Junge hebt gelangweilt den Kopf und meint: „Kleine Babys habe ich schon mal gesehen. Das ist doch nichts Besonderes.
Aber das Engelchen hätte ich mir gern einmal angesehen, wenn du mir rechtzeitig Bescheid gesagt hättest!“

Ein Mann wird gelobt nach seiner Klugheit;
aber wer verschrobenen Sinnes ist,
wird verachtet.

Sprüche 12:8

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

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Ausschau nach dem Frühling

Heute roch es draußen irgendwie schon richtig nach Frühling.
Ich hatte sogar schon die etwas leichtere Jacke an und heute Morgen bei der ersten Gassirunde war es schon nicht mehr ganz dunkel.
Ich mag dieses graue Wetter nicht, ich mag die grüne Farbe an den Bäumen, auf dem Rasen, den Hecken.
Wenn endlich wieder die Blätter an den Hecken alles dicht machen und man die achtlos dahin geworfenen Mülltüten nicht mehr sehen kann.

Ein bisschen sieht man ihn ja schon:

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Mein Seelenfutter 08.02.2019

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An der Theologischen Fakultät der Universität von Oxford wurden vor langer Zeit Examensarbeiten über die Wundergeschichten aus dem Johannesevangelium geschrieben.
Die angehenden Theologen sollten über die Bedeutung des Wunders auf der Hochzeit zu Kana schreiben, auf der Jesu so viel Wasser in den allerbesten Wein verwandelt hatte.
Vier Stunden hatten die Studenten Zeit, und alle schrieben eifrig Seite um Seite, was sie über diese Wundertat an Einsichten und Erkenntnissen gewonnen hatten.
Nur ein Student saß bis zuletzt regungslos da, sinnierte vor sich hin und hatte noch kein Wort zu Papier gebracht,
Ein Dozent mahnte ihn, als es Zeit zum Abgeben war, doch wenigstens etwas zu schreiben.
Der junge Mann nahm seinen Stift und schrieb nur einen Satz: „Das Wasser in den Krügen erkannte Jesus, den Erlöser, wurde ganz rot vor Liebe
und verwandelte sich in Wein der Freude!“

So halten wir nun dafür, dass der Mensch
gerecht wird ohne des Gesetzes Werke,
allein durch den Glauben

Römer 3:28

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Süß geträumt …

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Letzte Nacht hatte ich wieder so einen Traum, an dem man sich sehr genau erinnern kann, wenn man aufwacht.

Ich bin durchs Abitur gefallen.
Weil ich keine Selleriesuppe kochen kann und mir kein Wildschwein schmeckt. In diesen Prüfungsklausuren konnte ich deshalb nichts schreiben.
Zur Sportprüfung bin ich nicht gegangen, weil ich einen fürchterlichen Ausschlag mit roten juckenden Pusteln bekommen habe. Ganz viele.
Mein Vater war stocksauer, weil wir in einem kleinen erzkatholischen bayrischen Dorf wohnten, ich sowieso nur evangelisch getauft bin und ich bereits ein unehelisches Kind hatte.

Ich bin also ein Mensch, dem man nicht gebrauchen kann und nur Schande bringt.
Versager auf der ganzen Linie.

Bloß gut, dass ich aufgewacht bin und nichts davon stimmt.
Außer das Versager-Gefühl vielleicht.

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