Mist, wieder diese Trauer- ,Grübel- und Negativgedanken

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Nun sitze ich wieder so fest, wo ich meinte, da bin ich längst durch.
Auslöser war oder ist der Geburtstag von Beinahe-Schwiegersohn.
Am 10.
Ich fragte meine Tochter, über was er sich denn freuen würde und ob sie den Geburtstag feiern (bei ihren am 15.9. haben sie eine Feier ausfallen lassen, weil sie „keinen Nerv“ dafür hatte.)
Antwort: Einen Tipp habe ich bekommen und feiern, ja, aber sie wüssten noch nicht wie sie es machen sollen.

Das wars.

In meinen grauen Gehirnzellen machte sich nämlich breit: Wenn ICH nicht wäre, würden sie genau wissen, wie sie feiern würden, nämlich bei den Beinahe-Schwiegersohn-Eltern.
Sie haben Platz, sie haben ein Haus, Großeltern und Schwester sind auch in der Nähe.
Nur ich kann da nicht mit.
Sie wohnen in einem kleinen Dörfchen in Brandenburg, das öffentlich nicht so leicht zu erreichen ist.
Mit dem Auto geht auch nicht.
Das ist schon voll mit 4 Personen, da passe ich mit 2 Hunden nicht mehr hinein.
Außerdem verträgt mein Hunde-Opi das Autofahren nicht.

Also wäre es doch gut, wenn es mich gar nicht gäbe.

Natürlich hätten sie noch die Möglichkeit, bei sich zu Hause zu feiern.
Doch dann müsste meine Tochter alles vorbereiten und das schafft sie einfach nicht.
9 Leute – soviel Platz hat sie auch nicht, im Sommer mag das gehen, dann kann die Terrasse mit genutzt werden.
Nun ist aber nicht Sommer und ich bin zuviel, mache ihnen Kopfzerbrechen, die sie nicht hätten, wenn es mich nicht gebe.

Und dann macht sie der bittere Gedanke in mir breit:
Was soll das jetzt? Wenn im März ihr Haus fertig ist, sind sie sowieso weg und für mich nicht zu erreichen.  Dann kann ich nicht mit 2 Hunden 2 Stunden mit diversen öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Gegend fahren.
Hin und zurück an einem Nachmittag.
Das ist für mich nicht zu leisten.

Warum mache ich mir nun soviel Gedanken um diesen kleinen Geburtstag?
Darauf kommt es nun auch nicht mehr an.
Und meine Negativspirale zieht mich immer weiter nach unten, nicht fähig, einen Gedanken zu erfassen, der alles entspannt.
Irgendein Kompromiss.
Eine Lösung.

Ich war gestern Abend zur Selbsthilfegruppe.
Leider hatte alle irgendein Problem, so das nicht mehr die Zeit war, meines anzusprechen.
Spät abends habe ich dann eine Tavor nehmen müssen…

Was ist schon ein Geburtstag vom Beinaheschwiegersohn?
Geht auch ohne.

*     *     *     *     *

4 Gedanken zu “Mist, wieder diese Trauer- ,Grübel- und Negativgedanken

  1. Das Problem des Problems

    Das Problem mit einem Problem ist,
    dass einer, der ein Problem hat,
    oftmals nicht problemlos damit umgehen kann.

    Wann und warum ?

    Einer,
    der meint,
    keine Probleme zu haben,
    aber dein Problem – und die Probleme anderer gleich mit dazu –
    dann zu seinem Problem macht,
    der bekommt und hat dann wirklich ein Problem,
    weil er damit in der Folge auch anderen Probleme bereitet,
    indem er nun die Probleme dieser anderen zwar lösen will,
    aber die wiederum nun mit ihm ein Problem bekommen,
    weil am Ende von diesen dann keiner mehr weiß,
    welches Problem nun eigentlich wessen Problem war und ist,
    und deshalb eine problemlose Problemlösung kaum noch denkbar ist.

    Kann man mir noch folgen ?

    Nein ? –
    das kann und wird
    aber
    nicht mein Problem
    sein !
    ___
    (C) PachT 2011
    Aus meinem Tagebuch

  2. Es ist traurig und macht mich traurig.
    Frag doch einfach ob du helfen kannst, vielleicht tauen sie dann etwas auf. Man kann ja auch eine Mitbringparty machen. Dann hat die Tochter nicht soviel Stress. Ich hoffe für dich das sich etwas positives für dich tut.
    LG, Nati

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