Meine Kuchen-Oper

Ich backe ja gern.
Wirklich gern.
Überall, wo man Kuchen mitnehmen kann, melde ich mich.
Und das ist eigentlich ziemlich oft.
Also, pro Woche sind das meistens 2 Kuchen.

Jetzt habe ich ein Buch entdeckt, wo ganz viele Käsekuchen-Varianten drin sind.
Und die mag ich alle ausprobieren.
Die Betonung liegt am „Ausprobieren“.
Das heißt, ich ändere die Rezepte in eine kleine Variante ab, so dass sie gut für nur 2-3 Leute sind.
Als Test sozusagen.

Den ersten habe ich am Mittwoch gebacken.
Einen Käsekuchen ohne Boden, ohne Backpulver, ohne Grieß, aber mit vielen Eiern und Puddingpulver.
Der ist echt prima geworden.
Kriegt einen Haken und darf auch bei größeren Backvorhaben benutzt werden.

Gestern kam dann Kuchen Nr. 2 aus dem Buch.
Und der war aufwendig, mit Mürbeteig und eine halbe Stunde in den Froster, die Äpfel vorkochen in Apfelsaft mit Zimt und gemahlenen Nelken.
Auf den Teig kommen noch zerkrümelte Amaretto-Kekse, dann die vorgekochten Äpfel, dann eine Quarkmasse.
Nachdem alles fertiggebacken ist, kommt noch eine dünne Glasur aus Apfelgelee.
Hört sich doch alles super an.
Und so sah er aus:

Und heute Mittag habe ich ihn angeschnitten.
Dora wollte zu Besuch kommen und ich wollte die Kuchenränder abschneiden und schon mal probieren.

Und was soll ich sagen?
Der Kuchen schmeckte ganz fürchterlich.
Wirklich ungenießbar.
Er schmeckte überhaupt nicht süß, sondern richtig scharf, als hätte ich eine ganze Knolle Ingwer mit gebacken.
Wirklich ungenießbar.
Und das ist mir überhaupt noch nie passiert, dass ein Kuchen derart missraten kann, dass er nicht nur nicht schmeckt, sondern dass man ihn überhaupt nicht essen kann.
Beim besten Willen nicht.

Hab mein Hundemädchen genommen und bin zum Bäcker gelaufen.
Der hatte natürlich schon zu.
Der nächste Bäcker auch.
Na, toll.
Hab Dora eine Nachricht geschickt und sie brachte dann aus dem Supermarkt „Donauwellen“ mit.
Tiefgefroren.
Wir haben diese dann als „Donauwellen-Eis“ gegessen.
Und diese Variante war dann richtig lecker.

Mein gebackener Kuchen landete dann in der Tonne.

Wirklich schade um die Arbeit, aber so habe ich wenigstens „Donauwellen-Eis“ bekommen und das hat mir echt gut geschmeckt.
Kann man durchaus empfehlen …
(Beim nächsten Kuchenunglück)

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