Mein Seelenfutter 16.02.2019

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Endlich kann die Oma ihre Enkeltochter überreden, einmal mit ihr zur Messe zu gehen.
Die kleine Sabine ahnt nichts Gutes.
Die Kirche ist groß, aber nur mäßig besetzt, sie ist düster und riecht nach Altertum.
Während der langen Gottesdiensthandlung schaut sich Sabine um und ihr Blick bleibt immer wieder an dem Altar hängen.
Das ewige Licht leuchtet sehr schön.
Als die Zeremonie kein Ende nehmen will, wird Sabine noch ungeduldig und flüstert der Oma zu: „Wann wird es endlich grün, dass wir gehen können?“

Nach diesen Erfahrungen ist Sabine erst am Heiligen Abend bereit, wieder mit der Oma in die Kirche zu gehen.
Diesmal ist alles anders.
Die Kirche ist voller Menschen, viele Kinder sind dabei, die Kirche ist hell erleuchtet und wunderschön geschmückt und auch eine große Krippenlandschaft ist aufgebaut.
Es gibt so viel zu sehen, zu riechen und zu hören.
Nun betritt ein junger Mönch in seiner braunen Kutte die Kanzel und beginnt eine feurige Predigt.
Mit lauter Stimme und gewaltigen Gesten verkündigt er das Weihnachtsevangelium.
Er steigert sich in seiner Begeisterung, und mit ausladenden Bewegungen und einladenden Worten spricht er zu den vielen Menschen.
Er wird immer heftiger, reißt seine Hände empor, beugt sich über die Brüstung.
Dabei löst sich eine weiße Kordel, die sein weites Mönchsgewand zusammenhält.
Als das Sabine sieht, ruft sie erschrocken der Oma zu: „Jetzt nichts wie weg, er hat sich losgerissen!“

Bleibe in der Unterweisung,
lass nicht ab davon;
bewahre sie, denn sie ist dein Leben.
Sprüche 4:13

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)


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