Mein Seelenfutter 15.1.19

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Ein Unglück kommt selten allein

Manche Tage beginnen so schön, und dann geht alles schief. Eine Familie macht sich auf, um ihr neues Auto direkt vom Werk abzuholen. Der Vater freut sich auf den großen Wagen, die Mutter freut sich auf den Einkaufsbummel, die Kinder freuen sich auf den Besuch in einem Freizeitpark. Das Auto ist wunderbar, die Einkäufe günstig, der Tierpark ist erreicht. Alle sind gut drauf.

Im riesigen Tierpark laufen die wilden Tiere frei herum, und die Menschen sind zur Abwechslung  mal eingesperrt in ihren Blechkisten. Es ist heiß, die Kinder lassen die Scheiben herunter, um die Elefanten besser sehen und vielleicht sogar berühren zu können. Eine Elefantendame steckt neugierig ihren Rüssel in das Auto. Plötzlich bekommen die Kinder Angst. Der Vater drückt auf den elektrischen Fensterheber. Die Scheibe saust nach oben und klemmt den Rüssel ein. Das tut dem Elefanten weh und er drückt verärgert mit seinem massigen Körper die ganze Seite des Autos ein. Die Kinder schreien, der Vater schimpft, die Mutter weint. Entnervt verlassen sie den Park und müssen nun zur Kenntnis nehmen, dass der Betreiber für den Schaden nicht haftet, da überall die Hinweistafeln das Öffnen der Fenster verbietet.

Die Familie kehrt im Gasthaus ein und bei einem guten Essen mit einigen kühlen Bieren für den Vater beruhigt man sich allmählich. Auf der Heimfahrt geraten sie in einen Stau, an dessen Ende mehrere Wagen aufeinander aufgefahren sind. Der Vater kann gerade noch bremsen und kommt direkt hinter dem letzten verunfallten Wagen zum Stehen.

Die Polizei trifft ein und nimmt den Schaden auf. Die Beamten wollen auch den Wagen der Familie mit in den Unfall einbeziehen. Der Vater bestreitet, am Unfall beteiligt zu sein. Der Vater entgegnete: „Das hat ein Elefant getan!“ Der Polizist holt sofort die Tüte und lässt den Vater blasen. Er hat etwas zuviel Alkohol im Blut, bekommt den Führerschein abgenommen, und die Familie darf nach endlosen Schwierigkeiten schließlich mit der Bahn die Heimreise fortsetzen.

*  *  *   *   *

Am Tag des Glücks sei guter Dinge, und am Tag
des Unglücks bedenke: Auch diesen hat Gott
ebenso wie jenen gemacht. Und was nach ihm kommt,
kann der Mensch nicht wissen.

Prediger 7:14

 

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