Mein Seelenfutter 08.03.2019

Ein Mann stürzte bei einer Bergwanderung in eine tiefe Schlucht.
Beim Absturz konnte er sich gerade noch an einem Zweig festhalten.
Dort hing er nun über dem dreihundert Meter tiefen Abgrund.
Voller Angst sah er den winzigen Zweig und die tiefe Schlucht und spürte, wie seine Kräfte schwanden.
In seiner Todesangst schrie er zu Gott: „Gott, wenn es dich gibt, rette mich, dann will ich auch immer an dich glauben!“
Nach einer Weile tönte eine mächtige Stimme durch die Schlucht: „Das sagen alle Menschen, wenn sie in großer Not sind!“ —
„Nein, Gott, ich bin nicht wie die anderen, ich will wirklich an dich glauben, hilf mir doch bitte!“ —
„Gut, ich werde dich retten“, ertönte die Stimme, „lass den Zweig los, ich werde dich auffangen und bewahren!“ —
„Den Zweig loslassen, bin ich denn verrückt!“, schrie der verzweifelte Mann.

Es ist dem Menschen ein Fallstrick,
unbedacht Gelübde zu tun und erst nach
dem Geloben zu überlegen
Sprüche 20:25

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

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