Mein Hunde-Opi hat seine Flügel ausgebreitet

und ist in den Hundehimmel gereist.

Ich hatte es schon lange geahnt.
Mein Willi wurde seit Wochen immer dünner.
Aber er fraß ganz normal, eigentlich mehr als normal, weil ich 3x am Tag fütterte, auch Trockenfutter hatte ich immer zu stehen. (Was ich sonst nicht mag, aber in Anbetracht seines Gewichtsverlustes, habe ich es so gemacht.)
Willi hörte schon lange nichts mehr, weil seine  Ohren durch chronische Entzündungen völlig vernarbt waren.
Seit einem Jahr muss ich ihn in der Wohnung windeln, weil er inkontinent geworden war.
Seine Augen ließen nach, so dass er kaum noch etwas sah.
Manchmal stand er mit der Schnauze zur Wand, weil er meinte, dort müsste die Tür aufgehen.
Bei Leckerlies schnappt er immer erstmal daneben, weil er nicht genau sah, wo ich sie hinhielt.
Wenn er von seinem Kissen morgens aufstand, fiel er erstmal um, er konnte das Gleichgewicht beim Schütteln nicht mehr halten.
Und trotz alldem hatte ich den Eindruck, dass er nicht litt. Dass er sich freute, wenn er auf seinen Kissen lag. Er freute sich, wenn mich wahrnahm oder wenn er draußen seinen Hundefreund traf. Dann konnte er nochmal richtig aufdrehen.
Sein Napf war immer ganz leer geputzt.

Nur heute, heute Morgen war es anders. Er fraß sein Lieblings-Morgenfutter nicht. Zum Bürsten, was er liebte und genoss, musste ich ihn tragen.
Er lag apathisch da und wollte auch nicht das immer anschließende Hunde-Kokos-Keks.
Er drehte den Kopf weg.
Ich ahnte, was das bedeutet.
Am Nachmittag bin ich dann zum Tierarzt mit ihm.
Hab gesagt, dass mein Willi nicht mehr mag.

Er wog sonst immer 8,5kg. Jetzt gerademal 6kg. Die Tierärztin überredete mich noch, dass ein Blutbild von ihm gemacht wurde. „Ja, wenn er Diabetes hätte, was sie vermutete, könnte man doch …“ Nein, ich wollte es nicht. Weil ich längst ahnte, dass das nichts mehr bringt und irgendwelche lebensverlängernden Maßnahmen mit täglich Spritzen, Tropf und Tabletten. Nein, das will ich nicht. Das ist für einen alten Hund, der nicht mehr mag,einfach nur noch viel Stress.
Ich habe der Blutuntersuchung zugestimmt, weil ich nicht in der Lage war, ein lautes NEIN zu sagen.
Wir haben 30 Minuten auf die Laborergebnisse gewartet.

Die Ärztin kam und sagte: Ihr Willi hat ein Nierenversagen, wir können nichts mehr für ihn tun …………..

 

 

 

 

13 Gedanken zu “Mein Hunde-Opi hat seine Flügel ausgebreitet

  1. Mein aufrichtiges Beileid für dich
    Meine alte Omi Susi war 17 Jahre und ich hatte sie letzten Oktober erlösen müssen.
    Wünsche dir viel Kraft …du hast das richtige getan auch wenn es sehr weh tut.
    Lg
    Sandra

  2. Das tut mir so leid für dich, Weena.
    Du hast Willi aber ein schönes Leben bereitet und geschaut dass es ihm gut geht, trotz deiner Erkrankung.
    Er wird es jetzt besser haben und nicht mehr leiden müssen.
    Fühl dich lieb gedrückt, Weena.
    Liebe Grüße, Nati

  3. Ich fühle mit Dir, denn ich weiß, was es bedeutet wenn das geliebte Tier geht
    Du hast sehr viel Mut und Kraft bewiesen für Deinen Willi.
    Ich wünsche Dir nun viel Kraft und Mut für Dich und Dein Hundemädchen
    Liebevolle Grüße
    Bea

  4. Das tut mir sehr leid, aber du hast das Richtige getan und ihn gehen lassen. Ich wünsche Willi ein gutes Ankommen im Regenbogenland. Ich stelle mir immer vor wie meine längst gegangenen Tiere dort alle wieder beisammen sind und rumtollen.

  5. Ja, ich weiß, wie traurig es ist, wenn ein geliebtes Tier stirbt. Du hast den Willi gehen lassen, als es Zeit war. Das ist das beste, was wir Menschen tun können. Liebe Grüße! Regine

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