Postkasten #5

Ja, auch solch schöne Exemplare kann man entdecken:

 

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Die Geschichte zum Mittwoch #27

Der Wolf als Schäfer

pixabay

Dem alten Wolf war es nun schwer geworden,
die Lämmer von den Weiden zu rauben.
So dachte er nun, auf leicht’re Art zu morden –
seiner List und Kunst konnte man glauben.

Er zog sich an einen Hirtenrock,
nahm Ranzen, Flöte und einen langen Stock
und hätte zur Vollmacht seiner List
noch gern auf seine Stirn geschrieben,
er sei der Herde Hirt.

Der falsche Hirte ging,
indem er den Stab auf die Pfoten legte,
zum echten Hirten hin,
der gerade seine Ruhe pflegte
und dessen müdes Haupt das Gras umfing.

Es schliefen auch die Flöte, die Hunde
und selbst die meisten Schafe in der Runde.
Der Schurke ließ die Schläfer gerne ruhn,
und er ergriff, um einige Schafe fort
in Richtung Wald zu treiben, schon bald das Wort,
im Glauben, nötig sei es, das zu tun –
doch gerade verdarb er seine Sache nun.

Zu schlecht gelang sein Lockruf in die Runde
aus diesem räuberischen Munde.
Laut scholl der Stimme Widerhall
vom Wald zurück. Bei solchem Schall
erwachten gleich der Hirt und Hunde
und alle Schafe in der Runde.

Der Wolf kam auf der Flucht zu Fall
durch seinem Umhang und die Last –
und wurde wehrlos abgefasst.

Mag sich ein Heuchler auch verwandeln
um Unschuld und Güte herauszustreichen,
so bleiben doch die Erkennungszeichen:
Wer Wolf ist, wird auch als Wolf auch handeln.

Jean de Fontaine

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Warum erinnert mich das an die Plagiate von Doktorarbeiten, die vor ein paar Jahren die Runde machten?
Und wie viele mag es davon noch geben?

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Postkasten #4

 

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Meine Patientenverfügung Teil 2

Hatte ich doch von dem Kampf mit meiner Patientenverfügung geschrieben.

Heute nun bekam ich Antwort auf meinen Hilferuf an die Leute von DIPAT.
Und was soll ich sagen? Sie meinten, dass durch unvorhergesehenen Andrang auf ihre website, es zu Problemen gekommen ist. Aber nun dürfte es klappen.

Ich habs probiert!
Innerhalb weniger Sekunden habe ich meine Dokumenten-Datei hochgeladen, ohne hinterher eine Fehlermeldung zu bekommen.

Geht doch! (Hatten wohl mehrere die Ratgebersendung  gesehen).

 

 

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Postkasten #3

Ob dieser wohl noch zugänglich ist, wenn im Frühjahr alle Zweige ausgetrieben haben? Das Grundstück dazu ist bewohnt…

 

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Postkasten #2

Heute einer in minimalistischer Ausführung. Er ist tatsächlich in Betrieb. Ich kenne den Besitzer dessen.

 

Ich mag hier nicht nur ganz besonders schöne zeigen, sondern die ganze Unterschiedlichkeit als solches.

 

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Der Kampf mit meiner Patientenverfügung

Seit gestern kämpfe ich stundenlang mit meiner Patientenverfügung.
Ich habe eine.
Seit vielen, vielen Jahren.
Sie ist beim Humanistischen Verband hinterlegt. Nun versuche ich schon seit einiger Zeit, etwas darin zu ändern. Ich habe schon zweimal desterwegen hingeschrieben. Null Reaktion.

In der vergangenen Woche habe ich in  einer Ratgebersendung so nebenbei von DIPAT gehört.
Dort kann man auch seine Patientenverfügung hinterlegen.
Online.
Von jeden Computer aus abrufbar. Im Notfall von den Ärzten oder wenn man etwas ändern möchte.
Alles zusammen in einer Stunde erledigt, schreiben sie.
Das hörte sich doch gut an.

Tja, aus einer Stunde sind bei mir ganz viele geworden.
Die Fragen selbst zu beantworten, ging recht fix.

Die ganzen 7 Seiten lädt man sich dann auf den eigenen Computer, druckt es aus, unterschreibt es, scannt es wieder ein, speichert es als pdf-Datei ab und lädt es dann letztendlich wieder bei DIPAT hoch.
Klingt nach Arbeit, ist aber machbar.
Dachte ich.

Das erste große Problem was ich hatte: Nach dem Einscannen kann ich die Seiten nur als jpg-Dateien abspeichern.
Wie ändert man eine jpg-Datei in pdf?
Ich weiß es schlichtweg nicht.

Nach vielen Googeln habe ich gefunden, dass man die jpg-Datei mit „Paint“ öffnen kann, dann einfach beim wieder abspeichern das „jpg“ durch pdf ersetzen.
Hat geklappt. Alles 7x für 7 Seiten.

Nur … beim Hochladen … kam die Fehlermeldung: „Generic excuse“.
Was bitte heißt das denn?
Woran liegt es, dass es nicht klappt?

Die Datei vielleicht zu groß? JPG-Dateien sind immer ziemlich groß.
Nun habe ich versucht, irgendwie diese Dateien zu verkleinern.
Das gelang mir eben nur, dass auch die Bilder kleiner wurden. Was nützt es dann, wenn es dann am anderen Ende nicht mehr lesbar ist?
Genervt habe ich gestern nach den vielen Stunden aufgegeben.

Heute nun neuer Start.
Habe die Dateien in die Tonne geworfen und neu eingescannt.
Dieses Mal mit nur 100 DPI, nicht wie gestern mit 300 DPI.
Macht das die Datei evtl. kleiner?
Keine Ahnung.

Gut, also wieder in jpg abgespeichert (es geht nicht aus dem windows-scan-Programm gleich in pdf abzuspeichern), dann das ganze durchs Knie in ein Word-Dokument eingefügt und dann das ganze in pdf abgespeichert.
Wieder alles 7x.
Es hat geklappt!!!

Nun ging es wieder ans Hochladen zu DIPAT.

Und was soll ich sagen?
Es kam wieder die Fehlermeldung: Generic excuse

Was heißt das bloß und was mache ich falsch?
Ich habe keine Ahnung.

Als letzte Handlung habe ich jetzt an die Leute von dort geschrieben, was dieses „generic excuse“ denn heißt bzw. gefragt, wie ich denn meine 7 Seiten online verfügbar machen kann.
Möglichst so erklärt, dass es auch für blonde Frauen über 60 zu verstehen ist (hihi, hab ich so natürlich nicht geschrieben)

Mal sehen, ob mir die Jungs antworten.

Sonst schaue ich mich nach anderen Anbietern um. Es kann doch nicht so schwierig sein, eine aktuelle Patientenverfügung hinzubekommen….

 

 

Postkasten #1

Und hier ist es, das neue Projekt: Briefkästen, die mir auf meinen Hunderunden begegnen.

 

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Blitzlicht #15

pixabay.com

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Und wieder war ich ein paar Tage nicht hier. Es ist eingetreten, wovor ich mich so sehr gefürchtet habe.

Ich bin abgestürzt.

Dabei sah es gar nicht so danach aus. Ich war dann doch noch guten Mutes bis mir meine Tochter ein Karton mit alten Fotos gebracht hat.

Das war der Auslöser, der Trigger.

Es ging nichts mehr.

Gott sei Dank hatte ich am Dienstag eine Therapiestunden.
Herr M. hat den Resetknopf bei mir drücken können.
Alles auf Null, ich fange wieder von vorn an.
Was jetzt wie eine Negativnachricht klingt, ist für mich der Ausweg: ich kann von vorn anfangen, ich muss nicht in meinem dunklen schwarzen Loch hocken bleiben.
Das, was mir damals (vor einem halben Jahr) geholfen hat, soll es jetzt wieder tun.

Achtsamkeit.

Ich werde wieder laufen, laufen mit meiner kleinen Kamera und achtsam sein, was mir vor die Linse kommt.
Ich habe mir Briefkästen ausgeguckt.
Ich werde jeden Tag einen Briefkasten suchen, den ich fotografieren kann.
So will ich wieder beginnen.
Ich werde es wieder schaffen-

Ganz bestimmt.

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Das Foto von heute …

Am letzten Sonntag brachte mir T. einen Strauß Kirschzweige.
Heute, eine Woche später, sind die ersten Blüten da.
Einfach schööön.

 

 

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