Die Geschichte zum Mittwoch #24

pixabay.com

Der Esel und der Fuchs

Ein Esel und ein Fuchs lebten seit langer Zeit zusammen, pflegten eine gute Freundschaft und gingen auch miteinander auf die Jagd.

Auf einem ihrer Streifzüge kam ihnen einmal ein Löwe in den Weg und der Fuchs fürchtete, er könne nicht mehr entfliehen. Da bediente er sich einer List und sprach mit künstlicher Freundlichkeit zum Löwen: „Ich fürchte mich nicht vor dir, großmütiger König! Kann ich dir aber mit dem Fleische meines engstirnigen Gefährten dienen, so will ich das gerne tun.“

Der Löwe versprach ihm Schonung, und der Fuchs führte den Eselin eine Grube, in der dieser sich fing.

Brüllend eilte nun der Löwe auf den Fuchs zu und ergriff ihn mit den Worten: „Der Esel ist mir gewiss, aber dich zerreiße ich wegen deiner Falschheit  zuerst.“

Der Verrat ist einem willkommen – aber den Verräter liebt man dennoch nicht.

Aesop

*     *      *      *      *

Vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber mich erinnert diese Falschheit ein bissel an die heutige Nachricht in den Medien, dass die Rüstungsexporte  in der letzen GroKo um 45% gestiegen sind gegenüber der schwarz/gelben Regierung. (Was jetzt nicht heißen soll, ich fände eine zukünftige Jamaika-Regierung toll)

http://www.tagesschau.de/inland/ruestungsexporte-drittstaaten-101.html

War da noch vor Kurzem der Spruch: Wir müssen Fluchtursachen verhindern!

Und nun steht in dem Sondierungspapier: „Die Bundesregierung wird ab sofort keine Ausfuhren an Länder genehmigen, so lange diese am Jemen-Krieg beteiligt sind.“

Wie jetzt? Auf einmal? Und was ist jetzt mit dem Argument der Arbeitsplatzsicherung?

Noch eine 180 Grad Drehung?

Ich habe nicht viel Ahnung von Politik, aber den derzeitigen Zirkus muss man auch nicht verstehen.

„Vorwärts Genossen, wir gehen zurück“

Nungut, es sollte nur heißen, der Fuchs aus der Fabel ist nicht das einzige Wesen, das falsch spielt.

 

*      *      *      *     *

 

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: