Der Kampf mit meiner Patientenverfügung

Seit gestern kämpfe ich stundenlang mit meiner Patientenverfügung.
Ich habe eine.
Seit vielen, vielen Jahren.
Sie ist beim Humanistischen Verband hinterlegt. Nun versuche ich schon seit einiger Zeit, etwas darin zu ändern. Ich habe schon zweimal desterwegen hingeschrieben. Null Reaktion.

In der vergangenen Woche habe ich in  einer Ratgebersendung so nebenbei von DIPAT gehört.
Dort kann man auch seine Patientenverfügung hinterlegen.
Online.
Von jeden Computer aus abrufbar. Im Notfall von den Ärzten oder wenn man etwas ändern möchte.
Alles zusammen in einer Stunde erledigt, schreiben sie.
Das hörte sich doch gut an.

Tja, aus einer Stunde sind bei mir ganz viele geworden.
Die Fragen selbst zu beantworten, ging recht fix.

Die ganzen 7 Seiten lädt man sich dann auf den eigenen Computer, druckt es aus, unterschreibt es, scannt es wieder ein, speichert es als pdf-Datei ab und lädt es dann letztendlich wieder bei DIPAT hoch.
Klingt nach Arbeit, ist aber machbar.
Dachte ich.

Das erste große Problem was ich hatte: Nach dem Einscannen kann ich die Seiten nur als jpg-Dateien abspeichern.
Wie ändert man eine jpg-Datei in pdf?
Ich weiß es schlichtweg nicht.

Nach vielen Googeln habe ich gefunden, dass man die jpg-Datei mit „Paint“ öffnen kann, dann einfach beim wieder abspeichern das „jpg“ durch pdf ersetzen.
Hat geklappt. Alles 7x für 7 Seiten.

Nur … beim Hochladen … kam die Fehlermeldung: „Generic excuse“.
Was bitte heißt das denn?
Woran liegt es, dass es nicht klappt?

Die Datei vielleicht zu groß? JPG-Dateien sind immer ziemlich groß.
Nun habe ich versucht, irgendwie diese Dateien zu verkleinern.
Das gelang mir eben nur, dass auch die Bilder kleiner wurden. Was nützt es dann, wenn es dann am anderen Ende nicht mehr lesbar ist?
Genervt habe ich gestern nach den vielen Stunden aufgegeben.

Heute nun neuer Start.
Habe die Dateien in die Tonne geworfen und neu eingescannt.
Dieses Mal mit nur 100 DPI, nicht wie gestern mit 300 DPI.
Macht das die Datei evtl. kleiner?
Keine Ahnung.

Gut, also wieder in jpg abgespeichert (es geht nicht aus dem windows-scan-Programm gleich in pdf abzuspeichern), dann das ganze durchs Knie in ein Word-Dokument eingefügt und dann das ganze in pdf abgespeichert.
Wieder alles 7x.
Es hat geklappt!!!

Nun ging es wieder ans Hochladen zu DIPAT.

Und was soll ich sagen?
Es kam wieder die Fehlermeldung: Generic excuse

Was heißt das bloß und was mache ich falsch?
Ich habe keine Ahnung.

Als letzte Handlung habe ich jetzt an die Leute von dort geschrieben, was dieses „generic excuse“ denn heißt bzw. gefragt, wie ich denn meine 7 Seiten online verfügbar machen kann.
Möglichst so erklärt, dass es auch für blonde Frauen über 60 zu verstehen ist (hihi, hab ich so natürlich nicht geschrieben)

Mal sehen, ob mir die Jungs antworten.

Sonst schaue ich mich nach anderen Anbietern um. Es kann doch nicht so schwierig sein, eine aktuelle Patientenverfügung hinzubekommen….

 

 

3 Gedanken zu “Der Kampf mit meiner Patientenverfügung

  1. Danke für die Anregung, dass es (theoretisch) auch geht sie online zu hinterlegen und auch für die Schilderung der Tücken, die einer begegnen können. Leider weiß ich auch nicht, was diese Fehlermeldung bedeutet.
    Liebe Grüße
    „Benita“

    • Und geantwortet haben die Jungs von DIPAT auch nicht. 🙁
      Es muss aber theoretisch gehen, da in der Ratgebersendung gesagt wurde, dass es bereits 5000 Leute gemacht haben.
      Soll heißen, es gibt mindestens 5000 Menschen, die schlauer sind als ich 😉

  2. Auch wenn es schon ein Jahr her ist: Ich würde solche Dinge wie eine Patientenverfügung niemals online abgeben. Dazu ist das Risiko viel zu groß, dass sie in falsche Hände kommt. Entwerder persönlich abgeben oder eingeschrieben senden.
    Zur PDF-Frage gibt es zahlreiche Lösungen im Netz. Es handelt sich immer um einen sog. PDF-Druckertreiber. Ein sehr bekanntes Beispiel ist der PDF Creator. Dieser wird wie ein richtiger Druckertreiber installiert und bei der Ausgabe einer Datei jedweder Art (egal ob Text, Tabelle, Grafik, etc) erfolgt kein „Druck“ im klassischen Sinn, sondern der Treiber wandelt die Datei in eine PDF-Datei um. Also in Deinem Fall wäre der JPG-Scan sofort in eine PDF-Datei geändert worden und Du hättest Dir den ganzen Ärger erspart. Das klingt alles vielleicht ein bisschen technisch, doch eine Bekannte von mir (70+ und nicht blond) hat es anstandslos zuwege gebracht und „druckt“ seither begeistert PDF-Dateien. Man darf in diesem Fall das Wort „Druck“ nicht wörtlich nehmen. Ein Druck im klassischen Sinn ist ja auch nichts anderes als ein Befehl eine bestimmte Datenmenge an den Drucker zu senden. Dieser übersetzt die Befehle und gibt den Inhalt eben als Text, Grafik, oder bei 3 D-Druckern als Gegenstand, aus.
    „Drucke“ ich nun meine Daten über einen PDF-Druckertreiber, dann passiert nichts anderes. Es werden lediglich keine physischen Druckwerke ausgegeben, sondern eine Datei im PDF-Format ist das Ergebnis.
    Noch ein Hinweis zu PDF-Programmen: Die meisten sind gratis, jedoch ist im Internet nichts umsonst, und wenn es nur mit Werbung oder den eigenen Daten refinanziert wird. Viele Angebote enthalten zusätzlich bestimmte Programme (zB Google Chrome oder diverse Tuning-Suites). Ganz böse installieren auch Ad-Ware. Falls Du so ein Programm installierst, solltest Du immer die sog „Benutzerdefinierte Installation“ wählen, denn dort kannst Du diese Programme gezielt abwählen und nur das installieren was Du auch wirklich möchtest. Denn diese Gratisbeigaben haben nicht nur den negativen Effekt, dass sie Dein System nach und nach zumüllen und es dadurch immer langsamer machen, sie sind meistens auf 30 Tage limitert. In dieser Zeit können sie alles was die Kaufversion auch kann, danach ist jedoch Schluss. Entweder es kommen nervige Hinweise man möge die Kaufversion erwerben oder das Programm arbeitet nicht mehr, ist jedoch ständig im Hintergrund präsent und verbraucht Speicher und Systemressourcen. Daher: Vorher gut überlegen was man will und erst nachher auf OK klicken. Das erspart Zeit, Nerven und bei ganz naiven Anwendern auch eine Menge Geld.
    Der Fehler „Generic excuse“ bedeutet übrigens nichts anderes als „Entschuldigung“ und ist so brauchbar wie der brühmte „steirische Kropf“. Würde das Gegenüber mit „schmeck’s“ antworten, wäre der Effekt derselbe…

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