Das Wort zum Montag #8

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

pixabay.com, bearbeitet

Sie selbst sein

„Ganz ich selbst zu sein, in einer Welt, die einen ständig zu etwas anderen machen möchte, ist das Größte, was man erreichen kann.“
Ralph Waldo Emerson, amerikanischer Philosoph

„Jeder achte genau auf sein eigenes Leben und Handeln, ohne sich mit anderen zu vergleichen.“
Galater 6:4

Jahrelang habe ich versucht, so zu sein wie andere. Ich habe versucht, wie sie zu beten, mich wie sie zu verhalten, ja sogar wie sie auszusehen. Die ganze Zeit war ich unglücklich und mühte mich ab, bis ich schließlich erkannte, dass Gott mir niemals helfen wird, jemand anderes sein als ich selbst. Es gibt einen Grund, warum er mich so gemacht hat, wie ich bin, und nicht so wie jemand anderen. Das Leben ist sehr kompliziert, wenn man ständig versucht, jemand anderes zu sein. Wir sind nicht darauf programmiert, wie andere zu sein. Und Gott zeigt uns auch wie das geht, denn das ist sein Wille.

Sie müssen sich mit nichts und niemanden messen, und das bedeutet echte Freiheit. Jesus ist gekommen, um Menschen auf vielerlei Weise zu befreien, und das ist eine davon.  Ich möchte es noch einmal wiederholen: Sie müssen weder sich noch irgendeinen Aspekt von sich mit anderen vergleichen. Sie müssen auch nicht wetteifern, um genauso gut oder besser zu sein (2. Korinther 10:12). Gott erwartet lediglich von uns, dass wir so wie wir sind unser Bestes geben. Ich sage immer: „Er will, dass ich die beste Joyce Meyer bin, die ich sein kann.“ Seit mir das klar ist, habe ich mich in riesigen Schritten entwickelt.

Andere Menschen können uns ein Vorbild sein oder uns anregen, uns in einem bestimmten Bereich unseres Verhaltens noch mehr Mühe zu geben. Aber. niemand außer Jesus selbst sollte unser Maßstab sein. Paulus schrieb an die Christen in Korinth, sie sollten seinem Beispiel folgen, wie er Christus folgte. Er schrieb ihnen, er sei ihr Vorbild, aber er sagte niemals, dass sie so werden müssten wie er.

Lernen Sie, sich in der Gegenwart anderer zu entspannen und einfach Sie selbst zu sein. Wenn andere Sie ablehnen, so lehnen Sie Gottes Schöpfung ab. Natürlich haben wir alle Bereiche, an denen wir noch arbeiten müssen, aber nur Gott kann diese Änderung bewirken. Er tut es auf seine Art und zu seiner Zeit. Manchmal gefällt uns, wer wir sind so wenig, dass wie eine Scheinpersönlichkeit aufbauen, die wir der Welt zeigen. Dadurch entstehen meistens Beziehungsprobleme. Aber wenn wir uns dazu befreien lassen, einfach so zu sein, wie Gott uns geschaffen hat, dann liegt Gottes Segen spürbar auf uns und wir werden akzeptiert. Ich habe aufgehört, zu versuchen. Menschen dazu zu bewegen, mich zu mögen, uns vertraue darauf, dass Gott mir gute Beziehungen schenkt.

Ich mag mich, weil ich ich bin, und deshalb mögen mich auch die anderen – vielleicht nicht alle, aber es gibt genug Menschen, die mich mögen, und mit ihnen bin ich beschäftigt genug. Wenn Sie beschließen, sich selbst so anzunehmen und zu mögen, wie Sie sind und wie Gott Sie geschaffen hat, dann erfahren Sie mehr Annahme und weniger Ablehnung.

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Ooooooh, das kenne ich zu gut.
Die ganze Kindheit und auch, was dann danach kam, wurde mir das Gefühl gegeben, nicht gut genug zu sein.
Ich sollte immer anders sein.
Ich war ein sehr ruhig Kind und ich war gut in der Schule.

Für meine Mutter aber viel zu ruhig, nicht gut genug.
Jede der ganz seltenen „Dreien“ löste Diskussionen aus.
Ich solle mehr aus mir heraus gehen, sollte mehr aus mir machen, sollte unbedingt studieren, sollte dies und jenes sein.
Sie wollte stolz auf mich sein.
Auf ihre Art.
Sie war Kaderleiterin in ihrem Betrieb (für alle Nicht-Ossis, Personachefin).
Sie war verantwortlich dafür, welche Leute eingestellt und welche Lehrlinge (Azubis) ausgebildet worden.
Sie hatte ihren Wertmaßstab.
Da kam ich nicht ran.

Meine Schwester gelang das besser.
Sie wurde Lehrerin.
Ich blieb das mickrige Ding.

Das zog sich wie ein roter Faden durch mein Leben.
Es gipfelte dann in der Beziehung mit J.
Für ihn war ich ein „Fehler“.

Der endgültige Zusammenbruch kam dann im April dieses Jahres.
Nun buddle ich mich so langsam wieder nach oben.
Ganz langsam.

Ich hoffe, dass ich das irgendwann mal sagen kann:

Ich mag mich, weil ich bin wie ich bin.

Nein, es gab nicht nur Ablehnung in meinem Leben.
Mein Nest, wo ich mich wohl fühlte, war meine Ehe mit dem weltbesten Ehemann.
20 Jahre lang.
Bis er 2009 an den Folgen eines Magendurchbruchs starb.

Dann bin ich wieder rausgefallen aus dem Nest.

Aufgesammelt von J.
Fallengelassen von J.
Geflüchtet von J.

Und  nun  mit 60 noch einmal neu angefangen, auf dem Weg, dass ich mich so annehmen kann wie ich nun mal bin.

Einzigartig und kein Fehler.

*     *     *     *     *

  1. Regel: Eins nach dem anderen tun
  2. Regel: Lernen Sie Zufriedenheit
  3. Regel: Setzen Sie Gott an die erste Stelle
  4. Regel: Leben Sie zur Ehre Gottes
  5. Regel: Sorgen Sie sich nicht um Morgen
  6. Regel: Lassen Sie die Vergangenheit los
  7. Regel: Lernen Sie Nein zu sagen

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