Das Wort zum Montag #7

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

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Lernen Sie Nein zu sagen

„Die Kunst zu leiten besteht darin, Nein zu sagen, nicht Ja zu sagen. Es ist sehr einfach, Ja zu sagen.“
Tony Blair

„Sagt einfach klar Ja oder Nein, damit ihr euch nicht schuldig macht und dafür verurteilt werdet.
Jakobus 5:12b

Niemand mag das Wort Nein wirklich. Wenn Sie Ja zu etwas sagen, grinsen die Menschen freudig, aber wenn Sie Nein sagen, werden Sire selten freundliche Gesichter sehen. Es ist ganz natürlich, dass wir geliebt und anerkannt werden möchten, aber dieses Verlangen birgt die Gefahr, dass wir versuchen, es allen recht zu machen. Das macht das Leben jedoch sehr kompliziert, denn die Menschen um uns herum erwarten alles Mögliche von uns.  Haben Sie schon einmal den Satz „Man kann es nicht allen recht machen“ gehört? Menschen, die es allen recht machen wollen, stellen sehr schnell fest, dass man einen hohen Preis dafür bezahlen muss, wenn man versucht, allen  das zu geben, was sie gern hätten, um sie glücklich zu machen. Man verliert sich selbst dabei.

Gott hat jeden Menschen einzigartig erschaffen. Wir sind Individualisten, die das Recht haben, ihr eigenes Leben zu leben. Das heißt nicht, dass wir uns nie anpassen oder unsere Wünsche zurückstellen, um anderen zu helfen oder sie glücklich zu machen. Es bedeutet aber sehr wohl, dass wir es nicht ständig allen recht machen können, denn dabei verlieren wir Gott aus den Augen. Gott freut es überhaupt nicht, wenn wir seinen Plan für unser Leben nicht mehr verwirklichen, weil wir so sehr damit beschäftigt sind, alle anderen zufriedenzustellen, dass wir ein unerfülltes Leben und seine Ziele für uns außer Acht lassen.

Ich selbst hatte sehr damit zu kämpfen. Da ich als Kind sexuell missbraucht wurde, habe ich mich oft als minderwertig und überflüssig empfunden. Ich hasste das Gefühl der Ablehnung und sehnte mich so sehr nach Annahme, dass ich bereit war, jeden Preis dafür zu zahlen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis ich herausfand, dass ich mich um mein eigenes Leben betrog, wenn ich Ja sagte, obwohl ich eigentlich lieber Nein gesagt hätte.. Ich fing an, genau die Menschen zu hassen, die ich glücklich machen wollte und musste auf lange Sicht gesehen erkennen, dass sie keine wahren Freunde waren.

Menschen, mit denen man nur glücklich wird, wenn sie einen kontrollieren dürfen, benutzen einen. Wenn man das zulässt, wird man dabei nicht nur selbst verletzt, sondern die anderen werden auch verletzt. Leider werden die Menschen alles tun, was wir ihnen erlauben.  Das scheint die sündige Natur des Menschen zu sein. Den anderen ehrlich und liebevoll zur Rede zu stellen und sich nicht länger kontrollieren zu lassen, hilft allen Beteiligten und führt langfristig zu ausgeglichenen guten Beziehungen.

Beschließen Sie, es als Erstes Gott recht zu machen. Stellen Sie Seinen Willen über den eigenen und über den anderer.  Wenn Sie dann überzeugt sind, dass Gott möchte, dass Sie zu etwas Ja sagen, sagen Sie Ja und bleiben Sie dabei. Aber wenn Sie den Eindruck haben, dass er möchte, dass Sie Nein sagen, dann sagen Sie Nein und bleiben Sie auch dabei. Gott gibt uns immer die Kraft und alles, was Sie sonst noch brauchen, um seinen Willen zu tun – auch die Kraft, ganz schlicht und einfach Nein zu sagen. Schon allein die Tatsache, dass unser Leben kompliziert ist und wir uns abmühen, kann ein Hinweis darauf sein, dass wir nicht den Willen Gottes tun. Wenn unser Herz Nein sagt, aber unser Mund aus Furcht vor Ablehnung Ja sagt, können wir nicht erwarten, dass Gott uns hilft. Er ist nicht dazu verpflichtet, irgendetwas zu vollenden, das er nicht angeordnet hat.

Sie sind in bester Gesellschaft, wenn Sie lernen müssen, Nein zu sagen.  Bitten Sie Gott um seine übernatürliche Kraft und Weisheit, damit sie lernen, leichter Entscheidungen zu treffen, und vertrauen Sie seiner Wegweisung.

Joyce Meyer, 100 Dinge, die das Leben leichter mache, S. 24

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Hm.

Mein Senf dazu?
Nein sagen kann ich ganz gut.
Ich weiß, was ich leisten kann und was nicht.
Ich habe für mich gelernt, diese Grenzen zu akzeptieren und das dann auch so formulieren.

Würde ich mich dazu quälen, hätte keiner Spaß dran.
Ich nicht, die anderen nicht und die Sache als solches würde auch nicht gelingen.
Dann lieber gleich Nein sagen.

Kompliziert wird es, wenn ich einmal zugesagt hatte.
Dann kriege ich in seltenen Fällen dieses „Nein“ hin.
Ich will zuverlässlich sein, ein Mensch, auf den man sich verlassen kann.
Weil ich genau das an anderen mag.

Fazit: Dieses Problem ist keines, was hohe Priorität hat für mich. Aber es kommen ja noch 93 andere Dinge, die das Leben kompliziert machen können. 7 davon gab es schon, also bleiben noch 93.

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  1. Regel: Eins nach dem anderen tun
  2. Regel: Lernen Sie Zufriedenheit
  3. Regel: Setzen Sie Gott an die erste Stelle
  4. Regel: Leben Sie zur Ehre Gottes
  5. Regel: Sorgen Sie sich nicht um Morgen
  6. Regel: Lassen Sie die Vergangenheit los

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2 Gedanken zu “Das Wort zum Montag #7

  1. Nein ist schwierig.
    Unlängst einem ehemaligen Freund Hilfe versagt, obwohl er sie viellicht ernsthaft brauchte. Aber da ich mich mehrmals missbraucht gefühlt hatte, konnte ich ihm diesmal nicht glauben. Und blieb dabei!

  2. Ja, die zwischenmenschlichen Beziehungen sind oft so schwierig und zum Schluss sitzen alle allein da. Bin heute so ein bisschen mies drauf, siehe mein Blogbeitrag heute.

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