Das Wort zum Montag #10

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

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Fangen Sie nichts an, was Sie nicht zu Ende führen können

„Die Fähigkeit eines Menschen zeigt sich in dem, was er zu Ende gebracht hat, nicht in dem, was er versucht hat.“

(Quelle unbekannt)

„Denn wer würde mit dem Bau eines Hauses beginnen, ohne zuvor die Kosten zu überschlagen und zu prüfen, ob das Geld reicht, um alle Rechnungen zu bezahlen?“

(Lukas 14:28b)

Zahlreiche unfertigen Projekte sammeln sich in unseren Köpfen und unserem Leben und blockieren uns. Ständig mahnen sie uns, dass noch etwas zu erledigen ist, und machen uns ein schlechtes Gewissen. Je länger wir brauchen, um etwas abzuschließen, desto schlechter fühlen wir uns dabei. Niemand kann sich vornehmen, alles zu erledigen und dann es auch noch gut zu machen. Wir haben unsere Grenzen und sollten sie akzeptieren. Gott ist unbegrenzt. Jeder, der ihn vertraut, kann alles tun, was er von uns will. Aber Gott will nicht, dass wir Dinge anfangen und dann nicht beenden.

Gott hat sein gutes Werk in uns angefangen und wird damit weitermachen und es vollenden bis zu dem Tag, an dem Jesus wiederkommt (Philipper 1:6). Manche Vorhaben sind schneller erledigt, andere dauern länger. Ungeduldige Menschen beenden die längerfristigen Projekte meist nicht. Für geistliche Reife, zum Beispiel, braucht man viel Geduld. Wir verändern uns nicht über Nacht. Viele Menschen wenden sich wieder vom Glauben ab, weil sie ihr geistliches Wachstum nicht am Drive-in-Schalter bekommen. Sie wollen sofort reifen, und das geht nicht.

Ich kenne Menschen, die jedes neue Vorhaben voller Elan angehen. Doch wenn es nicht mehr neu ist, übergeben sie es entweder an jemand anderes oder lassen es unvollendet. Neue Dinge sind immer interessant, aber was ist, wenn der erste anfänglicher Nervenkitzel und Applaus vorbei sind? Wer bleibt dann noch bei der Stange? Wer bleibt dann noch an der Stange? Nur diejenigen, die vorher die Kosten überschlagen haben und von Anfang an gewusst haben, dass es außer der aufregenden Anfangsphase auch noch viele andere Phasen geben wird. Diejenigen, die aufgeben, sind meist frustriert und haben tausend Ausreden, warum sie die Sache nicht zu Ende gebracht haben,

Die meisten Menschen laden sich heutzutage mehr auf, als sie tatsächlich bewegen können, Stressbewältigung ist zu einem Milliardengeschäft geworden. Dabei entsteht der meiste Stress, weil wir uns zu viel vornehmen. Auf meiner Aufgaben-Liste steht immer mehr, als ich an einem Tag erledigen kann. Dann mache ich eben am nächsten Tag weiter. Wenn wir uns zu etwas verpflichtet haben, sollten wir es auch zu Ende führen, und zwar gut und pünktlich.

Machen Sie sich das Leben leichter, indem Sie nur das anfangen, was Sie auch zu Ende führen können. Und führen Sie alles, was Sie angefangen haben, auch zu Ende. Lassen Sie sich nicht ablenken – bleiben Sie bei der Sache und bringen Sie sie zu Ende. Wenn Sie etwas beendet haben, müssen Sie nicht mehr daran denken. Dann haben Sie den Kopf wieder frei, um sich ganz der nächsten Sache, dem nächsten Ziel, dem nächsten großen Traum Ihres Lebens zu widmen. Dann können Sie wieder träumen und Neues schaffen, weil Sie nicht so viel  Ballast mit sich herumtragen. So lebt es sich am Besten.

(Joyce Meyer, 100 Dinge, die das Leben leichter machen) 

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Ohje, das ist ja mal wieder ein Thema …

Gerade nach meinem Absturz Anfang April, wo ich mit meinem neuen Leben gestrandet bin, habe ich doch so einiges begonnen und dann wieder sein lassen.
Ganz viel ausprobiert und wieder sein lassen.

Auch jetzt noch.
Und ich habe ein paar Dinge, die ich überdenken muss.
Zum Beispiel bin ich derzeit in mehreren Gruppen unterwegs.
Was heißt mehrere? Der Offene Treff montags, die Frauengruppe dienstags, meine Spielegruppe mittwochs (alle 2 Wochen), Selbsthilfegruppe donnerstags und sonntags die Gemeinde.
Klingt nach selbstgemachtem Stress.
Ist es auch für mich.

Ich habe das alles begonnen, um irgendwie Sozialkontakte zu finden.
Hatte und habe panische Angst, allein dazustehen, wenn ich Hilfe brauche.
Wollte Menschen finden, aus denen vielleicht eine Freundschaft entstehen könnte, wo ich so sein darf, wie ich bin.
Ohne freundliche „Mir-geht-gut-Maske“.
Aus all den vielen Gruppen ist bisher nur die Freundschaft zu dem Autisten entstanden.
Mein Therapeut hat es mir erklärt, dass in diesen Gruppen ja meist nur Leute unterwegs sind, die selbst psychische Probleme haben und sich zurückziehen.

Und so stehe ich nach wie vor fast allein da, mit dem Wissen, dass ich den Gang durch alle Gruppen nicht wirklich auf Dauer durchhalten kann.
Es wird mir zuviel.

Und um beim Thema des Beitrages zu bleiben, ich habe viel begonnen und werde nicht überall dabei bleiben können.

„Nur das beginnen, was man durchhalten kann …“ Das ist der Punkt, der bei mir momentan noch so gar nicht geht, alles ist noch im Fluss, alles in Bewegung und ich hoffe, dass ich irgendwann und irgendwie mein neues Leben annehmen kann und dort zu Hause bin.

Die Hoffnung stirbt zuletzt…

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  1. Regel: Eins nach dem anderen tun
  2. Regel: Lernen Sie Zufriedenheit
  3. Regel: Setzen Sie Gott an die erste Stelle
  4. Regel: Leben Sie zur Ehre Gottes
  5. Regel: Sorgen Sie sich nicht um Morgen
  6. Regel: Lassen Sie die Vergangenheit los
  7. Regel: Lernen Sie Nein zu sagen
  8. Regel: Sie selbst sein
  9. Regel Qualität ist wichtiger als Quantität

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1 Gedanke zu “Das Wort zum Montag #10

  1. Solche Alles-oder-Nichts-Anforderungen (zu denen ich leider sehr neige) verhindern meistens, dass man überhaupt etwas anfängt, sich auf den Weg begibt. Alles was man macht, und in das man sich hineingibt, verändert, und aus diesen Veränderungen wachsen die Wege.

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