Das Beste von vorgestern und gestern

Ich kriege es einfach nicht hin. Immer wieder nehme ich mir vor, nicht in der Sofaecke mit dem Spiele-Tablet  und Fernseher zu landen.

Immer wieder nehme ich mir vor.

Dann kommt eine WhatsApp-Nachricht, ein Anruf, eine Bemerkung von irgendjemand, eine Sendung im Fernsehen – alles kann ein Trigger sein, um wieder alle guten Vorsätze zu vergessen.

Seit meine Tochter weggezogen ist, ist das gaanz schlimm geworden.

Und ich wünsche mir nichts mehr, als wieder stabiler zu werden.

Vorgestern war also wieder so ein Tag, an dem ich mir vorgenommen habe, ab heute lässt du dich nicht mehr unterkriegen.

Und … Fernseher bleibt aus, tablet weggepackt.

Dafür Fotos vom Tag, was ich alles geschafft und gemacht habe.

Und ich habe ganz viel geschafft. Die Fotos sind als solches nicht wirklich der Hingucker, sondern eher für mich: Schau mal, wie es gehen kann.

  • Meine kleinen Hornveilchen habe ich in die Töpfe gepflanzt. Ja, sie sehen sehr mickrig aus und ich habe keine Ahnung, ob sie es schaffen. Aber ich hatte ja 10 Stück für 49ct gekauft, also 4,9ct pro Stück. Und dafür haben sie eine Chance verdient.

Traurig, nicht wahr? Aber heute am Montag sehen sie ein kleines bissel besser aus.

  • An der Klinke meiner Badtür sind die Manschetten abgegangen. Schon oft habe ich sie angeklebt, was nur ganz kurz geholfen hat. Nun habe ich gesehen, dass sich die Schrauben etwas herausgedreht haben und die Manschetten gar nicht halten konnten. Also wieder fest geschraubt und die Manschetten wieder angeklebt. (Ich weiß, dass das Kleben nicht richtig ist, weiß aber keine andere Lösung, also Kleben)

 

  • Standspiegel reparieren. Bei Bettaufbau hat J. die Schlafzimmer so sehr aufgedrückt, dass bei dem dahinter stehenden Standspiegel eine Schraube heraus gebrochen ist. Also wieder kleben und die Schraube wieder herein. Alles zusammen mit Gummis zusammen gedrückt. Mal sehen,ob es hält.

  1. Dann ging es ans Putzen. Ich habe die ganze Wohnung gesaugt, Staub gewischt und das Bad geputzt. Für die Küche hat meine Kraft nicht mehr gereicht.

  • Nebenbau noch meine beiden neuen Blusen kurz mit dem 15-Minuten-Programm durchgewaschen.

  • Am Nachmittag bin ich noch zu Netto gefahren, weil sich T. für Sonntag angesagt hat und beim letzten Mal augenzwinkernd gesagt hat, ein Handwerker braucht auch eine Flasche Bier. Alsohabe ich 2 Flaschen Bier gekauft (zwei verschiedene zur Auswahl), Kuchen und Eis.
  • Wieder zu Hause habe ich Kaffee gekocht, das Stück Kuchen,was ich mir mitgebracht hatte, genossen und natürlich musste ich auch das Eis testen.

  • Tja, und dann kam auch noch der Lieferservice von Real und hat mir die schweren Sachen vom Wochen kauf geliefert. Ich habe zum ersten Mal den Lieferservice von Real genutzt. Das gibt es hier erst seit Kurzem und ich wollte testen. Nein, das mache ich nicht wieder. Es kamen zwei nicht deutschsprechende junge Männer, die nicht wussten, was ich den bestellt hatte. Durch die mangelnden Sprachkenntnisse war das etwas doof. Gut mache ich halt nicht wieder.

So, das war mein Samstag. Zwischendrin kam auch noch meine Tochter für 15 Minuten vorbei, weil ich für sie noch Briefe hatte, die die Post eben nicht nachgesandt hatte. Und sie hat mir erzählt, dass ihr Auto kaputt ist. Es ist erst 5 Jahre und der Kredit dafür läuft noch. Die Reparatur soll ca. 2500€ (!) kosten. Nun  wird es sicher wieder ein neues werden. Vielleicht. Das wäre dann Kredit Nr. 8. Sie haben durch ihr Hausbau 4 Kredite, 2 Autokredite und einen Konsumentenkredit für Möbel, die sie schon gar nicht mehr hat. Es ist unglaublich. Ein paar Mal habe ich versucht, ihr klar zumachen, wie risikohaft das ist. Sie hat es trotzdem gemacht. Ja, sie sind beide Beamte und haben einen sicheren Arbeitsplatz, aber das Leben stellt auch noch andere Fallen. Ich hoffe sehr, dass alles bei den beiden glatt läuft ….#

Am Samstagabend wollte ich dann alles in meinen Blog packen, aber ich war einfach zu müde, aber ich habe mich gut gefühlt, bei all dem, was ich geschafft hatte. Ohne Fernsehen und tablet.

Gestern nun, am Sonntagnachmittag, kam T. und wir haben zusammen eine Seitenmarkise für meinen Balkon aufgebaut, damit sich meine Wohnung im Sommer so stark aufheizt. Geplant war eine halbe Stunde … Aber die Aufbauanleitung war wieder sowas von unverständlich, dass wir ganz viel probieren mussten …aber wir haben es geschafft und hoffen, dass auch ein potentieller Sturm mir das Teil nicht vom Balkon pustet.

Es sieht ziemlich schief aus, ist es aber nicht …

Und heute? Mache ich weiter mit „ohne Fernsehen und ohne tablet“ …
Ich weiß, dass das alles kein Mensch interessiert, aber es ist wichtig für MICH.
Und als nächstes poste ich wider einen Postkasten.

Jetzt bin ich so unsagbar müde, es ist gerade mal 10 Uhr.  Ich drücke jetzt einfach auf den „veröffentlichen“ Knopf, wer Fehler hier entdeckt, möge darüber hinwegsehen. Achwas, bis hierher hat es eh keiner gelesen… Es ist mein Blog, eine Dokumentation wie ich durch die Zeit der Depression komme und heute war dieser komische Post dran.

Punkt.

*     *     *     *     *

 

 

 

6 Gedanken zu “Das Beste von vorgestern und gestern

  1. Also, ich habe den ganzen Post durchgelesen, und da bin ich auch bestimmt nicht die einzige . Ich weiß aus eigener Erfahrung, diese Zeiten sind einfach schwer. Und ich finde, du machst das absolut richtig: einen Tag, und dann noch einen… nur so geht es manchmal.

  2. So viel gemacht und geschafft!
    Und ‚ohne Fernsehen und Tablett‘ ist auch was machen und schaffen — ich weiß das, ich mach ja seit einiger Zeit an manchen Tagen den Computer nicht an. Es wird immer leichter und besser mit der Zeit. Alles Gute dir ! <3

  3. Hallo Weena
    Also ich lese immer bis zum Schluss.
    Ich muss sagen du warst sehr fleißig. Sieht doch alles recht gut aus.
    Ich denke auch das du mit deinen Hornveilchen Glück haben wirst.
    Ein bisschen Wasser und Sonne und du wirst viel Freude daran haben.
    LG, Nati

  4. Doch ich habs gelesen und ich fand das interessant, weil ich auch kein großer TV-Schauer bin und erst gestern gelesen habe: Die Glotze ist doch der größte Kreativitätskiller. Definitiv 🙂
    Dieses sich bewußt machen was man geschafft hat, finde ich super! Und die Markise schaut gar nicht schief aus, das tolle gelb macht frohe Laune.
    Schöne Zeit Dir, mit Blümchen, Handwerkern un Co ;))

  5. Ja, es ist DEIN Blog und es ist gut für DICH wie Du ihn führst
    Und wer Fehler findet…darf sie behalten!

    Alles Gute Dir
    Beate
    PS: kannst Du nicht mit so einem „Hackenporsche“ Deine schweren Sachen einkaufen?

    • Einen Hackenporsche hab ich auch. Wenn zu den Lebensmittel noch Wasser, Milch, Toilettenpapier, Küchentücher und Hundefutter kommen, ist die Kapazität ganz schnell erschöpft… Ich mach den Lieferservice ja auch nicht jede Woche, nur wenn mal soviel zusammen kommt.

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