Das Beste von gestern 23.04.2018

Das Beste von gestern war eindeutig: Dass es mir etwas besser ging.

Ich habe soetwas wie bisschen Alltag hinbekommen.
Routine üben.
Struktur geben.
Die größte Hilfe sind ganz klar meine Hundis.
4x am Tag ein Anker, wo ich MUSS.

Vor einiger Zeit habe ich von dem „Projekt Magische Spüle“ geschrieben, habe den Crashkurs begonnen.
Aber es dann doch nicht durchgehalten.
Gestern hat ein neues Projekt auf dieser Seite begonnen.
Das ist dann nicht das Ordnungs- und Ausmistendings, sondern der Frühjahrsputz.
Ich versuche es einfach nochmal.
Jetzt in meiner Situation passiert nichts im Selbstlauf, ich brauch jetzt eine Krücke.
Mir ist bewusst, dass das von vielen nicht verstanden werden kann.
Es geht nicht mit „Reiß dich zusammen und mach“.

Also jetzt mit Putzen.
In der gestrigen Mail hieß es dann kurz gefasst:

1. Küchenspüle frei und glänzend. JETZT!
(Wer hier die gesamte Zeit verbraucht, lässt das Schlafzimmmer heute weg).

2. Im Schlafzimmer, 15 Minuten:
* Das Bett machen
* Spinnweben an der Decke entfernen

Die Küchenspüle ist bei mir frei und glänzend, da ich noch (oder wieder) mit der Hand spüle. Folgedessen muss sie frei sein(wo sollte ich sonst das Wasser einlassen?)

Mein Bett mache ich auch immer. Immer.
Nach Spinnenweben habe ich gesucht, aber keine gefunden.
Später am Tag habe ich dann doch wenigstens eine Spinne entdeckt.

Nein, ich habe keine Spinnenphobie. Ich entferne sie mit den Handfeger und dann in die Freiheit über den Balkon.

Am Abend habe ich dann meine ersten Sprossen geerntet.
Ja, ich halte mich tapfer weiter an meine Trennkost.
Es tut mir gut.

Aber was auf die Stulle, wenn die Kohlenhydrate des Brotes nur Gemüse gestatten?
Radieschen, Gurke, Tomate, Paprika etc.   … und Kresse?

Nur Kresse aus dem Supermarkt?
Mit Wildkräuter kenne ich mich nicht wirklich aus.
Also habe ich wieder mit eigenen Sprossen begonnen, Samen gekauft und im Glas auf die Fensterbank gestellt.
Gestern nun die erste Ernte.
Sieht doch lecker aus. Oder?

 

Wenn ich mir so durchlese, was ich hier so zusammen geschrieben habe … Mein Gott, das interessiert keinen Menschen.

Und wieder muss ich mir sagen: Es ist mein Blog, es spiegelt meine jeweilige Lebenssituation im Kampf gegen die blöde Depression. Es zeigt die kleinen Schrittchen, das wieder Hinfallen und das wieder Aufstehen.

Jeder Tag ist ein neuer Tag.

*      *      *     *

 

 

4 Gedanken zu “Das Beste von gestern 23.04.2018

  1. Hey, den achtbeinigen Mitbewohner hast Du aber gut getroffen! Sehr fotogen, der Bursche! Solche Vertreter nehme ich noch in die Hand und befördere sie nach draußen. Aber sobald Spinnen einen dicken Körper haben, finde ich sie echt gruselig. Und manche haben behaarte Beine… Oh, oh!

  2. Nun mich hat es interessiert. Fühle mich nicht so alleine mit meinen Problemen und finde Anregungen, wie damit umgehen, wenn „scheinbar“ nichts geht. Bei mir arbeiten dann ganz viele Verarbeitungsprozess, die emotional enorm anstrengen.
    Danke fürs berichten.
    Liebe Grüße
    „Benita“

  3. Eben! Es ist Dein Blog und Du kannst nicht wissen, ob es jemanden interessiert! Also: mich interessiert das, weil ich eine ähnliche Zeit durchlebt habe. Und manchmal noch aktuell durchlebe. Heute zum Beispiel habe ich einen Besuch abgesagt, weil ich fürchtete, dass sich der Wind zum Sturm entwickelt und ich Angst hatte, dann mit dem Auto unterwegs zu sein. Ich muss nämlich durch ein Waldgebiet fahren. Nun sitze ich hier und draußen weht ein kleines Lüftchen und ich hoffe, meine Freundin ist nicht zu ärgerlich, weil ich so ein Schisser bin. So. Und das interessiert vielleicht auch keinen……
    Sprossen werde ich mir demnächst auch züchten, danke für den Tipp und die ansprechnden Fotos! Liebe Grüße! Regine

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