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Beliebt bei vielen Bloggern ist, zu Beginn eines Jahres ein Motiv auszuwählen und dies über 12 Monate zu beobachten, das heißt, am Ende jeden Monats wird dieses Motiv vom gleichen Standort aus fotografiert, so dass man am Ende eines Jahres 12 Fotos von 12 Monaten hat, die den Wechsel der Jahreszeiten nachvollziehen. (Ohwei, was ist das für ein Satz. Ich habe ein halbes Glas Wermut getrunken).

Ich habe mich für den Eingang des Botanischen Volksparks entschieden. Und das ist er:

Heute haben wir schon den 12. August, das Foto von Ende Juli fehlt noch. Aber bei den heißen Temperaturen habe ich mich nicht bis zum  Botanischen Volkspark getraut.
Aber heute.
Ich hatte von der Sonne vertrocknete Beete und Rasen erwartet.
Und nun so ein Bild:

 

Mitte August

 

Ende Juni

 

Mitte Juni 2018

 

Ende Mai 2018

 

April 2018

 

Ende März 2018

 

Mitte März 2018 

 

Februar 2018

 

Januar 2018

*     *     *     *     *

 

 

Morgen um 8

… werde ich abgeholt.
Ich werde abgeholt, um für eine Woche das Haus meiner Tochter zu hüten und um hauptsächlich die beiden Katzen zu füttern.
Ich werde zum ersten Mal in diesem Haus sein, ich kenne es noch nicht.
Ich kenne auch die Gegend nicht, nur mit dem Mauszeiger bei google maps.
Es wird eine Premiere sein.
Für nahe zu jeden wäre das kein Akt.
Für sie wäre das so eine Art Ferienhaus, mal raus aus den eigenen 4 Wänden und mit den Hunden die neue Gegend erkunden.
Neues sehen.
Nun bin ich leider nicht „Jede“, sondern das „fast“ davor.
Neue Dinge, die ich nicht kenne, machen mir Angst.
In jeder Form, nicht nur der Wechsel des Wohnen, sondern in jedem Bereich meines Umfeldes, Ärztewechsel, neue Medikamente, selbst Kleidung und sogar die Jahreszeiten.
Einfach alles eben.
Es ist so schlimm geworden seit mein Mann vor 9 Jahren starb und ich plötzlich allein war.
Wenn es mir arg schlimm geht, esse ich zum Beispiel auch immer Früh, Mittag, Abend das Gleiche.
Und das mitunter wochenlang.

Ich hatte das mal jemand aus der Selbsthilfegruppe erzählt und bekam die für mich unerwartete Antwort: das geht ihr genauso, sie isst immer Nudeln mit Ketchup.
Jeden Tag, wochen-, monate-, jahrelang.
Vielleicht ist das ein Symptom bei Depressionen?
Ich weiß es nicht.

Und nun werde ich morgen um Acht abgeholt in ein mir fremdes Haus, noch fremdes Haus.
Vom Bauchgefühl macht es mir Angst, weil ich dann eine ganze Woche dort bleiben MUSS.
Real ist das natürlich Quatsch.
Ich muss gar nichts.
Ich kann in den Bus steigen und wegfahren.
Also alles Blödsinn, was ich fühle.
Aber ich fühle es eben.
Und das FÜHLT sich real an.

Fragt sich jetzt bitte jemand,warum ich es dann tue, mich zwingt doch keiner, hätte doch nicht zusagen müssen.
Ich wollte es.
Weil es das Haus der Tochter-Familie ist.
Weil sie auch kommt, wenn ich sie um Hilfe bitte.
Deshalb.

Nun kommt noch spaßfördernd diese Hitze dazu.
Die mich auch in die Knie zwingt.
Meine Hoffnung ist, dass es dort wenigstens die Luft frischer ist als hier in der versiegelten Großstadt.
Ich werde sehen.

Heute habe ich auch ein bisschen meine Wohnung auf meine Abwesenheit vorbereitet.
Alle Zimmerpflanzen habe ich reichlich gegossen.
Die, die ganz viel Wasser brauchen habe ich Fußbad verordnet.
Bei meinen Balkonpflanzen will ich einen Test machen, den ich bei Youtube gesehen habe.
Eine Bewässerungsanlage aus Küchentüchern.
Kennt ihr nicht?
Ich auch nicht.
Ich bin echt gespannt, ob das klappt.
Das sieht dann so aus.
Liebe Pflanzenfreunde, was sagt ihr dazu?

Ich weiß, schön geht anders, aber das muss es ja nicht sein.
Wenn es nicht klappt, kommt T. und gießt die Pflanze.
Das ist sozusagen der Plan B.

Ach, und noch etwas.
Hat doch der liebe Gott in zwei meiner Blumentöpfe, in denen Geranien sind, ganz heimlich Hornveilchen gepflanzt.

Als kleine Zusatzfreude sozusagen.
Ja, es zog sich ein breites Lächeln über mein Gesicht, als ich es entdeckte.

Tja und dann habe ich meine Fenster mit Alu-Folie abgeklebt.
Gegen die Nachmittagssonne, gegen die Hitze.
Auch das habe ich bei den Jungs von Google gefunden.
Obs hilft?

Keine Ahnung.
Aber besser als nix, denke ich.
Nächste Woche sollen es nochmal 35º werden.
Wenn die Sonne dann hier hereinknallt, habe ich denn locker 40º.
Ich kann die Markise ja nicht herunterlassen.
Wenn es ein richtig heftiges Gewitter gibt … ich bin mir nicht sicher, ob sie das überlebt.

Nun also Alu-Folie an den Fenstern.
Und das sieht dann so aus:

Nun muss ich nur noch alles zusammen packen, was ich mitnehmen möchte. Und kann es losgehen, morgen früh um Acht – mein ganz persönliches Abenteuer.

 

      

 

Nur ein Märchen?

Der alte Großvater und der Enkel

pixabay.com

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden ihm naß. Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen. Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. „Was machst du da?“ fragte der Vater. „Ich mache ein Tröglein,“ antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“ Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an Fingen endlich an zu weinen, holten sofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete.

Ein Märchen der Gebrüder Grimm

Wenn ich dieses Märchen lese kriecht mich das schlechte Gewissen derart an …

3 Jahre lebte mein Vater noch nach den Tod meiner Mutter. 200km von hier.  Er war alt und krank. Er war umsorgt. Meine Schwester kümmerte sich, wusch die Wäsche, brachte gekochtes Essen und Bücher vorbei. Sie wohnte nicht weit weg. Das Putzen erledigte eine Putzfirma. Er hatte alles, was er brauchte. Einmal im Monat waren wir alle versammelt bei ihm zum Kaffee und aufgetauter Deluxe-Torte. Ich mochte meinen Vater sehr.

Und trotzdem begriff ich nicht, wie einsam er war.
Manchmal hat er es gesagt, aber ich habe es nicht verstanden, er hatte doch alles.
War er im Krankenhaus, besuchte ich ihn dort.
Beim letzten Besuch schlief er.
Ich streichelte seinen Arm und plötzlich murmelte er ganz deutlich: „ich kann nicht mehr….“
Meine Schwester war dabei und hörte dies auch.
In der gleichen Nacht starb er, er ist nicht noch einmal aufgewacht.
Vielleicht hatte er darauf gewartet, bis ich nocheinmal kam.

Und jetzt, so viele Jahre später, beginne ich zu verstehen, wie einsam er gewesen sein musste.

Und ich wünsche mir nichts mehr, als ihn auf der anderen Seite dieser Welt wiederzusehen, ihn zu umarmen und um Verzeihung zu bitten, dass ich es damals nicht verstand. Und so wie ich ihn kenne, nimmt  er die Entschuldigung an und freut sich einfach, dass ich da bin.

Und darauf freue ich mich….

 

*      *     *      *      *

 

 

Der Tunnelblick

pixabay.com

Gestern war so ein schöner Nachmittag.
Ich war so happy, wieder so ein befreiendes Gefühl zu haben.
Das war gestern.
Heute sieht es schon wieder anders aus.
Es fing die Nacht schon an, Durchfall, richtig Durchfall, Wasser.
Nein, ich habe nix komisches gegessen.
Ich tippe eher auf mein ramponiertes Nervenkostüm.
Und heute früh nun zog sich wieder alles um mich zusammen.

Der Tunnelblick.

Alle Sinne konzentrieren sich auf einen Punkt, ein Geschehen, auf einen Gedanken.
Alles andere herum wird ausgeblendet, wahr oder unwahr ist maximal nur ein neblige Gefühl, alles verzerrt.
Da ist nur der eine Punkt, der weh tut, furchtbar weh.

Da müsste jemand kommen, mich packen und schütteln, kräftig schütteln: Hey, wach sofort auf, es ist nicht so wie du denkst, nicht so, auch nicht so ähnlich, es stimmt nicht….
Aber es ist keiner da, der schüttelt.

Ich bleibe sitzen und quäle mich und warte, dass es vorbei geht.
Bisher ist es immer vorbei gegangen.
Vielleicht morgen schon.

Bestimmt morgen.

 

*     *     *     *     *

 

 

 

Hitzegeschädigt …

pixabay.com

30° draußen. Jetzt schon. Und kein Wind. Die Sonne knallt erbarmungslos vom Himmel runter. Dem jetzigen Wetterbericht nach soll nun doch nicht ab DI die große Abkühlung kommen.

Ich will Winter.
Jetzt.
Sofort.

 

 

 

Depression und die Außenwirkung …

Ich war doch ein bisschen blauäugig.

Hatte ich doch gedacht, dass man nach der Geschichte mit Robert Enke, dem Torwart, der wegen seiner Depression seinen Leben ein Ende setzte, die Leute doch ein bisschen sensibliserter sind, dass die Diagnose „Depression“ nicht mehr in der Schmuddelecke liegt.
„Die Leute sich doch einfach mal ein bisschen zusammenreißen müssen“,
„Hat doch jeder mal ’ne Depri-Phase“,
bei geselligen Runden „Spaßverderber“ sind,
wenn man kein Lust mehr hat zu arbeiten, einfach einen auf „Macke“ macht und schon bekommt man die Erwerbsminderungsrente,
mit den Leuten schwer auszukommen ist, weil sie alles dunkelschwarz sehen,
soviele Stimmungsschwankungen haben und sie im besten Fall mitleidig beäugt werden,
ratlos ist, wie man denen begegnen soll.

Ja, und genau diese Erfahrungen mache ich immer wieder.
Ich hatte eine Phase, wo ich offen damit umgegangen bin.
Ja, ich bin an Depressionen erkrankt.
Ja, mir geht es deswegen oft nicht gut.
Ja, ich kann deshalb vieles nicht.
Ja, meine große Herausforderung ist es, meinen Alltag strukturiert zu bekommen, wenn ich das schaffe, geht es mir gut. Das ist mein Empfinden. Meine Umwelt sieht die Bewältigung des Alltags als etwas selbstverständliches an. Ich nicht. Mich kostet es viel Kraft.

Auf Grund meiner Erfahrungen, sage ich jetzt nichts mehr. Was aber auch zur Folge hat, dass man sich weiter zurückzieht, sich einigelt, dicht macht. Und damit hätten wir wieder die Spirale nach unten.

Neustes Beispiel:

Das große Enkelkind hatte Jugendweihe.
Bis zum Februar dieses Jahres wohnte die „Tochterfamilie“ in der gleichen Straße gegenüber.
Sie haben gebaut und sind weggezogen.
Weit weg.
Für mich öffentlich nicht mehr erreichbar.
Mit dieser Tatsache habe sich wirklich sehr zu knappern.

Unser Verhältnis war sehr eng.
Wir konnten uns sehr auf einander verlassen.
Waren immer gegenseitig füreinander da.
Ich immer dann, wenn eins oder beide Enkelkinder notfallmäßig zu betreuen war (wer Kinder hat, weiß, dass das sehr häufig ist)
Sie immer dann, wenn ich Hilfe bei den Dingen bräuchte, wo es mit Auto besser zu machen ist oder auch bei handwerklichen Sachen.

Nun sind sie weggezogen und jeder muss sehen, wie er die Lücke schließen kann.
Bei ihr ist es einfacher, weil besagte Enkelkinder nun schon 12 und 14 Jahre sind.
Und für mich schwerer, weil mitzunehmenden Alter mehr Hilfe benötige und durch die Depressionen auch klitzekleine Kleinigkeiten von mir oftmals als riesengroße Berge wahrgenommen werden.

Nun also diese Jugendweihe.

Nicht hier, sondern in Potsdam.
Für die allermeisten wäre das kein Problem. In die S-Bahn setzen oder eben Auto und fertig. Ganz einfach.
Nur für mich nicht.
Ich habe es vor mir her geschoben wie einen riesigen Berg, der immer größer wurde.
Schon allein die Fahrt dorthin ist für mich Würstchen anstrengend, dann die Feierstunde, dann noch ein nettes Kaffeetrinken.
Jedes für sich ist für mich schon Leistungsgrenze (nur für die Nichtwisser: ich hab nicht nur diesen Dachschaden „Depression“, sondern auch das Sjögren Syndrom mit ner ausgeprägten Leistungsinsuffizenz).
Das Hundeunterbringungproblem dazu.

Also Augen zu und durch, dachte ich.

Um 9 Uhr bin ich los, 11 Uhr in Potsdam, 11:30 Feierstunde und ich am Ende meiner Kräfte.
Zur Zeit äußerst sich das darin, dass ich ganz furchtbar anfange zu schwitzen und die Luftröhre brennt ganz doll.
Weiter Augen zu und durch 13:30 Uhr Kuchen, Kaffee oder Eis in einem nahe gelegenen Cafè.

Und ich schwitze so sehr, dass ich nur noch das Handtuch in der Hand habe. Oh, war mir das peinlich. Hochsommerliche Temperaturen waren es nicht, 24º, eigentlich perfekt. Und dick bin ich auch nicht, 55kg bei einer Größe von 160cm.

Und dann saß ich da, vor mir ein Stück Torte, nass geschwitzt, am liebsten im Boden verkriechend, und mit einem mal schoss mir der Gedanke durch den Kopf: Alle, aber auch alle waren mit Partner und Auto da. Ich allein, mit mir kämpfend, noch die gesamte Heimfahrt vor mir und mir schossen die Tränen in die Augen. Alle waren fröhlich und die meistens würden anschließend noch bei Tochter &Co. zu Hause nett grillen. Ich stand auf und lief hinaus. Ich wollte die Stimmung nicht verderben. Ich wollte nicht die Aufmerksamkeit auf mich ziehen, „die mit ihren Depressionen „… Ich setzte mich vor dem Raum auf einen Stuhl, mir ging es besch…., weinend wollte ich mich am liebsten in ein großes Loch verschwinden lassen. Bloß nicht weiter die Blicke der anderen ertragend.

Das Kaffeetrinken war beendet und einer nach dem anderen kam heraus. Und was soll ich sagen: Keiner, nicht einer, fragte mich, was los ist, warum ich da weinend hocke….

Ja, so ist das mit den Depressionen und der Außenwahrnehmung.

Man soll es nicht glauben, dann kam Gott oder wie auch immer man das nennen mag, mir zu Hilfe. Einer, der nicht mit zum Grillen eingeladen war, fragte mich, ob er mich mit nach Berlin nehmen kann …. Das war so nicht zu erwarten, denn normalerweise wohnt er in A.

Und so bin ich noch von Potsdam bis vor meine Haustüre gebracht worden. Ich war so froh, so dankbar. Nun brauchte ich nur noch meine Hunde wieder vom Hundesitter abholen.

Völlig fertig habe ich mich auf meine grüne Couch fallen lassen.

Auch die ganze Woche, vom Samstag bis heute hat keiner mich gefragt, was los war. Ich weiß nicht, was die anderen gedacht haben, ob es ein „wir-wissen-nicht-was-wir-tun-sollen“ war oder ein „jetzt-zieht-die-hier-auch-noch-ne-show-ab“ – keine Ahnung. Ich habe nichts mehr dazu gesagt. Warum sollte ich auch?

Aber zwei Dinge habe ich doch gelernt.

Zum einen, was meine derzeitigen Leistungsgrenzen sind und zum anderen, wenn gar nix mehr geht, kommt doch von irgendwoher doch Hilfe. Und wenn es „nur“ in Form eines Autos samt Fahrer ist. Ein großes fettes

Dankeschön.

*     *     *      *     *

Rückwärtsgang ….

https://pxhere.com/de/photo/495774

Gestern wars, da rief J. an.
Gerade jetzt, wo ich wieder in einer Phase des Kämpfens bin.
Locker und frei erzählte er von seinem Geburtstagsfest, wie viele da waren und wie schön es war.
Rums.
Dann kam das, was jeder kennt, der an Depressionen erkrankt ist.
Es reicht ein Wort, ein daher gesagter Nebensatz und es triggert.
Es triggert so sehr, dass sofort die Abwärtsspirale einsetzt.
Da hilft kein vernünftiges Denken mehr, kein „es war doch nicht so gemeint“, kein besseres Wissen … es geht abwärts.
Wut machte sich breit in etwa so:  „Während ich hier ums Leben kämpfe, macht der Herr fröhlich Party“
Und man kommt nicht wieder raus aus diesem Kopfkino.
Es war sofort alles wieder da, die schönen glücklichen Zeiten, aber auch die ganz schlimmen, die aggressiven.
Ich musste gestern Abend zu eine „Notfalltablette“ greifen, damit sich der Knoten im Kopf wieder löst.

Heute Vormittag hatte ich dann die medikamentösen Nebenwirkungen: Ich war schlapp, ich war müde, ich fühlte mich Sch …, war zu nix fähig.

Nachmittag dann der Termin beim Zahnarzt.
Ich habe keine Angst vorm Zahnarzt.
Ich habe schon alles, was ein Zahnarzt zu bieten hat, mitgemacht.
Nun steht wahrscheinlich wieder etwas größeres an.
Er hat entdeckt, dass es unter einer 25 Jahre alten Krone Zersetzungserscheinungen gibt.
Aber das ist nicht schlimm, muss halt eine neue drauf, wenn die Wurzel in Ordnung ist, kommt ein Stift rein.
Kenne ich schon alles gefühlte 100x.

Später zu Hause, ach du Schreck, keine Internetverbindung und kein Fernsehen. Bei letzterem kann ich gut verzichten.
Aber ohne Internet?
Was haben wir nur früher gemacht?

Wie sehr haben wir uns daran gewöhnt, schnell mal etwas zu googeln, oder nach dem Fahrplan der Bahn zu schauen.
Oder nach einer Telefonnummer.
Wann das Paket von Amazon kommt.
Oder eine nette Nachricht an T. zu senden.

Früher hatten wir Duden, Lexikon, Stadtpläne,Telefonbücher, Schreibmaschinen, Postkarten und Telegramme.
Heute haben wir für alles eine App.
Online.
Und stehen völlig hilflos da, wenn irgendeiner auf dieser Leitung steht.
Vier Stunden später war es wieder da, das Internet und die Welt wieder in Ordnung.

Und nochetwas.
Noch eine Rolle rückwärts.
Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich mit einem Foto-Lehrgang begonnen.
Nach 4 Wochen habe ich es abgebrochen.
Zu schwierig für mich fand ich.
Außer „Knipsen“ kann ich ja nichts.
Zwischenzeitlich hatte ich noch probiert, mit GIMP allein mir ein bissel Bildbearbeitung beizubringen.
Das klappt auch nicht so richtig.
Ich brauche schon eine Anleitung, die mich systematisch führt.

Und so habe ich gestern angerufen und gefragt, ob ich es denn doch machen kann.
Ja, es ist schwierig für mich.
Aber ich hoffe und wünsche mir so sehr, wieder aufmerksam mit der Kamera nach Motiven zu suchen.
Vielleicht hilft mir das dabei.
Wille, Hoffnung, Motivation – alles da.

Vielleicht bin ich aber auch schon  zu alt für so einen Lehrgang, vielleicht geht es auch nicht mit meinem Dachschaden im Kopf (Durch die Depression kann ich mich nur sehr sehr schwer zu konzentrieren), aber ich möchte es nochmal versuchen.

Und ab jetzt wieder den Vorwärtsgang, wenn auch nur mit Tempo 10.

 

*     *      *     *      *

 

Hilfe gesucht

Am Ende meiner Beiträge wird seit jetzt der „gefällt mir“-Button einschließlich der Bildchen nur noch rudimentär angezeigt (auf meinem Notebook).

Tablet und Handy ist alles richtig. Weiß jemand, woran das liegt? Ist es eventuell nur bei mir?

Kann mir jemand helfen?

 

 

 

Das Foto vom Tag – Ostseesonnenuntergang am 23.05.2018

Exklusiv vom Autistenfreund per WhatsApp aus Kühlungsborn bekommen:

 

*     *     *     *     *

Und wieder: DSGVO

Wie ein Lauffeuer verbreitet sich dieser Blogbeitrag von Arno:

1. Nachtrag DSGVO

Vielen Dank!

 

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