Zwei so schwere Tage …

Nun ist es soweit, meine Tochter zieht mit ihrer Familie weg.
Dorthin, wo ich sie nicht mehr mit den Öffis erreichen kann.
Das gab es bisher noch nie.
Nein, ich habe kein Problem mit dem Loslassen.
Sie ist schon vor 18 Jahren in eine eigene Wohnung gezogen.
Aber bei und mit mir ist in den letzten 9 Jahren so vieles passiert, dass ich immer so froh und dankbar war, sie in meiner Nähe zu wissen.
Die Krönung war letztes Jahr, als ich mit einem doppelten Beckenbruch im Rollstuhl saß und sie „Gott sei dank“ nur gegenüber wohnte…
Man wird nicht jünger …

Gestern haben sie noch den Keller entrümpelt.
Sie brachte mir am Vormittag ein Foto von meinem verstorbenen Mann.
Ich kannte es nicht.
Es zeigte ihn bei der Arbeit am Schreibtisch.
Er sah ausgebrannt aus mit einem leeren Blick.

Es hat mich so sehr berührt und es kamen Gedanken in mir auf, dass es besser für ihn war, dass Gott ihn vor 9 Jahren von dieser Erde genommen hat. Er war so ein Sonnenschein, voller Lebensfreude, jeder mochte ihn … und nun das Foto mit dem leeren Blick, überfordert und aufgebraucht.

Ich glaube, diesen ganzen Affenzirkus, der jetzt um uns herum ist, das hätte ihn völlig zerstört.
Und so habe ich ihn als den liebenswerten und weltbesten Ehemann in meiner Erinnerung.
Dafür kann ich so dankbar sein. Und bin es auch.
Ja, dieser leere Blick tat weh.

Am Nachmittag brachte meine Tochter noch einen Karton mit Fotos und jede Menge anderes.
Und das war dann der Trigger pur.
Es ging abwärts mit mir.
Die Depressionen klatschten vor Freude in die Hände und ich saß heulend auf meiner grünen Couch.
Das war es jetzt.

Objektiv von anderen nicht zu verstehen, brach alles über mir zusammen.
Mit den Hunden konnte ich gerade mal noch vor die Haustür gehen, dann habe ich mich mit Tavor zugedröhnt.

Und heute fühle ich mich leer, fühle die Sinnlosigkeit dieser Welt, wozu das alles?
Die Nachrichten über den Supermann Schulz scheinen sinnbildlich.

In meinem Flur stapelten sich Dinge, die ich noch in ihrem Keller hatte.
Ich wurde panisch, mit letzter Kraft schleppte ich den ganzen Kram heulend zum Container.
Bloß weg damit. Weg, weg, weg. Bis auf den Karton mit den Fotos.
Ich bin wieder da, wo ich vor Wochen war.

Ja, ich funktioniere.

Ich werde weiter funktionieren bis Dienstag, dann habe ich den nächsten Therapietermin in der Hoffnung, dass Herr M. den Knoten wieder lösen kann, dass nicht alles umsonst war…

 

Das Foto vom Tag ….

Heute bei sonnigen Wetter im Botanischen Garten … einfach schööööön

 

*    *     *     *     *

 

Du fehlst mir …

… seit fast 9 Jahren bist du nicht mehr da.

Ich weiß nicht, wo diese 9 Jahre hin sind.
Sie sind wie ein Wimpernschlag.

Es ist, als sei es gestern gewesen, als ich an deinem Krankenhausbett auf der Intenivstation stand, wir uns in den Armen lagen, weil wir dachten, dass du es geschafft hast, dass es nun wieder alles gut wird und du die drauffolgende Nacht nicht überlebt hast.

… seit fast 9 Jahren bin ich allein. Der Versuch, eine neue Beziehung einzugehen, scheiterte jämmerlich und waren die reinste Katastrophe.

… seit fast 9 Jahren ist die Hecke weg, die Gott um unsere Ehe gezogen hatte, das nichts, aber auch gar nichts Böses durchdringen konnte.

Es ist so viel passiert, so viel Unschönes in diesen letzten 9 Jahren ohne dich und ohne die Hecke.
Und nun sitze ich hier.

Ja, ich lebe.
Irgendwie.
Immer noch.

Ich weiß nicht, was nach dem Tod passiert.
Ich weiß nicht, wo du bist.
Ob du noch da bist oder ob du es erst wieder sein wirst am Ende dieser Welt.
Ich habe keinen Zugang zu dieser deiner jetzigen Welt.

Und so bitte ich meinen großen Gott, dir zu sagen, dir das Gefühl zu geben, dass ich dich immer noch liebe.
Auch noch nach diesen 9 Jahren.
Und die nächsten 9 Jahre.

Und ich warte, ich warte bis eines Tages die Tür aufgeht und du mir entgegen kommst.
Für immer.

Ist es albern, dass ich immer noch Klamotten für dich habe, einmal komplett zum Anziehen?
Griffbereit.
Denn vielleicht öffnet sich die Tür schon morgen.
Wer will das schon wissen?
Wer kennt Zeit?

9 Jahre, die nicht existiert haben.

*     *     *     *     * 

Hay Day – Achtung Suchtgefahr!

Es mag so 10 Jahre her sein, da spielte meine Lieblingstochter auf ihrem Handy Hay Day. Falls es den einen oder eine gibt, die dies noch nicht kennen: es ist ein Farm-Spiel.

Ein Spiel, auf dem man als geborener Großstädter mal das Landleben üben darf. Man hat Hühner-, Schweine-, Schaf-, Kuhställe, produziert (oder besser lässt produzieren) Milch, Schinken, Eier, die man wiederum Butter, Käse, Wolle, Kuchen, Brot … verwandeln kann. Um die ganze Viecherei ernähren zu können, hat man Felder, auf denen man Weizen, Mais, Sojabohnen … anbauen kann. Verkaufen kann man dann das ganze in einem Hofladen.

Damals also (vor den gefühlten 10 Jahren) gab es das Spiel nur das iphone.

Vor 2 Tagen kam das Kind mit ihren 39 Jahren und sagte, sie spiele es wieder, weil es das jetzt auch für android gibt. (Womit sollte sich sonst auch eine Kriminalkommissarin beschäftigen? – Nein, natürlich spielt sie es nur in den Pausen, beim Warten auf irgendetwas, an der roten Ampel oder so oder auch nachts zwischen 22-6 Uhr -Ironie aus)

Nun, damals konnte ich es nicht spielen, weil ich, im Gegensatz zum Töchterlein, nur ein olles Android-Handy hatte.

Aber JETZT, jetzt ging es. Und dank des eingekehrten Wohlstandes auch auf den tablet.

Zwei Tage saß ich da, fütterte Hühner, ließ Butter und Joghurt herstellen, grillte Schinken mit Eiern, erntete Mais und machte Popcorn, belieferte Großstädter mit Brot und verkaufte im Hofladen, alles, was ich übrig hatte. Kaufte wiederum die Produkte, bei denen ich auf meinen Feldern nicht nach kam, damit all meine Tiere auch genug zu fressen hatte.

2 Tage – wiedermal – bis mir klar wurde, dass dieser 24 Stundenfresser nichts anderes ist, als das hin- und herschieben von Bytes, ich zu nichts anderes mehr komme als zu diesem, einschließlich Schlaf. Alles basierend auf 0 und 1, gelernt vor gefühlten 100 Jahren im EDV-Unterricht.

Nun ist Schluss.

Wenn ich nicht vernünftig damit umgehen kann, wenn ich keine Grenze finde, nur noch in Hühnerfutter und Kuhstall denken kann, dann ist es definitiv nichts für mich.

Zum Abschluss habe ich noch ein Foto gemacht. Wie hätte es ausgesehen, wenn ich es nicht nur 2 Tage, sondern 2 Jahre gespielt hätte oder gar die ganzen letzten 10 Jahre? Ob es mich dann noch geben würde? Oder längst verhungert, verdreckt und stinkend auf meinen grünen Sofa?

Weiß man nicht …

*      *      *       *      *

 

Wenn die Mutter sagt …

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Heute hat mir der Autistenfreund in einer WhatsApp-Nachricht geschrieben, dass seine Mutter gesagt hat, ich wäre gar nicht eine richtige Freundin, sondern nur eine Bekannte …

Ich war leicht irritiert und habe nachgefragt, was denn eine RICHTIGE Freundin ist.

Antwort:  … eine Freundin fässt  man an die Hand und schläft auch mit ihr.

Upps.

Ich habe zurückgeschrieben, was ich unter Freundschaft verstehe, Vertrauen, gegenseitige Hilfe, Verständnis haben … Und ich weiß nicht, ob er als Autist wahr nimmt, was hinter diesen Worten sich gefühlsmäßig verbirgt. Wobei Autist nicht gleich Autist ist …

Er antwortete mir darauf, dass ihm dies nicht reicht. Tja, das hatte ich so nicht erwartet. Er hat ja überhaupt keine Freunde, weder männlich noch weiblich. Seine einzige Sozialpartnerin ist seine Mutter.

Sonst niemand. Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass er darunter leidet. Nun bin ich ein bisschen schlauer, dass er mit meiner Art von Freundschaft nichts anfangen kann.

Schade.

*      *     *     *     *

Selbsthilfegruppe in Not – die Fortsetzung

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(Achtung, dass ist ein Beitrag, der für viele unverständlich ist. Unverständlich für die, die psychische Erkrankungen nicht kennen, es nicht wissen können,  manche Reaktionen somit mit „gesunden Menschenverstand“ nicht verstehen. Ein Trauma ist so eine schlimme Sache, die manchmal tödlich endet, wenn der Druck des Geschehenen zu groß wird.)

Am 5. Januar habe ich davon geschrieben, dass wir ein dickes Problem in unserer Selbsthilfegruppe haben und ich keine Lösung wissen.

Heute nun war T. bei mir zu Hause. Sie hatte gestern spontan angefragt, ob ich denn heute Nachmittag Zeit hätte.
Und ich hatte, ich bin eben nicht in den Offenen Treff gefahren.

Wir haben ganz lange (3,5 Stunden) geredet.

Sie kam gerade von ihrer Therapeutin (die hat sie schon seit 12 Jahren, soll heißen, sie kennt T. recht gut) und hatte dort auch dieses Problem angesprochen.

Ergebnis: Sie wird nicht mehr in die Gruppe zurückkehren.

Der Hauptgrund ist natürlich A., dessen Art sich zu bewegen und zu atmen, sie derart triggert, dass sie in ihr Trauma zurück- und in Panik verfällt.

Aber es kommt nun noch ein anderer Grund dazu.

Außer mir hatte sie den Grund für ihr fluchtartiges Verlassen der Gruppe auch der Gruppensprecherin gesagt.
Im Vertrauen.
Beide sind auch befreundet.
K. wusste nun auch keine Lösung und hat in dem Glauben, sie macht es richtig, mit A. gesprochen und ihm von ihren Trauma erzählt.

Das empfindet T. nun als absoluten Vertrauensbruch und das mit einem Menschen, der sie so sehr wieder nach unten zieht.
Und was macht A.?
Er bombardiert sie seitdem täglich mit Mails, will eine Aussprache, will unbedingt mit ihr reden, alles klären.

Aber schon, wenn sie den Namen A. in der Adresszeile liest, kommt die Panik.

Ich weiß, dass es K. und T. nur gut meinen und einen Ausweg suchen, aber sie haben beide alles falsch gemacht.

Vielleicht meint jetzt jemand, dass T. doch auch einen Schritt  auf sie zu machen sollte. Es ist für Menschen einfach schwer zu verstehen, wie es traumatisierte Menschen geht, mit welcher schweren Last sie leben müssen und es mit ein bisschen „Zusammenreißen“ nicht geht, dass das vegetative Nervensystem verrückt spielt und nicht zu beeinflussen ist, wenn sie mit dem Trauma getriggert werden.

Das Ergebnis ist nun (mit ihrer Therapeutin erarbeitet), sie bleibt der Gruppe fern. Sie setzt sich nicht mit der Konfrontation des Traumas auseinander, will daran auch nicht arbeiten.

Weil, das Vertrauen zur Gruppe ist kaputt, es wurden Dinge weiter erzählt (wenn auch mit guter  Absicht), die sie ihrer Freundin im Vertrauen erzählt hat und nun nicht weiß, was A. alles von ihr kennt.

Eine neue Selbsthilfegruppe möchte sie nicht, kann sie nach dem Vertrauensbruch nicht.

Sie hat eine Gruppe entdeckt, in der 4 Frauen mit der Maschine nähen und kreativ arbeiten. Das passt zu  ihr. Dort will sie es versuchen.

Wenn jetzt jemand denkt, das ist doch alles Kindergartenkram und erwachsene Menschen sollten sich doch nicht so haben, dann bitte beachten, wir alle sind in dieser Selbsthilfegruppe nicht, weil wir mal gerade donnerstags nicht anderes zu tun haben, sondern weil wir einen psychischen Knacks weg haben, wenn nicht  gar ganz schlimmes Trauma wie eben T.

Gut, jetzt habe ich genug gelangweilt.

Wir haben natürlich nicht nur über dieses große Überthema gesprochen.

Im Gegenteil.

Ich konnte zum ersten Mal mit jemand darüber sprechen, wie es mir vor einem dreiviertel Jahr ging, als bei mir der Suizid-Druck so groß war, dass beinahe alles anders gelaufen wäre.

Ich wusste, dass sie es versteht.

Es tat so gut, es zu erzählen.

Mit meinen Therapeuten habe ich sooo noch nicht gesprochen, es war noch kein Thema. Bei ihm geht es um meine Zukunft, lerne wie ich mich verhalten muss, dass ich nicht falle.

Und so war dieser Nachmittag richtig und wichtig für mich und für sie und ich glaube, ich eine neue Freundin gefunden.

Und so entsteht manchmal aus einer scheinbar verfahrenen Situation etwas Neues, etwas Gutes, eine Freundschaft.

*     *     *      *      *

2 Tage geschmollt ….

… und nun wieder raus aus er Schmollecke.

Hat mir doch mein neues Notebook ein Geräteupdate angeboten.
Todesmutig habe ich es angeklickt …
Nunja, es hat sich mittendrin (ohne mein Zutun!) aufgehangen mit dem Ergebnis, dass ich das ganze Notebook nicht mehr starten kann.
Der Bildschirm bleibt schwarz und nichts tut sich.

2 Tage habe ich geschmollt und es mit Missachtung gestraft.
Jetzt sitze ich wieder am alten mit dem geplatzten Deckel und und habe das neue aus meinem Blickfeld entfernt.

Was ich nun mache, weiß ich noch nicht.
Ich liebe Technik!

 

*     *     *     *     *

Ein holpriger Technik-Start ins neue Jahr …

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Kam ich doch gestern Nachmittag so auf die glorreiche  Idee, meine digitalen Dokumente und Bilder zu ordnen und neue Ordner für 2018 zu erstellen.

Das ging recht fix und ich dachte weiter und mutig, dass der 1.1. ein guter Zeitpunkt ist, ein neues Notebook einzurichten. Es steht schon eine Weile hier herum und ich habe mich immer vor den Arbeitsaufwand gescheut. Stunde um Stunde hocke ich dann davor und versuche den Umzug irgendwie hinzubekommen.

Aber irgendwann muss es aber sein, weil beim alten der Deckel kaputt geplatzt ist und er früher oder später ganz in Einzelteile zerfällt.

Bisher habe ich soetwas dem mit Easy-Transfer-Kabel gemacht. Das ging recht gut. Man braucht nur die einzelnen Dateien von hier nach da schieben.

Aber ich ziehe von Windows 8 zu Windows 10 um und das Easy-Transfer-Kabel gibt es nicht mehr. Dafür aber eine Software, die sich „pcmover“ nennt. Man installiert diese Software auf beiden Geräten und wie durch Geisterhand (wlan) fliegen die Dateien durch mein Wohnzimmer von einem Notebook zum anderen. Hört sich doch gut an, nicht wahr?

Also dachte ich mir, wie gesagt (geschrieben), der 1.1. ist ein guter Zeitpunkt und irgendwann muss es ja mal sein. Als ich die Software auf beiden Geräten installiert habe, zeigte es mir eine Dauer von knapp 2 Stunden an, die dieser Umzug wohl dauern würde.

Ich war richtig euphorisch. Soooo einfach!

Nunja, ich habe vielleicht gegen 15:30 Uhr begonnen. Und was soll ich sagen? Gegen 23 Uhr bin ich ins Bett und die kleinen Heinzelmännchen schleppten immer noch die Dateien von A nach B.

Heute Morgen sah ich, dass sich das Programm irgendwann in der Nacht aufgehangen hat. Ich habe dann das ganze abgebrochen.

Und jetzt sitze ich hier am „Neuem“, alles (vieles) ist anders und werde ich werde mich nach und nach durch wursteln. Aber das Wichtigste hat geklappt, die Dokumente und Bilder sind da und lassen sich auch öffnen. Nur die Einstellungen muss ich nun „zu Fuß“ erledigen….

Langweilig ist mir nie …

*     *     *     *      *

 

2017 geschafft …

Nun  ist es geschafft dieses Jahr 2017.
Es war ein Jahr mit vielen Tiefen und Höhen und ist furchtbar schnell vergangen.
Und jetzt sitze ich wieder hier in meiner grünen Sofaecke und grüble vor mich hin.

Für das neue Jahr habe ich mir bewusst nichts vorgenommen, das klappt nicht bei mir.
Aber etwas möchte ich ausprobieren.
Ich versuche mich an einem bullet journal.

 

 

Es soll natürlich nicht so ein kreatives Malbuch werden, sondern minimalistisch, aufs notwendige. Es soll mir helfen, dass ich nicht immer alles vergesse. Hier liegen immer irgendwelche Notizzettel rum.
Alle immer visuell sichtbar, sonst sind sie weg aus meinem Kopf.
Auch eine Sammlung von links, Rezepten, Zugangsdaten für jede Art von  Software. (Wie ist eigentlich das Plural von Software

Mal sehen, ob das klappt und sich bewährt.

Wenn nicht, dann eben nicht.

Und euch da draußen wünsche ich jetzt einen guten Rutsch in dieses neue Jahr, auf das es ein gutes wird und ihr von sämtlichen Katastrophen verschont bleibt.

 

 

Geschafft …

… jetzt habe ich diese Weihnachtstage geschafft.
Uff.

Vor der Adventszeit hatte ich Angst, wieder in dieses Loch zu fallen.
Dann lief es aber ziemlich gut und ich dachte: Super, es ist gar nicht schwierig.

Doch kurz vor Weihnachten kam es dann doch, der Absturz.
Ich hatte an jedem dieser 3 Tage etwas vor.
Für 2-3 Stunden.
Aber es war für mich nur eine schlechte Ablenkung.

Den Rest der Zeit saß ich fast nur in meiner grünen Sofaecke mit den Tablet und habe Skipbo gespielt.
Stundenlang.

Für jemand, der nie eine schwere Depression hatte, ist das schwer zu verstehen, dass man nur da sitzt und nichts machen kann.
Da hilft nicht, sich zusammenzureißen oder sich positive Gedanken zu machen.
Es funktioniert einfach nicht.

ABER, ich wäre jetzt nicht ich, wenn ich der ganzen Sache etwas positives abgewinnen könnte:
Ich konnte es akzeptieren.
Ich konnte es akzeptieren, dass es JETZT eine Phase ist, dass es vorbei geht und dass es aushaltbar ist und ich nicht zur vollen Tablettenschachtel greifen muss.

Ich glaube, diese Erfahrung war auch wichtig für mich.
Und heute ist es vorbei, diese Woche wird so vor sich hin plätschern.

Silvester hat nicht diese Bedeutung für mich.
Soll heißen: Ich bin noch da und alles ist gut.

 

*     *      *      *     *

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