Ich bin so unendlich traurig …

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Ich kann es kaum in Worte fassen.
Ich bin traurig und fassungslos.
Ich fühle nur noch Schmerz und Hilflosigkeit.
Wie konnte das passieren?
Ein halbes Jahr nach dem Einzug in ihr neues Haus.
Meine Tochter und ihr Partner haben sich getrennt.
Er ist ausgezogen.
Es schien alles so perfekt.
Sie machte noch vor 6 Wochen, als ich dort zum Geburtstag war, einen so glücklichen Eindruck.
Und nun das.
Über Gründe mag ich nicht spekulieren und hier im Blog gleich gar nicht.
Aber meine riesengroße Trauer darüber, muss ich hier spiegeln, weil sie mich lähmt.
Ich möchte irgendetwas tun, helfen, trösten … und fühle machtlos gegenüber der Situation.
Ich habe es ihr so sehr gegönnt, dass sie endlich ankommt, ihr Leben, ihre Liebe gefunden hat.
Geplatzt wie eine Seifenblase.
Ich weiß, dass sie es schaffen wird, aus diesem tiefen Tal herauszukommen.
Irgendwie.
Sie ist nicht gläubig.
Ich bin es.
Ich glaube an den großen Gott.
Ich glaube an ihn, dass er alles zum Guten wendet.
Er hat das Rote Meer geteilt, da ist es für ihn Pippifax, hier eine Lösung zu finden, die sie und die Kinder heraus trägt, eine Lösung, an die sie vielleicht jetzt noch nicht erahnen kann.
Ich lege ihm alles zu Füßen, die scheinbare Hoffnungslosigkeit, den Schmerz, die Verzweiflung.
Und will auf ihn vertrauen.

Mehr kann ich nicht tun.

… … … … …

 

 

 

Unglaublich, was geschieht …

Es ist irre.
Seit meinem letzten Beitrag hier geht es mir besser, wirklich richtig besser, mein Kopf ist klar, ich kann denken.
Geht ganz einfach ohne mich zwingen müssen.

Und ich merke jetzt erst im Rückblick, wie tief unten ich saß.
Bildlich gesehen, wie in einem Kellerloch, ohne Fenster, in einem Käfig und ich habe mit aller Kraft versucht, auszubrechen.
Es ging nicht.
Umsomehr  wundere ich mich, was jetzt mit mir passiert ist.
Ich weiß nicht warum, weiß nicht wieso, weiß nicht, ob es bleibt, ob es jetzt für immer ist.

Aber wie zum Gegensatz bauen sich um mich herum im Bekanntenkreis riesige Katastrophen auf.
Beziehungskatastrophen.

Ich kann nicht helfen, ich kann nichts tun.
Seitdem muss ich ununterbrochen darüber nachsinnen, warum scheinbar perfekte Beziehungen von jetzt auf gleich sich in Luft auflösen.
Wie eine geplatzte Seifenblase.

Ich denke nach und sehe in meinem Bekanntenkreis nicht eine einzige gute Beziehung/Ehe.
Überall mehr oder weniger große Probleme.
Es scheint nichts mehr wirklich zu halten.
Ist unsere Welt so kaputt?
Wie sollen die Großen Frieden schaffen, wenn es nicht mal im aller kleinsten richtig gelingt?
Hat jemand mal so eine Bundestagsdebatte im Fernsehen gesehen?
Grauenhaft.
So respektlos, so theatralisch, überhaupt nicht hinhörend, geschweige denn mal nachdenkend, was der da vorn sagt.
Jeder denkt nur noch an sich.
Von ein paar Ausnahmen abgesehen.

Sehe ich zu dunkelschwarz?
Mag sein.
Ich bin nur maßlos traurig, dass zwei ganz liebe Menschen es nicht geschafft haben, ihr Familienprojekt wachsen zu lassen.

Ich wünschte mir so sehr, dass sie noch eine Chance haben.

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Die Hoffnung bleibt.

 

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Ja, ja, mich gibt es noch …

… irgendwie.

Die Tagen zogen sich hin wie Kaugummi, mit mir war nix los, wie so oft in den letzen Monaten.
Ich sitze da und sitze da und sitze da.
Alles wirklich Wichtige habe ich hinbekommen, das Unwichtige schiebe ich vor mir her, was langsam sich zu einem  riesigen Berg sich anhäuft.
Mit einfach mal Zusammenreißen – das funktioniert nicht.
Man ist taub, stumpf.
Aber die Hunde versorge ich, hab sogar jetzt ein tägliches Hundebürsten eingeführt.
Das genießen die Beiden sehr.
Für mich hat es etwas Meditatives, Beruhigendes, auch genießend.
Aber die Gassi-Runden sind dann wieder schwierig, wie schwimmen in klebrigen Sirup.
Das alles kenne ich, es ist nicht neu.
Jedesmal, wenn es vorbei ist, bin ich mir sicher, ich schaffe es, es kommt nicht zurück.
Es kommt trotzdem.
Abends nehme ich mir meistens vor, morgen, ja morgen ist es besser, du stehst gleich 6 Uhr auf, dann schaffst du auch noch einiges, was liegen geblieben ist.
Es bleibt weiter liegen.
Ein irgendetwas hält mich fest, ganz fest.
Aber morgen, das nehme ich mir ganz dolle vor, dann stehe ich wirklich um 6 Uhr auf.
Es ist Freitag, ich möchte ein bissel putzen.
Ob es mir gelingt?
Erwarte ich zuviel von mir?
Diese verflixten Botenstoffe in meinem Kopf, können die nicht ganz normal ihren Dienst tun, wie bei allen anderen Menschen auch?
Ich hadere.
Ich höre schon andere sagen, hey Weena, setz‘ dich nicht unter Druck, mach, was dir gut tut….
Ich könnte tausend „aber“ dagegensetzen….

Vielleicht fange ich mit kleinen Schritten an?
Ein Foto jeden Tag?

Gestern Abend habe ich eins vom Sonnenuntergang  auf meinem Balkon gemacht, heute wieder.
24 Stunden liegen dazuwischen.
Nur 24 Stunden und so anders.

Beide wieder unbearbeitet, nur Rahmen drum und „Weena“ drauf, kein Filter.
Selbst die Kameraeinstellung ist die gleiche.

Hm. Wenn sich innerhalb von 24 Stunden die Stimmung in meinem Kameraobjektiv so verwandeln kann, dann muss es doch auch in meinem Kopf möglich sein. Immerhin habe ich ja noch den Vorteil lebende Zellen im Kopf zu haben und nicht nur „hardware“, ein bisschen Elektronik, totes Zeugs.

Also werde ich nachher wieder in mein Bett gehen mit der ganz festen Überzeugung.
Morgen, ja morgen ist alles viel besser, lichter, heller, vielleicht im umgekehrten Sinn der Fotos.
Hier das rötliche, das hellere zuerst und dann das dunklere, düstere.
Und im Kopf umgekehrt?
Wie in der Bibel steht, die Letzten werden die Ersten sein?

Ja, ich weiß, jetzt schreibe ich wirklich Schrott und höre sofort auf.
Punkt.

 

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Eine Kerze für Dora …

Diese kleine Kerze habe ich heute auf den Altartisch im Gemeinderaum gestellt.

Dora ist eine Frau Mitte 50.
Ich kenne sie aus der Selbsthilfegruppe.
Sie ist intelligent.
Sie ist von Beruf Bauingenieur.
Sie war Bauleiter, sie stand mitten im Leben.
Jetzt ist erwerbsunfähig.
Sie ist traumatisiert, leidet an Panikanfällen und schweren Depressionen.
Sie kommt nicht mehr zurecht im Leben.
Sie ist Missbrauchsopfer.

Dora wohnt in Berlin-Weissensee in einem 4stöckigen Altbauhaus, 2 Zimmer-Wohnung, allein. Die Mieter des Hauses waren sozial gut durchmischt.

Sie waren sozial gut durchmischt.

Im Laufe des Sommers zogen alle Mieter aus diesem Haus nach und nach  aus.
Bis auf sie und ihre Nachbarin.
Alle frei gewordenen Wohnung wurden von Flüchtlingen bezogen.
Das macht ihr Angst, dass macht Panik, sie weiß nicht, warum das alles passiert.
Sie weiß nicht, wieso die anderen ausgezogen sind.
Sie hat sich nicht getraut zu fragen.
Sie fühlt sich bedrängt, obwohl keiner dies tun.
Sie traut sich nicht ins Treppenhaus und hat die Klingel abgestellt.
Jedes Geräusch treibt sie fast in den Wahnsinn, erlebt flashbacks ohne Ende.
Sie dröhnt sich mit Medikamenten zu und sieht keinen Ausweg mehr.
Gestern bat sie mich, dass ich heute für sie in der Kirche eine Kerze anzünde möge in der Hoffnung, dass irgendetwas passiert.
Irgendetwas, was sie weiterleben lässt.

Wissen die Täter eigentlich, dass sie für ihr kurzes Vergnügen ganze Lebensläufe zerstören?

 

*     *     *     *     *

 

 

 

 

Woran erkennt man, dass bald Weihnachten ist?

Ich gehöre in der Regel zu denen, die sehr wenig Post bekommen.
Mein Briefkasten bleibt meistens leer.
Rechnungen lasse ich gleich vom Konto abbuchen.
Und die Zeit der vielen Kataloge ist auch längst vorbei.
Gegen kostenlose Zeitungen und Werbeblättchen habe ich einen Aufkleber am Kasten: Bitte NICHT!

Nun steckten zum Montag genau 8 (in Worten „Acht“) Briefe in meinem Hausbriefkasten.
Und was soll ich sagen?

Es waren ausnahmslos adressierte Bettelbriefe. Vom Tierschutz. Vom Schwarzen Kreuz. Von Kinderdörfer. Vom DRK. Weihnachten im Schuhkarton. … … …

Und immer war gleich ein ausgefüllter Überweisungsträger dabei.
Musste man nur noch den Betrag einsetzen.

Nun habe ich so gar nichts gegen Spenden.
Manch wichtige Organsiation  können nur durch Spendenaktionen leben.

Ich spende auch.
Für die Dinge, die bei mir auf der Prioritätenliste oben stehen.
Das müssen nicht mal Organiationen sein.
Mach ich auch oft bei Privatpersonen.
Da wo ich eben helfen kann und möchte.

Aber ich habe etwas gegen diese Bettelbriefe.

Genau dann, wenn sie wieder massenweiße in meinem Briefkasten stecken, weiß ich, Weihnachten ist in der Nähe.
Weil dann die Menschen ein großes Herz haben und wenn vorhanden, einen besonders großen geöffneten Geldbeutel.


Mich nerve sie einfach nur.

*    *    *     *     *

Wer oder was ist Pietro Lombardi ???

Massenpanik unter 6000 Fans bei Autogrammstunde von Pietro Lombardi 

Hier zu lesen:
http://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_82370888/massenpanik-bei-autogrammstunde-von-pietro-lombardi.html

Ich gebe mein Autogramm gern stress- und kostenfrei.
Will keiner?
Warum nicht?
Weil ich nicht so singen kann?
Bin ich weniger wert?

 

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Das Doofe vom Tag

Heute ist nix mit große Gassi-Runden drehen, nicht mal mit meinem Hundemädel.
Ich möchte zu Hause bleiben.
Mein Hunde-Opi macht mir wieder Sorgen.

 

Als ich heute Morgen aufstand habe ich eine braune Pfütze entdeckt.
Mein Hunde-Opi hat Durchfall.
Mist.

Nach der Gassi-Runde, bei der jede Menge Dünnes hinten herauskam, hat er sich wieder auf sein Kissen geschmissen, ziemlich erschöpft.
Ich bin ins Bad, das dauert bei mir gewöhnlich eine halbe Stunde.
Ich kam raus, wieder eine braune Pfütze, dieses Mal direkt auf sein Kissen.

Er versuchte es mit seiner Schnauze zu verbuddeln, er kam nicht auf die Idee, dass das Kissen ein Kissen ist und kein Sand.
Also Kissen in die Waschmaschine.
Ich mache mir Frühstück … und dann sehe ich es: eine neue braune Pfütze….
Sie kam aber aus seiner Schnauze !!!!
Mein Hunde-Opi erbrach ein braunes, flüssiges Etwas!

Das habe ich bei Hunden überhaupt noch  nicht gesehen.
Und ich habe seit 1993 durchgängig Hunde.
Ich habe Null-Ahnung, was das ist.
Das Futter kann es nicht sein, denn beide Hunde haben aus der gleichen Dose bekomme und das Hundemädel geht es prächtig.

Ich werde heute noch abwarten wie es sich entwickelt.
Nachdem das 2. Kissen auch mit dieser brauen Suppe in der Waschmaschine landete, ist nichts mehr rausgekommen.
Nichts hinten und nicht vorn.
Vielleicht hat er doch unbemerkt von mir etwas doofes gefressen.
Dann müsste es jetzt gut sein.

Gleich zum Tierarzt möchte ich nicht, weil auch das ein Riesenstress für den Hund ist,.
Man kann ihm ja nichts erklären.
Er merkt nur, dass da eine fremde Tante Sachen mit ihm macht, die doof sind.

Ich werde sehen.
Mein Hunde-Opi ist so ein richtige Kummerbrot.

 

                              

 

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