Blitzlicht #22

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Lange habe ich hier nichts geschrieben.
Die Therapiestunden liefen aber weiter, in der Regel eine Stunde pro Woche.
Jede Woche habe ich meine Konflikte und Zerrissenheit dort ausgekippt.
Und jedes Mal, wirklich jedes Mal hat mir der Psychologe helfen können, bin ich besser aus seiner Tür herausgekommen als hineingegangen.
Und das nun schon seit Mai 2017.
Wo ist die Zeit hin?
Der Mann ist der absolute Glücksgriff für mich, besser geht einfach nicht.

Heute nun gab es eine Premiere.
Ich bin das erste Mal in seine Sprechstunde gegangen OHNE akuten Konflikt, OHNE dass sich seit der letzten Woche etwas so angestaut hat, dass ich es ihm vor die Füße werfen musste.
Ist das nicht großartig?
Und rückblickend bin ich erstaunt, was ich so schleichend mit ihm alles geschafft habe.
Nein, das heißt jetzt nicht, dass ich von jetzt ab stabil meinen Weg allein gehen kann, dass nun alles wieder gut ist.
Aber es zeigt mir, dass es wieder so sein kann.
Das hatte ich vor 1,5 Jahren noch nicht für möglich gehalten.
Da trennte mich von dem Suizid nur ein winziges Stückchen, bezweifelte, dass ich das Jahr 2017 überleben werde.

Nun haben wir 2019 und das Gefühl: Ja, ich werde es schaffen.
Und das, weil ich einen großartigen Therapeuten habe!

Ein ganz dickes Dankeschön an ihn!

smilie_girl_157.gif

1 Gedanke zu “Blitzlicht #22”

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: