Blitzlicht #18 – Prinzip Hoffnung

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Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Nun ist es schon 2 Tage her, die letzte Therapiestunde, die ich so sehr herbeigesehnt habe, weil es meiner Psyche zur Zeit gar nicht gut geht, getriggert von Dingen, die ich nicht erwartet habe. 2 Tage habe ich gebraucht, um in meinem Kopf zu sortieren.

Ja, die Stunde war gut, mein Therapeut hat mich verstanden, wie immer sieht er sofort, was los ist. Ich saß dieses Mal zusammengehockt vor ihm mit Tränen in den Augen und habe etwas von großer Katastrophe gefaselt.

Er versucht dann, den Knäuel aufzutrotteln.

Heute hat er das gemacht, in dem er mir von zwei fast vergleichbaren Erlebnissen aus seinem privaten Leben erzählt hat. Das brachte mich in die Situation, objektiv von außen zu sehen, ohne großen schwarzen Klumpen im Kopf und Hals.

Verabschiedet haben wir uns mit seinen Worten, dass

  • es keine große Katastrophe ist,
  • sogar eine große Chance dahinter steht, die sich sonst nie ergeben hätte
  • ich mich für gar nichts zu entschuldigen hätte, weil all das, was ich gefühlt und geschrieben habe, für mich wahr ist, meine innere Wahrnehmung in den entsprechenden Situationen, auch wenn es für andere auch eine andere Seite gibt,  eine andere Wahrheit.
  • Letzter Punkt ist: Reden, reden und aufklären ist 100x besser als apathisch auf dem Sofa sitzen. (Ich ahnte es, nein, ich wusste es, dass er genau das sagt).

Ich hoffe, dass ich die Kraft finden werde.

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PS: Ich weiß, ich schreibe in Rätseln, aber eine klare Ansage, dazu bin ich nicht in der Lage.

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Nein, es wird kein Jammer-Blog, auch wenn sich das hier so liest. Ich werde weiterschreiben mit den schönen Dingen, die ja auch passieren und ich mit Achtsamkeit auch entdecken werde.

 

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6 Gedanken zu “Blitzlicht #18 – Prinzip Hoffnung

  1. Kleine Bitte: Nicht sich selbst runterputzen und z.B. von „faseln“ reden…sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Das wird mehr und mehr gelingen!
    Gruß von Sonja

  2. Liebe Weena 🙂
    Zu deinem letzten Satz möchte ich dieses Mal doch gerne sagen (weil Du ihn öfter sagst und ich fast glaube, Du bis dir selbst unangenehm):
    „Und WENN?! Warum denn nicht auch mal jammern?!
    Das gehört genauso zum Leben dazu. Und wenn ein Mensch dich mag, dann mag er dich auch dann, wenn es dir nicht gut geht.“
    Ich freue mich jedenfalls mit dir, dass dein Therapeut dir immer so gut helfen kann.
    Dass Du dich ihm so öffnen kannst und es dir nutzt, hin zu gehen und heiler zu werden.
    Alles Liebe dir
    Luise

    • Mal jammern, ist wohl richtig. Aber es soll kein Jammer-Blog werden. Es tut mir gut, wenn ich die Gedanken so auf positive Dinge lenke. Es gibt außer den negativen Sachen doch auch soviel Positives. Immer Jammern, dann wird man bitter und nein, eine verbitterte alte Frau mag ich nicht werden wollen.

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