Blitzlicht #15

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Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Und wieder war ich ein paar Tage nicht hier. Es ist eingetreten, wovor ich mich so sehr gefürchtet habe.

Ich bin abgestürzt.

Dabei sah es gar nicht so danach aus. Ich war dann doch noch guten Mutes bis mir meine Tochter ein Karton mit alten Fotos gebracht hat.

Das war der Auslöser, der Trigger.

Es ging nichts mehr.

Gott sei Dank hatte ich am Dienstag eine Therapiestunden.
Herr M. hat den Resetknopf bei mir drücken können.
Alles auf Null, ich fange wieder von vorn an.
Was jetzt wie eine Negativnachricht klingt, ist für mich der Ausweg: ich kann von vorn anfangen, ich muss nicht in meinem dunklen schwarzen Loch hocken bleiben.
Das, was mir damals (vor einem halben Jahr) geholfen hat, soll es jetzt wieder tun.

Achtsamkeit.

Ich werde wieder laufen, laufen mit meiner kleinen Kamera und achtsam sein, was mir vor die Linse kommt.
Ich habe mir Briefkästen ausgeguckt.
Ich werde jeden Tag einen Briefkasten suchen, den ich fotografieren kann.
So will ich wieder beginnen.
Ich werde es wieder schaffen-

Ganz bestimmt.

*     *     *     *    *

 

2 Gedanken zu “Blitzlicht #15

  1. Und ich bin schon gespannt auf die Briefkasten-Fotos, die Du hoffentlich mit uns teilst. Das ist ja mal ein außergewöhnliches Fotomotiv!

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