Auf den Hund gekommen …

Die letzten Tage machte ich mir um meinen Hunde-Opi große Sorgen, sehr große.

Er fraß fast nichts mehr, döste nur noch vor sich hin. Manchmal, ja manchmal habe ich mich zu ihm gesetzt, ihn gestreichelt, ganz vorsichtig um zu sehen, ob er noch lebt. Ja, ich weiß, das klingt makaber. Aber er lag einfach nur noch da mit halb geöffneten Augen und rührte sich nicht.
Er ist so dünn geworden, man kann die Wirbelsäule und alle Rippen deutlich fühlen, ja fast sehen.
Seit nun über einem Jahr muss ich ihn windeln, weil er nicht mehr „dicht“ ist, inkontinent sagt man bei Menschen dazu. Bei Hunden auch? Ich weiß nicht.
Ich überlegte mir schon, wann wohl der beste Augenblick wäre, mit ihm zum Tierarzt zu gehen, um ihn zu erlösen. Dass er sich nicht quälen muss.
Oder bestelle ich lieber die Tierrettung ins Haus, damit er nicht noch den Stress eines Tierarztbesuches erdulden muss, diesen glatten kalten Metalltisch im Behandlungszimmer?
Lieber zu Hause auf seinem gewohnten Kissen?

Wie es mit dem Hundemädchen machen? Ihr zeigen, dass der Hunde-Opi über die Regenbogenbrücke gegangen ist? Oder ist es für sie besser, wenn er eben einfach nicht mehr da ist?
Wie macht man es richtig?
All das schwirrte mir durch den Kopf.

ABER:
Seit heute frisst er wieder, schaut mit etwas klareren Blick von seinem Kissen auf.
Vielleicht, ja vielleicht hat der seine Krise überwunden.

Und mein Hundemädchen, die 2 Jahre ältere schaut interessiert zu, was ich denn da mache mit der Knipserei. Nur mal ruhig sitzen bleiben und warten bis ich die Knopf auf dem Knipsgerät gedrückt habe, das mag sie heute gar nicht.

 

      

 

 

 

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