Mein Seelenfutter 28.02.2019

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Ein Gastwirt stand kurz vor der Pleite.
Obwohl er alles tat, was in seinen Kräften stand, wollte die Wirtschaft keinen Gewinn abwerfen.
Er hatte seine Gaststube gemütlich eingerichtet, die Bedienung war freundlich, Getränke und Speisen gut und die Preise niedrig.
Aber es kamen kaum Gäste.
Die Konkurrenz war groß und der Erfolg klein.
In seiner Not suchte der Gastwirt bei einem weisen Mann Rat.
Der Weise riet ihm, sein Gasthaus umzubenennen.
„Du musst dein Haus DIE SIEBEN GLOCKEN nennen und über der Tür sechs Glocken aufhängen.
Du sollst mal sehen, wie der Laden dann läuft!“ –
„Und warum soll es dann besser gehen?“, fragte der Wirt irritiert zurück. –
„Nichts kann die Menschen mehr erfreuen, als wenn sie einem anderen einen Fehler zeigen können. Die Leute werden das Schild lesen und feststellen, dass du nur 6 Glocken über der Tür hängen hast. Du wirst dich bedanken und sie freundlich bedienen und dein Haus wird immer voll sein!“
Der Gastwirt versuchte es, und sie da, die Reisenden kamen alle in das Gasthaus, machten die Besitzer stolz auf seinen Fehler aufmerksam und blieben dann zum Essen da, denn sie wurden sehr zuvorkommend und freundlich bedient.
Der weise Mann hatte Recht behalten.

Darum seid klug wie die Schlangen und
ohne Falsch wie die Tauben.
Matthäus 10:16b

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

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Immer noch auf der Suche …

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Ja, ich bin immer noch auf der Suche nach Struktur im Alltag, nach Halt, nach Wichtigkeit.
Ich habe darüber schon mehrfach geschrieben.
Ich habe schon so viele Projekte begonnen und dann doch wieder verworfen, nichts ist wirklich geblieben.
Ich komme mir wie ein Blatt vor, das durch die Welt gepustet wird.
Und doch wünsche ich es mir so sehr, endlich irgendwo anzukommen.
Wie sehr beneide ich die Blogger, die ihren Blog seit vielen Jahren nach der gleichen Struktur schreiben.
Nicht so ein Durcheinander wie hier.

Und wiedermal, wie kann es anders sein bei einer Suche, beginne ich etwas Neues.
Bibel-Arbeit.
Ich habe gemerkt, wie mein gesamtes Bibelwissen sich so langsam in Luft auflöst, dass ich alles vergesse.
Tagelang habe ich nach Bibellese-Plänen gesucht und nun endlich einen gefunden, der zu mir passt.
Nicht nach Themen geordnet, keine punktuelle Herauspickerei, sondern komplett die Bibel chronologisch lesen.
Mal sehen.

Da ich ja bekannterweise nun auch stark an Konzentrationsschwäche leide, dank Depression und Medikamentennebenwirkungen, habe ich mich für die Volxbibel entschieden.
Ehe jetzt laut aufgeschrien wird: Ja, ich finde sie auch unmöglich und „geht eigentlich gar nicht“.
Aber um doch irgendwie anzufangen, probiere ich es aus, dieses superweichgespültes Etwas, was den Namen „Bibel“ gar nicht verdient.
Nebenbei habe ich auch noch einige andere „richtige“ Bibeln hier herumstehen, die unterschiedlichen Übersetzungen mit Konkordanz und Querverweisen, wo ich punktuell nachschauen kann, wie es denn richtig steht.
Vielleicht geht es so.

Der Bibelleseplan ist so eingeteilt, dass ich in drei Jahren komplett durch die Bibel wäre, wenn ich es denn durchhalte.
Es geht auch kürzer, aber das ist dann noch mehr Text zum Lesen.
Ich schreibe hier darüber, weil ich es oben im Menü verlinkt habe und sich vielleicht schon jemand gefragt hat, was denn das nun schon wieder soll.
3x habe ich schon damit begonnen.
Heute ist Start Nr. 4.
„Vier“ ist doch eine gute Zahl.
Wenn der Menü-Punkt oben wieder weg ist, dann hat mich auch dieses überfordert und ich sitze erneut zerknautscht auf meinem Sofa.

Achja, und beim Bäumchen-Knipsen bin ich auch dabei. (Siehe ebenfalls oben)

Ich habe das Suchen so satt, seit 2 Jahren habe ich diese Depressioen, seit 2 Jahren bin ich nur am Kämpfen, um mein Leben auf die Reihe zu bekommen.
Aber vielleicht erwarte ich auch viel zu viel.
Die Diagnose „Depression“ ist definitiv auch nichts für Weicheier.
Und open end.

Nun also mit Bibel und Bäumchenfotos geht das Kämpfen weiter.

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Und wieder ein Kampf gegen die Krebs – Verloren

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Am 19. September 2018 schrieb ich kurz über den Blog von Dana Heidrich, deren Mann gerade die Diagnose Krebs bekommen hatte.
Beide sind junge Selbständige, die gemeinsam ein großartiges Catering betreiben und gerade die harte Anfangszeit überstanden hatten.

Von jetzt auf gleich musste sich Dana nun allein um alles kümmern, ein kräftezehrender Job für zwei und nebenher kümmert sie aufopferungsvoll um ihren kranken Mann, der sich durch viele Chemotherapien kämpfen muss mit all seinen schlimmen Nebenwirkungen.
Eine verdammt harte Zeit.
Für Beide.

Am 13.12.2018, am Tag 156, kam dann die erlösende Nachricht:
Der Krebs ist besiegt, es gibt keine aktiven Krebszellen mehr!
Erleichterung pur, blankes Glück! Geschafft.

Am 21./22. Februar, Steffen bekam ein Bett in der Charite, weil seine Leber- und Nierenwerte schlecht waren, um deren Ursache auf den Grund zu gehen.

Am 22. Februar, nach dieser einen Nacht, kam der fassungslose Anruf aus dem Krankenhaus.
Steffen ist verstorben.
VERSTORBEN.
Keiner hatte damit gerechnet.
Nicht das Pflegepersonal.
Nicht die Ärzte.
Nicht Dana.
Schock auf allen Seiten.

Dana hat im Moment keine Ahnung wie es weitergehen kann.
Alle Kräfte sind aufgebraucht.
Das Catering ist allein so nicht zu stemmen.
Die Krankheit ihres Mannes hat alle finanziellen Reserven aufgefressen.
Sie braucht jetzt Zeit und Ruhe, um sich in ihrer Trauer neu sortieren zu können.
Und sie braucht dringend Hilfe.
Finanzielle Hilfe.

Ihre Freunde haben auf Facebook einen Spendenaufruf gestartet.
Wer möchte, kann sich daran beteiligen.
Wirklich jeder Euro hilft.

https://www.facebook.com/donate/329966801057829/2338895029477935/

Mir persönlich hat diese Geschichte die Beine weggezogen, vor fast genau 10 Jahren ist mein Mann ebenfalls von jetzt auf gleich verstorben.
Auch bei mir kam der Anruf aus dem Krankenhaus, wo keiner damit gerechnet hatte.
Ich am Nachmittag ihn noch besucht hatte und wir fest davon überzeugt waren, es geschafft zu haben. Er war nach 3wöchigen künstlichem Koma wieder untern den „Lebenden“.
Er hatte multiples Organversagen nach einem Magendurchbruch.
Die Nieren und Leber fingen wieder an zu arbeiten.
Wir waren so glücklich.
Und dann in diese Glücksmomente hinein kam der Anruf aus dem Krankenhaus.
Schock.
Aber finanziell habe ich alles schaffen können, Dana kann es nicht.

Wer helfen mag …

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Mein Seelenfutter 26.02.201

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Der Habicht und die Schildkröte waren schon lange gut befreundet.
Doch eines Tages sagte der Habicht zu seiner Freundin: „Es ist wirklich schade, dass du so klein und langsam bist. Wenn zum Beispiel meine Mutter plötzlich stirbt, kannst du unmöglich rechtzeitig zum Leichenschmaus da sein.“
Die Schildkröte antwortete: „Viel wichtiger als Größe, Kraft und Schnelligkeit ist der Verstand im Leben. Sage mir also Bescheid, wenn deine Mutter das Zeitliche segnet, und ich werde sogleich bei dir sein.“
Der Habicht lächelte milde, sagte aber nichts.
Bald darauf starb seine Mutter, und der Habicht schickte den Geier mit der Trauernachricht zur Schildkröte.
Die dankte herzlich für die Botschaft und bat den Geier: „Fliege zum Habicht und sage ihm, ich käme bald. Komm bitte noch einmal her, ich will inzwischen einige Geschenke für ihn einpacken. Solltest du mich dann nicht mehr antreffen, nimm diese Tasche mit, da wird alles drin sein.“
Der Geier berichtete den Habicht, was die Schildkröte gesagt hatte.
Der Habicht war ganz traurig und jammerte: „Ach, die Arme kommt sicher nicht rechtzeitig. Wenn sie auch meint, der Verstand wäre wichtiger als Größe, Kraft und Schnelligkeit: Das sind nur schöne Worte. Dann will ich wenigstens ihre Geschenke sehen. Bringe mir also die Tasche, von der sie zu dir gesprochen hat.“
Der Geier flog wieder zur Schildkröte, fand in ihrer Höhle die Tasche und brachte sie dem Habicht.
„Siehst du“, sagte der Habicht traurig zum Geier, „die Schildkröte ist noch nicht da. Ich wusste, dass sie nicht rechtzeitig kommen würde.“
Er hatte noch nicht ausgeredet, als die Schildkröte ihren Kopf aus der Tasche reckte und sagte: „Bist du nun überzeugt, dass der Verstand wichtiger ist als alles andere im Leben?“

Es gibt Gold und viel Perlen;
aber ein Mund, der Vernünftiges redet,
ist ein edles Kleinod.
Sprüche 20:15

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Der vergessene Drachen

Nunja, da bin ich mal wieder von Kabel Deutschland (sprich Vodafone) ausgebremst worden.
Es stand einer von den Jungs mal wieder auf der Online-Leitung und wollte eine scheinbare Ewigkeit seine Füße von der selbigen nicht anheben. —

Die Winterzeit, also besser die Zeit der blattlosen Bäume und Büsche hat den Nachteil, dass so manches zutage gefördert wird, was da eigentlich nicht hingehört.
Mülltüten zum Beispiel.
Oder leere Flaschen.
Oder Gerümpel jeder Art.
Oder eben diesen Drachen, der ganz bestimmt nicht dahin sollte, wo er denn jetzt ist.

Ich befürchte, dass er dort hängen bleibt, bis er in kleinste Plastikfetzen zerfallen ist.
Oder der Baum umfällt.
Irgendwann in 100 Jahren.

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Mein Seelenfutter 25.02.2019

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Ein Bauer ist zu einem Festessen in der Stadt eingeladen.
Verwundert erlebt er die heiße Schlacht am kalten Büfett.
Er sieht, wie die feinen Herrschaften sich die Teller füllen und einfach zu essen beginnen. Er bedient sich auch, setzt sich zu Tisch und spricht erst ein Dankgebet.
Sein vornehmer Nachbar lächelt milde und sagt: „Seid ihr auf dem Lande noch so altmodisch, dass ihr zu Tisch betet?“ —
„Nein, nicht alle!“, erwidert der Bauer.
„Sicher nur die Alten und Rückständigen“, fragt der Mann weiter.
„Das nicht“, erwidert der Bauer, „ich habe im Stall zwanzig Säue und hundert Ferkel, die fressen alle so, aber was bei uns Mensch ist, dankt Gott für die guten Gaben!“

Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und 
seine Güte währet ewiglich.
Psalm 196:1

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runbde“, Axel Kühner)

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Wir und die Natur und was alles schief läuft

Ich habe heute bei Katrin-Musikhai einen 52minütigen  Vortrag von dem Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lasch gehört, den ich derart gut fand, dass ich ihn hier reblogge.

Am Ende geht er auch auf die Digitalisierung ein, die jetzt so großartig bei uns angeschoben wird, was das bedeutet für unsere Umwelt, für unsere Natur.

Was mir gefehlt hat,  waren Lösungsvorschläge, so lässt er die Zuhörer sehr nachdenklich zurück. Es ist ein Vortrag, der wach rüttelt.

„Was hat die Natur noch mit uns zu tun? Die Zeichen stehen auf Sturm!“, versucht Professor Dr. Harald Lesch, Astrophysiker, mit seinem Vortrag beim Neujahrsempfang der katholischen Kirche uns wach zu rütteln und zum Nachdenken anzuregen. 

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Mein Seeenfutter 24.02.2019

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Eine kleine Anekdote erzählt von einer Mutter, die eines Tages eine gute Schulfreundin wiedertrifft
Sie haben sich viel zu erzählen, dann fragt die Freundin sie nach ihren Kindern: „Wie geht es deiner Tochter?“
„Oh, meine Tochter geht es wunderbar. Sie hat einen guten Mann gefunden und ist überaus glücklich. Der Mann hat ihr ein eigenes Auto gekauft und eine Putzfrau für das große Haus eingestellt. Sie bekommt allen Schmuck, den sie ich wünscht, und ihr Mann liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Denk dir, sie steht vor Mittag nicht auf und ihr Mann bringt ihr sogar das Frühstück ans Bett. Meine Tochter ist so glücklich!“
„Und wie geht es deinem Sohn?“, fragt die Freundin dann.
„Ja, mein Sohn hat großes Pech gehabt. Stell dir vor, was der für eine Schlampe als Frau hat. Obwohl er ihr ein eigenes Auto gekauft und für das große Haus eine Putzfrau eingestellt hat, hat sie immer neue Wünsche und will teuren Schmuck. Als Dank schläft sie bis Mittag und mein Sohn soll ihr sogar noch das Frühstück ans Bett bringen. So eine Unverschämtheit!“

Zweierlei Maß sind dem Herrn ein Gräul
Sprüche 20:10

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

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Hab ich etwas verpasst?

Heute entdeckt

Wann war noch mal Ostern in diesem Jahr? 
Ich habe doch noch die Schneeflocken an 
meinen Fensterscheiben kleben!
Vielleicht sollte ich ganz fix die Ostereier herauskramen?

Obwohl … ich bin dieses Jahr am Überlegen, ob ich es ganz einfach ausfallen lasse.

Dann wäre es wurscht, wann und wo dieser Hase seine Eier legt und Schokolade esse ich das ganze Jahr, egal, welche Form, als Ei, mit Ohren, mit Bart oder ganz simpel quadratisch, praktisch, gut.

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Mein Seelenfutter 22.02.2019

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Ein Vater hat seinen Jungen zum Geburtstag einen Hund versprochen.
Gemeinsam gehen sie zum Züchter, wo sich der Junge einen Hund selbst aussuchen darf.
Vater und Sohn betrachten den Wurf Hunde und der Vater fragt den Jungen, welchen von den Kleinen er haben möchte.
Der Junge schaut die süßen Winzlingen genau an.
Einer ist ein herziger und knuffiger als der andere, einer ist so gefleckt, der nächste anders.
Er kann sich lange nicht entscheiden.
Schließlich sieht er eines der Hündchen besonders heftig mit dem Schwanz wedeln.
Spontan deutet der Junge auf diesen Hund und ruft: „Den mit dem glücklichen Ende, den nehmen wir!“

Höre, mein Sohn, und sei weise und 
richte dein Herz auf den rechten Weg.
Sprüche 23:19

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

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