Mein Seelenfutter 17.1.19

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Ungewollten Helden

Eine Ölquelle geriet in Brand. Die Ölgesellschaft rief Fachleute zu Hilfe, damit sie das Feuer löschen. Aber die Hitze war so enorm, dass sich die Spezialisten nicht näher als 300 Meter an den Brandherd herantrauten. Das Unternehmen hatte auch die örtliche Feuerwehr vorsichtshalber um Hilfe gebeten. Und da rollte auch schon der alte, klapprige Feuerwehrwagen die Straße hinab und kam erst etwa 20 Meter vor den verheerenden Flammen zum Stehen. Die Männer sprangen aus dem Wagen und während  einer die anderen ständig mit Wasser besprühte, gelang es ihnen, den Brand unter Kontrolle zu bringen und schließlich zu löschen.

Die Gesellschaft veranstaltete daraufhin eine kleine Feier zur Ehrung der örtlichen Feuerwehr. In dankbaren Reden wurde der Heldenmut der Männer hervorgehoben und ihr mutiger Einsatz gewürdigt. Als sichtbares Zeichen der Anerkennung wurde dem Chef der Wehr ein Scheck über einen ansehnlichen Betrag überreicht. Als ein Zeitungsreporter den Hauptmann fragte, was er mit dem Geld für die Feuerwehr tun wolle, antwortete er ganz schlicht:“Zuerst werden davon die Bremsen am Löschfahrzeug repariert!“

*   *   *   *   *

Bemühe dich um Wahrheit,
egal was es kostet.
Wenn du Weisheit, Selbstbeherrschung und Einsicht erworben hast,
dann gib sie nie wieder auf! 

Sprüche 23:23

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

 

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Blitzlicht #21

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Lange habe ich hier nichts geschrieben.
Die Therapiestunden liefen aber weiter, in der Regel eine Stunde pro Woche.
Jede Woche habe ich meine Konflikte und Zerrissenheit dort ausgekippt.
Und jedes Mal, wirklich jedes Mal hat mir der Psychologe helfen können, bin ich besser aus seiner Tür herausgekommen als hineingegangen.
Und das nun schon seit Mai 2017.
Wo ist die Zeit hin?
Der Mann ist der absolute Glücksgriff für mich, besser geht einfach nicht.

Heute nun gab es eine Premiere.
Ich bin das erste Mal in seine Sprechstunde gegangen OHNE akuten Konflikt, OHNE dass sich seit der letzten Woche etwas so angestaut hat, dass ich es ihm vor die Füße werfen musste.
Ist das nicht großartig?
Und rückblickend bin ich erstaunt, was ich so schleichend mit ihm alles geschafft habe.
Nein, das heißt jetzt nicht, dass ich von jetzt ab stabil meinen Weg allein gehen kann, dass nun alles wieder gut ist.
Aber es zeigt mir, dass es wieder so sein kann.
Das hatte ich vor 1,5 Jahren noch nicht für möglich gehalten.
Da trennte mich von dem Suizid nur ein winziges Stückchen, bezweifelte, dass ich das Jahr 2017 überleben werde.

Nun haben wir 2019 und das Gefühl: Ja, ich werde es schaffen.
Und das, weil ich einen großartigen Therapeuten habe!

Ein ganz dickes Dankeschön an ihn!

 

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Mein Seelenfutter 15.1.19

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Ehrlich und klug

In der Not- und Hungerzeit nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren Nonnen aus einem Kloster in Trier ab und an in das nahe gelegene Luxemburg, um für sich und die Bedürftigen Lebensmittel zu besorgen, die es damals in Deutschland nicht gab.
Neben den Grundnahrungsmitteln besorgten sie sich hin und wieder auch Bohnenkaffee, der einen besonderen Wert im Tauschhandel hatte.
Diesen Schatz verstauten sie in ihrer weiten Ordenstracht, indem sie die Päckchen unter die Arme klemmten.
Einmal gerieten sie in eine Zollkontrolle und der Zöllner fragte die Nonnen streng, ob sie etwas eingekauft und zu verzollen hätten.
Eine der Nonnen sagte ganz offen: „Ja, wir haben mehrere Pfund Kaffee eingekauft. Den haben wir unter den Armen verteilt!“
Die Nonnen durften ungehindert weiterreisen.

*   *   *   *  *

Denn Jahwe hat die Wege des Menschen im Blick,
auf seine Pfade gibt er Acht.

Sprüche 5:21

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

 

 

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Körniger Frischkäse selbst machen?

Das ist DAS Bild des Tages für mich:

Ich weiß jetzt gar nicht mehr wie ich auf die Idee gekommen bin, körnigen Frischkäse selbst zu machen.
Dieser in den Plastikbechern aus dem Supermarkt tun es doch auch.
Nun, ich hatte es mir in den Kopf gesetzt und wollte es unbedingt probieren.
Ich muss dazu sagen, dass ich jeden Abend Salat esse.
Richtig viel Salat.
Richtig, richtig viel.
Das heißt, 1/4 Gurke, 1/4 Bund Radieschen, 1 Paprika, 1/4 Kohlrabi, mehrere Coktailtomaten und 1/4 Eisbergsalat.  Bis vor Kurzem noch fertige Kräutercroutons und einen halben Becher Frischkäse eben.
Die Kräutercroutons habe ich inzwischen durch eine Handvoll Walnüsse ersetzt.
Warum ich das mache?
Ganz einfach, weil es mir schmeckt.
Nun hat mich heute wer weiß was geritten und ich wollte unbedingt den Frischkäse selbst machen.
Tja, im Zeitalter der Netzwelt findet man ja für alles und jedes eine Tutorial bei youtube.
Ja, auch für Frischkäse.
Man braucht dazu nicht viel, 1L Milch und 1 Zitrone.
Und da ich es nun ganz gut machen wollte, habe ich einen Liter frische Bio-Milch von glücklichen Kühen und eine Bio-Zitrone gekauft.
Sagt jetzt jemand: das schmeckt doch dann zitronig!
Nein, das sollte es nicht tun.
Tut es aber doch!
Aber … in Verbindung mit dem Salat und den Nüssen schmeckt es einfach hervorragend.
Also, wer gerade mal nix anderes zu tun hat: es lohnt sich!

 

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Mein Seelenfutter 15.1.19

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Ein Unglück kommt selten allein

Manche Tage beginnen so schön, und dann geht alles schief. Eine Familie macht sich auf, um ihr neues Auto direkt vom Werk abzuholen. Der Vater freut sich auf den großen Wagen, die Mutter freut sich auf den Einkaufsbummel, die Kinder freuen sich auf den Besuch in einem Freizeitpark. Das Auto ist wunderbar, die Einkäufe günstig, der Tierpark ist erreicht. Alle sind gut drauf.

Im riesigen Tierpark laufen die wilden Tiere frei herum, und die Menschen sind zur Abwechslung  mal eingesperrt in ihren Blechkisten. Es ist heiß, die Kinder lassen die Scheiben herunter, um die Elefanten besser sehen und vielleicht sogar berühren zu können. Eine Elefantendame steckt neugierig ihren Rüssel in das Auto. Plötzlich bekommen die Kinder Angst. Der Vater drückt auf den elektrischen Fensterheber. Die Scheibe saust nach oben und klemmt den Rüssel ein. Das tut dem Elefanten weh und er drückt verärgert mit seinem massigen Körper die ganze Seite des Autos ein. Die Kinder schreien, der Vater schimpft, die Mutter weint. Entnervt verlassen sie den Park und müssen nun zur Kenntnis nehmen, dass der Betreiber für den Schaden nicht haftet, da überall die Hinweistafeln das Öffnen der Fenster verbietet.

Die Familie kehrt im Gasthaus ein und bei einem guten Essen mit einigen kühlen Bieren für den Vater beruhigt man sich allmählich. Auf der Heimfahrt geraten sie in einen Stau, an dessen Ende mehrere Wagen aufeinander aufgefahren sind. Der Vater kann gerade noch bremsen und kommt direkt hinter dem letzten verunfallten Wagen zum Stehen.

Die Polizei trifft ein und nimmt den Schaden auf. Die Beamten wollen auch den Wagen der Familie mit in den Unfall einbeziehen. Der Vater bestreitet, am Unfall beteiligt zu sein. Der Vater entgegnete: „Das hat ein Elefant getan!“ Der Polizist holt sofort die Tüte und lässt den Vater blasen. Er hat etwas zuviel Alkohol im Blut, bekommt den Führerschein abgenommen, und die Familie darf nach endlosen Schwierigkeiten schließlich mit der Bahn die Heimreise fortsetzen.

*  *  *   *   *

Am Tag des Glücks sei guter Dinge, und am Tag
des Unglücks bedenke: Auch diesen hat Gott
ebenso wie jenen gemacht. Und was nach ihm kommt,
kann der Mensch nicht wissen.

Prediger 7:14

 

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Das Wunder von Berlin

Schneeeeeee!

 

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Mein Seelenfutter 14.1.19

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Man kann doch mal seine Meinung ändern

Ein Mann kommt eines Tages zu einem Priester und bittet ihn, für seinen verstorbenen Hund eine Messe zu lesen.
Entrüstet lehnt der Priester ab.
Der Man erklärt, wie sehr er den Hund geliebt hat und wie groß seine Trauer ist.
Der Priester bleibt hart: „Wir lesen keine Messe für einen Hund!“
Der Mann lässt nicht locker: „Mein Hund war mir ein Freund und Partner, mehr als mancher Mensch!“
Der Priester schickt ihn fort und rät ihm, es doch mal bei einer anderen Konfession zu versuchen.
Enttäuscht wendet sich der Mann zum Gehen, dreht sich in der Tür noch einmal um und meint: „Sehr schade, ich habe den Hund wirklich geliebt und wollte für die Messe auch ordentlich spenden!“
Der Priester springt auf: „Warten Sie mal! Warum haben Sie nicht gleich gesagt, dass der Hund gut katholisch war? Natürlich bekommt er eine Messe gelesen!“

*   *   *  *   *

Ein Ja sei ein Ja und ein Nein sei ein Nein.
Alles was darüber hinaus geht, stammt vom Bösen.

Matthäus  5:37

(Quelle: „Ein Lächeln macht die Runde“, Axel Kühner)

 

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Nix als Regen, Regen, Regen …

Mehr fällt mir zu diesem Sonntag nicht ein.

 

 

      

 

 

 

Mein Seelenfutter 13.1.19

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Der Klügere gibt nach

Zwei Bauern treffen mit ihren Fuhrwerken auf einer schmalen Brücke genau in der Mitte zusammen. Jeder fordert vom anderen, dass er weicht und Platz macht. Keiner gibt nach. Sie diskutieren, argumentieren, drohen. Jeder fühlt sich im Recht und hat sein Stolz. So stehen sie sich gegenüber. Die Zeit vergeht. Sie packen ihre Vesper aus, machen ein Nickerchen. Jeder sitzt auf seinen Wagen und hofft, dass der andere entnervt nachgibt.

Der Tag vergeht, sie halten trotzig ihre Position. Plötzlich schreit der ein den anderen an: „Wenn du nicht augenblicklich zurückfährst und mir Platz für die Durchfahrt machst, dann verfahre ich mit dir, wie ich schon heute Morgen auf einer Brücke vorher mit einem anderen Bauern verfahren bin!“

Erschrocken weicht sein Gegenüber zurück, lässt den anderen durch. Als er die Brücke verlassen hat, fragt der Nachgiebige noch ganz eingeschüchtert: „Nun sag mir wenigstens, wie du es heute Morgen mit dem anderen gemacht hast.“ — „Nun, was werde ich schon gemacht haben? Ich bin zurückgewichen und habe ihn durchgelassen!“

Nach Johann Peter Hebel

*   *   *   *   *

Wer Streit anfängt, gleicht dem,
der dem Wasser den Damm aufreißt.
Lass ab vom Streit, ehe er losbricht.

Sprüche 17:14

 

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Mein Freund der Baum #7

Heute Mittag hatte es tatsächlich 2 Stunden nicht geregnet und ich bin mit meinem Hundemädchen eine richtig große Tour gelaufen.

Und zum ersten Mal seit gefühlt 100 Monaten bin ich wieder bewusst gelaufen im Jetzt und Hier.
Ich habe meine Hosentaschenkamera mitgenommen und habe gezielt nach Baummotiven ausgeschaut.

Das habe ich sooo lange nicht gemacht und mir wurde bewusst, wie schlecht es mir in den letzten Monaten wirklich ging.
Ich habe irgendwie nur funktioniert.
Habe alles gemacht, weil es eben gemacht werden musste, ohne wirklich dabei zu sein.
Irgendwie.
Richtig erklären kann ich es auch nicht.
Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich es bemerkt habe.
Hey, es wird besser!
Ja, ich hatte auch geknipst, aber ohne innere Beteiligung, ohne diese Freude am Detail.
Wie abgestumpft
Es ist schon komisch, dass ich das erst im Rückblick erkenne.
Und ich erinnere mich an die Zeiten von etwa 2 (?) Jahren, als ich bewusst loszog mit den Hunden auf der Suche nach Motiven, wie gut es mir getan hat.
So gut, dass ich einen Fotokurs machen wollte.
Wo bin ich abgebrochen?
Mit dem Wegzug meiner Tochter?
Ich kann es nicht sagen.
Aber jetzt, wo ich erkenne, hilft es mir auch vielleicht auch wieder, mich herauszubuddeln.
Vielleicht, ja vielleicht, werde ich meine „Baumserie“ weiterführen.
Vielleicht.

 

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