Nur für mich …

Gestern früh war es.
Ich schaute aus dem Fenster und sah … einen Regenbogen, jedenfalls ein Stück davon.
Den andere Teil hat das Haus verschluckt.
Schnell habe ich meine Kamera genommen und geknipst, durch das geschlossene Fenster.

Ich nahm fix meinen Schlüssel und lief mit Kamera die Treppen hinunter vors Haus und wollte noch ein Foto vom gesamten Regenbogen machen.
Aber es war kein Regenbogen zu sehen.
Nichts.
Nicht mal schwach, nicht ein einziger Ansatz.
Und ich ging nachdenklich wieder nach oben.

Regenbögen habe eine ganz besondere Bedeutung für mich.
Kennt ihr den biblischen Hintergrund?
Aber bestimmt die Arche-Geschichte mit Noah.
Nach der Sintflut zauberte Gott einen Regenbogen am Himmel als Zeichen des Bundes zwischen ihm und den Menschen. Er sagte, dass er die Erde nie wieder durch die Sintflut vernichten werde.
Und dieser Bund zwischen Gott und der Menschheit ist dann auch logischer Weise auch ein Bund zwischen mir und Gott.
Folgedessen war es gestern ein Zeichen nur für mich ganz allein (als ich unten war, war ja kein Regenbogen mehr zu sehen, besser – für alle anderen Menschen auch nicht) mit der Aussage, dass Gott keine Sintflut mehr über mich bringen wird, mit anderen Worten: keine Katastrophen mehr.

Ist das nicht großartig?

Jaja, ich weiß, so mancher wird sich jetzt an den Kopf greifen und denken, jetzt ist sie komplett verrückt. Eines ihrer Medikamente hat wohl das Hirn völlig vernebelt.
Bitteschön, das können alle denken, aber für mich war es ein wunderbares Zeichen von Gott.
Punkt.

 

smilie_girl_157.gif

 

Mein Hunde-Opi hat seine Flügel ausgebreitet

und ist in den Hundehimmel gereist.

Ich hatte es schon lange geahnt.
Mein Willi wurde seit Wochen immer dünner.
Aber er fraß ganz normal, eigentlich mehr als normal, weil ich 3x am Tag fütterte, auch Trockenfutter hatte ich immer zu stehen. (Was ich sonst nicht mag, aber in Anbetracht seines Gewichtsverlustes, habe ich es so gemacht.)
Willi hörte schon lange nichts mehr, weil seine  Ohren durch chronische Entzündungen völlig vernarbt waren.
Seit einem Jahr muss ich ihn in der Wohnung windeln, weil er inkontinent geworden war.
Seine Augen ließen nach, so dass er kaum noch etwas sah.
Manchmal stand er mit der Schnauze zur Wand, weil er meinte, dort müsste die Tür aufgehen.
Bei Leckerlies schnappt er immer erstmal daneben, weil er nicht genau sah, wo ich sie hinhielt.
Wenn er von seinem Kissen morgens aufstand, fiel er erstmal um, er konnte das Gleichgewicht beim Schütteln nicht mehr halten.
Und trotz alldem hatte ich den Eindruck, dass er nicht litt. Dass er sich freute, wenn er auf seinen Kissen lag. Er freute sich, wenn mich wahrnahm oder wenn er draußen seinen Hundefreund traf. Dann konnte er nochmal richtig aufdrehen.
Sein Napf war immer ganz leer geputzt.

Nur heute, heute Morgen war es anders. Er fraß sein Lieblings-Morgenfutter nicht. Zum Bürsten, was er liebte und genoss, musste ich ihn tragen.
Er lag apathisch da und wollte auch nicht das immer anschließende Hunde-Kokos-Keks.
Er drehte den Kopf weg.
Ich ahnte, was das bedeutet.
Am Nachmittag bin ich dann zum Tierarzt mit ihm.
Hab gesagt, dass mein Willi nicht mehr mag.

Er wog sonst immer 8,5kg. Jetzt gerademal 6kg. Die Tierärztin überredete mich noch, dass ein Blutbild von ihm gemacht wurde. „Ja, wenn er Diabetes hätte, was sie vermutete, könnte man doch …“ Nein, ich wollte es nicht. Weil ich längst ahnte, dass das nichts mehr bringt und irgendwelche lebensverlängernden Maßnahmen mit täglich Spritzen, Tropf und Tabletten. Nein, das will ich nicht. Das ist für einen alten Hund, der nicht mehr mag,einfach nur noch viel Stress.
Ich habe der Blutuntersuchung zugestimmt, weil ich nicht in der Lage war, ein lautes NEIN zu sagen.
Wir haben 30 Minuten auf die Laborergebnisse gewartet.

Die Ärztin kam und sagte: Ihr Willi hat ein Nierenversagen, wir können nichts mehr für ihn tun …………..

 

 

 

 

Hauptziel … Durchhalten …

Foto ist nicht von heute, soll nur sinnbildlich sein – Licht im Dunkeln –

Lange nix geschrieben, mich hat die Depression wieder voll erwischt.
Zumindest habe ich heute schon mal im Kopf, nur nicht weiter reinfallen, nicht sitzen bleiben, raus gehen. Irgendwie.
Das kostet mich die ganze Kraft.
Nachher will ich mir Tagespläne schreiben und diese abarbeiten.
Nein, nichts Großartiges.

Hunde Gassi,
Abspülen,
Hunde bürsten,
Kartoffeln kochen,
Willis Windeln waschen,



Eben so was.
Und  ich habe mir ganz fest vorgenommen, heute Nachmittag zum Gottesdienst zu gehen…
Unter Menschen.

smilie_tra_184.gif

 

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: