12 von 12 #3

Beliebt bei vielen Bloggern ist, zu Beginn eines Jahres ein Motiv auszuwählen und dies über 12 Monate zu beobachten, das heißt, am Ende jeden Monats wird dieses Motiv vom gleichen Standort aus fotografiert, so dass man am Ende eines Jahres 12 Fotos von 12 Monaten hat, die den Wechsel der Jahreszeiten nachvollziehen. (Ohwei, was ist das für ein Satz. Ich habe ein halbes Glas Wermut getrunken).

Ich habe mich für den Eingang des Botanischen Volksparks entschieden. Und das ist er:

Ist unglaublich, wie schnell so ein Monat vergangen ist.

Ich war gestern dort als die Sonne schien. Wenn man das Foto so anschaut, mag es frustrierend sein, das 3. Foto, auf dem sich scheinbar nichts verändert hat.

ABER:  Am gleichen Standort einfach nur in die Hocke gegangen, sah ich dieses hier:

Dieses Pflänzchen mag wohl so 10 cm groß sein.

Und das war in den ersten beiden Monaten:

Februar 2018

Januar 2018

 

*     *     *     *      *

„Fit fürs Leben“

Gestern hatte ich von meinem ungesunden Essverhalten geschrieben.
Und jeden Tag das gleiche.
Früh Toast (nagut, es ist wenigstens Vollkorntoast) mit Orangenmarmelade, mittags ein Fertiggericht für die Mikrowelle, nachmittags meist Kuchen, abends wieder Vollkorntoast, einer mit Milram Kümmelkäse, der andere mit Ungarischer Salami.

Das wars.
Und das inzwischen jetzt ein Jahr lang.
Mein Kopf war blockiert, stur jeden Tag das gleiche.
So blöd wie das klingt, aber es war eine feste Konstante, ein Strukturbaustein, an das ich mich festgehalten habe.
Es ist schwierig zu erklären.
Ich hatte es mal einer Frau mit Depressionen erzählt, sie antwortete darauf, dass sie immer nur Nudeln mit Ketchup isst.
Jeden Tag.
Und nur das.
Immerzu.
Es scheint ein Symptom der Depression zu sein.

Aber gestern hat es in meinem Kopf einen Klick gegeben.
Und als ich heute auch noch auf Piris Blog las, dass ihre Junioren meinten, sie müsse mal wieder eine Diät machen, stand es plötzlich ganz fest: Ich fange wieder an, gesund zu essen.

Und zwar nach dem Plan von Harvey und Marilyn Diamond.
Sie haben darüber ein Buch geschrieben: „Fit fürs Leben“.

Ich hatte das Buch schon vor 2 Jahren gelesen.
Zu Beginn mochte ich es nicht.
So typisch amerikanisch und alles dreht sich nur ums Abnehmen.
Ich wollte und will aber nicht abnehmen! Ich bin zufrieden mit meinen 57kg bei 160cm Größe (vielleicht auch inzwischen ein bisschen kleiner – man soll ja im Alter schrumpfen).

Aber dann hat mich das Prinzip neugierig gemacht.
Das wichtigste Prinzip ist, vormittags darf man nur Obst essen.
Nichts anderes.
Und ab Mittag dann Trennkost.
Und eben ganz wichtig: Obst nur auf nüchternen Magen und niemals mit anderen Lebensmitteln.
Auch nicht nachmittags.
Das hat etwas mit der unterschiedlichen Verdauung zu tun.
So steht es jedenfalls im Buch.

Und genau das möchte ich ausprobieren.
Eine Diät ist das auch nicht, sondern eine andere Art zu essen.
Nicht nur 4 Wochen oder so, sondern für immer.
Ich mache das auch nicht von jetzt auf gleich, ich muss erstmal meinen Kühlschrank leer essen. Und nicht militant und verbissen.
Aber ich habe schon mal heute Äpfel gekauft.

Ich probiere es halt aus.
Es ist bestimmt alles besser als mein Essen des vergangenen Jahres.

Ich weiß noch nicht, es gibt 13 Grundsätze bei dieser Ernährung, vielleicht stelle ich sie hier vor???
Mal sehen.

Aber das allerallerallerwichtigste ist doch, dass sich die Blockade in meinem Kopf zu lösen beginnt.

Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus …

 

*      *     *      *      *

Das Beste von gestern … 28.03.2018

Es hat mir geholfen, meinen Tag hier mit Bildern aufzuschreiben.
Nun versuche ich es noch einmal.
Nein,nein, keine Angst, das passiert jetzt nicht jeden Tag.
Wen interessiert schon, was ein depressiver Mensch so alles banales anstellt, um abgelenkt nicht frustierend in der Sofaecke stundenlang auf dem Tablet spielt?

Aufgestanden bin ich doch recht früh.

Draußen begann es gerade hell zu werden.

Anziehen und ab zur ersten Runde mit den Hunden …

Dann Bad und endlich Frühstück! Kaffeeeee …

Damit trödle ich immer so mindestens eine halbe Stunde herum.

Gestern nicht so, schließlich, wollte ich ja hier im Blog alles dokumentieren, raus aus meiner Sofaecke.Da macht es sich nicht gut, zu schreiben, ich saß ne Stunde dort und habe Löcher in die Luft geguckt.

Also, ran an die Arbeit und mein Bett frisch bezogen und die Wäsche rein in die Maschine .

Die Maschine wäscht und ich habe den Wäschetrockner leer gebügelt-

Nach dem Bügeln habe ich Yoga-CD ins Notebook geworfen und ja, ja, ich habe mit Yoga begonnen. Ich kann kein Yoga und habe mir eine CD für Senioren (mit 60 ist man das ja) und Späteinsteiger gekauft. Yoga wird dort auf dem Stuhl gemacht. Also wirklich für ÄLTERE Leute. Einen Lehrer habe ich nicht. Ich hatte in früheren Jahren schon 2x einen Yoga-Kurs begonnen, aber beide Male abgbrochen, weil die Kursteilnehmer immer schon mit Yoga-Erfahrungen ankamen (auch bei Anfängerkursen) und sich die Leiter dann doch mehr auf diese konzentriert haben. Das macht keinen Spaß, dieses „Kann-ich-noch-nicht-und-geht-irgendwie-nicht“.

Also nun die CD und den Selbstversuch.
Ziel ist nicht, dass ich irgendwann mal verknotet in einer Ecke sitze und meditiere, sondern einfach nur beweglich zu bleiben. Mal gucken, wie ich das hinbekomme.
15 Minuten.
Nur 15 Minuten.

Und dann, ja dann habe ich Hammer und Nägel genommen und ein paar kleine Bilder über meinen neuen Schreibtisch genagelt.

Es sind Fotos, die ich selbst gemacht habe und von Rossmann auf Leinen gezogen wurde. Habe ich trotz zweier linker Daumen doch geschafft.

Danach Mittagessen.

Dazu gibt es kein Foto, weil es so ein Fertigessen-Mikrowellen-Ding ist.

Ja, ich weiß, dass das ungesund ist.

Fertigessen ist ungesund.

Mikrowelle ist ungesund.

Aber seit ich in den Depressionen feststecke und das ist jetzt bereits über ein Jahr, schaffe ich es nicht, mir Essen zu kochen.
Überhaupt ist das Essen ein Problem.
Es gibt immer nur das gleiche. Morgens, mittags, abends.
Mein Kopf kriegt es nicht hin, da flexibel zu sein.
Ich hatte schon mal befürchtet, dass ich autistische Züge entwickelt habe, aber inzwischen weiß ich, dass das den meisten Menschen mit Depressionen geht.
Nur Kuchen, Kuchen geht gut und mit Kuchen kann ich mich belohnen.
Aber das andere … das ist schlecht.
Obwohl, ich habe schon eine Idee im Kopf, wie ich das verbessern kann.
Und das ich dieses Idee im Kopf habe, ist schon sowas von erstaunlich und super und gut und zeigt mir, dass noch nicht alles hoffnungslos mit mir ist.
Aber erstmal esse ich meinen Kühlschrank leer.

Nach dem Essen ist IMMER bei mir autogenes Training angesagt.
IMMER.
Das klappt bei mir richtig gut.
In letzter Zeit schlafe ich dabei aber immer ein.
Das tut mir gut und bleibt auch so der „Tagesteiler“.

Danach laufe ich die Hunderunde Nr. 2 des Tages.
Gestern bei Schneegestöber und Matsch.

Wieder zu Hause erledige ich meinen Mini-Abwasch. Da ich nicht koche, hält sich das in Grenzen. Einen Geschirrspüler habe ich in dieser Wohnung nicht. Ich sehe für mich allein nicht die Notwendigkeit. Da in der Küche das „Loch“ für den Geschirrspüler nur ein großer (60cm) infrage käme, ist das im Moment gar kein Thema.

Danach habe ich mir für den Spielenachmittag bei K.  fertiggemacht.
Fotos von diesen Stunden habe ich nicht.
Ich habe es schlechtweg vergessen.
Es war schön, es war unterhaltsam und es war wichtig für mich, nicht nur im eigenen Saft zu Hause zu schmoren.

Gegen 19 Uhr war ich wieder zu Hause.

Hunderunde Nr. 3

Abendbrot (wieder die stupiden Stullen wie all die 300 Tage zuvor auch)

Fotos auf den Rechner laden – das dauerte länger als ich dachte, deshalb habe ich dieses Post gestern Abend nicht mehr geschafft.

22:30 Uhr das letzte Mal mit den Hunden raus.

Und dann, dann war mein Tag zuende.

Und nein, ich mache das jetzt nicht jeden Tag.
Ich habe es wieder einmal geschafft, nicht mehr in der Sofaecke sitzen zu bleiben.
Dank diesem Blog.
Und das ist das Wichtigste für mich, egal wie langweilig es für andere sein sollte …

ufff

*     *      *      *

 

Postkasten #15

Der Frosch-Kasten …

Das ist doch mal netter Einfall, gell?

 

*     *     *     *     *

 

Das Beste von vorgestern und gestern

Ich kriege es einfach nicht hin. Immer wieder nehme ich mir vor, nicht in der Sofaecke mit dem Spiele-Tablet  und Fernseher zu landen.

Immer wieder nehme ich mir vor.

Dann kommt eine WhatsApp-Nachricht, ein Anruf, eine Bemerkung von irgendjemand, eine Sendung im Fernsehen – alles kann ein Trigger sein, um wieder alle guten Vorsätze zu vergessen.

Seit meine Tochter weggezogen ist, ist das gaanz schlimm geworden.

Und ich wünsche mir nichts mehr, als wieder stabiler zu werden.

Vorgestern war also wieder so ein Tag, an dem ich mir vorgenommen habe, ab heute lässt du dich nicht mehr unterkriegen.

Und … Fernseher bleibt aus, tablet weggepackt.

Dafür Fotos vom Tag, was ich alles geschafft und gemacht habe.

Und ich habe ganz viel geschafft. Die Fotos sind als solches nicht wirklich der Hingucker, sondern eher für mich: Schau mal, wie es gehen kann.

  • Meine kleinen Hornveilchen habe ich in die Töpfe gepflanzt. Ja, sie sehen sehr mickrig aus und ich habe keine Ahnung, ob sie es schaffen. Aber ich hatte ja 10 Stück für 49ct gekauft, also 4,9ct pro Stück. Und dafür haben sie eine Chance verdient.

Traurig, nicht wahr? Aber heute am Montag sehen sie ein kleines bissel besser aus.

  • An der Klinke meiner Badtür sind die Manschetten abgegangen. Schon oft habe ich sie angeklebt, was nur ganz kurz geholfen hat. Nun habe ich gesehen, dass sich die Schrauben etwas herausgedreht haben und die Manschetten gar nicht halten konnten. Also wieder fest geschraubt und die Manschetten wieder angeklebt. (Ich weiß, dass das Kleben nicht richtig ist, weiß aber keine andere Lösung, also Kleben)

 

  • Standspiegel reparieren. Bei Bettaufbau hat J. die Schlafzimmer so sehr aufgedrückt, dass bei dem dahinter stehenden Standspiegel eine Schraube heraus gebrochen ist. Also wieder kleben und die Schraube wieder herein. Alles zusammen mit Gummis zusammen gedrückt. Mal sehen,ob es hält.

  1. Dann ging es ans Putzen. Ich habe die ganze Wohnung gesaugt, Staub gewischt und das Bad geputzt. Für die Küche hat meine Kraft nicht mehr gereicht.

  • Nebenbau noch meine beiden neuen Blusen kurz mit dem 15-Minuten-Programm durchgewaschen.

  • Am Nachmittag bin ich noch zu Netto gefahren, weil sich T. für Sonntag angesagt hat und beim letzten Mal augenzwinkernd gesagt hat, ein Handwerker braucht auch eine Flasche Bier. Alsohabe ich 2 Flaschen Bier gekauft (zwei verschiedene zur Auswahl), Kuchen und Eis.
  • Wieder zu Hause habe ich Kaffee gekocht, das Stück Kuchen,was ich mir mitgebracht hatte, genossen und natürlich musste ich auch das Eis testen.

  • Tja, und dann kam auch noch der Lieferservice von Real und hat mir die schweren Sachen vom Wochen kauf geliefert. Ich habe zum ersten Mal den Lieferservice von Real genutzt. Das gibt es hier erst seit Kurzem und ich wollte testen. Nein, das mache ich nicht wieder. Es kamen zwei nicht deutschsprechende junge Männer, die nicht wussten, was ich den bestellt hatte. Durch die mangelnden Sprachkenntnisse war das etwas doof. Gut mache ich halt nicht wieder.

So, das war mein Samstag. Zwischendrin kam auch noch meine Tochter für 15 Minuten vorbei, weil ich für sie noch Briefe hatte, die die Post eben nicht nachgesandt hatte. Und sie hat mir erzählt, dass ihr Auto kaputt ist. Es ist erst 5 Jahre und der Kredit dafür läuft noch. Die Reparatur soll ca. 2500€ (!) kosten. Nun  wird es sicher wieder ein neues werden. Vielleicht. Das wäre dann Kredit Nr. 8. Sie haben durch ihr Hausbau 4 Kredite, 2 Autokredite und einen Konsumentenkredit für Möbel, die sie schon gar nicht mehr hat. Es ist unglaublich. Ein paar Mal habe ich versucht, ihr klar zumachen, wie risikohaft das ist. Sie hat es trotzdem gemacht. Ja, sie sind beide Beamte und haben einen sicheren Arbeitsplatz, aber das Leben stellt auch noch andere Fallen. Ich hoffe sehr, dass alles bei den beiden glatt läuft ….#

Am Samstagabend wollte ich dann alles in meinen Blog packen, aber ich war einfach zu müde, aber ich habe mich gut gefühlt, bei all dem, was ich geschafft hatte. Ohne Fernsehen und tablet.

Gestern nun, am Sonntagnachmittag, kam T. und wir haben zusammen eine Seitenmarkise für meinen Balkon aufgebaut, damit sich meine Wohnung im Sommer so stark aufheizt. Geplant war eine halbe Stunde … Aber die Aufbauanleitung war wieder sowas von unverständlich, dass wir ganz viel probieren mussten …aber wir haben es geschafft und hoffen, dass auch ein potentieller Sturm mir das Teil nicht vom Balkon pustet.

Es sieht ziemlich schief aus, ist es aber nicht …

Und heute? Mache ich weiter mit „ohne Fernsehen und ohne tablet“ …
Ich weiß, dass das alles kein Mensch interessiert, aber es ist wichtig für MICH.
Und als nächstes poste ich wider einen Postkasten.

Jetzt bin ich so unsagbar müde, es ist gerade mal 10 Uhr.  Ich drücke jetzt einfach auf den „veröffentlichen“ Knopf, wer Fehler hier entdeckt, möge darüber hinwegsehen. Achwas, bis hierher hat es eh keiner gelesen… Es ist mein Blog, eine Dokumentation wie ich durch die Zeit der Depression komme und heute war dieser komische Post dran.

Punkt.

*     *     *     *     *

 

 

 

Postkasten #14

Der früher einmal grün gestrichene …

 

*      *      *      *      *

 

Die Geschichte zum Mittwoch #28

Nein, mir geht es nicht gut.
Und ich ärgere ich wahnsinnig darüber.
Immer wieder ziehen mich unbedachte, nebenbei gesagte, unbedeutende Halbsätze andere mich derart nach unten, dass ich wieder in meiner grünen Safaecke sitze und mir wünsche, es täte sich ein großes Loch vor mir auf, in das ich graues Mäuslein mich verflüchtigen könnte.

Das große Loch ist nicht da, nicht in meinem Wohnzimmer, und so flüchte ich mich mit meinem Gedankenkarussell in die „Geschichte zum Mittwoch“.

Das Pferd und der Esel

Ein Bauer trieb ein Pferd und einen Esel zu Markte. Beide waren mit der gleichen Last beladen.

Als sie schon eine gute Strecke vorwärts gegangen waren, merkte der Esel, wie seine Kräfte nachließen.

„Ach“, bat  er das Pferd kläglich, „du bist viel größer und stärker als ich, und doch hast du nicht schwerer zu tragen, nimm mir einen Teil meiner Last ab, sonst erliege ich.“

Hartherzig schlug ihm das Pferd seine Bitte jedoch ab: „Ich habe selbst meinen Teil und daran genug zu tragen.“

Der Esel schleppte sich weiter, bis er endlich erschöpft zusammenstürzte.

Vergeblich schlug der Bauer auf ihn ein, der Esel war tot. Es blieb nun nichts weiter übrig, als die ganze Last des Esels dem Pferde aufzupacken, und um doch etwas von dem Esel zu retten, zog ihm der Besitzer das Fell ab und legte auch dieses noch dem Pferd oben auf.

Zu spät bereute das Pferd seine Hartherzigkeit.

„Mit leichter Mühe“, so klagte es, „hätte ich dem Esel einen kleinen Teil seiner Last abnehmen und ihm vor dem Tod retten können. Jetzt muss ich seine ganze Last und dazu noch seine Haut tragen.“

Aesop

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Wo ist mein Pferd?

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Postkasten #13

Der Blumige …

 

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Postkasten #12

Der mit dem rostigen Dach …

 

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Hornveilchen für 49ct …

Vergangenem Dienstag hatte ich wieder eine Therapiestunde.
Auf dem Weg dahin komme ich immer bei Aldi vorbei.
Am Dienstag gab es dort Hornveilchen … für 0,49€, 8 Stück.
Sie guckten schon bisschen traurig, aber für 49ct?

Ja, ich wusste, dass wieder Frost kommen würde.
Ja, ich weiß, dass ihnen so ein ganz kleines bisschen Frost nichts ausmacht, aber weit unter 0°?

Ich habe sie gekauft und auf meinen Balkon gestellt.
In den letzten Tagen habe ich in einer Ratgebersendung gehört, dass man die Pflanzen bei drohenden Frost mit Wasser besprühen soll.
Weil Frost schützt vor Erfrieren.
Klingt paradox.
Ich habe sie besprüht und gestern Abend vergessen, sie vom Balkon reinzunehmen.
Heute früh waren die Blätter gefroren und sahen sehr traurig aus.
Ich habe sie nun erstmal ins Wohnzimmer gestellt und siehe da, nach ein paar Stunden haben sie sich etwas erholt, meine Hornveilchen für 49ct.

 

Die nächsten Tage wird der Frost bleiben, auf jeden Fall nachts.
Ich werde sie noch nicht in die Balkonkästen setzen, sondern fleißig einsprühen und nachts hereinnehmen.
Ich bin echt gespannt, ob sie es schaffen.

Und nun können sich alle Hobbygärtner scheckig lachen…
Stört mich gar nicht.

*     *     *     *     *      *

 

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