12 von 12 — #1

Beliebt bei vielen Bloggern ist, zu Beginn eines Jahres ein Motiv auszuwählen und dies über 12 Monate zu beobachten, das heißt, am Ende jeden Monats wird dieses Motiv vom gleichen Standort aus fotografiert, so dass man am Ende eines Jahres 12 Fotos von 12 Monaten hat, die den Wechsel der Jahreszeiten nachvollziehen. (Ohwei, was ist das für ein Satz. Ich habe ein halbes Glas Wermut getrunken).

Ich habe mich für den Eingang des Botanischen Volksparks entschieden. Und das ist er:

Januar 2018

Bin echt gespannt, zumal ich ja nun auch weiß, wie das im Sommer ausschaut. Ich freue mich auf die Bilder.

Uff, das Januar-Bild hab ich gerade noch geschafft, in knapp 2 Stunden haben wir Februar…

 

*     *     *      *     *

Rostparade #9

Heute am Ende des Monats hab ich wieder ein Foto für die Rostparade von Frau Tonari:

Rostglocke

 

*     *     *     *     *

PS: Upps, da bin ich wohl etwas vorschnell. Bei Frau Tonari hat sich die Rostgemeinde noch gar nicht versammelt. Iss also noch nix mit dem Verlinken.

*      *     *      *     

Blitzlicht #14

pixabay.com

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Gestern Nachmittag war ich wieder „drüben“.
„Drüben“ heißt über die Straße.
Dort wo meine Tochter mit ihrer Familie nun noch 13 Tage wohnt.
Noch 13 Tage, dann sind sie weg und ich weiß nicht, wann ich sie wieder sehen werde.

Nein, sie bevölkern nicht den Mars.
Aber für mich ist es mars-ähnlich in dem Sinne, dass sie für mich mit 2 Hunden mit den Öffis nicht zu erreichen ist.

Und es war so ganz anders geplant. Ich hier in der kleinen Wohnung, sie gegenüber, immer als Sicherheit im Kopf, falls der andere Hilfe benötigt. So wie im vergangenen Jahr mit meinem doppelten Beckenbruch.

So die Idee, so die Absprache.
Und falls Hausbau, dann mit Einliegerwohnung für mich.Das war klar.

Und nun?
Nun ziehen sie weg. Und ich trage schwer damit.
Sie weiß es.

Mittlerweile kann ich zu hören, wenn sie von Wandfarbe reden oder wo der Kamin hin soll, dass eines der Kinderzimmer nur noch 8qm groß ist und die Küche nur aus Unterteilen besteht, weil das Geld für Hängeschränke fehlt.
Ich kann das alles hören, ohne in Tränen auszubrechen.

Aber wenn ich dann wieder in meiner kleinen Wohnung bin, dann bricht es über mir zusammen.

Ja, ich weiß, dass das für Außenstehende schwer verständlich ist.

Im Kopf ist mir auch alles klar, aber wenn man mitten in Depressionen steckt, Psycho-Pillen schluckt und gerade eine Psychotherapie macht, dann sind solche Ereignisse das pure Gift, dann zieht einen das wieder ins Bodenlose.
Dann kann man damit nicht umgehen.
Gar nicht.
Da hilft kein „Reiß dich zusammen, das ist der Lauf der Welt“, „Hab dich nicht so, es gibt wirklich Schlimmeres.“
Weiß ich, hilft aber nicht.
Schafft man nicht. Schaffe ICH nicht.

Das erinnert mich an eine Frau aus der Selbsthilfegruppe. Sie hat ein Grundstück von 3000qm und muss nun nach einer neuen Vermessung 200qm an den Nachbarn abgeben. Sie braucht die 200qm nicht, es ist nur ein kleiner Streifen. Und trotzdem ist es für sie so schlimm, dass sie nur aufgelöst und weinend in der Gruppe sitzt.

Depressionen haben nichts mit den objektiven Dingen zu tun.
Gar nichts.

Das vegetative Nervensystem spielt verrückt, es ist nicht zu kontrollieren.

*     *      *     *

Und heute hat ich wieder eine Therapiestunde.
Natürlich war das wieder DAS Thema, MEIN Thema.
Und wieder fand mein Therapeut Worte, die mich aufgerichtet haben, nachdem ich all das, worüber ich mir Sorgen mache, ihm vor die Füße geworfen habe.
Er trifft es bei mir immer auf DEN Punkt, dass ich wieder zuversichtlich seine Räume verlasse.

Nein, es ist nicht allein sein Uni-Wissen, sondern auch seine menschliche Erfahrung und im konkreten Fall haben seine Kinder vor einem dreiviertel Jahr genau das gleiche gemacht.

Ich war also willkommen im Club.

DANKE Herr M.!

 

*     *     *      *      *

 

Mein Freund der Baum #4

… mit „ichweißnichtwas“ am Stamm, vielleicht Rosetten-Pilze?

 

*     *     *     *     *

Du fehlst mir …

… seit fast 9 Jahren bist du nicht mehr da.

Ich weiß nicht, wo diese 9 Jahre hin sind.
Sie sind wie ein Wimpernschlag.

Es ist, als sei es gestern gewesen, als ich an deinem Krankenhausbett auf der Intenivstation stand, wir uns in den Armen lagen, weil wir dachten, dass du es geschafft hast, dass es nun wieder alles gut wird und du die drauffolgende Nacht nicht überlebt hast.

… seit fast 9 Jahren bin ich allein. Der Versuch, eine neue Beziehung einzugehen, scheiterte jämmerlich und waren die reinste Katastrophe.

… seit fast 9 Jahren ist die Hecke weg, die Gott um unsere Ehe gezogen hatte, das nichts, aber auch gar nichts Böses durchdringen konnte.

Es ist so viel passiert, so viel Unschönes in diesen letzten 9 Jahren ohne dich und ohne die Hecke.
Und nun sitze ich hier.

Ja, ich lebe.
Irgendwie.
Immer noch.

Ich weiß nicht, was nach dem Tod passiert.
Ich weiß nicht, wo du bist.
Ob du noch da bist oder ob du es erst wieder sein wirst am Ende dieser Welt.
Ich habe keinen Zugang zu dieser deiner jetzigen Welt.

Und so bitte ich meinen großen Gott, dir zu sagen, dir das Gefühl zu geben, dass ich dich immer noch liebe.
Auch noch nach diesen 9 Jahren.
Und die nächsten 9 Jahre.

Und ich warte, ich warte bis eines Tages die Tür aufgeht und du mir entgegen kommst.
Für immer.

Ist es albern, dass ich immer noch Klamotten für dich habe, einmal komplett zum Anziehen?
Griffbereit.
Denn vielleicht öffnet sich die Tür schon morgen.
Wer will das schon wissen?
Wer kennt Zeit?

9 Jahre, die nicht existiert haben.

*     *     *     *     * 

Die Geschichte zum Mittwoch #24

pixabay.com

Der Esel und der Fuchs

Ein Esel und ein Fuchs lebten seit langer Zeit zusammen, pflegten eine gute Freundschaft und gingen auch miteinander auf die Jagd.

Auf einem ihrer Streifzüge kam ihnen einmal ein Löwe in den Weg und der Fuchs fürchtete, er könne nicht mehr entfliehen. Da bediente er sich einer List und sprach mit künstlicher Freundlichkeit zum Löwen: „Ich fürchte mich nicht vor dir, großmütiger König! Kann ich dir aber mit dem Fleische meines engstirnigen Gefährten dienen, so will ich das gerne tun.“

Der Löwe versprach ihm Schonung, und der Fuchs führte den Eselin eine Grube, in der dieser sich fing.

Brüllend eilte nun der Löwe auf den Fuchs zu und ergriff ihn mit den Worten: „Der Esel ist mir gewiss, aber dich zerreiße ich wegen deiner Falschheit  zuerst.“

Der Verrat ist einem willkommen – aber den Verräter liebt man dennoch nicht.

Aesop

*     *      *      *      *

Vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber mich erinnert diese Falschheit ein bissel an die heutige Nachricht in den Medien, dass die Rüstungsexporte  in der letzen GroKo um 45% gestiegen sind gegenüber der schwarz/gelben Regierung. (Was jetzt nicht heißen soll, ich fände eine zukünftige Jamaika-Regierung toll)

http://www.tagesschau.de/inland/ruestungsexporte-drittstaaten-101.html

War da noch vor Kurzem der Spruch: Wir müssen Fluchtursachen verhindern!

Und nun steht in dem Sondierungspapier: „Die Bundesregierung wird ab sofort keine Ausfuhren an Länder genehmigen, so lange diese am Jemen-Krieg beteiligt sind.“

Wie jetzt? Auf einmal? Und was ist jetzt mit dem Argument der Arbeitsplatzsicherung?

Noch eine 180 Grad Drehung?

Ich habe nicht viel Ahnung von Politik, aber den derzeitigen Zirkus muss man auch nicht verstehen.

„Vorwärts Genossen, wir gehen zurück“

Nungut, es sollte nur heißen, der Fuchs aus der Fabel ist nicht das einzige Wesen, das falsch spielt.

 

*      *      *      *     *

 

Das Foto von neulich …

Kann sich jemand noch an dieses Foto erinnern:

Bei dem Tümpel im Botanischen Volkspark war ich sehr gespannt, wie er denn im Winter aussieht. Winter ist ja dieses Jahr wiedermal nicht in der Hauptstadt, oder vielleicht noch nicht, aber Januar isses und da sieht der Tümpel nun so aus:

Tatataaa:

Dieses Foto hat doch etwas, oder?

*     *     *      *      *

Das Wort zum Montag #11 …

… obwohl heute schon Dienstag ist. Ich bin gestern Abend nicht fertig geworden.
Und nun geht es hier weiter (ja, ich weiß, die Pause war groß, aber nicht vergessen):

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

Aus einer Mücke keinen Elefanten machen

„Wecke nie den Ärger, bis er von selbst kommt, denn wer den Ärger weckt, bekommt ihn doppelt.“

David Keppel, Autor

„Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen [eigenen] Frieden. Und der Frieden, den ich schenke, ist nicht der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst. [Hört auf, euch selbst zu erlauben, aufgeregt und beunruhigt zu sein. Erlaubt euch selbst nicht, furchtsam und eingeschüchtert, feig und gereizt zu sein.]

Johannes 14:27

Es gibt heutzutage zu viele Menschen, die bei Kleinigkeiten in Panik geraten. Sie lassen sich so schnell aus der Ruhe bringen, dass sie ein Leben voller Sorgen und Probleme führen. Jemand hat einmal gesagt: „Überlege dir gut, an welcher Front du kämpfst.“ Das ist ein guter Rat. Im Leben der meisten Menschen gibt es genug große Ereignisse, mit denen man sich auseinander setzen muss. Da muss man nicht auch noch aus Angelegenheiten, die man getrost ignorieren kann, etwas Großes zu machen.

Jeden Tag bieten sich viele Gelegenheit, sich über irgendetwas aufzuregen. Aber wir können uns auch entscheiden, es nicht zu tun und ruhig zu bleiben. Satan will uns dazu verleiten, uns aufzuregen. Finden Sie heraus, worüber Sie sich aufregen und lernen Sie sich selbst besser kennen. Entschließen Sie sich, all die Kleinigkeiten, die ohnehin in Ihrem nicht von Bedeutung sind, loszulassen. Die Bibel sagt, dass die kleinen Füchse den Weinberg verwüsten (Hohelied 2:15). Wie oft kommt es zur Ehescheidung, weil die Partner über die Jahre viele Kleinigkeiten in sich aufgestaut haben, die mit der Zeit zu einem unüberwindbaren Berg wurden. Wenn wir das Böse, das uns angetan wurde, nicht nachtragen, wie es in 1. Korinther 13 heißt, dann sind unsere Beziehungen einfacher und leichter. Früher habe ich einmal sehr genau „Buch geführt“, über alles, was andere mir angetan haben, das mich verletzt oder beleidigt hat. Mein Leben war ein einziges Chaos. Alles war kompliziert und ich war unglücklich.

Seien Sie nicht zu verletzlich, denn Sie selbst leiden am allermeisten darunter. Wenn uns jemand verletzt, tut er das normalerweise nicht mit Absicht. Denken Sie daran, dann wird Ihr Leben um vieles leichter. Wenn unsere Gedanken mit allem, was uns je angetan wurde, voll sind, dann können wir das Leben nicht mehr genießen. Wenn unser Leben einfach sein soll, dann müssen wir unsere Gedanken und Gefühle rein sein. Unsere Herzen müssen bereit sein, anderen zu vergeben, statt verletzt und beleidigt zu sein.

Wenn wir mehr Zeit damit verbringen, darüber nachzudenken, was andere uns angetan haben, verlieren wir jede Freude. Wir werden kritiksüchtig, mürrisch und defensiv, und das gefällt Gott gar nicht. Wenn wir bereit sind, schnell und immer wieder zu vergeben, wird unser Leben um vieles leichter.

Joycs Meyer, „100 Dinge, die Leben leichter machen“

*      *     *     *     *

Hm, was soll mir das nun sagen?

Ich bin dann doch das Gegenteil. Ich mache aus Elefanten Mücken. Ich nehme mich nicht wichtig. Ich denke nicht darüber nach, was andere mir angetan haben, sondern, was ich falsch gemacht haben könnte, dass der andere so reagiert, wie er reagiert.

Ich weiß, das ist auch nicht gesund. Also nehme ich diesen Text einfach anders herum: Mache aus Elefanten keine Mücken!

*      *      *      *       *

  1. Regel: Eins nach dem anderen tun
  2. Regel: Lernen Sie Zufriedenheit
  3. Regel: Setzen Sie Gott an die erste Stelle
  4. Regel: Leben Sie zur Ehre Gottes
  5. Regel: Sorgen Sie sich nicht um Morgen
  6. Regel: Lassen Sie die Vergangenheit los
  7. Regel: Lernen Sie Nein zu sagen
  8. Regel: Sie selbst sein
  9. Regel Qualität ist wichtiger als Quantität
  10. Regel Fangen Sie nichts an, was Sie nicht zu Ende führen können

Das Foto vom Tag …

Da ich schon in anderen Blogs die ersten Schneeglöckchen gesehen habe, bin ich heute gezielt mit meinem Hundemädchen losgelaufen, um sie zu suchen. Eineinhalb Stunden bin ich durch die Gärten gelaufen und … NICHTS!!

Nur eine Januar-Rose …


Dieses Foto hat mich dann doch entschädigt …

 

*     *      *     *     *

Hay Day – Achtung Suchtgefahr!

Es mag so 10 Jahre her sein, da spielte meine Lieblingstochter auf ihrem Handy Hay Day. Falls es den einen oder eine gibt, die dies noch nicht kennen: es ist ein Farm-Spiel.

Ein Spiel, auf dem man als geborener Großstädter mal das Landleben üben darf. Man hat Hühner-, Schweine-, Schaf-, Kuhställe, produziert (oder besser lässt produzieren) Milch, Schinken, Eier, die man wiederum Butter, Käse, Wolle, Kuchen, Brot … verwandeln kann. Um die ganze Viecherei ernähren zu können, hat man Felder, auf denen man Weizen, Mais, Sojabohnen … anbauen kann. Verkaufen kann man dann das ganze in einem Hofladen.

Damals also (vor den gefühlten 10 Jahren) gab es das Spiel nur das iphone.

Vor 2 Tagen kam das Kind mit ihren 39 Jahren und sagte, sie spiele es wieder, weil es das jetzt auch für android gibt. (Womit sollte sich sonst auch eine Kriminalkommissarin beschäftigen? – Nein, natürlich spielt sie es nur in den Pausen, beim Warten auf irgendetwas, an der roten Ampel oder so oder auch nachts zwischen 22-6 Uhr -Ironie aus)

Nun, damals konnte ich es nicht spielen, weil ich, im Gegensatz zum Töchterlein, nur ein olles Android-Handy hatte.

Aber JETZT, jetzt ging es. Und dank des eingekehrten Wohlstandes auch auf den tablet.

Zwei Tage saß ich da, fütterte Hühner, ließ Butter und Joghurt herstellen, grillte Schinken mit Eiern, erntete Mais und machte Popcorn, belieferte Großstädter mit Brot und verkaufte im Hofladen, alles, was ich übrig hatte. Kaufte wiederum die Produkte, bei denen ich auf meinen Feldern nicht nach kam, damit all meine Tiere auch genug zu fressen hatte.

2 Tage – wiedermal – bis mir klar wurde, dass dieser 24 Stundenfresser nichts anderes ist, als das hin- und herschieben von Bytes, ich zu nichts anderes mehr komme als zu diesem, einschließlich Schlaf. Alles basierend auf 0 und 1, gelernt vor gefühlten 100 Jahren im EDV-Unterricht.

Nun ist Schluss.

Wenn ich nicht vernünftig damit umgehen kann, wenn ich keine Grenze finde, nur noch in Hühnerfutter und Kuhstall denken kann, dann ist es definitiv nichts für mich.

Zum Abschluss habe ich noch ein Foto gemacht. Wie hätte es ausgesehen, wenn ich es nicht nur 2 Tage, sondern 2 Jahre gespielt hätte oder gar die ganzen letzten 10 Jahre? Ob es mich dann noch geben würde? Oder längst verhungert, verdreckt und stinkend auf meinen grünen Sofa?

Weiß man nicht …

*      *      *       *      *

 

%d Bloggern gefällt das: