Durchhalten und noch 21 Tage

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Kaufkraft und Willenskraft

Überall, in jeder Gemeinschaft und bei jeder Arbeit kommt eine Zeit, da steht es dir bis oben hin, da meinst du es nicht mehr auszuhalten. Die Arbeit, die dir am Anfang so viel Freude machte, wird langweilig, und die Leute, mit denen du begeistert begonnen hast, findest du unmöglich.

Wenn du dann einfach aufgibst, bist du für keinen und zu nichts mehr wert. Du wirst erst Glück und Erfolgt haben, wenn du das gelernt hast:

DURCHHALTEN
Heute ist viel von Kaufkraft die Rede und zu wenig von Willenskraft, von der Kraft durchzuhalten.

Länger durchzuhalten ist das Geheimnis aller Siege.

(Phil Bosmans)

 

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Aber manchmal schafft man es nicht mehr, dieses Durchhalten. Nein, es ist dann kein Versagen, wer wirft den ersten Stein?
Die 21 Tage schaffe ich. Bestimmt.

 

 

 

Geranienbabys und noch 22 Tage

Im Frühjahr hatte mir Dora eine Geranie mitgebracht, die sie überwintert hatte.
Sie ist wunderbar und kräftig geworden.

Vor 2 Wochen nun habe ich nun meine einjährigen Balkonpflanzen entsorgt.
Aber was mit der schönen Geranie machen?

Und hallo, ich versuche, dass sie überlebt!
Habe auf youtube mir tutorials angeschaut und sie kurz geschnitten.
Leider habe ich nur einen warmen Keller, keinen Schuppen oder sonstwas.
Ich habe den Topf dann in einen Aldi-Stoffbeutel (natürlich haben auch alle anderen Supermärkte gleichwertige Einkaufstüten) gesetzt und ringsherum mir Knüllpapier ausgestopft.
Nun steht er so auf dem Balkon und ich werde sehen, ob er es überlebt.

Im Video habe ich auch gesehen, wie man von dieser Pflanze Stecklinge macht.
Die Pflanze aber hatte nur sehr verholzte und verknöcherte Stiele, wahrscheinlich ist die Pflanze schon ein paar Jahre alt.
Ich habs trotzdem versucht, zwei kleine Stiele in einen Topf mit Erde gesetzt und siehe Tataaaasmilie_girl_014.gif nach 2 Wochen sieht es bereits so aus:

Nun weiß ich gerade nicht, wie ich dieses Stecklinge über den Winter bekomme.
Soll ich sie im Wohnzimmer lassen?
Was ist dann mit der Winterruhe für die Pflanzen?

Weiß jemand das?

 

 

      

 

 

 

Männergrippe und noch 23 Tage

Ich habe immer noch meine Erkältung.
Seit Donnerstag nun schon.
Dabei hatte ich gleich mit meiner Weena-ist-erkältet-Therapie begonnen.
Das heißt, 3x täglich ein Tablettchen schlucken. Fängt mit „B“ an und ist, nein „war“ in der DDR sehr verbreitet und wirksam.
Namen darf man ja nun nicht mehr nennen wegen Werbung und so.
Bei der Weena-Erkältungs-Therapie wird auch mehrmals am Tag mit Kamille inhaliert.
Die Kamille ist nicht selbst angebaut, nicht von mir gepflückt, nicht von mir getrocknet.
Aber ich habe sie selbst gekauft und bezahlt.

Jedenfalls ist dann (bisher) die Erkältung nach 3 Tagen locker, diesmal nicht.
Mein Kopf dröhnt und alles tut mir weh.
Zum Arzt gehen?
Nein.
Was könnte er denn machen?
Antibiotika?
Will ich das?
Nein.
Also gebe ich mir noch ein paar Tage.

Weihnachten kommt auch mit riesen Schritten auf uns zu.
Ich weiß immernoch nicht, was ich mache.
Einladen, so ein armes einsames Seelchen, möchte ich nicht.
Mir fehlt die Kraft dazu.
Am liebsten würde ich mit meinem Hundemädchen  unter die Decke krabbeln und dort warten bis es der 1.1. ist.
JANUAR – Resetknopf, alles neu, alles wieder in den Startlöchern ..
Aber gute Idee: ich werde die Tage rückwärts zählen.
Hilft ein bisschen
Ab jetzt sind es noch 23 Tage.

 

      

 

PS: Was hat das alles mit einer Männergrippe zu tun? Naja, es sind ja die Männer, die wegen ein bisschen Husten und Schnupfen herumjammern. Frauen machen das nicht. Da gehts einfach weiter. „Schublade zu“

 

 

 

 

Ein Sofa-Tag …

Ich bin sooo müde, den ganzen Tag schön.
Ob es an der Erkältung liegt?
Wisst ihr wieviele Muskeln man zum Husten braucht?
Nein?
Ganz viele, ich spüre sie alle…..

Und ehe ich jetzt ganz tief und fest einschlafe, es ist die Zeit der netten Vorweihnachtsgeschichten:

 

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Erinnerung

Sie standen gemeinsam im Stall: ein Pferd, ein Ochse, ein Rennauto und ein kleiner Esel.

„Eins will ich euch sagen“, begann das Pferd, „meine Vergangenheit lässt euch vor Neid erblassen. Eine Linie meiner Vorfahren lässt sich auf die berühmten Stuten des Propheten zurückführen, eine andere Linie reicht bis zu den Lipizzanern, eine dritte führt zu den Trakehnern, und schließlich habe ich das Blut der Kavallerie Napoleons in mir.“

„Als ich noch Stier war“, begann der Ochse, „war ich stolz darauf, dass sie mich als Goldenes Kalb gossen. Als ich Ochse wurde,verband ich mit meiner Tradition den Aufstand der Nubier.“

„Typisch Ochse“, wieherte das Pferd.

„Ich fuhr die großen Rennen“, begann das Auto. „Auf dem Nürnburgring, in La Panne und überall in der Welt. In mir saß der große Manuel Fangio. Könnt ihr euch das vorstellen?“

Und so fuhren sie fort, sich ihrer Vorfahren zu rühmen,  obwohl das Pferd hinkte, der Ochse auf einem Auge blind war und das Rennauto keinen Motor mehr hatte.

„Was ist mit dir, Esel?, wandte sich das Pferd an den Grauen.

„Nichts weiter“, antwortete der leise, „aber einer meiner Vorfahren trug das Christkind“

(Peter Spangenber)

 

      

 

 

 

Ja, gestern war so schönes Wetter …

… blauer Himmel pur.

Mich rappelte es und ich habe im Wohnzimmer Fenster putzen wollen.

In Anbetracht der Tatsache, dass es nun doch bald Weihnachten ist, wollte ich gleich mal noch die 6 Schmetterlinge, die ich an die Scheibe geklebt hatte (natürlich aus Papier und in  weiß. Keine Ahnung, warum meine Kamera schwarze daraus gemacht hat. Und sie sehen auch nicht aus wie Fledermäuse oder so sondern nette kleine süße Schmetterlinge…).

Da hatte ich wirklich die Klebekraft unterschätzt.
Mir blieb nichts anderes übrig, sie mühsam mit der Rasierklinge ganz vorsichtig abzukratzen.

Merke: Nie wieder Aufkleber an die Scheibe, die kleben wie Ast.

Geputzt habe ich die Fenster auch, aber meine ganze Kraft wir dahin und es blieben nur Scheiben mit schmierigen Streifen zurück.
Rangeklebt habe ich nun Schneeflocken.
Nein, nein, ich habe gelernt!
Es sind nur solche Folienteilchen, die von selbst statisch haften.

 

Ruxfix kriegt man die wieder ab.
Warum ich mein Fenster derart verunstalte und nicht stinknormale Gardinen anhänge?
Ich habe rechts und links Vorhänge, aber ich möchte den Blick nach draußen haben.
Ich gucke nämlich nicht auf eine stark befahrene Berliner Großstadtstraße mit Abgasen, Feinstaub, Lärm und sonstigen umweltschädlichen Dingen, sondern eine Gartenanlage mit ganz viel Grün, vielen Bäumen und zwitschernden Vögeln.
Und ja, das gibt es in der Hauptstadt.

So kann man auch seinen Mittwochvormittag verbringen.

Nachmittag war nur ausruhen angesagt, ich entwickle gerade eine dicke Erkältung (kommt nicht vom Fensterputzen).
Ich hatte dann lange überlegt, ob ich am Abend zur Bibelstunde gehe.
Aus vergangenen Tagen fiel mir mein Spruch ein:

„Krankheit ist Gottes verordnete Ruhezeit“

(von mir erfunden, wenn ich Husten und Schnupfen habe)
Hatte ich gerade herumgetönt, ab jetzt alles nur noch mit Gott und so und dann bleibe ich wegen Schnupfen zu Hause?
Ging irgendwie auch nicht.
Also ging ich.
Super!
Wirklich.
Ich habs  nicht bereut.
Der Prediger macht es einfach richtig gut.
Hatte ich nicht schon  erwähnt, dass sein Verständnis der Bibel, seine Ansicht übers Christsein sich mit meinen doch sehr decken?
Die Stunde war sehr entspannt, wir haben viel gelacht.
Geht auch in der Kirche.

Juhuuu ich bin angekommen!

Heute Vormittag hatte ich wieder eine Therapiestunde.

Es war die allererste Stunde  in den 1 3/4 Jahren, in der ich mich vor ihm (den Therapeuten) setzte und sagte: „Keine Katastrophen, mir geht es gut“ Zum Buchstabieren: MIR GEHT ES GUT!

Es ist einfach unglaublich.
Und erst jetzt merke ich, wie schlecht es mir wirklich ging, wie wenig gefehlt hatte, und ich wäre nicht mehr da.
Oh manno, es war echt knapp.

Nur ein klitzekleines Problemchen habe ich zur Zeit, was so einen klitzekleinen Druck macht.

W E I H N A C H T E N.

Es gruselt mich davor.
Wie wahrscheinlich jeden, der allein lebt.
Ich weiß nicht, was ich die vielen freien Tage mache.
Am liebsten würde ich mich unter die Decke verkriechen und erst wieder hervor kommen, wenn der Januar beginnt.
Geht nicht, weiß ich.
Warum hat das so eine Macht über mich?
Die Millionen von Moslems in unserem Lande ignorieren das doch auch einfach?
Und so versuche ich mir klarzumachen, dass Jesus ja gar nicht am 24. Dezember geboren wurde, dass Weihnachten eine Erfindung von König Augustin im 3. Jahrhundert ist, einfach dieses Sonnenwendefest mit Jesus zusammengepappt.
Und außerdem, es steht nirgendwo in der Bibel, dass wir die Geburt Jesu feiern sollen.
Nichts davon.
Auch Ostern nicht.
Keine Kreuzigung, keine Auferstehung, keine bunten Ostereier, nichts.
Und warum geht es mir dann nicht gut, wenn ich an Weihnachten denke?
Darüber habe ich mit dem Therapeuten gesprochen.
Habe ihm meine ganzen „Weihnachts-Gegenargumete“ erzählt.
Als Pfarrerssohn wusste er genau, wovon ich spreche und das war heute das „Hauptthema“.
Sind das nun Sorgen oder ein „Luxus-Problem“?

Nicht desto trotz fiel mir vorhin ein Lied ein, dass in meinem früheren Leben eines meiner Lieblingslieder war.
Mit diesen Lied auf den Lippen beende ich das Geschreibsel für heute und den ganzen Tag sowieso.


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Wen interessiert’s?

Gestern Abend als ich den letzten Blogbeitrag schrieb und ich ihn online stellte, fragte ich mich ernsthaft, wenn interessiert das eigentlich?
Wen interessiert es, was in meinem Hirn vor sich geht?
Beinahe hätte ich den Beitrag wieder rausgenommen.
Bis ich mich gefragt habe, für wen ich denn schreibe?
Bin ich auf der Suche nach tollen und vielen Lesern, die mir Honig in die Kommentare schreiben?
Oder sollte ich es einfach wie bisher halten: Ich schreibe für mich, meine Gedanken, meine Gefühle, authentisch, ICH?
Für mich? Für MICH.

MEIN SPURWECHSEL.

Es soll wieder ein richtiges TAGEBUCH werden. Ein Jeden-Tag-Tagebuch.
Keine Eventberichte, so wie sie gerade anfallen oder auch nicht.
Ich will mich spiegeln, mich reflektieren, auch aus der vermeintlichen Sicht Gottes.
Mal gucken, was daraus wird, aus dem Spurwechsel.

 

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Spurwechsel …

Nein, ich möchte nichts über Politik schreiben.
Auch nichts über Flüchtlinge, nichts über demografischen Wandel, nichts über den Arbeitsmarkt, über Asyl und Ausbildung.
Nur über mich.

Es hat ein Weilchen gedauert,3 Wochen bis ich es in meinem Kopf klar bekommen habe, wohin die Reise führt.
Nein, ich fahre nirgendwohin.
Ich gebe nur meinem Leben eine neue Richtung.

Ganz so plötzlich war es dann doch nicht.
Es kam ein Puzzle-Teil zum nächsten.

Wer hier schon eine Weile mitliest, weiß, dass ich jeden Donnerstag zur Selbsthilfegruppe gehe.
Sie war in den ganz schlimmen Zeiten eine wirklich große Hilfe.
Dort sind Menschen, die mich verstehen.
Wenn ich sage, mir geht es nicht gut, dann wird das verstanden.
Ich musste nichts erklären, mich nicht rechtfertigen.
Das war sooo gut, es tat sooo gut.
Ich fühlte mich nur noch unter diesen Menschen wohl.
Vermeintlich „Gesunde“ überforderten mich.

Vor einem halben Jahr verließ der Leiter die Gruppe, er hatte neue und andere Aufgaben.
Von da an begann die Gruppe zu bröckeln.
Nach und nach verließen 4 weitere die Gruppe bis nun vor 3 Wochen auch die neue Leiterin aufhörte.
Ich glaube, sie ist nicht damit klargekommen, das alles zerbröselt.
Statt ihrer sind zwei neue Herren gekommen, die die Gruppe weiterführen möchten und jede Menge neuen Wind mitbrachten.
Das war aber sogar nichts für mich. Die beiden Herren.
Beide sind HartzIV-Empfänger.
Das ist völlig ok.
Aber mit dieser Tatsache nahmen sie Raum ein, ließen für nichts anderes mehr Platz.
Nein, sie suchen keine Arbeit.
Sie wollen nicht arbeiten.
Der Staat ist doch sowieso kacke, da sehen sie nicht ein, dass sie Steuern zahlen sollen.
Und wenn arbeiten, dann schwarz.
Jeder kann so leben wie er möchte.
Aber diese private Einstellung dominant in den Raum zu stellen und das nicht nur einmal, sondern immer.
Nein, das ist nicht mein Ding.
Da fühle ich mich nicht wohl.

Und ich begann zu überlegen, was ich mache, was wichtig für mich ist, was mir gut tut.

Parallel dazu begann ich wieder regelmäßig zur Gemeinde zu gehen.
Mit jeder neuen Predigt, gefiel mir der Prediger besser.
Das, was er sagte, passte fast 1:1 dem Verständnis, was ich habe.
Ich begann, mich dort wohlzufühlen.
Ich ging zu den Gottesdiensten, zur Seniorengruppe (haha) und zur Bibelstunde.
Überall hatte ich den Eindruck herzlich willkommen zu sein.
Es waren Themen wie in der Offenbarung die Schreiben an die Gemeinden, wo eindringlich gefordert wurde „kehrt zu eurer ersten Liebe zurück“. (Soll heißen, denkt daran, wie es war, als man zum Glauben gekommen ist).
Und das war bei mir wirklich grandios.
Genauso soll es wieder werden.
Ich möchte wieder diesen bedingungslosen Glauben haben, möchte meinen Gott zu 100% vertrauen, möchte wieder jeden Tag in seine Hände legen, möchte mich wieder beschützt fühlen.
Ist das naiv?
Dann bin ich es gern.

Ich habe meinen Therapeuten davon erzählt und bin bei ihm offenen Türen eingerannt.
Hatte ich schon erwähnt, dass er der Sohn eines Pfarrers ist?
Wenn ich bei ihm etwas von Gott, der Bibel und dergleichen erzähle, dann weiß er, wovon ich spreche.
In der der letzten Sitzung schwärmte er mir etwas von dem wunderbaren Buch der Bibel vor.
Das hatte schon etwas Komisches.
Aber das Beste kommt noch:

Mir geht es gut!
Ja, richtig gelesen, mir geht es gut!
Ihr glaubt gar nicht, was für ein großartiges Gefühl das ist!

Nun stellt sich die Frage, wie ich diesen Blog hier weiter schreiben möchte, ob überhaupt.

Ich denke, ich werde es versuchen, werde versuchen zu beschreiben, was wichtig für mich ist und wie neue Gedanken in meinen Kopf einziehen und alte verdrängen.

Ob das einfach so geht.
Ob die dunklen pechschwarzen  sich dagegen zur Wehr setzen.
Ob es anhält.
Ob das eine Schnapsidee ist.
Oder ob es mir wirklich gelingt, eine Kehrtwende hinzulegen.

Vielleicht runzelt jetzt jemand mit der Stirn und sagt: Hallo Weena, man kann sich die Welt nicht schön denken, sie ist nicht schön. Sie ist kalt, grausam, erbarmungslos.

Komm runter von deiner rosaroten religiösen Fantasiewolke.
Wie sagte doch Karl Marx: „Religion ist das Opium des Volkes“
Von diesem Opium wäre ich sehr gern abhängig, wenn sie mir ein Leben schenkt, dass lebenswert und völlig umsonst ist.

Wer mag, kann ab jetzt weiterlesen, wie es mir damit geht… ob es geht …

 

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Nur für mich …

Gestern früh war es.
Ich schaute aus dem Fenster und sah … einen Regenbogen, jedenfalls ein Stück davon.
Den andere Teil hat das Haus verschluckt.
Schnell habe ich meine Kamera genommen und geknipst, durch das geschlossene Fenster.

Ich nahm fix meinen Schlüssel und lief mit Kamera die Treppen hinunter vors Haus und wollte noch ein Foto vom gesamten Regenbogen machen.
Aber es war kein Regenbogen zu sehen.
Nichts.
Nicht mal schwach, nicht ein einziger Ansatz.
Und ich ging nachdenklich wieder nach oben.

Regenbögen habe eine ganz besondere Bedeutung für mich.
Kennt ihr den biblischen Hintergrund?
Aber bestimmt die Arche-Geschichte mit Noah.
Nach der Sintflut zauberte Gott einen Regenbogen am Himmel als Zeichen des Bundes zwischen ihm und den Menschen. Er sagte, dass er die Erde nie wieder durch die Sintflut vernichten werde.
Und dieser Bund zwischen Gott und der Menschheit ist dann auch logischer Weise auch ein Bund zwischen mir und Gott.
Folgedessen war es gestern ein Zeichen nur für mich ganz allein (als ich unten war, war ja kein Regenbogen mehr zu sehen, besser – für alle anderen Menschen auch nicht) mit der Aussage, dass Gott keine Sintflut mehr über mich bringen wird, mit anderen Worten: keine Katastrophen mehr.

Ist das nicht großartig?

Jaja, ich weiß, so mancher wird sich jetzt an den Kopf greifen und denken, jetzt ist sie komplett verrückt. Eines ihrer Medikamente hat wohl das Hirn völlig vernebelt.
Bitteschön, das können alle denken, aber für mich war es ein wunderbares Zeichen von Gott.
Punkt.

 

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Mein Hunde-Opi hat seine Flügel ausgebreitet

und ist in den Hundehimmel gereist.

Ich hatte es schon lange geahnt.
Mein Willi wurde seit Wochen immer dünner.
Aber er fraß ganz normal, eigentlich mehr als normal, weil ich 3x am Tag fütterte, auch Trockenfutter hatte ich immer zu stehen. (Was ich sonst nicht mag, aber in Anbetracht seines Gewichtsverlustes, habe ich es so gemacht.)
Willi hörte schon lange nichts mehr, weil seine  Ohren durch chronische Entzündungen völlig vernarbt waren.
Seit einem Jahr muss ich ihn in der Wohnung windeln, weil er inkontinent geworden war.
Seine Augen ließen nach, so dass er kaum noch etwas sah.
Manchmal stand er mit der Schnauze zur Wand, weil er meinte, dort müsste die Tür aufgehen.
Bei Leckerlies schnappt er immer erstmal daneben, weil er nicht genau sah, wo ich sie hinhielt.
Wenn er von seinem Kissen morgens aufstand, fiel er erstmal um, er konnte das Gleichgewicht beim Schütteln nicht mehr halten.
Und trotz alldem hatte ich den Eindruck, dass er nicht litt. Dass er sich freute, wenn er auf seinen Kissen lag. Er freute sich, wenn mich wahrnahm oder wenn er draußen seinen Hundefreund traf. Dann konnte er nochmal richtig aufdrehen.
Sein Napf war immer ganz leer geputzt.

Nur heute, heute Morgen war es anders. Er fraß sein Lieblings-Morgenfutter nicht. Zum Bürsten, was er liebte und genoss, musste ich ihn tragen.
Er lag apathisch da und wollte auch nicht das immer anschließende Hunde-Kokos-Keks.
Er drehte den Kopf weg.
Ich ahnte, was das bedeutet.
Am Nachmittag bin ich dann zum Tierarzt mit ihm.
Hab gesagt, dass mein Willi nicht mehr mag.

Er wog sonst immer 8,5kg. Jetzt gerademal 6kg. Die Tierärztin überredete mich noch, dass ein Blutbild von ihm gemacht wurde. „Ja, wenn er Diabetes hätte, was sie vermutete, könnte man doch …“ Nein, ich wollte es nicht. Weil ich längst ahnte, dass das nichts mehr bringt und irgendwelche lebensverlängernden Maßnahmen mit täglich Spritzen, Tropf und Tabletten. Nein, das will ich nicht. Das ist für einen alten Hund, der nicht mehr mag,einfach nur noch viel Stress.
Ich habe der Blutuntersuchung zugestimmt, weil ich nicht in der Lage war, ein lautes NEIN zu sagen.
Wir haben 30 Minuten auf die Laborergebnisse gewartet.

Die Ärztin kam und sagte: Ihr Willi hat ein Nierenversagen, wir können nichts mehr für ihn tun …………..

 

 

 

 

Hauptziel … Durchhalten …

Foto ist nicht von heute, soll nur sinnbildlich sein – Licht im Dunkeln –

Lange nix geschrieben, mich hat die Depression wieder voll erwischt.
Zumindest habe ich heute schon mal im Kopf, nur nicht weiter reinfallen, nicht sitzen bleiben, raus gehen. Irgendwie.
Das kostet mich die ganze Kraft.
Nachher will ich mir Tagespläne schreiben und diese abarbeiten.
Nein, nichts Großartiges.

Hunde Gassi,
Abspülen,
Hunde bürsten,
Kartoffeln kochen,
Willis Windeln waschen,



Eben so was.
Und  ich habe mir ganz fest vorgenommen, heute Nachmittag zum Gottesdienst zu gehen…
Unter Menschen.

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