Blitzlicht #9

Blitzlicht #9

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Es war eine Erzähl-Frage-Stunde.
Herr M. lies mich erzählen, erzählen aus meinem Leben, von Gott, von J., von meiner Tochter…
Ab und zu stellte er eine Zwischenfrage.
Es war eine Stunde ohne Aha-Effekt.
Ohne offensichtlichen Therapieplan, jedenfalls für mich nicht zu merken.
Ohne Tränen.
Ohne neue Sichtweisen für mich.
Ohne neue nachdenkenswerte Gedanken.
Nur Erzählen, so wie es rauskam.
Es tat gut.
Ja, es tat mir gut.

 

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Das Foto von gestern (Abend)

Wenn der Tag schlafen geht …

 

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Das Wort zum Montag #3

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

Setzen Sie Gott an erste Stelle

„Der Mensch hat sein Leben durch Gott, nicht durch seine Gaben, egal wie reichlich sie auch vorhanden sein mögen.“

Henry Alford, britischer Autor und Theologe

„Ich will dich segnen [und dich überreichlich beschenken] und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen [damit du das Gute weitergibst]

Mose 12:2

Schon oft habe ich gelesen, dass man nicht gleichzeitig erfolgreich sein und ein einfaches Leben führen kann. Das verwirrt mich, denn ich glaube, dass es Gottes Wille ist, dass seine Kinder in jedem Lebensbereich erfolgreich sind, auch im finanziellen und materiellen Bereich. In Psalm 35:27 steht, dass Gott seinem Diener mit Freuden zu Hilfe kommt. Ich kenne keine einzige  Bibelstelle, die sagt, dass Gott sich freut, wenn die Bedürfnisse seiner Kinder nicht erfüllt werden.

Es stimmt, dass in der Bibel steht, dass es für einen Reichen schwer ist, ins Himmelreich zu kommen (Matthäus 19:23), aber es ist nicht unmöglich. Geld kann uns von Gott und seinem Willen ablenken, aber das muss nicht so sein. Wir sollten keine Angst vor Reichtum haben, sondern lernen, richtig damit umzugehen. Wenn wir eine vernünftige Einstellung gegenüber Geld und materiellen Besitz haben, kann das zum Segen für viele werden.

Bei religiösen Fragen scheint es oft einfacher zu sein, den Menschen beizubringen, auf Dinge zu verzichten, als ihnen beizubringen, Maß zu halten. Ich sehe das anders, denn Gott hat alle Dinge erschaffen und sie uns gegeben, um sie genießen. Man kann sich an Reichtum freuen, ohne dass er von Gott ablenkt oder habgierig macht. Wir können reich sein und Gott trotzdem Gott an die erste Stelle in unserem Leben stellen.

Es würde doch keinen Sinn ergeben, wenn ich sagte, ich esse nichts mehr, aus Angst zu viel zu essen. Oder ich schlafe nicht mehr, aus Angst zu lange zu schlafen. Genauso wenig ergibt es Sinn, ein Armutsgelübde abzulegen, damit mir Geld nicht zur Versuchung wird. Noch einmal: Geld und Besitz sind nicht das Problem. Eine unausgewogene Haltung dem Geld gegenüber kann jedoch zum Problem werden. Ich glaube, dass Gott uns alles geben möchte, solange wir damit umgehen können und er immer noch an erster Stelle  in unserem Leben steht.

Wohlstand und Reichtum werden nur dann zum Problem, wenn sie uns besitze, statt wir sie. Wir sollten unseren Besitz nutzen, um anderen Gutes zu tun – und nicht der Versuchung erliegen, Menschen zu benutzen, um mehr  „Besitz“ zu erlangen. Geld wird nur zum Problem, wenn wir es horten. Die Bibel behauptet nirgends, dass Geld ein Problem ist. Sie sagt, dass Liebe zum Geld das Problem ist. Lernen Sie, ein Kanal zu sein, kein Auffangbecken. Lassen Sie es zu, dass der Segen zu Ihnen und durch Sie hindurch fließt. Gott hat Abraham  verheißen, dass er ihn segnen und ihn zu einem Segen für alle Menschen machen würde (1. Mose 12:2)

Wenn wir geben, freuen sich nicht nur die anderen, sondern es wird auch für uns zu Freude. Je mehr man gibt, desto glücklicher wird man. Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man auch zum Geben, denn Gott hält Ausschau nach Menschen, die Geld besitzen können, ohne habgierig und egoistisch zu werden. Die wichtigste Frage, die wir uns immer stellen sollten, lautet: „Was für eine Einstellung habe ich zu Geld und Besitz?“ Steht Gott oder Geld an erster Stelle in ihrem Leben?

Ich habe gemerkt, dass ich niemals zu viel von irgendetwas besitze, wenn ich mich von Gottes Geist leiten lasse. Er beschneidet meinen Besitz regelmäßig, in dem er mir ständig Menschen über den Weg schickt, die etwas von dem, was ich im Überfluss habe, brauchen oder sich wünschen. Die Bibel lehrt uns, dass wir teilen sollen, wenn wir zwei Gewänder oder Mäntel haben und ein anderer nichts hat (Lukas 3:11).

Auf meiner Suche nach einem einfachen Leben habe ich entdeckt, dass anderen ein Segen zu sein, eine einfache Art ist, mir selbst und anderen Freude zu bereiten. Ich ermutige Menschen sogar, aktiv nach Möglichkeiten zu suchen, zu geben, weil die Bibel lehrt, dass Geben seliger ist als Nehmen (Apostelgeschichte 20:35). Gott freut sich, wenn er einen Menschen findet, den er reich segnen kann, der ihn an erster Stelle behält und mit seinem Besitz anderen zum Segen wird.

Joyce Meyer, 100 Dinge, die das Leben leichter machen, S. 16

*     *     *     *

Hm.

Frage mich gerade, warum das  bei  Frau Joyce Meyer unter den 100 wichtigen Bibelversen, die das Leben leichter machen, dann erst auf Platz 3 kommt?

Ich stimme dem Ganzen vorsichtig zu.
Vorsichtig.

Bis zu meiner Bauchlandung anfang des Jahres war genau dies mein Lieblingsbibelvers:

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Matthäus 6:33

Ich war 100% überzeugt von dem, was da steht.
Bis ich zu Beginn dieses Jahres derart auf der Nase lag und meine Standleitung gen Himmel nicht mehr da war.

Ich habe nichts mehr gespürt.
Ich habe Gott nicht mehr gefühlt.
Er war weg, ich war dem Tod näher als dem Leben und keine Antwort kam.
Wie ist das dann? Er konnte doch nicht den 1. Platz in meinem Leben habe  und sich dann wegducken?
Ich habe bis heute keine Erklärung dafür.

Vielleicht werde ich in einigen Tagen, Wochen, Monaten wissen, was da passiert ist zwischen uns, warum die Verbindung abgerissen ist.
Ich habe keinen Drang mehr, jeden Tag ein bissel in der Bibel zu lesen, mir Sendungen auf BibelTV anzuschauen.
Nein, ich sage auch nicht, die Bibel ist Sch… Gott hat versagt.
Nein.
Aber ich befinde mich wie in einem Schwebezustand, in dem man nicht sagen kann, wohin die Reise geht.
Aber ich hoffe, dass ich gut ankomme.

 

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Autobiografie in fünf Kapiteln

Leider kann ich mit meinem Blog nicht rebloggen.

Bei Nora Fieling habe ich einen Post gelesen, den ich so wunderbar und genau stimmig fand, dass ich ihn unbedingt hier verlinken möchte.

Autobiografie in fünf Kapiteln

 

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Das Beste von heute

Aufstehen.
Gassi-Gehen.
Bad.
Frühstücken.
Und los geht’s.
Kücheputzen

Wollmäuse jagen.

Mittagessen.
Autogenes Training, wie immer.

Große Gassirunde am herbstlichen Feld entlang.

Ein Himmel wie immer die letzten Tage.

Mit Kleinigkeiten am Wegesrand.
Johanniskraut.

Oder Hagebutten.

Dann.
Einkaufen.

Tochter hat Geburtstag,
Heute.
Sie will nicht feiern.
Zu stressig, sagt sie.
Ich wollte trotzdem für eine halbe Minute ihr das Geschenk geben.
Die einzige Stunde, die sie heute Nachmittag da war, habe ich verpasst.
Bin unendlich traurig darüber.
So wie die Blumen jetzt.
Ich fühle mich getriggert.

Ich fühle mich schlecht.
Fühle mich abgelehnt.
Wie beim letzten Mal, als das Enkelkind Geburtstag hatte.
Bin überflüssig.
Wenn es mich nicht gäbe, kein Mensch, würde es merken.
Gut, den Blog würde es nicht mehr geben.
Auch kein Verlust.
Laufe die Abendrunde gassi.
An der Haustür eine Spinne.

Eklig.

Hunde füttern.
Abendbrot essen.
Der Tag ist gelaufen.

Und morgen ist ein neuer Tag.
Ein besserer.

 

See the bigger picture J39 – Ich lerne fotografieren

See the bigger picture“ ist ein Kartenspiel mit Lernaufgaben für das Fotografieren.
Pro Karte gibt es eine Aufgabe, was und wie man fotografieren soll.
Die Aufgaben sind aber mehr an die gerichtet, die schon mit dem Fotoapparat in der Wiege lagen.
Also meilenweit von mir und meiner Knipserei entfernt.
Aber ich habe entdeckt, dass es dieses Spiel auch für Kinder gibt.
Ich habe es mir gekauft und ziehe nun jede Woche eine Karte.
Und ja, es macht mir Spaß und bin jede Woche total neugierig auf das neue „Wochenprogramm“
Gestartet bin ich hier.

Für diese Woche war es folgende Aufgabe:

Fotografiere eine beliebige Szene oder ein beliebiges Motiv mit Wolken.

Upps.

Jetzt habe ich ein Problem.
In meinem Kopf war die ganze Woche: Fotografiere Wolken.
Nix mit Motiv oder Szene.
Und so habe ich es auch „nur“ Himmel fotografiert.
Deshalb geht diese Karte wieder zurück ins Töpfchen, auf das es nochmal gezogen wird und ich Wolken MIT Motiv fotografieren kann.
Nun also meine Herbst-Wolkenbilder:

 

Für nächste Woche gibt es folgende Aufgabe:

Nun zu dem, was ich mir noch ausgedacht habe:

Ich habe mir ein Buch über das Bildbearbeitungsprogramm „gimp“ gekauft.
Ich hatte das Programm bei mir installiert, aber es erscheint mir ziemlich undurchsichtig.
Wer fängt schon mit 60 solche Sachen an.
Egal.
Ehe ich aber durch tausendfaches probieren und wieder verwerfen und wieder probieren und suchen und letztendlich das jedes Mal, weil ich es wieder vergessen habe, möchte ich es einfach systematisch angehen.
Das Buch hat 32 „Lernkapitel“.
Das entspricht in etwa der bigger-picture-Karten, die ich noch habe.
Ich werde also jede Woche mit dem Aufgabenbild gleichzeitig eine Lektion aus dem Buch mir anschauen und dann hierher ein „vorher-nachher“ gegenüber stellen.

Mal sehen, ob das so klappt, wie ich mir das denke.
Abbrechen kann ich ja immer, wenn es in Blödsinn ausartet.

Lektion 3: Verschiedene Dateiformate

a) Formate zur Veröfffentlichung im Internet

jpg Format:

gif-Format

png Format

Und wiedermal finde ich wieder mal keinen Unterschied.

Und so sollte es sein:

Alle drei erzeugten Formate, .jpg, .gif und .png sind für den Einsatz im Internet, bzw die Betrachtung im Browser geeignet, wobei darauf zu achten wäre, dass das PNG Format im Interent Explorer Version 6, einem kaum noch verbreiteter Browser.Methusalem, nicht korrekt angezeigt wird. Bei einem Vergleich der Dateigrößen werden Sie rasch feststellen, dass das PNG Format zwar die beste Darstellung ermöglicht, aber deutlich mehr Ressourcen erfordert, als die Kopie im GIF oder JPG-Format. Da mittlerweile die mobile Nutzung des Internet dank Verbreitung der Smartphones außerordentlich zugenommen hat, empfiehlt es siech, über eine ressourcenschonende Variante der Veröffentlichung für mobile Geräte nachzudenken. Das bedeutet in der Regel nicht nur die zusätzliche Erstellung kleinerer Bilder, sondern auch die Wahl des geeigneten, möglichst ressourcenschonenden Dateiformats,  zumal die mobile Nutzung durch alle Netzbetreiber bei Überschreitung einer gewissen Dateimenge drastisch einschränkt und gedrosselt wird. Verwenden Sie das PNG-Format bei Grafiken dann, wenn es primär auf eine hohe Qualität ankommt, ansonsten ist zumeist das GIF-Format die richtige Wahl. Für Fotos ist generell das JPG-Format in bestmöglicher Kompression anzuraten, wählen Sie hier die maximal mögliche Kompression bei gewünschter Qualität. Mit ein wenig Erfahrung werden Sie gute Kompromisse zwischen Qualität und Dateigröße finden.

Quelle: Einstieg in die digitale Bildbearbeitung mit Gimp 2.8, Peter Dippold

AHA, mehr kann ich jetzt dazu nicht sagen.

Die Punkte b) und c) erspare ich mir hier. Sie behandeln die Formate für weitere Bearbeitung (.xcf und .psd) und die Formate für den Druck (.jpg, .tiff.)

 

                                     

 

 

 

 

Blitzlicht #8

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Heute hatte ich eine richtig gute Stunde.
Wir haben über meinen Glauben und meine Wertevorstellung gesprochen.

Ich bin Christin und denke auch, dass die Bibel Gottes Wort ist und zwar die gesamte Bibel.
Nicht nur einzelne Bibelverse oder raussuchen, was gut zu mir passt, danach richte ich mich, was unangenehm ist, lasse ich unter den Tisch fallen. Nein, die gesamte Bibel, Altes und Neues Testament ist wichtig. Für mich. Jeder Vers.

Genau darüber haben wir gesprochen.
Dabei war der Therapeut ein toller Gesprächspartner, weil in in einer Pfarrersfamilie aufgewachsen ist. Er weiß also, wovon ich spreche, kennt sich aus in der Bibel.

Und deshalb war es heute wirklich richtig gut, weil ich ja sonst keinem habe, mit dem ich darüber reden kann, der sich auskennt, wo ich nichts erklären muss, sondern gegen hält.

DANKE

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Die Geschichte zum Mittwoch

Das Kamel

Als die Menschen zum ersten Mal ein Kamel sahen, staunten sie über die Größe des Tieres und liefen bestürzt davon.

Schon bald aber merkten sie, dass es nicht so furchtbar war, wie sie es erwartet hatten, und überlegten sich, dass sie es bändigen könnten.

Sie fingen es mit wenig Mühe ein und verwendeten es zu ihrem Nutzen. Ganz geduldig ließ es alles mit sich geschehen und wich jeder Gefahr aus.

Nun fingen die Menschen an, es zu verachten, weil es sich trotz seiner Größe und Stärke nie widerspenstig zeigte, sondern sich jede Kränkung gefallen ließ.

Sie zäumten es auf und ließen es von ihren Kindern leiten.

Manche Dinge scheinen nur unbezwingbar zu sein.

Aesop

                                  

PS: Der letzte Satz ist auch so ein bissel MEIN Thema. Ich sehe oft riesengroße Berge vor mir, die objektiv gesehen nur nur so „scheinen“.  Mir fällt es mehr als schwer, sie in kleine Stücke zu zerlegen und es schrittweise anzugehen. *seufz*

 

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Das Foto von heute

Eine kleine Herbst-Impression der letzten Gassi-Runde von heute:

Der einzige schmetterlingsähnliche Tier, was ich in diesem Sommer vor die Kamera bekam. Vors Auge nicht mal einen richtig schönen bunten 🙁

 

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Das Wort zum Montag #2

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

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Lernen Sie Zufriedenheit

„Zufriedenheit ist nicht die Erfüllung aller Wünsche, sondern die Erkenntnis dessen, wie viel man hat.“

Quelle unbekannt

Hängt euer Herz nicht ans Geld [und andere materiellen Dinge] und begnügt euch mit dem, was ihr habt. Denn Gott hat gesagt: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.“

Hebräer 13:5

Unsere westliche Wohlstandsgesellschaft hat eine Volkskrankheit hervorgebracht: das Verlangen nach allem, was andere besitzen. Die Menschen wollen immer mehr haben, können aber das, was sie besitzen, nicht genießen. Nur zufriedene Menschen können einfach leben. Sie wollen nicht immer mehr haben, sondern freuen sich an dem, was sie haben und vertrauen darauf, dass sie wenn es soweit ist, mehr bekommen werden.

Die Welt verspricht uns, dass wir glücklicher sind, wenn wir mehr „mehr“ haben. Stimmt das? Nein! Denn je mehr wir besitzen, desto größer ist der Aufwand, es zu pflegen und zu erhalten. Wir denken vielleicht, dass „mehr“ haben unser Leben einfacher machen kann. Aber in Wirklichkeit macht es den Alltag oft nur noch komplizierter. Im Zehnten Gebot heißt es, wir sollen nicht begehren, was andere besitzen. Im Philipper 4:11 schreibt Paulus, dass er gelernt hat, zufrieden zu sein, ganz gleich in welcher Lage. Dieser Satz hat etwas Tröstliches und zeugt vom einfachen Lebensstil.

Es ist nicht falsch, Dinge zu besitzen, aber es ist falsch, sie zu begehren. Wenn wir glauben, dass wir ohne eine bestimmte Sache nicht glücklich werden, dann begehren wir sie. Wir sollten uns die Gewohnheit aneignen, bei allem, was wir uns wünschen, zuerst Gott zu fragen und darauf zu vertrauen, dass er es uns geben wird, wenn es richtig ist und die Zeit dafür gekommen ist. Die Einstellung wird uns helfen, das Leben zu genießen. Unser Leben ist ein Weg, nicht das Ziel. Wer das Leben genießen will, muss lernen, diesen Weg zu genießen, auf dem wir oft warten müssen. Letzten Endes werden wir unser Ziel erreichen – und uns dann auf einen neuen Weg machen, zu einem neuen Ziel. Wenn wir also nicht lernen, diesen Weg zu genießen, werden wir das Leben nie genießen. Entschließen Sie sich, das, was Sie haben, zu genießen. Danken Sie Gott dafür und lernen Sie, zufrieden zu sein.

Joyce Meyer, „100 Dinge, die das Leben leichter machen“,  S. 14

 

*     *     *     *     *

Hierfür bekomme ich 100 Punkte. Ich bin nämlich generell zufrieden mit dem, was ich habe. Ich mag sogar Menschen, die minimalistisch leben. Ich selbst schaffe es aber nicht ganz, weil ich auch gern Krams habe, die die Wohnung gemütlich machen. Sowas wie Tisch, Bett, Stuhl, Schrank und Lampe und gut ist, reicht mir nicht. Ich mag mein grünes Sofa, ich mag Grünpflanzen und so einiges an Schnickschnack. Manche sagen „Staubfänger“ dazu.  Ich mag gelbe Blumen auf meinem Tisch und habe auch mehr als 3 T-Shirts in meinem Schrank (damit ich wegen 3 Shirts nicht die ganze Waschmaschine anwerfen muss, sonst hätte ich auch mit 3 Stück kein Problem).

Aber vielleicht ist das auch so, wenn man älter wird. Es wird einem bewusst, dass die Lebenszeit begrenzt ist und warum sollte man dann lauter Überflüssiges kaufen, was dann sowieso auf den Müll muss. Ganz extrem war es bei mir in den Monaten mit dem massiven Suiziddruck. Ich habe keinen überflüssigen Cent ausgegeben. Warum auch?

Jetzt mag ich nicht so gern Geld für materielle Sachen ausgeben, die bloß im Schrank verschwinden, sondern für Dinge, die mir gut tun. Ganz oben auf der Liste steht: Mit meinem Hundemädchen einen langen Spaziergang  machen und dann mich mit Kaffee und Kuchen auf eine Bank setzen oder auch auf den Rasen.

Und anderen etwas schenken mag ich auch gern. Am Liebsten anonym, weil mir dann das „Dankesagen“ unangenehm ist und der andere sich vielleicht verpflichtet fühlt, etwas zurückzuschenken.

Kurz gesagt, mit Nr. 2 der 100 Dinge, die das Leben leichter machen, bin ich gut dabei.

Wer Nr. 1  nochmal lesen möchte:

—> Das Wort zum Montag #1: „Eins nach dem anderen tun“

 

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