Nachtrag zu „Was würdet ihr tun, wenn …“

Nachtrag zu „Was würdet ihr tun, wenn …“

Soeben habe ich von besagter Freundin eine neue WhatsAPP-Nachricht bekommen:

„Bin für den Rest des Monats nicht mehr online erreichbar“

Kein weiterer Kommentar.
Ihr Mann muss doch ziemlich deutlich mit ihr gesprochen haben.
Und ich kann jetzt beruhigt schlafen.

Alles ist gut.

 

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Die Geschichte zum Mittwoch

Glück oder Unglück

Eine Parabel aus China erzählt von einem armen Bauern, der einen kleinen Acker mit einem alten, müden Pferd bestellte und mehr schlecht als recht mit seinem einzigen Sohn davon lebte.
Eines Tages lief ihm sein Pferd davon.
Alle Nachbarn kamen und bedauerten ihn wegen seines Unglücks.
Der Bauer blieb ruhig und sagte: „Woher wisst ihr, dass es Unglück ist?“ In der nächsten Woche kam das Pferd zurück und brachte 10 Wildpferde mit.
Die Nachbarn kamen und gratulierten zu seinem großen Glück.
Der Bauer antwortete bedächtig: „Woher wisst ihr, dass es Glück ist?“
Der Sohn fing die Pferde ein, nahm sich das wildeste und ritt los.
Aber das wilde Pferd warf ihn ab, und der Sohn brach sich ein Bein.
Alle Nachbarn kamen und jammerten über das Unglück.
Der Bauer blieb wieder ruhig und sagte: „Woher wisst ihr das es ein Unglück ist?“
Bald darauf brach ein Krieg aus, und alle jungen Männer mussten zu Armee.
Nur der Sohn mit seinem gebrochenen Bein durfte zu Hause bleiben.

Wir sehen Glück und Unglück oft nur vordergründig, ungenau und falsch. Wir denken – wie die Nachbarn – nur an das Sichtbare und Heutige. Aber die Dinge liegen oft ganz anders und tiefer und in größeren Zusammenhängen. Gott sieht die Ereignisse ganz anders. Er sieht die Hintergründe, die Zusammenhänge und die Auswirkungen. Wichtiger als das Verstehen ist dann das Vertauen!

Quelle Text: Axel Kühner, Überlebensgeschichten S. 237
Quelle Bild: pixabay.de

 

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Was würdet ihr tun, wenn …

pixabay.de

Wenn ihr eine Freundin hättet, deren Umgang euch im Moment nicht gerade gut tut und deshalb alles nur auf Sparflamme kochen lasst.

Wenn diese Freundin chronisch krank ist.
Physisch und psychisch.
Physisch soweit, dass sie sich schon jahrelang täglich von Tilidin  ernährt.
Psychisch leidet sie unter massiven Angststörungen und Panikattacken.
So schlimm, dass sie seit Jahren die Wohnung nicht mehr verlässt.

Wenn diese Freundin nun euch vor 2 Wochen in einer WhatsApp-Nachricht geschrieben hätte, dass sie nicht mehr lange lebt.
Ihr daraufhin gefragt hättet, was denn los sei und ihr nur die Antwort bekommen hättet, dass sie nicht darüber reden wolle.

Wenn euch diese Freundin HEUTE wieder eine WhatsApp-Nachricht schreibt mit dem Inhalt:

„Jesus ist 24 Stunden am Tag für dich da, um dir Trost, Kraft und Liebe zu schenken.“ (<– auf einer Spruchkarte)
Das ist mein Erbe für dich.
Halte bitte weiterhin an Gott fest und gib nicht auf.
Dann folgen zwei weitere ähnliche Spruchkarten. Und zum Schluss:
Vergiss nie, dass du nicht allein bist, sondern Gott an deiner Seite hast. Gib nicht auf und lass dir von Satan nichts einreden. Gott liebt dich.
Ich bin dann mal weg.

Wenn du auch weißt, dass diese Freundin gar nicht aus ihrer Wohnung kann und Computer, Handy, Tablet ihr Tor zum Leben da draußen ist.

Wenn du auch weißt, dass diese Freundin, als es dir am allerdreckigsten ging, deinen eigenen Suizid verhindert hat.

Wenn du das alles weißt, was denkst du dann, wenn du diese heutige Nachricht bekommen hättest?

„Ich bin dann mal weg … und vergiss nie …“

Denkt ihr dann auch das, was ich gedacht habe? Oder bin ich nur durch meine eigene Krankheit übersensibilisiert bei diesem Thema?

Ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Soll ich die Polizei anrufen, die dann die Tür eintreten?
Vielleicht sind meine Gedanken absoluter Blödsinn und ich mache mich zum Affen?
Sollte ich gar nichts machen, weil ich sie verstehe, weil man einfach so nicht leben kann?
Wenn ich gar nichts mache und sie tut das, wovor ich Angst habe, dass sie sich aus dem Leben verabschieden will, was macht das dann mit mir?
Ist das unterlassene Hilfeleistung? Aber ich verstehe sie doch …

Was würdet ihr tun?

Mir kam dann der rettende Gedanke.
Ich schrieb eine WhatsAPP-Nachricht an ihren Mann. Er hat (Gott sei Dank) auch gleich geantwortet.

„Ich bin dann mal weg“ sollte bei ihr heißen „Ich bin dann mal länger offline, weil ich viel Stress habe, die Eltern kommen.“

Kann man das nicht SO schreiben?

 

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Das Beste von gestern 12. Juli 2017

Ich habe neue Haustiere.
Seit einiger Zeit fliegt ab und zu mal ein kleines Falterchen durch meine Wohnung.

Da ich nicht wusste, was es denn sein könnte, habe ich gegoogelt und gemeint, es könnte eine Nahrungsmittelmotte sein.
Wie kriegt man diss raus und wie wieder weg?
Ich habe mir dann so eine Klebepappe gekauft, auf der die weiblichen Lockstoffe drauf sind.

Männer wie sie sind, fliegen hin und kleben fest.
Schluss mit lustig.
Die Idee.
Wenn alle Männer dort festkleben, gibt es auch keine neuen Babys.
Logisch auch keine Motten mehr.

Gestern früh habe ich diese Pappe ausgelegt und was soll ich sagen, bis heute hat sich nur eine einzige männliche Motte dorthin verirrt.

Das heißt jetzt für mich, wenn es hier in dieser Wohnung nur eine einzige männliche Motte gab, dann gibt es die jetzt nicht mehr, die Mädels tragen Trauer und ich brauche nicht das Seuchenkommando des Vermieters zu bestellen.
Klingt doch gut?
In meinem langen Mieterleben hatte ich noch nie diese Motten und hoffe, nun demnächst auch nicht mehr.
Gegen eine einzigen Motten-Mann nehme ich jeden Kampf auf.

Ich sage also DANKE, an denjenigen, der dafür verantwortlich ist, dass es nur eine einzige männliche Motte war oder ist (sieht die nicht ekelig aus? Ich konnte aber nicht anders als in meiner Fotografier-Wut eine Nahaufnahme zu machen)

DANKE auch an den Erfinder der Klebestreifen, dass man das Problem so schnell lösen kann.

Nächstes Thema:

Am Nachmittag hatte ich wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin.
In deren Wartezimmer steht am Fenster ein ziemlich alter Affenbrotbaum.

 

 

Hatte ich doch letztens von meinem Affenbrotbaum berichtet, der so schnell wächst und der Stamm Mühe hat, die schweren Blätter zu halten.
Nun habe ich gestern gefragt und einen neuen Senker bekommen kann.

Jetzt habe ich also ein neues Baby und mein Deko-Igel passt darauf auf.
Mal sehen, was passiert…

Ein DANKE an die Praxis, dass ich den Senker bekommen habe, ein DANKE, dass ich ihn unbeschadet einmal quer durch Berlin transportiert habe können und ein DANKE, dass ich noch mehr habe, was ich beim Wachsen und Verändern zu schauen kann.

Und noch etwas Lustiges ist gestern noch passiert.

Im Wartezimmer meiner Ärztin saß noch ein älteres, kleines, dünnes, hageres, ungepflegtes, sehr freundliches Männlein mit grauen langen wehenden Haar.
Da es draußen gerade wieder schüttete, unterschielten wir uns über das Wetter.
Er war eher dran als ich.

Als ich das Ärztehaus verließ, stand er da.
Ich dachte, er wartet auch auf den Bus.
Nein, er wartete auf MICH.

Kam auf mich zu und fragte mich, ob ich denn allein sei und blickte auf meine Hände, ob ich einen Ring trage. (Mache ich, hat für mich eine Schutzfunktion)
Perplex, dass mich jemand so etwas fragte, schüttelte ich ganz schnell mit dem Kopf.
„Schade“ sagte er und verschwand leichtfüßig um die nächste Ecke.
Er sah ein bisschen so aus wie das Männlein im Märchen, dass ums Feuer hopst.
Wie hieß es doch gleich noch mal?
Ein Foto habe ich natürlich nicht gemacht.

Ein DANKE an diese nette Begegnung, die mir zeigt, dass ich für wenigstens einen männlichen Bewohner dieser Erde noch interessant bin (hihi)

Und liebe Männer, nicht alle Frauen, die Eheringe tragen, sind wirklich verheiratet.
Nachfragen lohnt sich manchmal.

 

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Das Foto von gestern 11. Juni 2017

Ich bin total erstaunt und fasziniert von diesem Foto.
Ich habe es gestern geknipst vor dem Eingang zum Offenen Treff.
Es stammt von einem „Allerwelts-ich-weiß-nicht-was-Busch“, einer völlig unauffälligen Blüte.

Unauffällig, wie ich.

 

 

 

Das Beste von gestern 10. Juli 2017

Das allerallerallerbeste von gestern war eindeutig  mein Nutella-Eis.

Und dabei ging es so einfach. 200g Sahne, 100g Nutella (oder eine andere Nussnougatcreme), 1 TL Bonbour-Vanille-Zucker und ein Ei.

Das Gänseblümchen-Eis zerfloss ja in Sekunden.
Dieses gestern nicht.
Ich glaube zu wissen, woran es lag.
Hatte ein bissel herum gegoogelt, um zu herauszufinden, was das Ei im Eis zu tun hat.
Also das Ei, besser das Eiweiß ist genau dafür da, dass es eben nicht in Null-Komma-Nix sich verflüssigt.
Bei meinem Gänseblümchen-Eis hatte ich nur das Eigelb genommen.

Auf alle Fälle hat es super gut geschmeckt.
So gut, dass ich die ganzen 300g auf einmal gegessen habe und nicht wie geplant, für heute noch etwas übrig zu behalten.
Nüscht war.
Alles weg.

Ein Dankeschön für

  • den Erfinder der Eismaschine
  • den Erfinder des Rezeptes
  • für den Erfinder von Nudossi (hab ich statt Nutella genommen)
  • für die Idee, mir so einen klitzekleinen Höhepunkt zu schaffen

DANKE

Ich habe gestern  noch einmal den ganzen Tag verbummelt und mich am Nachmittag wieder an mein Puzzle gesetzt.

 

Ich bin ganz schön weit gekommen, aber es ist wie eine Sucht für mich.
Ich will dann immer ganz genau das Teilchen finden, was gerade fehlt. Und bei 1000 Teilen vergehen die Stunden ganz schnell.
Ich darf mich definitiv nicht daran setzen, wenn ich noch etwas Wichtiges zu tun habe, denn das wird dann garantiert nix mehr.
Auch hier ein DANKE an den Erfinder des Puzzle, eine ganz tolle Konzentrationsübung für mich.
Ging auch schon viel besser als beim letzten Mal.

Und als ich so inmitten meines 8-Schalen-Puzzel-Chaos saß, klingelte es an meiner Tür und eine frühere Freundin stand mit ihrem Mann davor.
Es ist eine Freundschaft aus der Zeit VOR J.
So sehr wie ich mich gefreut habe, umso unangenehmer war es, weil es in meinem Wohnzimmer wirklich chaotisch aussah. (Nein, ein Bild gibt es davon nicht, reicht schon, dass ich mich gestern geschämt habe.)

Wir haben uns eine ganze Stunde unterhalten und ich war stolz auf mich, dass ich nicht wieder in Tränen ausgebrochen bin.
Aber hinterher ging es dann abwärts mit mir bei dem Gedanken daran, wie es mir vor J. ging.
Diese Erinnerung.
Dieser Vergleich.

Ich lag später lange wach in meinem Bett.
Ich hatte einfach nur Angst, für die nächsten Tage wieder zu fallen, all das, was die letzten Wochen Gutes mit mir passiert ist, das sich das ins Nichts auflöst.
Aber ich habe es irgendwie abfangen  können.
Ein bisschen gedrückte Stimmung habe ich, aber kein freier Fall nach unten.

Deshalb gibt es die letzten beiden Dankeschöns an

  • meine Freundin, das sie gekommen ist und das sie es wieder tut, wenn sie in der Nähe ist. Ich habe mich wirklich sehr gefreut
  • ein ganz dickes Dankeschön an mich, dass ich nicht wieder abgerutscht bin, einfach nur wegen eines simplen Früher-Heute-Vergleich

Und heute ist Schluss mit der Bummelei vom Wochenende.

 

 

 

Das Beste von vorgestern 7. Juli 2017

Gestern habe ich nix geschrieben.
Ich habe einen Tag lang nur vor mich hin getrödelt.
Das war gewollt.
Und es tat mir gut.
Nur mal so gesagt, falls sich jemand gefragt hat: Na, wo bleibt sie denn?
Vielleicht hat sich auch keiner gefragt.
Iss egal.
Heute geht es weiter.

Freitagnachmittag war ich am Überlegen.
Das Wetter ist zur Zeit hier in der Hauptstadt unberechenbar.
Selbst WetterApps, die stündlich das Wetter voraussagen, auch mit Radaransichten schaffen es nicht, zuverlässig mal einen Tag vorher zu sagen.

Freitagnachmittag ist eigentlich mein Einkaufstag (es lebe die Wochenstruktur), aber ich mochte sehr gern auch in den Volkspark gehen, an den Tümpel, den ich am 24.6. geknipst haben (ist in meinem zerschredderten Blog) und wollte sehen, wie er sich nun zeigt. Ob es Veränderungen gibt, ob sie überhaupt nach 2 Wochen, eine kurze Zeit, sichtbar sind.

Ich habe mich gegen das Einkaufen und für den Park entschieden.
So bin ich mit meinem Hunderudel losgezogen, 23 Grad perfekt.
So sah der Tümpel am 24.6. aus:

 

Und so vorgestern:

Nein, so richtig viel anders sieht es nicht aus.
Ich werde es Ende August noch einmal probieren.

Trotzdem war es ein sehr, sehr schöner Nachmittag.
Freitag, Samstag und Sonntag gibt es im Park Kaffee und Kuchen.
Während Samstag und Sonntag es durch die Familien mit Kindern richtig voll und quirlig ist, war es nun vorgestern total ruhig.
Einige Rentner waren da, oder auch Frauenfreundschaften in meinem Alter, die einen Ausflug machten.
Und so bekam ich einen Platz im Schatten und ich genoss die Ruhe, den Kaffee, den Kuchen, den Park, das Leben und einfach alles

DANKE

Und am Abend bin ich dann doch noch einkaufen gefahren.
Keine Ahnung, woher ich die Kraft nahm, es ging irgendwie …
Ein Dankeschön an den Kraftgeber:

DANKE

Und am Ende des Tages sah ich noch diesen „Doppel-Regenbogen“ aus dem vorherigen Beitrag.

Alles wird gut…

 

 

PS: Und heute Nachmittag mache ich mir Nutella-Eis …. Ich freue mich jetzt schon …

Das Foto von heute 7. Juli 2017

Wenn ich einen Regenbogen sehe, werde ich sentimental.
Ein Regenbogen ist für mich ein Zeichen, dass alles gut wird.
Er erschien nach der Sintflut am Himmel.
Vielleicht ist meine persönliche Sintflut, mein „Land unter“ nun auch vorbei und ich komme mit trockenen Füßen in meinem neuen Land (Leben) an…
Nein, ich will nicht zweifeln.
Es ist so.
Punkt.

                             

 

 

Die Spargelfichte … Das Foto von gestern 6. Juli 2017

Gestern habe ich vor der Selbsthilfegruppe wieder „meine Spargelfichte“ (so getauft von Martin) besucht.

Vor ein paar Wochen sah sie so aus:

Ich meine, so einen merkwürdigen Baum noch nie gesehen zu haben (oder einfach nur achtlos vorbei gehastet)

Nun sah er gestern noch trauriger aus:

Und überall solch weißes Zeugs an den Zweigen …

Am Fuße des Baumes krabbelten ganz ganz viele rote Käfer …

So hässlich wie der Baum ist, finde ich ihn doch interessant. Was macht dieser Baum in einem gepflegten Park, ringsherum alles perfekt und dann so eine einzelne Krücke.

Und weil ich nicht wusste, ob die Fotos etwas geworden sind, habe ich beim Verlassen des Parkes noch ein Bienchen geknipst (ha, kann ich nun auch – nicht immer nur die anderen – bin stolz auf mich) 

Nun gut, ich starte jetzt in den Tag

 

 

 

Das Beste von heute 6. Juli 2017

Also das Beste von heute ist mein  Gänseblümchen-Eis.

Und bitte nicht lachen.
Oder doch, es darf gelacht werden!
So sieht es aus:

Ich esse furchtbar gern Eis.
Aber ich habe noch nie Eis selbst gemacht.
War für mich nie ein Thema.
Eis gibt es ja überall zu kaufen.
Wozu dann eine Eismaschine?
Kostet ein Haufen Geld, man hat den Abwasch von den Eismaschinen-Teilen, einen halben Liter Eis kann man sowieso nicht als Einzelperson auf einmal essen, und wohin verstaut man nun auch noch diese Maschine?

Und nun, ich hatte es bereits geschrieben, brachte am Sonntag der Prediger zum Gottesdienst selbstgemachtes Eis mit.
Auch das hatte ich schon geschrieben: Es war das beste Eis, dass ich je gegessen habe.
Ich erinnerte mich daran, dass ich irgendwo gesehen habe, dass WMF eine kleine Eismaschine für Einzelleute, so wie mich, hat.

Tja, was soll ich sagen.
Ich bin gerade in der Phase, ich mache jetzt alles, was mir gut tut.
Als es mir noch so richtig schlecht ging, habe ich von anderen immer wieder den Ratschlag gehört, dass ich Dinge tun solle, die mir gut tun.
Nur lag ich in meinem Bett, hab die Wand angestarrt und wusste überhaupt nicht, was das sein sollte oder sein könnte.
Mir fiel nichts ein.
Alles war dunkelschwarz.
Woher sollte etwas Gutes kommen?

Nun, meilenweit davon entfernt, entdecke ich immer mehr, was mir Freude macht.
Und allein das ist schon Freude für mich, das Entdecken.
Als ich damals etwas von Freude schrieb, tippte ich auf meiner Tastatur das Wort und habe es entsetzt angeschaut: was ist das für ein Wort, es sieht so unwirklich aus…
Unglaublich, was ich damals gefühlt habe.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe mir diese kleine Eismaschine gekauft und mich entschlossen, dass es ab jetzt jeden Sonntag bei mir selbstgemachtes Eis gibt.
Punkt.

Bis Sonntag konnte ich nun nicht warten und habe schon mal probiert.
Da ich das noch nie gemacht und somit Null-Erfahrung habe, habe ich einfach 100ml Milch, 100ml Sahne, einen Esslöffel Rohrohrzucker, ein Eigelb und ein Päckchen Bonbour-Vanille-Zucker zusammen geschüttet, verrührt und ab in die Eismaschine.
20min sollte es dauern.
Nach 20 Minuten war es noch nicht richtig fest und habe nochmal 10 Minuten eingestellt.

Das Ergebnis siehe oben!

Und weil ich nix zum Garnieren hatte und wegen zwei Erdbeeren nicht einkaufen fahren wollte, habe ich zwei Gänseblümchen gepflückt und draufgesetzt.
Deshalb habe ich für mich ab jetzt Vanille-Eis zum Gänseblümchen-Eis umgetauft.

Es schmeckte sehr gut.
Nicht ganz so gut wie das vom Prediger.
Aber ich bin ja noch am Üben.
In diesen Grundrezept kann man ja alles Mögliche reinpacken.

Von jetzt ab jeden Sonntag.

Ein großer Minuspunkt ist, dass das Eis innerhalb von Sekunden geschmolzen ist.
Das muss ich noch herausfinden, woran das lag.
Vielleicht hatte ich die Schüssel nicht lange genug im Gefrierteil (es stand in der Beschreibung 12 Stunden, ich hatte es 18 Stunden drin, aber Gebrauchsanleitungen sind ein geduldiges Papier)

Die erste Hälfte habe ich gegessen, die zweite ist jetzt im Gefrierfach. Vielleicht wird es ja dann richtig fest….

NUN: Nun kommen die dicken Dankeschöns:

  • DANKE an den Prediger, der mich auf die Idee gebracht hat
  • DANKE an WMF, dass sie so eine kleine Eismaschine entwickelt haben.
  • DANKE, dass mir ein selbst ausgedachtes Grundrezept eingefallen und es auch noch lecker schmeckt.
  • DANKE, dass es auch Bonbour-Vanille in kleinen Vanillezuckertütchen gibt und ich nicht eine Vanille-Schote auskratzen muss. Kann ich nämlich nicht.
  • DANKE, dass mir somit ein neuer Höhepunkt für die Woche eingefallen ist (Eis am Sonntag) und somit ein neues kleines Strukturteilchen für die Woche da ist.

Und nun müssen mir nur noch lauter Rezeptideen einfallen.
Es gibt Bücher, es gibt chefkoch.de und bestimmt ist auch das Netz voll damit.
Nun muss ich alles nur abwandeln für kleine Mengen und in das, was mir am Besten schmeckt.

Die nächsten 52 Wochen sind gesichert.

 

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