Die Geschichte zum Mittwoch

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Der Esel und der Wolf

Ein Esel begegnete einem hungrigen Wolfe.

„Hab Mitleid mit mir“, sagte der zitternde Esel, „ich bin ein armes krankes Tier sieh nur, was für einen Dorn ich mir in den Fuß getreten habe!“

„Wahrhaftig, du dauerst mich“, versetzte der Wolf. „Und ich finde mich in meinem Gewissen verbunden, dich von deinen Schmerzen zu befreien.“

Kaum ward das Wort gesagt, so ward der Esel zerrissen.

Gotthold Ephraim Lessing

 

PS: Hey,  soll heißen, erwarte kein Mitleid von deinem Feind, oder Chef oder Vermieter oder Finanzamt oder KanzlerIN oder sonstwen, der dich nicht leiden mag.

 

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2 Gedanken zu “Die Geschichte zum Mittwoch

    • Der Esel wusste doch, dass er gefressen wird, deshalb hat er auf mitleidig gemacht in der Hoffnung, der Wolf lenkt ein.
      Jetzt mal ein blödes Beispiel:
      Wenn du ein total stinkigen Nachbarn hast, der euch so überhaupt nicht leiden mag.
      Und Wiebke singt laut ihre Lieder. Das stört ihm aber gewaltig und droht mit Kündigung (falls ihr zur Miete wohnt).
      Du aber willst mit ihm reden, dass Wiebke eben so gern singt, dass es ihr Freude macht, gerade so laut und wie schwierig es ist, sie davon zu überzeugen, das etwas leiser zu tun. Aber der Nachbar will euch sowieso los werden, weil er behinderte Menschen nicht mag. Also wird er sich nicht von dir belabern lassen, sondern dir die Kündigung um die Ohren hauen.
      So habe ich es verstanden.

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