Das Wort zum Montag #4

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

Leben Sie zu Gottes Ehre

„Die meisten Menschen scheinen nur für sich selbst zu eben, ohne sich Gedanken um Gottes Ehre oder das Wohlergehen ihrer Mitmenschen zu machen.“

David Brainerd, Missionar unter den Indianern Nordamerikas

Was immer ihr esst oder trinkt oder tut, das tut zur Ehre Gottes!

1. Korinther 10:31

Es ist wichtig, dass wir Gott durch unser ganzes Leben ehren, nicht nur mit unseren Worten oder geistlichen Taten. Fangen Sie an, alltägliche Arbeiten als etwas zu sehen, das Sie für Gott tun. Sehen Sie es nicht nur als etwas an, dass Sie als erledigt von Ihrer Liste streichen, damit Sie sich wieder Dingen zuwenden können, die Sie für heilig halten. Wenn wir für Gott leben, ist unser ganzes Leben heilig. Im Kolosserbrief 3:23 steht, dass wir unsere Arbeit mit Eifer und Freude tun sollen, „als würden wir Gott dienen und nicht Menschen“.

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Gott trägt uns die gewöhnlichen Dinge genauso auf wie  die geistlichen Dinge, wie Beten, Bibel lesen, gute Taten. In der Bibel sagt er uns immer wieder, dass wir arbeiten gehen sollen, Rechnungen bezahlen, uns um unsere Wohnung und unseren Körper kümmern, Gemeinschaft mit anderen Gläubigen haben sollen, das Essen genießen, schlafen und lachen dürfen. Wenn wir anfangen, alles, was wir tun, für Gott und zu seiner Ehre zu tun, wird das Leben leichter. Dann versuchen wir nicht mehr krankhaft, etwas für ihn zu tun, sondern wir sind einfach so wie er uns erschaffen hat.

Wenn wir das Leben in einen weltlichen und einen spirituellen Bereich unterteilen, hat es keinen Zusammenhang mehr. Wir hasten nur ständig von einer Sache zur nächsten, um das, was wir als weltlich ansehen, hinter uns zu bringen und zu den angeblich geistlichen Dingen zu kommen, von denen wir glauben, dass sie Gott gefallen,. Wie können wir „ohne Unterlass“ beten, wenn wir nicht verstehen, dass das ganze Leben, wenn es für Gott gelebt wird, ein Gebet ist, eine Art gelebte Fürbitte?

Wenn ich gut aussehen will, um Gott damit zu ehren, dann wird der Sport, den ich treibe, die Zeit, die ich damit verbringe, mich zu frisieren und hübsch anzuziehen, zu einer heiligen Sache. Wenn ein Motiv dazu die Eitelkeit ist, und ich das nur für mich tue, dann hat das nichts Heiliges an sich. Heilig ist alles, was wir Gott weihen. Wenn ich mich Gott weihe, ihm mein Leben hingebe, all meine Sinne und Fähigkeiten, meinen ganzen Besitz, bin ich dann mit meinem Leben nicht heilig? Alles, was wir tun, ist heilig.

Wussten Sie schon, dass Gott von den Gläubigen als Heilige spricht? Das heißt nicht, dass unser Verhalten immer heilig ist, oder wir nie Fehler machen. Aber Gott sieht uns durch Jesus, der für uns gestorben ist. Er spricht uns als gerechtfertigt an, wenn wir unser ganzes Vertrauen auf Jesus setzen (2. Korinther 5:21). Wenn wir unser Leben ihm weihen und uns tagtäglich darum bemühen, ihm zu gefallen, dann wird für uns alles heilig. Unsere Herzenshaltung ist für Gott das Wichtigste.

Was unser Leben einfacher macht, ist eine ganz enge Beziehung zu Jesus. Wenn wir nach seinen Regeln leben und ihn als den lieben, der er ist – und nicht für das, was er für uns kann -, dann läuft unser Leben ruhiger und ohne Komplikationen. Fangen Sie an, das Leben als ganzes zu sehen, nicht als etwas, das aus vielen einzelnen Bereichen besteht, von denen einige für Gott angemessen sind und andere nicht. Wenn es einen Lebensbereich gibt, der für Gott nicht angemessen ist, dann ist es für mich auch nicht und sollte gestrichen werden. Fangen Sie an, die Bereiche Ihres Lebens zu streichen, die Sie nur für selbst beibehalten, sodass Sie mehr Zeit für die Bereiche haben, die Gott Ehre machen. Weiten Sie diese Bereiche aus und Sie werden sehen, wie leicht das Leben wird.

Joyce Meyer, 

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  1. Regel: Eins nach dem anderen tun
  2. Regel: Lernen Sie Zufriedenheit
  3. Regel: Setzen Sie Gott an die erste Stelle

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Tja, was soll ich zu diesem Text sagen?
Ich habe so ein bissel ein schlechtes Gewissen.

Vor meinem Zusammenbruch hätte ich dem Text zu 100% recht gegeben.
Christsein ist eine Lebenseinstellung und nicht die 3 Tropfen Wasser auf den Kopf eines Babys.

Aber ich selbst habe es nicht geschafft, bei allem was ich tue, nur im Kopf zu haben: ich tue es für Gott.
Egal, was um mich herum passiert, egal, wie sehr ich Opfer von Wut, Aggression und Gewalt gewesen bin.
Nein, DAS habe ich nicht geschafft.
Und irgendwie macht es mich traurig.
Wie sehr bewundere ich die, die das können.
Kennt jemand das Buch von Corrie ten Boom „Zuflucht“?
Ein wunderbares Buch, eine wunderbare Frau.
Ich habe sooft an sie gedacht, wenn ich verletzt und heulend in der Ecke hockte und fühlte mich so sehr als Versager.

Nun versuche ich seit einem halben  Jahr mit Medikamenten, Selbsthilfegruppe und Therapeuten zurück zu einem Selbstwertgefühl zu kommen.
Und so wie ich mich fühle, ist das noch ein langer Weg.
Aber gleichzeitig ist das schlechte Gewissen präsent, mehr auf die Hilfe von Menschen zu vertrauen, als die Hilfe auf Gott.

Oder hat mir diese Mensche vor die die Füße gestellt, damit ich wieder gesund werde?
Ich weiß es nicht.

Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, dann sehe ich den roten Faden, den Gott durch mein Leben gezogen hat.
Immer wenn ich an einer schwierigen Stelle, war er da und hat die Umstände so zurecht geschoben, dass es gut weiter ging.
Zur Zeit kann ich nicht in der Bibel lesen.
Ich schaue auch kein BibelTV mehr.
Gottesdienste bleiben an der Oberfläche.
Bibelverse fühlen sich irgendwie hohl an.
„Gott hilft den Schwachen…, Beten, beten, beten und Gott hilft…, Gott sorgt für… usw.“
Aber ich fühle es nicht.
Vielleicht werde ich in ein paar Jahren zurückblicken und dann sehen können, was ich jetzt nicht sehen kann.

Vielleicht.

*     *     *     *    *

Nächste Woche: 5. Regel: Sorgen Sie sich nicht um morgen

 

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4 Gedanken zu “Das Wort zum Montag #4

  1. „Aber gleichzeitig ist das schlechte Gewissen präsent, mehr auf die Hilfe von Menschen zu vertrauen, als die Hilfe auf Gott.

    Oder hat mir diese Mensche vor die die Füße gestellt, damit ich wieder gesund werde?“

    Kennst du die Geschichte von dem Pfarrer, der beim Hochwasser auf Gott vertraut? Der, der sich nicht evakuieren lässt, bevor das Wasser kommt, dann die Feuerwehr im Boot wieder wegschickt, schließlich auch den Hubschrauber, der ihm vom Kirchendach retten will – weil Gott ihn schützen und retten wird? Der ertrinkt, und dann steht er im Himmel vor Gott und beschwert sich. Gott sagt „Ich hab dir rechtzeitig Bescheid gegeben, du hast nicht hören wollen, dann hab ich dir ein Boot und schließlich einen Hubschrauber geschickt – du hast nichts angenommen, und jetzt beschwerst du dich?!?“

  2. „Unsere Herzenshaltung ist für Gott das Wichtigste.“ Dieser Satz war für mich die Kernaussage des Buchauszuges. Wenn Du daran glaubst, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde, also seinem Wesen nach, geschaffen hat, dann wird er den freien Willen des Menschen schätzen. Denn dieser führt den Menschen in freiwilliger Liebe zu Gott. Ich denke nicht, dass es Gott tatsächlich daran gelegen ist, sich mit Zwang in ein Regelkorsett zu zwängen. Und dabei gilt zu hinterfragen welche Regeln für einen wann sinnvoll sind! Ich glaube, die stärkste Liebe beruht auf Freiwilligkeit und daraus ergibt sich wie ich handle. Und dazu gehört zu wissen, was Gott verletzt. Ja, verletzt. Denn wer zornig werden kann, kennt das Gefühl verletzt zu werden.
    Ich finde es toll, dass Du Dein Leben in die Hand genommen hast und Dir Hilfe bei anderen Menschen gesucht hast. Denn dazu hat Gott Eva Adam gegeben. Weil er gespürt hat, dass der Mensch sich alleine fühlte OBWOHL Gott jeden Tag enge Gemeinschaft mit ihm pflegte. Also könnte es nicht sein, dass Gott genau das, was Du gerade tust auch MÖCHTE? Weil es Dir gut tut?
    LG Simone

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