Das Wort zum Montag #2

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

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Lernen Sie Zufriedenheit

„Zufriedenheit ist nicht die Erfüllung aller Wünsche, sondern die Erkenntnis dessen, wie viel man hat.“

Quelle unbekannt

Hängt euer Herz nicht ans Geld [und andere materiellen Dinge] und begnügt euch mit dem, was ihr habt. Denn Gott hat gesagt: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.“

Hebräer 13:5

Unsere westliche Wohlstandsgesellschaft hat eine Volkskrankheit hervorgebracht: das Verlangen nach allem, was andere besitzen. Die Menschen wollen immer mehr haben, können aber das, was sie besitzen, nicht genießen. Nur zufriedene Menschen können einfach leben. Sie wollen nicht immer mehr haben, sondern freuen sich an dem, was sie haben und vertrauen darauf, dass sie wenn es soweit ist, mehr bekommen werden.

Die Welt verspricht uns, dass wir glücklicher sind, wenn wir mehr „mehr“ haben. Stimmt das? Nein! Denn je mehr wir besitzen, desto größer ist der Aufwand, es zu pflegen und zu erhalten. Wir denken vielleicht, dass „mehr“ haben unser Leben einfacher machen kann. Aber in Wirklichkeit macht es den Alltag oft nur noch komplizierter. Im Zehnten Gebot heißt es, wir sollen nicht begehren, was andere besitzen. Im Philipper 4:11 schreibt Paulus, dass er gelernt hat, zufrieden zu sein, ganz gleich in welcher Lage. Dieser Satz hat etwas Tröstliches und zeugt vom einfachen Lebensstil.

Es ist nicht falsch, Dinge zu besitzen, aber es ist falsch, sie zu begehren. Wenn wir glauben, dass wir ohne eine bestimmte Sache nicht glücklich werden, dann begehren wir sie. Wir sollten uns die Gewohnheit aneignen, bei allem, was wir uns wünschen, zuerst Gott zu fragen und darauf zu vertrauen, dass er es uns geben wird, wenn es richtig ist und die Zeit dafür gekommen ist. Die Einstellung wird uns helfen, das Leben zu genießen. Unser Leben ist ein Weg, nicht das Ziel. Wer das Leben genießen will, muss lernen, diesen Weg zu genießen, auf dem wir oft warten müssen. Letzten Endes werden wir unser Ziel erreichen – und uns dann auf einen neuen Weg machen, zu einem neuen Ziel. Wenn wir also nicht lernen, diesen Weg zu genießen, werden wir das Leben nie genießen. Entschließen Sie sich, das, was Sie haben, zu genießen. Danken Sie Gott dafür und lernen Sie, zufrieden zu sein.

Joyce Meyer, „100 Dinge, die das Leben leichter machen“,  S. 14

 

*     *     *     *     *

Hierfür bekomme ich 100 Punkte. Ich bin nämlich generell zufrieden mit dem, was ich habe. Ich mag sogar Menschen, die minimalistisch leben. Ich selbst schaffe es aber nicht ganz, weil ich auch gern Krams habe, die die Wohnung gemütlich machen. Sowas wie Tisch, Bett, Stuhl, Schrank und Lampe und gut ist, reicht mir nicht. Ich mag mein grünes Sofa, ich mag Grünpflanzen und so einiges an Schnickschnack. Manche sagen „Staubfänger“ dazu.  Ich mag gelbe Blumen auf meinem Tisch und habe auch mehr als 3 T-Shirts in meinem Schrank (damit ich wegen 3 Shirts nicht die ganze Waschmaschine anwerfen muss, sonst hätte ich auch mit 3 Stück kein Problem).

Aber vielleicht ist das auch so, wenn man älter wird. Es wird einem bewusst, dass die Lebenszeit begrenzt ist und warum sollte man dann lauter Überflüssiges kaufen, was dann sowieso auf den Müll muss. Ganz extrem war es bei mir in den Monaten mit dem massiven Suiziddruck. Ich habe keinen überflüssigen Cent ausgegeben. Warum auch?

Jetzt mag ich nicht so gern Geld für materielle Sachen ausgeben, die bloß im Schrank verschwinden, sondern für Dinge, die mir gut tun. Ganz oben auf der Liste steht: Mit meinem Hundemädchen einen langen Spaziergang  machen und dann mich mit Kaffee und Kuchen auf eine Bank setzen oder auch auf den Rasen.

Und anderen etwas schenken mag ich auch gern. Am Liebsten anonym, weil mir dann das „Dankesagen“ unangenehm ist und der andere sich vielleicht verpflichtet fühlt, etwas zurückzuschenken.

Kurz gesagt, mit Nr. 2 der 100 Dinge, die das Leben leichter machen, bin ich gut dabei.

Wer Nr. 1  nochmal lesen möchte:

—> Das Wort zum Montag #1: „Eins nach dem anderen tun“

 

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11 Gedanken zu “Das Wort zum Montag #2

  1. Seit einem Jahr bin ich im Vorruhestand und seitdem sortiere ich all das aus, was zuviel ist und wir nicht mehr brauchen . Trotzdem mögen wir es gemütlich und es bleibt auch was von dem, was einfach zur Gemütlichkeit gehört, man aber nicht haben muss.
    Ausmisten ist befreiend, abgeben und verschenken macht zufrieden.
    In Reinickendorf ist ein Sozialkaufhaus, zu dem ich schon mehrfach gefahren bin und mir wurde alles mit Freude abgenommen.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

    • Vielen Dank für den Tipp.
      Manchmal denke ich, ich kann anderen das nicht zumuten, was ich selbst ausrangiert habe. Wer bin ich den? Ich komme mir dann so überheblich vor. Ich weiß, dass das Quatsch ist und viele Menschen sehr gern die Dinge nehmen, die zum Wegwerfen zu schade sind und noch voll funktionsfähig sind.
      Ist so in grummeliges Gefühl im Bauch.
      Liebe Grüße
      Weena

  2. Ich finde auch das die Menschheit mittlerweile einfach nicht mehr genug kriegen kann.
    Dieses Prinzip findet man fast überall, bei den Firmen – Außendienstmitarbeiter bekommen immer höhere Ziele gesteckt – Banken, Versicherungen, Energiekonzerne und dergleichen bekommen auch nicht genug in den Hals – und noch vieles mehr.

    Ein Unternehmen arbeitet doch positiv, wenn alle Gehälter bezahlt werden können. Wozu braucht ein Manager / eine Managerin diese Superboni?
    Muss ja doch wieder der Konsument / Kunde bezahlen.

    Ich persönlich bin mit dem zufrieden was ich habe, was aber nicht bedeuten soll das ich minimalistisch lebe.

    Oh Gott, darüber könnte ich mich ewig auslassen…..

    • Ja, die Schraube dreht sich immer weiter nach oben, die Schere klappt immer weiter auseinander. Das ist nicht aufzuhalten. Schon allein die „normalen“ Gehaltserhöhungen“. Verdient ein Mitarbeiter 1000 Euro im Monat und bekommt 5% mehr, dann ist das real 50 Euro. Verdient jemand 2000 Euro, bekommt er dann 100 Euro mehr. Wäre doch gerechter, wenn beide 75 Euro mehr bekämen. Aber egal, aus diesem Hamsterrad bin ich raus.
      Und ich glaube, dass ein Mensch, der nicht viel anderes kann als Fußballspielen, Millionen damit verdient, auf keinem Fall glücklicher ist.

  3. Ich finde Zufriedenheit ist ein wichtiges Gut. Ich bin sehr zufrieden mit dem was ich bin und was ich habe. Ich verstehe die Leute auch nicht die allem und jeden hinterher hechten, die irgendwo vor einem Laden übernachten um das neuste Produkt zu haben, die ein Handyvertrag haben und sich jedes Jahr ein neues Handy aussuchen, die ihr Auto leasen um es nach 2 Jahren gegen das Neuere austauschen. Nee, das brauch ich alles nicht.

    • Bisher hat sich hier noch keiner geoutet, dass er sehr gern oft neue Dinge haben möchte, auch wenn das alte noch ok ist. Vielleicht sind wir doch schon ganz viele, die dieses Hamsterrad nicht mehr mitmachen.
      Wäre doch schön, gell?

  4. Ein Aspekt ist sicherlich der zunehmende Müll, den keiner mit gutem Gewissen wachsen lassen will. Ich denke auch, dass wir mittlerweile bewusst gegen die Konsum-, Spaß- und Wegwerfgesellschaft agieren und das finde ich gut.

    LG aus der Nachbarschaft,
    Anna-Lena

    • Ja, der ganze Müll ist ein Riesenproblem. Ich habe im Moment aber nicht das Gefühl, dass da ein großes Umdenken stattgefunden hat. Die Plastiktüten, die aus den Supermärkten fast verschwunden sind, sind allerhöchstens ein klitzekleiner Anfang. Es ist einfach so leicht, gerade in den Großstädten, den Müll in eine anonyme Tonne zu werfen. Dann ist er weg. Bei Hausbesitzer ist das etwas anders, sie merken es am Geldbeutel, wenn sie eine größere Tonne brauchen. In Mietshäusern ist das nur sehr schwer vermittelbar. Alles rein in die Tonne, sehr oft auch unsortiert.
      Ich wünsch dir eine schönen Abend 😀
      Weena

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