Das Beste von heute 6. Juli 2017

Also das Beste von heute ist mein  Gänseblümchen-Eis.

Und bitte nicht lachen.
Oder doch, es darf gelacht werden!
So sieht es aus:

Ich esse furchtbar gern Eis.
Aber ich habe noch nie Eis selbst gemacht.
War für mich nie ein Thema.
Eis gibt es ja überall zu kaufen.
Wozu dann eine Eismaschine?
Kostet ein Haufen Geld, man hat den Abwasch von den Eismaschinen-Teilen, einen halben Liter Eis kann man sowieso nicht als Einzelperson auf einmal essen, und wohin verstaut man nun auch noch diese Maschine?

Und nun, ich hatte es bereits geschrieben, brachte am Sonntag der Prediger zum Gottesdienst selbstgemachtes Eis mit.
Auch das hatte ich schon geschrieben: Es war das beste Eis, dass ich je gegessen habe.
Ich erinnerte mich daran, dass ich irgendwo gesehen habe, dass WMF eine kleine Eismaschine für Einzelleute, so wie mich, hat.

Tja, was soll ich sagen.
Ich bin gerade in der Phase, ich mache jetzt alles, was mir gut tut.
Als es mir noch so richtig schlecht ging, habe ich von anderen immer wieder den Ratschlag gehört, dass ich Dinge tun solle, die mir gut tun.
Nur lag ich in meinem Bett, hab die Wand angestarrt und wusste überhaupt nicht, was das sein sollte oder sein könnte.
Mir fiel nichts ein.
Alles war dunkelschwarz.
Woher sollte etwas Gutes kommen?

Nun, meilenweit davon entfernt, entdecke ich immer mehr, was mir Freude macht.
Und allein das ist schon Freude für mich, das Entdecken.
Als ich damals etwas von Freude schrieb, tippte ich auf meiner Tastatur das Wort und habe es entsetzt angeschaut: was ist das für ein Wort, es sieht so unwirklich aus…
Unglaublich, was ich damals gefühlt habe.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe mir diese kleine Eismaschine gekauft und mich entschlossen, dass es ab jetzt jeden Sonntag bei mir selbstgemachtes Eis gibt.
Punkt.

Bis Sonntag konnte ich nun nicht warten und habe schon mal probiert.
Da ich das noch nie gemacht und somit Null-Erfahrung habe, habe ich einfach 100ml Milch, 100ml Sahne, einen Esslöffel Rohrohrzucker, ein Eigelb und ein Päckchen Bonbour-Vanille-Zucker zusammen geschüttet, verrührt und ab in die Eismaschine.
20min sollte es dauern.
Nach 20 Minuten war es noch nicht richtig fest und habe nochmal 10 Minuten eingestellt.

Das Ergebnis siehe oben!

Und weil ich nix zum Garnieren hatte und wegen zwei Erdbeeren nicht einkaufen fahren wollte, habe ich zwei Gänseblümchen gepflückt und draufgesetzt.
Deshalb habe ich für mich ab jetzt Vanille-Eis zum Gänseblümchen-Eis umgetauft.

Es schmeckte sehr gut.
Nicht ganz so gut wie das vom Prediger.
Aber ich bin ja noch am Üben.
In diesen Grundrezept kann man ja alles Mögliche reinpacken.

Von jetzt ab jeden Sonntag.

Ein großer Minuspunkt ist, dass das Eis innerhalb von Sekunden geschmolzen ist.
Das muss ich noch herausfinden, woran das lag.
Vielleicht hatte ich die Schüssel nicht lange genug im Gefrierteil (es stand in der Beschreibung 12 Stunden, ich hatte es 18 Stunden drin, aber Gebrauchsanleitungen sind ein geduldiges Papier)

Die erste Hälfte habe ich gegessen, die zweite ist jetzt im Gefrierfach. Vielleicht wird es ja dann richtig fest….

NUN: Nun kommen die dicken Dankeschöns:

  • DANKE an den Prediger, der mich auf die Idee gebracht hat
  • DANKE an WMF, dass sie so eine kleine Eismaschine entwickelt haben.
  • DANKE, dass mir ein selbst ausgedachtes Grundrezept eingefallen und es auch noch lecker schmeckt.
  • DANKE, dass es auch Bonbour-Vanille in kleinen Vanillezuckertütchen gibt und ich nicht eine Vanille-Schote auskratzen muss. Kann ich nämlich nicht.
  • DANKE, dass mir somit ein neuer Höhepunkt für die Woche eingefallen ist (Eis am Sonntag) und somit ein neues kleines Strukturteilchen für die Woche da ist.

Und nun müssen mir nur noch lauter Rezeptideen einfallen.
Es gibt Bücher, es gibt chefkoch.de und bestimmt ist auch das Netz voll damit.
Nun muss ich alles nur abwandeln für kleine Mengen und in das, was mir am Besten schmeckt.

Die nächsten 52 Wochen sind gesichert.

 

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2 Gedanken zu “Das Beste von heute 6. Juli 2017

  1. Wie fühlt sich das an? Ist Dein „neues Temparament“ fest und unverrückbar? Kannst Du darauf bauen?
    Ich denke, Du spürst schon eine ordentliche Stabilität, nicht wahr?

    • Naja,im Moment fühle ich mich schon recht stabil. Ich versuche auch alles, dass es mir gut geht. Ich weiß aber auch, dass in meinem Kopf auch ein paar Dinge sind, die ich jetzt abgekapselt habe. Solange der Deckel drauf bleibt, ist es gut. Wird durch irgendetwas dran gerüttelt, kann es ganz schnell bergab gehen. Und das von jetzt auf gleich. Ich weiß es und gehe allem aus dem Wege, was meinen „Frieden“ gefährden könnte. Das ist keine Lösung und ich denke, dass ich den Deckel mit einem Therapeuten öffnen kann. Und bis dahin genieße ich meinen Frieden, mein „Mir-geht-es-gut“.

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