Das Beste von gestern 10. Juli 2017

Das allerallerallerbeste von gestern war eindeutig  mein Nutella-Eis.

Und dabei ging es so einfach. 200g Sahne, 100g Nutella (oder eine andere Nussnougatcreme), 1 TL Bonbour-Vanille-Zucker und ein Ei.

Das Gänseblümchen-Eis zerfloss ja in Sekunden.
Dieses gestern nicht.
Ich glaube zu wissen, woran es lag.
Hatte ein bissel herum gegoogelt, um zu herauszufinden, was das Ei im Eis zu tun hat.
Also das Ei, besser das Eiweiß ist genau dafür da, dass es eben nicht in Null-Komma-Nix sich verflüssigt.
Bei meinem Gänseblümchen-Eis hatte ich nur das Eigelb genommen.

Auf alle Fälle hat es super gut geschmeckt.
So gut, dass ich die ganzen 300g auf einmal gegessen habe und nicht wie geplant, für heute noch etwas übrig zu behalten.
Nüscht war.
Alles weg.

Ein Dankeschön für

  • den Erfinder der Eismaschine
  • den Erfinder des Rezeptes
  • für den Erfinder von Nudossi (hab ich statt Nutella genommen)
  • für die Idee, mir so einen klitzekleinen Höhepunkt zu schaffen

DANKE

Ich habe gestern  noch einmal den ganzen Tag verbummelt und mich am Nachmittag wieder an mein Puzzle gesetzt.

 

Ich bin ganz schön weit gekommen, aber es ist wie eine Sucht für mich.
Ich will dann immer ganz genau das Teilchen finden, was gerade fehlt. Und bei 1000 Teilen vergehen die Stunden ganz schnell.
Ich darf mich definitiv nicht daran setzen, wenn ich noch etwas Wichtiges zu tun habe, denn das wird dann garantiert nix mehr.
Auch hier ein DANKE an den Erfinder des Puzzle, eine ganz tolle Konzentrationsübung für mich.
Ging auch schon viel besser als beim letzten Mal.

Und als ich so inmitten meines 8-Schalen-Puzzel-Chaos saß, klingelte es an meiner Tür und eine frühere Freundin stand mit ihrem Mann davor.
Es ist eine Freundschaft aus der Zeit VOR J.
So sehr wie ich mich gefreut habe, umso unangenehmer war es, weil es in meinem Wohnzimmer wirklich chaotisch aussah. (Nein, ein Bild gibt es davon nicht, reicht schon, dass ich mich gestern geschämt habe.)

Wir haben uns eine ganze Stunde unterhalten und ich war stolz auf mich, dass ich nicht wieder in Tränen ausgebrochen bin.
Aber hinterher ging es dann abwärts mit mir bei dem Gedanken daran, wie es mir vor J. ging.
Diese Erinnerung.
Dieser Vergleich.

Ich lag später lange wach in meinem Bett.
Ich hatte einfach nur Angst, für die nächsten Tage wieder zu fallen, all das, was die letzten Wochen Gutes mit mir passiert ist, das sich das ins Nichts auflöst.
Aber ich habe es irgendwie abfangen  können.
Ein bisschen gedrückte Stimmung habe ich, aber kein freier Fall nach unten.

Deshalb gibt es die letzten beiden Dankeschöns an

  • meine Freundin, das sie gekommen ist und das sie es wieder tut, wenn sie in der Nähe ist. Ich habe mich wirklich sehr gefreut
  • ein ganz dickes Dankeschön an mich, dass ich nicht wieder abgerutscht bin, einfach nur wegen eines simplen Früher-Heute-Vergleich

Und heute ist Schluss mit der Bummelei vom Wochenende.

 

 

 

9 Gedanken zu “Das Beste von gestern 10. Juli 2017

  1. „Ich hatte einfach nur Angst, für die nächsten Tage wieder zu fallen, all das, was die letzten Wochen Gutes mit mir passiert ist, das sich das ins Nichts auflöst.“

    Das ist eine mir auch sehr bekannte Angst aus meinen Depressionsphasen. Aber wenn die Tage so stabil ablaufen, Tag für Tag, dann meine ich, daß höchstens mal ein einzelner schlechter Tag dazwischenspringen sollte. So war es bei mir.

    • Das habe ich inzwischen gelernt, dass es gute und schlechte Tage geben wird. Und dass die schlechten vorbei gehen. Mein Kopf weiß das inzwischen, trotzdem habe ich Angst vor schlechten Tagen. Ich hoffe auf den Therapeuten, der mir beibringt, wie ich am besten damit umgehen kann, so dass es nicht nur der Kopf weiß, sondern auch der Bauch.
      Hoffe ich.

  2. Was immer geht, ist der Angst nicht zu glauben bzw. nicht auf sie zu hören.
    Ihr Vorhandensein muß man tolerieren lernen.
    So geht es mir auch mit Zwangssymptomen. Ganz kriege ich sie nicht weg, aber sie tauchen allmählich seltener auf. Weil ich ihnen weniger Aufmerksamkeit schenke.

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