Das Beste von gestern 04. Juli 2017

Zwei Termine standen gestern an.

Vormittag die ambulante psychiatrische Hauskrankenpflege, Nachmittag Termin bei meinem Rheumatologen, quer durch die Stadt, 1,5 Stunden mit Bus, S-Bahn, S-Bahn, Bus.
Immer eine interessante Sache, ob die Anschlüsse so einigermaßen klappen.

Bei dem Vormittagstermin hatte ich eine vorsichtige Neugier.
Ich wusste nichts über diese psychiatrische Hauskrankenpflege, weder wer da kommt, noch was sie mit mir machen wollen.

Jetzt bin ich ein bisschen schlauer:

Gekommen ist eine gelernte Krankenschwester mit sozialpsychiatrischer Zusatzausbildung, die psychisch Kranken hilft, für 16 Wochen ihren Alltag hinzubekommen.
Das können entlastende Gespräche sein, das kann Hilfe bei Behörden, Ämtern, Ärzten sein, dass kann Hilfe zur Strukturierung des Alltags sein, kann Hilfe bei finanziellen Dingen sein, kann Hilfe bei der Suche nach Sozialkontakten sein.

Ich würde meinen, dass sind die gleichen Aufgaben wie  bei einer Psychosozialen Einzelfallhilfe, wobei ich mich da auch nicht auskenne.
Wahrscheinlich sind nur Träger und Kosten anders.
Aber egal.
Sie war da, wir konnten gut miteinander reden.
Es war ein gegenseitiges Beschnuppern und Kennenlernen.
Ich fand sie sympatisch und nun will sie jeden Mittwochvormittag kommen.
Ich weiß noch nicht, ob Vormittag besser für mich ist, weil es mir da meist schlechter geht.
Ist das nun von Vorteil oder nicht?

Und nun das dicke Dankeschön dafür:

  • Danke, dass es diese Form von Hilfe gibt
  • Danke, dass sie gerade einen Platz frei hatten, als ich bei meiner Ärztin wie ein Häufchen Unglück saß und sie es beantragt hat (jetzt ist kein Platz mehr frei, haben mehr Anfragen als Kapazität)
  • Danke an meine Ärztin, dass sie gleich reagiert hat.
  • Danke an die Frau S., dass sie da war, dass wir wahrscheinlich gut miteinander können (was man nach einer Stunde überhaupt sagen kann)

Der Nachmittag war mit viel Fahrerei verbunden.

Mehr als nötig.
Ich saß so vor mich hin dösend und habe glatt die Station übersehen, wo ich hätte aussteigen müssen.
Ich habe es zwei Stationen zu spät gemerkt.
Shit.
Das passiert mir immer wieder.
Ich bin dann richtig sauer mit mir, besonders, wenn das ein Bus oder eine Bahn ist, die nur im 20 Minuten-Takt fährt.
Manchmal steige ich auch ausversehen in die falsche Richtung ein.
Der gleiche Shit.
Zeitdruck, neu orientieren und zurück …

Und das ganze für nicht mal 5 Minuten in der Sprechstunde.
Ja, mir geht es rheumatechnisch soweit gut, nix akutes.
Irgendwelche Anti-Körper erhöht, Nierenwerte erhöht, Leberwerte erhöht.
Alles wie immer, Rezept ausgeschrieben und raus.

  • Danke an den Arzt, der mich betreut.
  • Danke, dass er vor vielen Jahren als Einziger meine seltene Rheumaform erkannt hat.
  • Danke, dass ich den Arzt und die Medikamente nicht selbst bezahlen muss, sondern nur ein Zusatzgebühr.
  • Danke, dass ich damit in Deutschland lebe und nicht in irgend ein Land in der dritten Welt.

Gleiche Strecke zurück.

Auf der Hälfte der Busfahrt, gab es einen Fahrerwechsel.
Ich saß gleich ganz vorn und dachte an den Aufruf für mehr Freundlichkeit von Martin(https://pierickwebdotcom.wordpress.com/2017/07/03/hilfe-ein-laecheln/) 
und wünschte dem Fahrer einen schönen Feierabend.
Er schaute mich nicht an und brummt nur ein: „Schön wär’s“ und verschwand ohne ein Blick, wer denn da irgendetwas komisches sagte.
Nun gut.
Es war ein Versuch.

Wieder zu Hause und:

  • Danke, dass mich die BVG quer durch Berlin befördert hat, ohne sie hätte ich laufen müssen 😉
  • Danke, dass ich, wenn auch ziemlich kaputt, unbeschadet wieder nach Hause kam.
  • und ein Danke an meine neuen Schuhe.

Zur Erinnerung: Letzte Woche war ja regentechnisch hier in der Hauptstadt Land unter …
Meine Schuhe waren so quietschig und patschnass, dass sie bis gestern immer noch feucht waren.
Aber alles was mit Leim zusammen hielt, hat sich aufgelöst.
Also mussten leider neue her.
Mit Schuhen habe ich IMMER Probleme.
IMMER bekomme ich bei den ersten Tragen richtig dicke Blasen an den Füßen.
Ich habe keine besonders komischen Füße, unnormal oder so, aber es liegt wohl daran, dass ich komisch laufe.
Nicht optisch, sondern für die Schuhe.

Gestern nun das erste Mal in den neuen Schuhen und sooo weit …
Und: NICHTS !!!
Keine einzige Blase, keine rote Stelle, NICHTS!!!
Als wären sie meine zweite Haut.

Also danke an die Schuhe, danke an die Herstellter, danke an den, der dieses Modell ins Leben verholfen hat ….

Hachja, ganz schöne viele Dankeschöns für gestern.
Und heute wird ein ruhiger Tag, keine Termine, keine besonderes Wetter (grau und trüb bis jetzt), einfach durch den Tag taumeln.
Tut gut nach gestern.

 

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4 Gedanken zu “Das Beste von gestern 04. Juli 2017

    • Dankeschön 🙂
      Beim Busfahrer konnte ich es ja probieren mit der Freundlichkeit, er konnte mir ja nicht hinterherlaufen 🙂

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