Das Beste von gestern 01. Juli 2017

Gestern war irgendwie ein blöder Tag.
Es ging einfach nicht, mit meinen Hunden eine größere Runde zu laufen und dabei mit dem Fotoapparat aufzupassen, was rechts und links neben mir wächst, liegt, steht, hängt …

Es regnete zwar nicht durchgängig, aber man musste ständig damit rechnen, dass es anfängt von oben zu tröpfeln oder gar zu schütten.

Man sollte es nicht glauben, aber meine Schuhe sind vom vergangenen Donnerstag, dem Weltuntergang in der Hauptstadt, wo alle Schleußen von oben offen waren, immer noch nicht trocken sind…

2 Hunde an der Leine, Schirm, Fotoapparat und Regen … das geht nicht wirklich.
Das eigentliche Hindernis ist dann aber nicht der Regen oder der Schirm, sondern mein Hunde-Opi.
Er setzt nämlich kein Fuß vor den anderen, wenn von oben auch nur ein einziger Tropfen kommt.
Das war schon immer so.
Da hilft kein gut zureden, kein Leckerli, kein Ziehen … nur Tragen.

Da gab’s gestern eben nur kleine Gassi-Runden um den Block.

Am Vormittag habe ich mir dann meinen kleinen Abstellraum vorgenommen.
Er ist so 1x3m groß und dort landet alles, was ich nicht im Wohnzimmer haben möchte.
Die klassischen Sachen sind Bügelbrett, Wäschetrockner, Staubsauger, Bodenwischer.
Im Laufe des letzten halben Jahres sind dann noch jede Menge anderer Kram dazu gekommen.
Werkzeug, volle Packungen von Toilettenpapier, Küchenrollen, ein großer Karton von Hundewindeln, Hundefutter jeder Art, leere Karton wie zum Beispiel der von der radkappenlosen Hundekutsche, Nähmaschine, Winterstiefel, leere Plastik- und Papiertüten …
Türe auf, Sachen rein und weg sind sie.

Normalerweise bin ich kein so ganz unordentlicher Mensch, mag es schon, wenn alles an seinem Platz ist, aber es ist eine neue Wohnung, da hat einfach vieles noch keinen angestammten Platz und in meiner Depressionskrise hat mich das überhaupt nicht interessiert.

Oh Mann,  interessiert das überhaupt jemand?
Ich wollte einfach nur sagen, dass ich mangels schönem Wetter dort aufgeräumt habe und es kein „Foto vom Tag“ gibt, sondern (ganz wichtig für mich) ich auch wieder beginne, mir hier ein Zu-Hause-Gefühl zu schaffen und nicht denke „ist eh alles egal“.
Fertig bin ich nicht, weil mir Aufbewahrungsboxen fehlen, aber die Übersicht ist wieder da.

Und nun dafür (endlich) mein DANKE an mich, dass ich mich dazu aufraffen konnte.

Am Nachmittag war das Wetter nicht besser und ich habe mich wieder an mein Schnecken-Puzzle gesetzt.
Gefühlte 200x habe ich schon jedes einzelne Teil in der Hand gehabt, um das fehlende Rand-Puzzle-Teil zu finden, habe nochmal alles neu sortiert… keine Chance.
Es ist definitiv nicht da.
Schade, aber nicht zu ändern.

Und ich habe mich erinnert, dass ich noch ein anderes Puzzle habe, eins mit 1000 Teilen, nicht selbst fotografiert sondern von Herrn Ravensburger.
Daran habe ich mich dann fest gebissen, Stunde um Stunde mit jeder Menge Schokolade nebenher.
Ich kann aber auch nicht aufhören bis ich DAS Teil gefunden habe, was ich suche.
Ergebnis: der Rand ist fertig, alle Teile da.

Nun gibt’s das DANKE dafür, das ich noch dieses Puzzle hatte und ich mich nicht sinnlos vom Fernsehen berieseln lassen habe.
Das Puzzeln ist eine enorme Konzentrationsübung für mich und vielleicht klappt es an den nächsten Regentagen immer besser, Teile zu finden, wenn mein Hunde-Opi wieder keinen Schritt nach draußen gehen mag.

Das Allerbeste nun zum Schluss:

Ich  habe mich in den letzten beiden Wochen nicht getraut, auf mein Konto zu schauen.
Ich war jeden zweiten Tag beim Tierarzt, habe jede Menge Spezialfutter, Hundewindeln und die Hundekutsche gekauft.
Alles Dinge, die sein mussten und immer habe ich tapfer meine Geldkarte hingehalten.
Ich möchte nicht über hohe Tierarztkosten jammern.
Ich stehe auf dem Standpunkt, wer ein Tier hat, muss mit soetwas rechnen, sonst kann er sich eben kein Tier halten. Punkt.
Das war aber dann doch ganz schön viel auf einmal.
Ich hatte den Überblick total verloren.
Ich wusste ja, dass zum 1. des Monats wieder Geld kommt und habe mich ich also gestern getraut, einen Blick drauf zu werfen, erst ganz vorsichtig blinzelnd und dann mit offenen Augen.

Es so gar nicht so schlecht aus, alles im grünen Bereich.
Und dafür mein großes dickes fette

DANKE

 

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4 Gedanken zu “Das Beste von gestern 01. Juli 2017

  1. Siehst du, da hast du doch viele gute Dinge erlebt. 🙂

    Und von wegen, es interessiert keinen, was du über’s Aufräumen schreibst. Zumindest ich lese gern darüber, weil ich es von mir kenne, dass ich auch erst mal alles in eine Ecke schmeiße…:-)

    Momentan kann ich ja nicht so raus, wie ich gern möchte. Mein lädierter Zeh hindert mich an großen Aktionen. So nehme ich mir in der Wohnung stück für Stück etwas vor, das seit längerer Zeit keine ordnende Hand mehr gesehen hat.

    Und ich merke, da bin ich in meinem Element, einfach zu Hause sein und „wurschteln“.

    Ich grüße dich herzlich und wünsche dir weitere Situationen zum danken.

    elsie

    • Danke, liebe Elsie, für deine Grüße. Ich bin auch so ein Hausfrauen-Mensch, der gern „wurschtelt“. Aber allein ist das blöd und ich habe dann keine Motivation. Wozu kochen? Wozu backen? … Es werden sich so nach und nach neue Dinge ergeben, die ich gerne mache und an denen ich Freude habe. Das Fotografieren ist jetzt eines davon. Obwohl es bei mir nur ein „knipsen“ ist – ohne Kenntnisse von Belichtung, Abstand, wie ins Bild setzen usw. Aber Spaß macht es mir trotzdem. Und ich bin sehr , sehr froh darüber, dass es etwas gibt, was mir Freude macht.
      Alles Liebe auch für dich
      Weena

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