Das Wort zum Montag #4

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

Leben Sie zu Gottes Ehre

„Die meisten Menschen scheinen nur für sich selbst zu eben, ohne sich Gedanken um Gottes Ehre oder das Wohlergehen ihrer Mitmenschen zu machen.“

David Brainerd, Missionar unter den Indianern Nordamerikas

Was immer ihr esst oder trinkt oder tut, das tut zur Ehre Gottes!

1. Korinther 10:31

Es ist wichtig, dass wir Gott durch unser ganzes Leben ehren, nicht nur mit unseren Worten oder geistlichen Taten. Fangen Sie an, alltägliche Arbeiten als etwas zu sehen, das Sie für Gott tun. Sehen Sie es nicht nur als etwas an, dass Sie als erledigt von Ihrer Liste streichen, damit Sie sich wieder Dingen zuwenden können, die Sie für heilig halten. Wenn wir für Gott leben, ist unser ganzes Leben heilig. Im Kolosserbrief 3:23 steht, dass wir unsere Arbeit mit Eifer und Freude tun sollen, „als würden wir Gott dienen und nicht Menschen“.

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Gott trägt uns die gewöhnlichen Dinge genauso auf wie  die geistlichen Dinge, wie Beten, Bibel lesen, gute Taten. In der Bibel sagt er uns immer wieder, dass wir arbeiten gehen sollen, Rechnungen bezahlen, uns um unsere Wohnung und unseren Körper kümmern, Gemeinschaft mit anderen Gläubigen haben sollen, das Essen genießen, schlafen und lachen dürfen. Wenn wir anfangen, alles, was wir tun, für Gott und zu seiner Ehre zu tun, wird das Leben leichter. Dann versuchen wir nicht mehr krankhaft, etwas für ihn zu tun, sondern wir sind einfach so wie er uns erschaffen hat.

Wenn wir das Leben in einen weltlichen und einen spirituellen Bereich unterteilen, hat es keinen Zusammenhang mehr. Wir hasten nur ständig von einer Sache zur nächsten, um das, was wir als weltlich ansehen, hinter uns zu bringen und zu den angeblich geistlichen Dingen zu kommen, von denen wir glauben, dass sie Gott gefallen,. Wie können wir „ohne Unterlass“ beten, wenn wir nicht verstehen, dass das ganze Leben, wenn es für Gott gelebt wird, ein Gebet ist, eine Art gelebte Fürbitte?

Wenn ich gut aussehen will, um Gott damit zu ehren, dann wird der Sport, den ich treibe, die Zeit, die ich damit verbringe, mich zu frisieren und hübsch anzuziehen, zu einer heiligen Sache. Wenn ein Motiv dazu die Eitelkeit ist, und ich das nur für mich tue, dann hat das nichts Heiliges an sich. Heilig ist alles, was wir Gott weihen. Wenn ich mich Gott weihe, ihm mein Leben hingebe, all meine Sinne und Fähigkeiten, meinen ganzen Besitz, bin ich dann mit meinem Leben nicht heilig? Alles, was wir tun, ist heilig.

Wussten Sie schon, dass Gott von den Gläubigen als Heilige spricht? Das heißt nicht, dass unser Verhalten immer heilig ist, oder wir nie Fehler machen. Aber Gott sieht uns durch Jesus, der für uns gestorben ist. Er spricht uns als gerechtfertigt an, wenn wir unser ganzes Vertrauen auf Jesus setzen (2. Korinther 5:21). Wenn wir unser Leben ihm weihen und uns tagtäglich darum bemühen, ihm zu gefallen, dann wird für uns alles heilig. Unsere Herzenshaltung ist für Gott das Wichtigste.

Was unser Leben einfacher macht, ist eine ganz enge Beziehung zu Jesus. Wenn wir nach seinen Regeln leben und ihn als den lieben, der er ist – und nicht für das, was er für uns kann -, dann läuft unser Leben ruhiger und ohne Komplikationen. Fangen Sie an, das Leben als ganzes zu sehen, nicht als etwas, das aus vielen einzelnen Bereichen besteht, von denen einige für Gott angemessen sind und andere nicht. Wenn es einen Lebensbereich gibt, der für Gott nicht angemessen ist, dann ist es für mich auch nicht und sollte gestrichen werden. Fangen Sie an, die Bereiche Ihres Lebens zu streichen, die Sie nur für selbst beibehalten, sodass Sie mehr Zeit für die Bereiche haben, die Gott Ehre machen. Weiten Sie diese Bereiche aus und Sie werden sehen, wie leicht das Leben wird.

Joyce Meyer, 

*     *     *     *     *

  1. Regel: Eins nach dem anderen tun
  2. Regel: Lernen Sie Zufriedenheit
  3. Regel: Setzen Sie Gott an die erste Stelle

*     *     *     *    *

Tja, was soll ich zu diesem Text sagen?
Ich habe so ein bissel ein schlechtes Gewissen.

Vor meinem Zusammenbruch hätte ich dem Text zu 100% recht gegeben.
Christsein ist eine Lebenseinstellung und nicht die 3 Tropfen Wasser auf den Kopf eines Babys.

Aber ich selbst habe es nicht geschafft, bei allem was ich tue, nur im Kopf zu haben: ich tue es für Gott.
Egal, was um mich herum passiert, egal, wie sehr ich Opfer von Wut, Aggression und Gewalt gewesen bin.
Nein, DAS habe ich nicht geschafft.
Und irgendwie macht es mich traurig.
Wie sehr bewundere ich die, die das können.
Kennt jemand das Buch von Corrie ten Boom „Zuflucht“?
Ein wunderbares Buch, eine wunderbare Frau.
Ich habe sooft an sie gedacht, wenn ich verletzt und heulend in der Ecke hockte und fühlte mich so sehr als Versager.

Nun versuche ich seit einem halben  Jahr mit Medikamenten, Selbsthilfegruppe und Therapeuten zurück zu einem Selbstwertgefühl zu kommen.
Und so wie ich mich fühle, ist das noch ein langer Weg.
Aber gleichzeitig ist das schlechte Gewissen präsent, mehr auf die Hilfe von Menschen zu vertrauen, als die Hilfe auf Gott.

Oder hat mir diese Mensche vor die die Füße gestellt, damit ich wieder gesund werde?
Ich weiß es nicht.

Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, dann sehe ich den roten Faden, den Gott durch mein Leben gezogen hat.
Immer wenn ich an einer schwierigen Stelle, war er da und hat die Umstände so zurecht geschoben, dass es gut weiter ging.
Zur Zeit kann ich nicht in der Bibel lesen.
Ich schaue auch kein BibelTV mehr.
Gottesdienste bleiben an der Oberfläche.
Bibelverse fühlen sich irgendwie hohl an.
„Gott hilft den Schwachen…, Beten, beten, beten und Gott hilft…, Gott sorgt für… usw.“
Aber ich fühle es nicht.
Vielleicht werde ich in ein paar Jahren zurückblicken und dann sehen können, was ich jetzt nicht sehen kann.

Vielleicht.

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Nächste Woche: 5. Regel: Sorgen Sie sich nicht um morgen

 

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Das Wort zum Montag #3

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

Setzen Sie Gott an erste Stelle

„Der Mensch hat sein Leben durch Gott, nicht durch seine Gaben, egal wie reichlich sie auch vorhanden sein mögen.“

Henry Alford, britischer Autor und Theologe

„Ich will dich segnen [und dich überreichlich beschenken] und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen [damit du das Gute weitergibst]

Mose 12:2

Schon oft habe ich gelesen, dass man nicht gleichzeitig erfolgreich sein und ein einfaches Leben führen kann. Das verwirrt mich, denn ich glaube, dass es Gottes Wille ist, dass seine Kinder in jedem Lebensbereich erfolgreich sind, auch im finanziellen und materiellen Bereich. In Psalm 35:27 steht, dass Gott seinem Diener mit Freuden zu Hilfe kommt. Ich kenne keine einzige  Bibelstelle, die sagt, dass Gott sich freut, wenn die Bedürfnisse seiner Kinder nicht erfüllt werden.

Es stimmt, dass in der Bibel steht, dass es für einen Reichen schwer ist, ins Himmelreich zu kommen (Matthäus 19:23), aber es ist nicht unmöglich. Geld kann uns von Gott und seinem Willen ablenken, aber das muss nicht so sein. Wir sollten keine Angst vor Reichtum haben, sondern lernen, richtig damit umzugehen. Wenn wir eine vernünftige Einstellung gegenüber Geld und materiellen Besitz haben, kann das zum Segen für viele werden.

Bei religiösen Fragen scheint es oft einfacher zu sein, den Menschen beizubringen, auf Dinge zu verzichten, als ihnen beizubringen, Maß zu halten. Ich sehe das anders, denn Gott hat alle Dinge erschaffen und sie uns gegeben, um sie genießen. Man kann sich an Reichtum freuen, ohne dass er von Gott ablenkt oder habgierig macht. Wir können reich sein und Gott trotzdem Gott an die erste Stelle in unserem Leben stellen.

Es würde doch keinen Sinn ergeben, wenn ich sagte, ich esse nichts mehr, aus Angst zu viel zu essen. Oder ich schlafe nicht mehr, aus Angst zu lange zu schlafen. Genauso wenig ergibt es Sinn, ein Armutsgelübde abzulegen, damit mir Geld nicht zur Versuchung wird. Noch einmal: Geld und Besitz sind nicht das Problem. Eine unausgewogene Haltung dem Geld gegenüber kann jedoch zum Problem werden. Ich glaube, dass Gott uns alles geben möchte, solange wir damit umgehen können und er immer noch an erster Stelle  in unserem Leben steht.

Wohlstand und Reichtum werden nur dann zum Problem, wenn sie uns besitze, statt wir sie. Wir sollten unseren Besitz nutzen, um anderen Gutes zu tun – und nicht der Versuchung erliegen, Menschen zu benutzen, um mehr  „Besitz“ zu erlangen. Geld wird nur zum Problem, wenn wir es horten. Die Bibel behauptet nirgends, dass Geld ein Problem ist. Sie sagt, dass Liebe zum Geld das Problem ist. Lernen Sie, ein Kanal zu sein, kein Auffangbecken. Lassen Sie es zu, dass der Segen zu Ihnen und durch Sie hindurch fließt. Gott hat Abraham  verheißen, dass er ihn segnen und ihn zu einem Segen für alle Menschen machen würde (1. Mose 12:2)

Wenn wir geben, freuen sich nicht nur die anderen, sondern es wird auch für uns zu Freude. Je mehr man gibt, desto glücklicher wird man. Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man auch zum Geben, denn Gott hält Ausschau nach Menschen, die Geld besitzen können, ohne habgierig und egoistisch zu werden. Die wichtigste Frage, die wir uns immer stellen sollten, lautet: „Was für eine Einstellung habe ich zu Geld und Besitz?“ Steht Gott oder Geld an erster Stelle in ihrem Leben?

Ich habe gemerkt, dass ich niemals zu viel von irgendetwas besitze, wenn ich mich von Gottes Geist leiten lasse. Er beschneidet meinen Besitz regelmäßig, in dem er mir ständig Menschen über den Weg schickt, die etwas von dem, was ich im Überfluss habe, brauchen oder sich wünschen. Die Bibel lehrt uns, dass wir teilen sollen, wenn wir zwei Gewänder oder Mäntel haben und ein anderer nichts hat (Lukas 3:11).

Auf meiner Suche nach einem einfachen Leben habe ich entdeckt, dass anderen ein Segen zu sein, eine einfache Art ist, mir selbst und anderen Freude zu bereiten. Ich ermutige Menschen sogar, aktiv nach Möglichkeiten zu suchen, zu geben, weil die Bibel lehrt, dass Geben seliger ist als Nehmen (Apostelgeschichte 20:35). Gott freut sich, wenn er einen Menschen findet, den er reich segnen kann, der ihn an erster Stelle behält und mit seinem Besitz anderen zum Segen wird.

Joyce Meyer, 100 Dinge, die das Leben leichter machen, S. 16

*     *     *     *

Hm.

Frage mich gerade, warum das  bei  Frau Joyce Meyer unter den 100 wichtigen Bibelversen, die das Leben leichter machen, dann erst auf Platz 3 kommt?

Ich stimme dem Ganzen vorsichtig zu.
Vorsichtig.

Bis zu meiner Bauchlandung anfang des Jahres war genau dies mein Lieblingsbibelvers:

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Matthäus 6:33

Ich war 100% überzeugt von dem, was da steht.
Bis ich zu Beginn dieses Jahres derart auf der Nase lag und meine Standleitung gen Himmel nicht mehr da war.

Ich habe nichts mehr gespürt.
Ich habe Gott nicht mehr gefühlt.
Er war weg, ich war dem Tod näher als dem Leben und keine Antwort kam.
Wie ist das dann? Er konnte doch nicht den 1. Platz in meinem Leben habe  und sich dann wegducken?
Ich habe bis heute keine Erklärung dafür.

Vielleicht werde ich in einigen Tagen, Wochen, Monaten wissen, was da passiert ist zwischen uns, warum die Verbindung abgerissen ist.
Ich habe keinen Drang mehr, jeden Tag ein bissel in der Bibel zu lesen, mir Sendungen auf BibelTV anzuschauen.
Nein, ich sage auch nicht, die Bibel ist Sch… Gott hat versagt.
Nein.
Aber ich befinde mich wie in einem Schwebezustand, in dem man nicht sagen kann, wohin die Reise geht.
Aber ich hoffe, dass ich gut ankomme.

 

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Das Wort zum Montag #2

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

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Lernen Sie Zufriedenheit

„Zufriedenheit ist nicht die Erfüllung aller Wünsche, sondern die Erkenntnis dessen, wie viel man hat.“

Quelle unbekannt

Hängt euer Herz nicht ans Geld [und andere materiellen Dinge] und begnügt euch mit dem, was ihr habt. Denn Gott hat gesagt: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.“

Hebräer 13:5

Unsere westliche Wohlstandsgesellschaft hat eine Volkskrankheit hervorgebracht: das Verlangen nach allem, was andere besitzen. Die Menschen wollen immer mehr haben, können aber das, was sie besitzen, nicht genießen. Nur zufriedene Menschen können einfach leben. Sie wollen nicht immer mehr haben, sondern freuen sich an dem, was sie haben und vertrauen darauf, dass sie wenn es soweit ist, mehr bekommen werden.

Die Welt verspricht uns, dass wir glücklicher sind, wenn wir mehr „mehr“ haben. Stimmt das? Nein! Denn je mehr wir besitzen, desto größer ist der Aufwand, es zu pflegen und zu erhalten. Wir denken vielleicht, dass „mehr“ haben unser Leben einfacher machen kann. Aber in Wirklichkeit macht es den Alltag oft nur noch komplizierter. Im Zehnten Gebot heißt es, wir sollen nicht begehren, was andere besitzen. Im Philipper 4:11 schreibt Paulus, dass er gelernt hat, zufrieden zu sein, ganz gleich in welcher Lage. Dieser Satz hat etwas Tröstliches und zeugt vom einfachen Lebensstil.

Es ist nicht falsch, Dinge zu besitzen, aber es ist falsch, sie zu begehren. Wenn wir glauben, dass wir ohne eine bestimmte Sache nicht glücklich werden, dann begehren wir sie. Wir sollten uns die Gewohnheit aneignen, bei allem, was wir uns wünschen, zuerst Gott zu fragen und darauf zu vertrauen, dass er es uns geben wird, wenn es richtig ist und die Zeit dafür gekommen ist. Die Einstellung wird uns helfen, das Leben zu genießen. Unser Leben ist ein Weg, nicht das Ziel. Wer das Leben genießen will, muss lernen, diesen Weg zu genießen, auf dem wir oft warten müssen. Letzten Endes werden wir unser Ziel erreichen – und uns dann auf einen neuen Weg machen, zu einem neuen Ziel. Wenn wir also nicht lernen, diesen Weg zu genießen, werden wir das Leben nie genießen. Entschließen Sie sich, das, was Sie haben, zu genießen. Danken Sie Gott dafür und lernen Sie, zufrieden zu sein.

Joyce Meyer, „100 Dinge, die das Leben leichter machen“,  S. 14

 

*     *     *     *     *

Hierfür bekomme ich 100 Punkte. Ich bin nämlich generell zufrieden mit dem, was ich habe. Ich mag sogar Menschen, die minimalistisch leben. Ich selbst schaffe es aber nicht ganz, weil ich auch gern Krams habe, die die Wohnung gemütlich machen. Sowas wie Tisch, Bett, Stuhl, Schrank und Lampe und gut ist, reicht mir nicht. Ich mag mein grünes Sofa, ich mag Grünpflanzen und so einiges an Schnickschnack. Manche sagen „Staubfänger“ dazu.  Ich mag gelbe Blumen auf meinem Tisch und habe auch mehr als 3 T-Shirts in meinem Schrank (damit ich wegen 3 Shirts nicht die ganze Waschmaschine anwerfen muss, sonst hätte ich auch mit 3 Stück kein Problem).

Aber vielleicht ist das auch so, wenn man älter wird. Es wird einem bewusst, dass die Lebenszeit begrenzt ist und warum sollte man dann lauter Überflüssiges kaufen, was dann sowieso auf den Müll muss. Ganz extrem war es bei mir in den Monaten mit dem massiven Suiziddruck. Ich habe keinen überflüssigen Cent ausgegeben. Warum auch?

Jetzt mag ich nicht so gern Geld für materielle Sachen ausgeben, die bloß im Schrank verschwinden, sondern für Dinge, die mir gut tun. Ganz oben auf der Liste steht: Mit meinem Hundemädchen einen langen Spaziergang  machen und dann mich mit Kaffee und Kuchen auf eine Bank setzen oder auch auf den Rasen.

Und anderen etwas schenken mag ich auch gern. Am Liebsten anonym, weil mir dann das „Dankesagen“ unangenehm ist und der andere sich vielleicht verpflichtet fühlt, etwas zurückzuschenken.

Kurz gesagt, mit Nr. 2 der 100 Dinge, die das Leben leichter machen, bin ich gut dabei.

Wer Nr. 1  nochmal lesen möchte:

—> Das Wort zum Montag #1: „Eins nach dem anderen tun“

 

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Das Wort zum Montag #1

Ich habe ein neues Buch von  Joyce Meyer entdeckt. Unter dem Titel „100 Dinge, die das Leben leichter machen“  fragt sie anhand von Bibelversen und ihrem eigenen Leben, ob das Leben möglicherweise gar nicht kompliziert ist, sondern es erst kompliziert wird durch die Art wie wir es anpacken.
Und genau diese 100 Dinge möchte ich jetzt in meinem Leben reflektieren.
Mal schauen, ob mir das gelingt und ich die nötige Ausdauer habe *seufz*

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Eins nach dem anderen tun

„Das Gefühl der Eile kommt für gewöhnlich nicht daher, dass man ein ausgefülltes Leben lebt und keine Zeit hat. Es entsteht vielmehr aus einer vagen Angst heraus, seine Zeit zu vergeuden. Wenn wir das eine, das wir tun sollten, nicht tun, haben wir keine Zeit für irgendetwas anderes – dann sind wir die meistbeschäftigten Menschen der Welt.“
Eric Hoffer, amerikanischer Philosoph

Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns den Glauben geschenkt und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind.

Hebräer 12:2a

Wenn wir uns nicht wirklich auf die Dinge konzentrieren, die wir tun, so tun wir sie mit halber Kraft und erledigen unsere Arbeit nicht wirklich gut. Wenn wir eine Sache tun, aber dabei an eine andere denken, teilen wir unsere Kräfte und die Aufgabe wird umso schwieriger. Es ist wie wenn man Eiweiß und Eigelb trennt – man kann zwar beides getrennt verwenden, aber das Ergebnis ist dann nicht so effektiv (oder schmackhaft). Wenn wir dagegen unsere gesamten Fähigkeiten auf die eine Sache konzentrieren, die wir an diesem Tag, zu dieser Stunde und in diesem Moment gerade tun, wird sie viel einfacher. Die Fähigkeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren, erlangt man durch Disziplin.

Der Apostel Paulus schreibt in Philliper 4:6, dass wir uns um nichts sorgen sollen. Besorgte Menschen leben immer in der Zukunft und nicht dort, wo sie gerade sind.. Sie versuchen heute den morgigen Tag zu leben und verlieren dadurch dir Einfachheit. Gott erwartet von uns, dass wir ihm für morgen vertrauern, genau wie er es den Israeliten in der Wüste verlangte, als sie durch das dürre Land zu ihrem verheißenen Land zogen.

Üben Sie sich darin, einen Tag nach dem anderen zu nehmen. Geben Sie sich selbst – ihre Gedanken, Ihre Gespräche, Ihre Energie, jeden Teil Ihrer selbst – ganz dem Heute hin. Entwickeln Sie die Fähigkeit, sich ganz dem zu widmen, was sie gerade tun. Dann werden Sie ein neues Bewusstsein verspüren, dass Ihnen ermöglicht, Ihre gegenwärtige Tätigkeit zu genießen, anstatt jeden Tag nur als ein Durcheinander von Aktivitäten und verwirrenden Gedanken zu erleben, das Sie leer und erschöpft zurücklässt.

Haben Sie Angst, dass Sie nicht so viel erledigen können, wenn Sie so leben? Das stimmt vielleicht, aber Sie werden das, was Sie tun, sehr viel mehr genießen. Ein Schlüssel zur Einfachheit ist die Erkenntnis, dass Qualität viel wichtiger ist als Quantität.

Joyce Meyer, „100 Dinge, die das Leben leichter machen“,  S. 12

*      *     *     *     *

Tjaaaa, das ist ein gutes Startthema.

Der erste Gedanke beim Lesen war, dass es auch ganz viel mit „Achtsamkeit“ zu tun hat.
Das als Thema wurde mir erst mit Beginn meiner Krankheit bewusst.
Als „Gegenübung“ zur Depression.
Und schon dabei habe ich gemerkt, wie gut es mir tut, zum Beispiel bei den Gassi-Runden nicht nur stur an allem vorbeizuhetzen, sondern bewusst wahrzunehmen, was neben mir und um mich herum ist und passiert.
Daraus ist meine Freude am Fotografieren geboren worden.
Und hält bis heute an.

Uns Frauen sagt man ja nach, dass wir multitaskingfähig sind.
Bisher war ich der Meinung, dass man genau das können muss, wenn man Arbeit, Haushalt, Kind und Ehe unter einem Hut bringen will.

Und ich war früher auch ein bisschen stolz drauf, dass ich das kann und habe über die „Männer“ gelächelt, die eben nur eins nach dem anderen machen können.
So kann man sich irren.

Ja, ich versuche es nun auch – dieses eins nach dem anderen – und ich finde es gut, es tut mir gut, kann auch die Tiefe spüren, wenn ich mich auf nur eine Aufgabe/Arbeit/Tun konzentriere.
Es wird mir natürlich auch leicht gemacht, weil ich allein lebe. Mit 5 Kindern, wo jedes zu jeder Zeit etwas anderes möchte, geputzt, gekocht, bespaßt werden muss, sähe das ganz anders aus.

Und so finde ich es gut, dass mir das 1. Kapitel vor die Füße wirft, dass ich JETZT den Fernseher ausschalte, weil ich JETZT am Notebook sitze, und die Beschallung mich ablenken kann.
JETZT ist Blog dran.
Fernsehen heute Abend.
Vielleicht.
Wenn nichts anderes ansteht.

 

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