Das Beste von heute

Aufstehen.
Gassi-Gehen.
Bad.
Frühstücken.
Und los geht’s.
Kücheputzen

Wollmäuse jagen.

Mittagessen.
Autogenes Training, wie immer.

Große Gassirunde am herbstlichen Feld entlang.

Ein Himmel wie immer die letzten Tage.

Mit Kleinigkeiten am Wegesrand.
Johanniskraut.

Oder Hagebutten.

Dann.
Einkaufen.

Tochter hat Geburtstag,
Heute.
Sie will nicht feiern.
Zu stressig, sagt sie.
Ich wollte trotzdem für eine halbe Minute ihr das Geschenk geben.
Die einzige Stunde, die sie heute Nachmittag da war, habe ich verpasst.
Bin unendlich traurig darüber.
So wie die Blumen jetzt.
Ich fühle mich getriggert.

Ich fühle mich schlecht.
Fühle mich abgelehnt.
Wie beim letzten Mal, als das Enkelkind Geburtstag hatte.
Bin überflüssig.
Wenn es mich nicht gäbe, kein Mensch, würde es merken.
Gut, den Blog würde es nicht mehr geben.
Auch kein Verlust.
Laufe die Abendrunde gassi.
An der Haustür eine Spinne.

Eklig.

Hunde füttern.
Abendbrot essen.
Der Tag ist gelaufen.

Und morgen ist ein neuer Tag.
Ein besserer.

 

Das Beste von heute

Gestern Abend ging es mir nicht gut.
Ich hatte das Gefühl, dass ich wieder in die Abwärtsspirale gerade.
Einen Auslöser, einen Trigger, gab es nicht, d.h. mir war keiner bewusst.

Was mir aber aufgefallen ist, ich habe lange schon nicht mehr „Das Beste von heute“ geschrieben, schon lange nicht mehr die Dankeschöns für einen langen Tag.

Liegt es etwa daran?
An solch einer Kleinigkeit?
Bin ich noch so sehr instabil, dass ich diese „Krücke“ einfach brauche?
Ich weiß es nicht.

Und so bin ich heute damit aufgestanden, wieder darauf zu achten, wofür ich Dankesagen kann, will, möchte.

Natürlich zuerst für meine 2 Scheiben Vollkorn-Toast mit Honig.
Ich liebe dieses morgendliche Frühstück.
Ein dickes Danke an die Bienen und an die Kühe wegen der Butter (auch wenn sie inzwischen doppelt so teuer geworden ist. Mir fällt gerade ein, dass ich morgen unbedingt neuen Kaffee kaufen muss)

Danach habe ich gebügelt.
Ja, ich weiß, ganz viele machen dies nicht mehr, einschließlich meiner Tochter.
Auch J. war ganz verwundert, dass ich seine Hemden Bügeln wollte. Das kannte er nicht.
Egal, ich mag es ganz einfach, wenn meine T-Shirts glatt sind, und die Geschirrtücher, und die Bettwäsche, und die Jeans …
Deshalb nun mein DANKE, dass die BügelEISEN, keine BügelEISEN mehr sind, die man mit Glut beheizen muss, sondern die Strippe einfach in die Steckdose kann und alles wird heiß und glatt.

Und weil ich dann die gebügelten Sachen in den Schrank packen wollte, musste, habe ich gleich noch das Fach mit den Jeans und das Fach mit den Pullovern durchgesehen. Da meine Depressionen 12 Kilo aufgefressen hatten, musste ich mir neue Sachen kaufen. Inzwischen habe ich zwar 3 Kilo wieder zugenommen, aber die alten Sachen, die viel zu groß geworden sind, können in die Altkleidersammlung. Ein dickes DANKE dafür, dass ich das nötige Geld dafür hatte. Ist auch nicht selbstverständlich.

Am Nachmittag war ich dann ganz ganz mutig und bin mit meinem Hundemädchen zum Weissen See gefahren. Direkt am Weissen See wohnen aus der Zeit mit J. „Freunde“, die wir regelmäßig besucht haben. Seit der Trennung war ich nicht mehr dort, weil sie nicht ganz unwesentlich dazu beigetragen haben, dass ich mich erst so spät von J. lösen konnte.
Ich weiß nicht warum, aber irgendetwas in mir sagte, dass ich heute dorthin musste. Ich kann es nicht erklären, es war so.
Ich kaufte beim Bäcker noch etwas Kuchen und fuhr hin.
Ja, sie haben sich gefreut.
Und sie haben mir erzählt, was im letzten halben Jahr alles passiert ist.
Eine Katastrophe nach der anderen.
Viel Streit, Beziehungen wurden beendet, Intrigen, Gerüchte, Verleumdungen …
Was bin ich froh, nicht mehr ein Teil dessen zu sein.
Ein dickes DANKE dafür, dass ich da raus bin, dass „meine“ neue Welt frei von all dem ist.

Und zum Schluss bin ich dann mit meinem Hundemädchen einmal um den Weissen See gelaufen, wieder mit der Natur verbunden, ist alles Störende von mir abgefallen.

 

Das größe DANKESCHÖN gibt es aber dafür, dass es mir jetzt wieder gut geht, dass ich ein Lächeln in meinem Gesicht habe und ich nun ganz entspannt und friedlich schlafen gehen kann.

DANKE für diesen Tag!

 

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Blitzlicht #7 und das Beste vom Tag

Unter der Kategorie „Blitzlicht“ schreibe ich  nach jeder Therapiestunde, einen Gedanken, eine Situation, einen Satz oder irgendetwas, was mir „danach“  noch im Kopf herumgeistert und ein Ventil braucht.
Es ist die Therapie, auf die ich solange gewartet habe, weil ich glaube, dass sie mir hilft, mit der Diagnose „Depression“ vernünftig umzugehen und große Abstürze in kleine verwandelt.

Heute erstmal geklärt, was die letzte Stunde der Risikoforschung mit mir zu tun hat.

Seine Antwort: Er wollte mir sagen, dass die Ängste, die wir wahrnehmen, meist nicht realistisch sind und er mir dies auch an der Risikoforschung zeigen wollte.

Ok, abgehakt.

Während der Therapiestunde hatte ich zwei Anrufe.
Da das Handy lautlos gestellt war, sah ich es erst hinterher.
Es war J.

Er fragte, ob ich Zeit für eine Tasse Kaffee hätte, er sei in der Nähe.
Wir haben uns in einem Cafe in getroffen und es wurde ein sehr, sehr schöner Nachmittag.
J. zeigte sich genau von der Seite, die ich an ihn liebte.

ABER: (Ich bin ganz stolz auf mich) ich konnte es abgrenzen.

Ja, das ist das Beste an diesem Tag, eine schöne Stunde, von der ich wusste, dass es eben nur diese eine Stunde ist, sie genießen und das gute Gefühl mitnehmen konnte.

Keine Träne, keine Zweifel, kein Rückwärtsgang, keine Vorwürfe, kein Streit, keine Tavor nötig.

DANKE

 

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Das Beste von gestern und heute 19. August 2017

Wer hier fleißig mitliest, weiß, dass ich gestern Nachmittag eine Verabredung hatte.
Hatte es vergangenen Montag erwähnt und was das für mich bedeutet.

Nunja, meine Euphorie ist inzwischen etwas gedämpft.
Ja, es hat geklappt.
Ja, es hat nicht geregnet.
Ja, wir hatten  Kaffee und leckeren Kuchen im Grünen.

Aber das Gespräch lief schleppend, mit Kunstpausen drin.
N. fühlte sich nicht wohl, war sehr erkältet und hatte eine dicke Strickmütze auf dem Kopf, mitten im August.
So sah man uns unseren Dachschaden schon äußerlich an und ließ mich innerlich schmunzeln.
Nach einer Stunde haben wir uns wieder getrennt mit den völlig unverbindlichen Worten: Man sieht sich wieder im Offenen Treff…

Naja, vielleicht bin ich wirklich so ein Ekelpaket, mit dem keiner etwas zu tun haben möchte.
Es war ein Versuch.

Da es mir seit Dienstag sowieso nicht so gut geht, hat mich das weiter nach unten gezogen.
Heute Vormittag war es sogar soweit, dass die ersten Suizidgedanken wieder auftauchten, dieses „Was-soll-das-alles-hier-Gefühl“.
Nein, das  will ich nicht…
Ich will einfach nicht, dass es mir wieder so sehr schlecht geht und habe überlegt, wo ich denn hinfahren könnte, heute Nachmittag, was mir gut tut.
Denn das habe ich inzwischen begriffen, dass man bewusst gegen steuern kann.

Und ich habe mir mein Hundemädchen  gegriffen und bin mit ihr wieder in den Tierpark gefahren.
Und, und, und:
Es tat mir sooo gut!
Es war genau richtig.
Im Tierpark war heute Schlossfest.

Normalerweise meide ich Menschenaufläufe.
Heute verlief sich das irgendwie und es waren überall Menschen in „Schlosskostümen“ zu sehen, die tanzten und musizierten.
Insgesamt eine Atmosphäre, die einfach nur gut tat.
Fotos habe ich davon nicht gemacht, sie hätten bei weitem nicht diese Atmosphäre einfangen können, auch weiß ich nicht, inwieweit ich sie urheberrechtlich in meinen Blog setzen kann.

Nur einen Wermutstropfen gab es: Das Stück Käsekuchen schmeckte fürchterlich, irgendwie nach Zwiebel.

Dem Bienchen hat es aber dann doch geschmeckt.

Ja, Tiere gab es dann auch noch im Tierpark zu sehen, so nebenbei 😉

 

 

Und nun, nun geht es mir wieder besser.

Deshalb ein dickes Dankeschön an:

  • N., für das schöne Kaffeetrinken im Park trotz Erkältung.
  • den, der dafür gesorgt hat, dass es gestern trotz großen Ankündigungen durch alle Wetterprognosen genau in dieser Zeit nicht geregnet hat und wir unter einem Baum im Grünen sitzen konnten.
  • den Organisatoren des Schlossfestes im Tierpark für diese ganz tolle Atmosphäre
  • allen Tierpflegern, die sich um die Tiere kümmern
  • an den Architekten des Tierparks, dass dieser sich nach der Wende so wunderbar entwickelt hat.
  • an den ehemaligen Tierparkchef, auf den es zurückzuführen ist, dass man Hunde mit in den Park nehmen darf, im Zoologischen Garten (Berlin-West) darf man das nämlich nicht.
  • und wieder an dem, der für das tolle Wetter verantwortlich ist, super 22 Grad mit Sonne und ein paar Wolken.
  • an die BVG, die mich und mein Hundemädchen wieder gesund nach Hause gebracht hat.
  • an meine Tochter, die mir endlich meinen Akkuschrauber wieder gebracht hat.
  • an Katrin.  Sie hat mir heute in den Kommentar vom Blitzlicht Nr. 4 geschrieben, dass es ihr ähnlich mit den Beginn von Therapiestunden ging und mir somit das Gefühl gab, dass ich doch nicht ganz unnormal bin.
  • und letztendlich an meinen Schöpfer, der wohl bei allem seine Finger mit im Spiel hatte.

DANKE

 

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Das Foto von heute … Schienenersatzverkehr

In den Schulferien wird oft am Schienennetz der Tram gebaut.
Dieses Mal auf den Weg zum Offenen Treff:

Warten auf den Schienenersatzverkehr …

Mit Mückenpflaster auf den Beinen 😀

 

 

Und … und … und … ich habe die allererste Verabredung seit ich im Januar hier gestrandet bin.
Der erste neue Sozialkontakt außerhalb des geschützten Raumes der KBS (Kontakt- und Beratungsstelle)
Ich könnte auch neudeutsch „date“ sagen, aber das hört sich so nach neuer Beziehung an.
Nein, das ist es nicht.
Nur einfach so.
Ich weiß nicht mal, ob daraus eine Freundschaft werden könnte, aber das ist jetzt auch nicht wichtig.
Wichtig ist, dass es überhaupt eine Verabredung gibt, mit einem Menschen, der mich nur so bekloppt im Kopf kennt, wie ich momentan bin, da es sich im Offenen Treff ergeben hat.
Ich habe diesen verdammten Rechtfertigungsdruck nicht.
Ich muss nichts erklären.
Ich bin wie ich bin.

Ich bin total happy, weil es wieder ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist, egal was daraus wird.
Deshalb schicke ich ein riesengroßes Dankeschön in Richtung Himmel!
Der Termin ist Freitag im Botanischen Garten.

(Haltet alle ganz dolle den Daumen, dass es nicht regnet…)

 

                             

 

Das Beste von gestern 12. August 2017

Freitagabend 18.00 Uhr.
Ich sitze auf meinem grünen Sofa und denke mir so, dass es doch schön wäre, wenn ich meine Kamera mit ins WLAN-Netz aufnehmen würde.
Da fällt die Stöpselei weg.
Wer weiß, wie lange die Gummi-Abdeckung das viele auf und zu durchhält.

Gedacht, getan.
Ich rufe im Menü die WLAN-Verbindung auf, die mir dann sagt, ich solle an meinem Router die WPS-Taste drücken.

Wo bitte ist die WPS-Taste???
Ich erhebe mich von meinem grünen Sofa, setze mich neben dem Router auf den Boden und nehme ihn in die Hand.

Ich kann nur ein klitzkleines Knöpfchen entdecken, wo WPS/Reset dran steht.
Aha.
Todesmutig drücke ich drauf.
Und? Und? Und?
Nichts.
Die Kamera zeigt an, dass sie sucht und sucht und sucht und irgendwann sagt, dass sie kein Laptop findet.
Nun gut, wenn eben nicht, dann nicht.

Und dann PANIK: Die Internetverbindung ist weg!
Überall weg! Alles offline, mein Laptop, mein tablet, mein Handy!
Ich drücke verzweifelt auf alle Knöpfe am Router.
Es bleibt weg.

Wo ist die Bedienungsanleitung vom Router?
Ich suche aufgeregt in der Schublade, wo alle Bedienungsanleitungen liegen.
Nichts.
Wo zum Teufel hatte ich sie im ganzen Umzugschaos hingepackt?
Sch….

Ich schicke meiner Tochter eine Nachricht: Ist der Beinahe-Schwiegersohn zu Hause, ich brauche Hilfe, sofort!!!
Sie antwortet schnell: A. ist unterwegs kommt erst nach 22 Uhr, er könnte dann erst morgen Vormittag…

Wie soll ich bis zum nächsten Vormittag ohne Internetverbindung überleben?
Wie soll ich einschlafen, wenn ich nicht das youtube-Video mit der Schlaf-Hypnose hören kann?
Kurz nach 22 Uhr kam die Nachricht, Beinahe-Schwiegersohn kommt nicht am Vormittag, sondern erst am Abend.

Noch länger.
Dann kann ich doch mein Autogenes-Training-Video am Mittag auch nicht hören.
Verzweiflung pur.

Ich suche noch einmal den Schub mit den Bedienungsanleitungen durch.

Ich habs gefunden!
Die Anleitung.
Ooooh. Ich hatte doch die WPS/Reset-Taste gedrückt.
Danach muss der Router neu konfiguriert werden.
Ich soll eine CD in den Laptop einlegen.
Ich habe aber keine CD!!!

Ich gebe es auf und gehe ins Bett.

Und ja, ich konnte schlafen.
Auch ohne Einschlaf-Video.

Heute Morgen nehme ich mir den Router noch einmal in die Hand.
Wieso sind eigentlich alle Lämpchen aus?
Doch wenigstens das Lämpchen für Power müsste doch leuchten?
???

Ich überprüfe die Steckverbindungen.
Aha, ein Stecker etwas rausgerutscht.
Ich stecke ihn wieder richtig hinein und, und, und, ….

Da ist sie doch wieder: MEINE INTERNETVERBINDUNG IST WIEDER DA!!!

Beim Suchen der WPS-Taste hatte ich doch den Router in die Hand genommen und etwas daran gezogen, dass der Stecker sich etwas gelockert hat.

Uff. 

Gerade mal noch gut gegangen, das Mittags-Video ist gesichert.
Ich habs überlebt, 12 Stunden ohne Internet!!!

Und ich werde von nun an weiter meine Kamera an den Laptop mittels Strippe anstöpseln.
Noch einen WLAN-Versuch starte ich nicht.

60 Jahre, Frau und blond, mehr muss man dazu nicht sagen.

 

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Das Beste von heute 6. August 2017

Um es heute mal kurz zu machen, bin ein bissel fisselig: der Fernseher ist kaputt.
Nun bin ich keine Viel-Fernseherin, abends manchmal, Tagesschau und so.
Ich könnte auch ganz gut ohne leben, aber es macht mich eben fisselig, wenn dieses Gerät da steht, ich die Tagesschau sehen wollte und nix geht.

Ja, ich weiß, es gibt Internet und wer guckt heutzutage schon die Sendungen, wenn sie gerade laufen.
Kann man alles in der Mediathek angucken oder youtube oder streamen oder weiß der Geier, was es sonst noch so alles gibt.
Weiß ich.
Aber das Ding steht nun  mal da und hat gefälligst zu laufen, wenn ich es will.
Sonst bräuchte es ja nicht dort zu stehen.
Soll heißen, ich bin etwas übel gelaunt und deshalb nur kurz:

Gemeinde-Kaffee war gut

Gemeinde-Kuchen auch

Der neue Gemeinde-Prediger auch (besser als der Alte)

Alles ein dicker Grund dafür zu danken:

DANKE

Und spätestens morgen früh kann ich auch dafür danken, dass der Fernseher kaputt ist.
Aber heute, heute  maule ich rum.
Punkt.

 

                               

 

Das Beste von heute 5. August 2017

Das Beste von  heute war: Ich habe NICHTS gemacht.
Und das tat gut …
Für heute Nachmittag war Kaffee und Kuchen im Garten geplant.
Aber …

So sah meine Fensterscheibe aus….

Nun habe ich mich auf mein Sofa gesetzt eine Inga-Lindström-Schnulze angeschaut und stundenlang mit meiner Kamera herumgespielt, um dahinter zu kommen, was welche  Einstellungen bewirken.
Mit dem Ergebnis, dass ich es immer noch nicht weiß.

Diss ist eine Aldi-Rose, die bei mir auf dem Tisch steht und Testobjekt Nr. 1 heute war.
Gerade eben erklärte mir Gerhard, dass der manchmal entstandene verschwommene Hintergrund von der größeren Brennweite beim Heranzoomen kommt.
Gut, ich versuche es jetzt noch ein letztes Mal:

Dieses Igelkind sitzt nur unweit meines Sofas und habe es herangezoomt.
Und? Und? Und? Kein verschwommener Hintergrund.
Was heißt das jetzt?
Ich mache weiter wie bisher.
Ohne perfekt sein zu können (müssen), knipse ich weiter bunt durch die Welt und freue mich, wenn ein paar Fotos ganz zufällig gut werden und ich sie hier in den Blog stellen kann.

Und genau das bekommt heute mein Dankeschön.

  • Danke, dass ich mit der Kamera heute nicht weiter gekommen bin. Wahrscheinlich käme dann mein Perfektionismus durch und ich hätte nur noch supersupersuper tolle Fotos machen wollen. So nehme ich es wie es kommt und behalte meine Freude.
  • Danke, dass es heute geregnet hat und ich einfach mal einen Sofa-Tag machen konnte. Es hat mir gut getan. Morgen Nachmittag gehe ich wieder raus. In der Gemeinde fängt ein neuer Prediger an, diesen möchte ich mir sehr gern anhören.
  • Danke auch für meine Tochter, die heute Vormittag die Klo-Brille wieder festgeschraubt hat, nachdem ich gefühlte Stunden davor gehockt habe und es mir NICHT gelungen ist, diese doofe Plastikschraube festgedreht zu bekommen. Meine Tochter hatte seinerzeits die Erstinstallation vorgenommen und kannte wohl das Prinzip. Oder sie hat die Brille hypnotisiert, dass sie vor Schreck erstarrt ist.
  • Danke auch an meine Waschmaschine bzw. dessen Erfinder, der Herr Miele, sie hat heute meine Wochenwäsche gewaschen und getrocknet, während ich faul auf meinem grünen Sofa saß. Nur das Aufhängen müsste sie noch üben.
  • Danke auch an den Kreml. Denn ohne ihn hätte ich heute Nachmittag nicht 500ml Moskauer Eis futtern können. Eigentlich wollte ich ja Eis von jetzt ab nur noch selbst herstellen (auch damit in meinem Kühlschrank kein Eis gebunkert ist, das ich dann wieder sofort vernichten muss). Die Hürde zum Selbstmachen ist dann höher als Kühlschranktür auf. Aber ich konnte gestern bei Netto nicht an der Eistruhe vorbei, ohne so eine Eispackung mitzunehmen. Ich liebe Moskauer Eis oder Softeis oder Schokoeis mit Eierlikör oder das Eis von McDoof oder, oder, oder …

Und nun verbringe ich den letzten Rest des Tages … ja, wo denn? … auf meinem grünen Sofa!

 

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Perfekt – Das Beste von heute 1. August 2017

Perfekt … für mich, meinen Mini-Balkon und meinen Geldbeutel

 

Ich freue mich … (bitte auch meine Zauberglöckchen beachten!)

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Das Beste vom Tag 31. Juli 2017

Am Vormittag war es dieses hier:

 

Ein langweiliger Karton.
Aber der langweilige Karton hat es in sich.

Ein Bistrotisch mit zwei Stühlen für den Balkon ….

Und das ist ein riesengroßer Schritt für mich.
Vor einem halben Jahr wäre das undenkbar gewesen.
Da dachte ich: Wozu Balkonmöbel?
Wozu dieses Geld ausgeben, wenn ich dieses Jahr wahrscheinlich nicht überlebe?
Ich hatte ganz große Zweifel, dass ich es schaffe.
Ja, ich habe fest geglaubt, dass ich sooo nicht leben kann.
Jeder einzelne Tag war ein Riesenkampf ums Überleben, jede Stunde.

Und nun?
Dank meiner Psychopillen habe ich zurück ins Leben gefunden und, und, und eine Therapie begonnen.
Endlich.
Ja, es geht mir vielvielviel besser und ich habe jetzt die berechtigte Hoffnung, dass ich es schaffe, mein neues Leben.
Ja, ich glaube es jetzt.

Jetzt ist Sommerschlussverkauf sind solch Balkonmöbel deutlich billiger.
Ja, ich habe sie gekauft als Zeichen, dass ich es schaffen werde.

Und das ist wirklich das Beste vom Tag, dieser olle Karton.
Morgen Vormittag werde ich ihn auspacken…

  • Danke, für die Pharmaindustrie (ich weiß, dass klingt abartig, aber ist ernst von mir gemeint), dass es solche Medikamende gibt.
  • Danke der Ärztin, dass sie das Richtige für mich gefunden hat.
  • Danke, dass ich den Therapeuten gefunden habe und so wie es aussieht, es auch gut klappen könnte.
  • Danke an Lidl, dass sie preisgünstig solche Möbel für Mini-Balkons im Angebot hat.
  • Danke, dass sie jetzt nochmal preisreduziert sind.
  • Danke an DHL, die mir das Paket in  den Flur gestellt hat.
  • Und zum Schluss: Danke an Gott, meinem Schöpfer, dass er alles so gefügt hat, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, obwohl ich es ihm in meiner Verzweiflung einfach nicht zugetraut habe.  Eigentlich, ja eigentlich gehört dieses letzte Dankeschön an die Spitze, als Erstes.

Lacht jetzt bitte nicht, und ich weiß, dass es für viele die an Depressionen leiden einfach hohl klingt:

 


Ich selbst konnte dieses Lied in meinen allerschwersten Phasen nicht hören, habe es abgetan, konnte es nicht mehr glauben.
Meine Standleitung gen Himmel war gekappt.
Nichts ging mehr.
Nun weiß ich aber, er hat im Hintergrund gewirkt, geschoben und getan. …

Und ein dickes Dankeschön auch an Anja Schraal für dieses Lied… Danke

 

 

 

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