Die Wegwerf-Gesellschaft lässt grüßen …

Hatte ich kürzlich für meinen kranken Hunde-Opi einen Hundebuggy gekauft.
Jetzt kann jeder denken, was er will, aber ich kann halt den Hund nicht zum Tierarzt tragen und ein Auto habe ich nicht.

Bestellt und geliefert und sah so aus:

Leider fehlten bei den hinteren Räder die Radkappen, so dass die Räder nicht fest hielten und immer wieder abfielen.
Mein Beinahe-Schwiegersohn hat dann mit Hilfe zweier Büroklammer es so hinbekommen, dass  die Räder hielten.
Schön geht anders, aber es hält.

Aber für einen nagelneuen Buggy  … ich hätte ihn ja zurückschicken können, aber ich brauchte ihn wirklich dringend, mein Hunde-Opi hatte ein vereitertes Ohr.

Also habe ich an den Verkäufer geschrieben, dass er mir doch bitte die beiden Radkappen zuschicken möge.
Die Antwort: Ob ich denn mit 4€ Nachlass auf den Kaufpreis einverstanden wäre.
Nö, war ich nicht.
Ich kann mir ja nicht die 4 Euro an die Räder kleben.
Habe ich also abgelehnt.
Und nun die Überraschung: er antwortete, dass er eine komplette Neulieferung veranlasst habe und ich den Buggy ohne Radkappen bitte entsorgen möchte.

Heute kam die neue Hundekutsche.
Mit Radkappen.
Ca. 5cm Durchmesser.
Aus Plastik.

Ist das nicht der absolute Irrsinn?
Wegen diesen zwei kleinen Teilchen, die ein paar Gramm wiegen, 5kg als Müll wegwerfen?
Schlimmstenfalls wird er im Meer abgekippt.
Abgesehen davon, was die Herstellung an Energie kostet, einschließlich Zulieferkosten und Transport, Arbeitszeit, Lohnkosten, Verwaltung …

Nein, ich werfe ihn nicht weg.
Ich stelle ihn in den Keller.
So stabil sieht er mir nicht aus.
Vielleicht brauche ich ihn mal für  Ersatzteile.

Ich weiß ja nicht, wie lange ihn mein kranker Hunde-Opi braucht.
Und dann habe ich ja noch mein Hundemädchen mit ihren 13 Jahren.
Und wenn alles noch gut ist, dann kann ich ihn ja auch verschenken, alte kranke Hunde gibt es viele ….

Kostet nur ein bissel Überwindung mit solch einer Kutsche durch die Straßen zu laufen.
Man kommt sich wie ein bunter Papagei vor, nachdem sich alle umdrehen.
Macht mir aber nix aus.
Bin das noch gewohnt.
Wenn ich mit meinem verstorbenen Mann + Rollstuhl durch die Straßen lief, haben sich auch alle umgedreht und die Kinder riefen: Mama, warum hat denn der Mann so kleine Füße …

Jetzt eben einen Hund im Hundebuggy.
Na, und?

 

                              

 

 

Das Foto vom Tag 30. Juni 2017 — Die Geschichte meiner Zauberglöckchen …

Ich und meine Zauberglöckchen …
Heute nun (nach diesem sintflutartigen Donnerstag) sahen sie so aus:

 

Einst habe ich sie so eingepflanzt:

Dann wurden sie krank:

Gesund gepflegt sahen sie dann so aus:

Und nun siehe oben…
Ob sie es nochmal schaffen?

 

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Das Beste von gestern 29. Juni 2017

Gestern hat es in der Hauptstadt ab Mittag geschüttet wie blöd. Aber eben erst ab Mittag. Und so sage ich DANKE,

  • dass ich ganz locker und trockenen Fußes am Vormittag meinen Wocheneinkauf machen konnte. (Mach ich aber trotzdem nicht wieder – am Donnerstagvormittag. Früher, ja früher, wurden die Regale bei REWE kontinuierlich von den Filialmitarbeitern aufgefüllt. Jetzt kommen einmal die Woche die Heinzelmännchen (muss ’ne Fremdfirma sein) und packen die nach 6 Tagen leeren Regal wieder voll. Und dieser Tag ist Freitag. Soll heißen, gestern früh (am Donnerstag) meterweise leere Regale. Also auch hier DANKE für diese Erfahrung. Mach ich nicht mehr. Punkt.
  • Am Nachmittag dann nix mit großer Gassi-Geh-Runde, nur fix pippi machen. Und so hab ich es mir zu Hause gemütlich gemacht, Fernseher an und einen Märchenfilm (Die drei Federn) im MDR angeschaut. Ach ist das schön, im Märchen geht immer alles gut aus und die Bösen haben Null-Chance. DANKE an das MDR und DANKE, dass auch heute noch Märchenfilme gedreht werden (dieser Film ist von 2014).
  • Am späten Nachmittag habe ich mich dann doch getraut, die Wohnung zu verlassen und zur Selbsthilfegruppe zu fahren. Hätte ich diese Bilder aus den Nachrichten von heute Morgen schon gestern gesehen, hätte ich es nicht gemacht – überflutete Straßen und U-Bahntunnel. Aber ich bin tatsächlich gut angekommen mit Straßenbahn und Bus und auch wieder zurück. DANKE. (Wenn auch pitschnass) Wir waren zwar nur zu fünft, aber es war gut und es war wichtig für mich.
  • Ich hatte mein Schlafzimmerfenster angekippt gelassen und hatte dann doch ziemlich viel Schiss, dass bei diesem Wasser von oben, alles noch trocken ist, wenn ich nach Hause zurückkomme (irrsinnigerweise hatte ich gedacht, dass es gegen Abend aufhört zu regnen). Bei Wasser habe ich immer Panik und ein Horrerbild im Kopf (aufgeblühtes Parkett, dass so schlimm ist, dass es herausgerissen werden muss). Aber nix passiert, nur ein Tröpfchen auf dem Fensterbrett. DANKE
  • Auch um meinem Balkon hatte ich Angst. Er hat zwar einen Abfluss, aber oft pustet der Wind das Hundekissen drüber (ich hatte natürlich vergessen, es hereinzunehmen). Das Bild im Kopf: Der Balkon läuft so voll, dass das Wasser über den Sims (etwas 20cm) und platscht ringsherum nach unten… Nix passiert. DANKE
  • und DANKE für diese Erfahrung, dass ich künftig sensibler bin, wenn es so von oben schüttet und gleich die Fenster schließe und das Kissen herein nehme. Dann bleibe ich deutlich entspannter.

Und heute Morgen regnet es weiter:

 

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Das Foto von heute 26. Juni 2017

Es regnet in der Hauptstadt …
Die Feuerwehr sagt „Ausnahmezustand“ dazu.

 

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Die Sache mit den Fröschen …

Der Therapeut hat mir heute einen Witz erzählt, ich habe im Netz etwas gegoogelt und diesen „Witz“ als Fabel bei www.zeitzuleben.de gefunden:

Die Frösche im Milchtopf

Auf dem Bauernhof stand ein Eimer. Zwei Frösche kamen vorbei und waren neugierig, was da wohl im Eimer sei. Also sprangen sie mit einem großen Satz in den Eimer.

Es stellte sich heraus, dass das keine so gute Idee gewesen war, denn der Eimer war halb gefüllt mit Milch. Da schwammen die Frösche nun in der Milch, konnten aber nicht mehr aus dem Eimer springen, da die Wände zu hoch und zu glatt waren.

Der Tod war ihnen sicher.

Der eine der beiden Frösche war verzweifelt. „Wir müssen sterben“, jammerte er „hier kommen wir nie wieder heraus.“ Und er hörte mit dem Schwimmen auf, da alles ja doch keinen Sinn mehr hatte.

Der Frosch ertrank in der Milch.

Der andere Frosch aber sagte sich: „Ich gebe zu, die Sache sieht nicht gut aus. Aber aufgeben tue ich deshalb noch lange nicht. Ich bin ein guter Schwimmer! Ich schwimme, so lange ich kann.“

Und so stieß der Frosch kräftig mit seinen Hinterbeinen und schwamm im Eimer herum. Immer weiter. Er schwamm und schwamm und schwamm. Und wenn er müde wurde, munterte er sich selbst immer wieder auf. Tapfer schwamm er immer weiter.

Und irgendwann spürte er an seinen Füßen eine feste Masse. Ja tatsächlich – da war keine Milch mehr unter ihm, sondern eine feste Masse. Durch das Treten hatte der die Milch zu Butter geschlagen! Nun konnte er aus dem Eimer in die Freiheit springen.

Urspr. nach Aesop,
nacherzählt

 

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Das Beste vom Tag 28. Juni 2017

Und ich möchte weitermachen, mit dem „Dankesagen“, weil nichts, gar nichts selbstverständlich ist. Dass, was wir jetzt heute und hier als das Normalste der Welt empfinden, kann sich morgen schon in Luft auflösen. Es ist jetzt nicht gerade das beste Beispiel, dass von einem Moment zum anderen mein Blog nicht mehr funktionierte. Immerhin, was ist schon ein Blog, ein paar bits, die hin und her geschoben werden. In der Schule habe wir anno Knips mal gelernt, dass alles nur entweder 0 oder 1 ist. Darauf beruht die ganz Datenverarbeitung, das ganze Internet. Es ist nichts weiter als 0 oder 1. Ja oder Nein.  Und doch war es für mich ein Sinnbild, dass von jetzt auf gleich alles weg sein kann.

Ich sage danke für:

  • Ich freue mich einfach, dass ich es geschafft habe, wieder einen Blog einzurichten, mit allem, was es an Zeit und Nerven kostet. Für mich ist das nicht wirklich ein Kinderspiel. Es dauert lange, manchmal muss ich mir ganz schön die Haare raufen, weil es nicht so klappt, wie es klappen soll. Dinge, die ich 100x gemacht habe, scheinen genau da nicht zu funktionieren, weil ich irgendwo in den ganzen Innereien ein Häkchen vergessen oder übersehen habe. Ich habe es geschafft: DANKE
  • Ich freue mich auch, dass es meinem Hunde-Opi besser geht. Seine Ohren sind für dieses Mal wieder geheilt. Erfahrungsgemäß hält das nicht sehr lange. Aber für jetzt und heute haben wir es wieder geschafft. Es war ganz schön anstrengend, hat  viel Kraft, Zeit und Geld gekostet. Ich musste alle zwei Tage zum Tierarzt, um die Antibiotika-Spritze abzuholen. Tabletten hat er magenmäßig nicht vertragen. Der kleine Mann war sososo tapfer. Immer wieder wurden die Ohren gespült und drin rumgebohrt, damit der Schmadder herausgeholt werden konnte. Ich sage DANKE den Tierärzten und DANKE an meinen kleinen tapferen Hunde-Opi.
  • Und wirklich das Beste vom Tag war der Therapeuten-Termin heute Vormittag. Ja, richtig gelesen: Ich hatte einen Therapeuten-Termin. Es sieht wirklich gut aus. Ich habe ein gutes Bauchgefühl und er könnte sich auch vorstellen, mit mir zu arbeiten. Einen festen Platz hat er zwar noch nicht, aber er hat mir Hoffnung gemacht. Nun geht er erstmal für zwei Wochen in den Urlaub und hat mir aber schon einen neuen Termin gegeben. Das würde dann vorübergehend so sein, dass bei jeden Termin gleich einen neuen Termin bekomme, solange bis ich ein fester Platz frei ist. Wie finde ich denn das? Einfach großartig!!! Wenn das gute Bauchgefühl bleibt, habe ich die ganzganzganz große Hoffnung, dass ich mit seiner Hilfe ein ganzes Stück weiter komme, dass ich andere Blickwinkel und Sichtweisen bekomme für das ganz große Problem, was ich dann am Ende dieses Jahres bekommen werde. Dafür muss ich stark sein. Ganz stark. Und so bekommt das dickste und größte Dankeschön für diesen Tag der Therapeut! DANKE! DANKE! DANKE!

Und so geht dieser Tag zu Ende mit einem Lächeln im Gesicht…

 

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Blogsalat – alles auf Null …

Ich wollte ganz einfach von meinem Blog ein backup machen bevor ich einige plugins aktualisiere.

Das Ergebnis sah dann so aus:

 

Einen Tag lang habe ich versucht, es irgendwie zu retten. Hab mit dem Provider telefoniert und von ihm einen link zugeschickt bekommen, wie man es mit einem Programm namens „putty“ reparieren kann.

Alles in englisch. Null Ahnung. Völlige Überforderung.

Hab dann meinen Fast-Schwiegersohn rangelassen. Er versteh schon eine Menge vom Programmieren, schreibt seine Seiten selbst und viele it-Begriffe sind ihm bekannt.

Letztendlich hat auch er kapituliert.

Zuerst war ich ein bisschen traurig.

Alles weg.

Ein halbes Jahr weg.

Aber nun kann ich es inzwischen positiv sehen.

Die schlimmen Phasen der Depression mit „es geht nichts mehr“ sind abgeschlossen und verschwunden.

Nun habe ich begonnen, einen neuen Blog zu stricken, der alte hat sich im Internet-Nirvana aufgelöst.

Der Resetknopf.

Alles auf neu.

Ab jetzt.

 

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PS: Falls jemand eine Idee hat, wie man mit Filezilla die alten Beiträge hier wieder einfügen kann, immer her damit.

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